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Familie zwischen Tradition und Moderne. Ehe und Scheidung im europäischen und im islamischen Recht

Analysiert anhand der Menschenrechte

Titel: Familie zwischen Tradition und Moderne. Ehe und Scheidung im europäischen und im islamischen Recht

Masterarbeit , 2011 , 131 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Isabelle Schleich (Autor:in)

Weltgeschichte - Allgemeines und Vergleiche
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Darstellung zum Thema der Ehe und Scheidung in Europa und im Islam möchte einen ersten Überblick über die soziale Funktion der Familie geben, um anschließend, anhand der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten und der Europäischen Charta der Menschenrechte die Vorstellungen und Ideen zu Ehe und Familie in Europa zu analysieren.

Des Weiteren soll in dieser Arbeit der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich die Familienpolitik der EU von der islamischer Staaten unterscheidet. Welchen Einfluss haben die Menschenrechte auf die jeweilige Familienpolitik, und welchen Einfluss übt dabei der Islam aus? Welches ist die soziale Funktion der Familie und welche Rolle spielen dabei Ehe und Scheidung?

Diese Arbeit geht dabei von zwei Thesen aus, nämlich, dass die Menschenrechte in Europa zwar anders gehandhabt werden und einen anderen Stellenwert haben, als dies im Islam der Fall ist, dass sie aber auch hier nicht immer zu hundert Prozent angewendet werden. Die zweite These besteht darin, dass das Familienrecht, besonders was die Ehe und die Scheidung anbelangt, kein starres, einheitliches Gebilde darstellt, sondern ständigem Wandel mit einhergehenden, notwendigen Reformprozessen unterliegt. Beide Thesen mögen auf den ersten Blick nichts gemein haben, es wird sich jedoch herausstellen, dass Ehe und Scheidung und vor allem ihre Rolle in der Gesellschaft, einem ständigen Wandel unterliegen, was einerseits die Familienpolitik stark beeinflusst, andererseits aber auch die Interpretation der betreffenden Menschenrechtsartikel.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Allgemeine Einführung

2. Forschungsstand und Begriffserklärung

2.1 Menschenrechte

2.2 Familie

II. Die Familie in der Gesellschaft

1. Historischer Hintergrund

1.1 Die Hajnal-Linie

1.2 Die Goody-These

2. Gesellschaftliche Funktion der Familie

III. Rechtsverständnis im Islam und im Christentum

IV. Islam und Menschenrechte

1. Die weltliche Annäherung

2. Die Einstellung, dass die Menschenrechte in Widerspruch zum Islam stehen

3. Die versöhnliche Einstellung

4. Annäherung durch Re-Interpretation

V. Ehe und Scheidung

1. Ehe in Europa und im Islam

1.1 Geschichte der Ehe

1.2 Das Recht auf Ehe in Europa

1.3 Familienrecht im Islam, die Ehe im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne

1.4 Die Ehe im muslimischen Glaubensverständnis

1.5 Die Morgengabe

1.6 Polygamie und Polygynie

1.6.1 Polygamie im Islam

1.6.2 Polygamie im Christentum

1.7 Die Rolle der Geschlechter

1.8 Vorbedingungen für die Eheschließung

1.9 Ehehindernisse

1.10 Bireligiöse Ehen

1.10.1 Im Islam

1.10.2 Im Katholizismus

1.11 Formalitäten der Eheschließung im Islam

2. Scheidung in Europa und dem Islam

2.1 Geschichte der Scheidung

2.2 Das Recht auf Scheidung in Europa

2.3 Scheidung im Islam

2.3.1 Die verschiedenen Arten der Eheauflösung

2.3.2 Die Scheidung nach marokkanischem Recht

2.3.3 Die Scheidung nach algerischem Recht

2.3.4 Die Scheidung nach tunesischem Recht

3. Rechtlicher und sozialer Schutz der Familie

VI. Ehe und Scheidung: Vergleich zwischen der christlich-westlichen und der islamischen Auffassung

VII. Schlussfolgerung

VIII. Glossar

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen traditionellen islamischen Familienstrukturen und westlich-liberalen Auffassungen von Ehe, Scheidung und Menschenrechten. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen zu analysieren, wobei die Arbeit die These stützt, dass beide Rechtssysteme einem stetigen Wandel unterliegen und Menschenrechte – obwohl unterschiedlich gewichtet – auch in westlichen Systemen nicht absolut angewandt werden.

  • Vergleich der Rechtsverständnisse im Islam und Christentum.
  • Analyse der sozialen Funktion der Familie und deren Rolle in der Sozialisation.
  • Untersuchung der Bedeutung von Ehe und Scheidung in beiden Kulturkreisen.
  • Diskussion über das Verhältnis von Menschenrechten und islamischer Gesetzgebung.
  • Betrachtung von Reformprozessen im islamischen Familienrecht.

Auszug aus dem Buch

1. Allgemeine Einführung

Betrachtet man die aktuellen Ereignisse in Tunesien, Ägypten und Libyen, kommt man um das Thema der Menschenrechte nicht umhin. Der nicht aufhörende Krieg in Afghanistan, sowie die Regierungen Pekings und Teherans sind weitere Bezugspunkte in dieser grundlegenden Debatte um die Menschenrechte. Für viele Menschen stellen die Menschenrechte das Fundament einer universellen, weltweiten politischen Kultur dar. Andere hingegen scheinen die Menschenrechte eher als ein bevormundendes Produkt westlicher Denkart zu betrachten. Dementsprechend können die Bemühungen um die Durchsetzung der Menschenrechte durchaus als Angriff auf die individuelle kulturelle und religiöse Identität erscheinen.

Aber nicht nur im Bereich der Menschenrechte, sondern auch im Bereich der Familienkultur gehen die Meinungen auseinander. So ist hier das Verhältnis zwischen den eher liberal-pluralistisch geprägten Anschauungen der westlichen Industrienationen und der traditionellen islamischen Familienkultur relativ gespannt.

In Europa und Amerika werden immer mehr Stimmen laut, die die Dominanz des Mannes über die Frau, die kaum vorhandene Gleichberechtigung der Geschlechter, die Polygamie, das einseitige Scheidungs- und Verstoßungsrecht des Mannes und die eingeschränkten Scheidungsbefugnisse der Frau, den Mangel an nachehelichen Unterhaltszahlungen, sowie die sehr dominante Autorität des Vaters in Erziehungsfragen seine Kinder betreffend, kritisieren und anprangern.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Menschenrechte und Familienkultur im Kontext der globalen Spannungen zwischen westlichen und islamischen Gesellschaften.

II. Die Familie in der Gesellschaft: Historische Betrachtung der europäischen Familienmodelle und Erläuterung soziologischer Funktionen der Familie als Sozialisationsinstanz.

III. Rechtsverständnis im Islam und im Christentum: Analyse der unterschiedlichen Quellen und Interpretationen von Recht in beiden Religionen.

IV. Islam und Menschenrechte: Darstellung verschiedener Annäherungsversuche zwischen islamischer Tradition und universellen Menschenrechtsstandards.

V. Ehe und Scheidung: Ausführliche Analyse der rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen von Ehe, Scheidung sowie Polygamie im europäischen und islamischen Kontext.

VI. Ehe und Scheidung: Vergleich zwischen der christlich-westlichen und der islamischen Auffassung: Zusammenfassender Vergleich der Divergenzen bezüglich Ehestabilität, Geschlechterrollen und gesellschaftlicher Akzeptanz.

VII. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass kulturelle und sozio-religiöse Faktoren die Praxis in beiden Systemen prägen.

Schlüsselwörter

Familie, Ehe, Scheidung, Islam, Christentum, Menschenrechte, Polygamie, Polygynie, Rechtsverständnis, Sharia, Soziologie, Sozialisation, Reformprozesse, Gleichberechtigung, interkultureller Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen dem westlichen Menschenrechtsverständnis und den traditionellen Strukturen des islamischen Familienrechts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten von Ehe, Scheidung, der Rolle der Frau, Polygamie und den rechtlichen Entwicklungen in verschiedenen islamischen Staaten im Vergleich zu europäischen Standards.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, die Diskrepanzen zwischen beiden Systemen aufzuzeigen und zu untersuchen, wie sich kulturelle und religiöse Identitäten gegenüber den universellen Menschenrechten verhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-sozialwissenschaftliche Arbeit, die Rechtsvergleiche und Diskursanalysen anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den historischen Hintergrund der Ehe, die rechtliche Verankerung der Scheidung und die Debatten um Menschenrechte sowie deren Re-Interpretation im islamischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Familie, Ehe, Scheidung, Islam, Menschenrechte, Sharia, Polygamie und Rechtsvergleich sind zentrale Begriffe der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich das Scheidungsrecht in den Maghreb-Staaten?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Staaten wie Tunesien, Marokko und Algerien unterschiedlich weit fortgeschrittene Reformprozesse durchlaufen haben, insbesondere hinsichtlich des Scheidungsmonopols und der richterlichen Kontrolle.

Wie wird die Rolle der Frau im islamischen Familienrecht interpretiert?

Die Arbeit analysiert sowohl patriarchale Traditionen als auch moderne Ansätze, die den Koran neu interpretieren, um eine größere Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen.

Ende der Leseprobe aus 131 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Familie zwischen Tradition und Moderne. Ehe und Scheidung im europäischen und im islamischen Recht
Untertitel
Analysiert anhand der Menschenrechte
Hochschule
Université du Luxembourg  (Faculté des Lettres, des Sciences Humaines, des Arts et des sciences de l'éducation)
Veranstaltung
Europäische Zeitgeschichte
Note
1,8
Autor
Isabelle Schleich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
131
Katalognummer
V265949
ISBN (eBook)
9783656556374
ISBN (Buch)
9783656556565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europa Zeitgeschichte Geschichte Neuzeit Islam Menschenrechte Familie Ehe Scheidung islamisches Recht europäisches Recht Koran Christentum Polygamie Monogamie Bigamie Sharia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabelle Schleich (Autor:in), 2011, Familie zwischen Tradition und Moderne. Ehe und Scheidung im europäischen und im islamischen Recht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265949
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