Lexikologie und die verschiedenen Typen der Entlehnung


Hausarbeit, 2011

11 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lexikologie
2.1 Wortschatz
2.2 Forschungsrichtungen
2.3 Gliederung des Wortschatzes
2.4 Lexikologie und andere Wissenschaftsdisziplienen
2.5 Kriterien zur Ordnung des Wortschatzes

3. Entlehnung
3.1 Formen der Entlehnung
3.2 Weitere Formen der Entlehnung

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema der Lexikologie. Beginnend mit einer allgemeinen Einführung zu dieser, werde ich im weiteren Verlauf insbesondere die verschiedenen Typen der Entlehnung beleuchten und auf ihre einzelnen Besonderheiten eingehen.

2. Lexikologie

2.1 Wortschatz

Die Lexikologie ist derjenige Teil der Sprachwissenschaft, welcher den Wortschatz, d.h. die Lexik, erforscht; untersucht werden hierbei die Wörter an sich und deren Organisation im Gesamtwortschatz der Sprache. Der Wortschatz, bzw. die Lexik besteht zum einen aus dem Grundwortschatz (Primär- und Sekundärstammwörter) und zum andern einem beweglichen Teil (Neologismen, Fremdwörter, Sondersprachen etc.). Bruns beschreibt ihn zudem „als den Gesamtinhalt von Elementen (d.h. nicht nur von ganzen Wörtern), die eine Bedeutung tragen“.1 Bei Lutzeier findet sich noch eine genauere Aufschlüsselung des Grundwortschatzes. Er betrachtet ihn zum einen aus der anthropologischen Sicht als eine „Ansammlung von morphologisch einfachen Wörtern, die Bezeichnungen für Körperteile, Bezeichnungen für Nahrungsmittel, Farbbezeichnungen, und Bezeichnungen für Pflanzen, Bäume, Tiere und wichtige Himmelskörper umfassen“2, zum anderen aus sprachdidaktischer Sicht als „Ansammlung der am häufigsten gebrauchten Wörter einer Sprache.“3.

In der Lexikologie - ebenso in der Lexikographie - spricht man vom Wort als Lexem.

Unterschiedliche grammatische Formen repräsentieren dieses. Bsp.: Dt. Haus, Hauses, Hause, Häuser, Häusern etc -> Haus; Russ. дом, лома, домом, домов, домами -> дом4

2.2 Forschungsrichtungen

Innerhalb der Lexikologie bestehen zwei Forschungsrichtungen: einerseits die Onomasiologie, andererseits die Semasiologie. Grund hierfür ist, dass sich ein Wort immer aus zwei Sichtweisen betrachten lässt: Form/Bezeichnung und Inhalt/Bedeutung. Daher nennt man die Onomasiologie auch Bezeichnungslehre (von gr. Onoma = Name). Das Ziel ist die sprachliche Form, ausgehend von der Bedeutung des Wortes. Die Fragen, zur Ermittlung lauten «Wie wird eine bestimmte Erscheinung/eine bestimmte Sache/ ein bestimmter Begriff bezeichnet?» oder «Welche Wörter (Bezeichnungen) drücken den Sachverhalt XY aus?»5 Das Ergbnis dieser Fragen führt zu Gruppen sinnverwandter Wörter, sogenannten Wortfeldern oder auch Bezeichnungsgruppen. Dem gegenüber steht die Semasiologie, auch Wortbedeutungslehre (von gr. Sema, semeion = Zeichen). Das Ziel hierbei ist die Erschließung des Inhalts ausgehend von der Form. Gefragt wird «Welche Bedeutung hat ein bestimmtes Wort/Lexem?»6 Mittel sind hierbei nicht Wortfelder, sondern Zerlegung eines einheitlichen Zeichens in seine Komponenten. Nicht nur nach der Bedeutung des einzenen Wortes wird geforscht, sondern auch nach dessen Bedeutung im Kontext.

Abschließend ein Diagramm zur Position und der Allgegenwart der Lexikologie nach Lutzeier7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Gliederung des Wortschatzes

Dazu bieten sich mehrere Möglichkeiten an, verschiedene Gesichtspunkte die da wären: eine Gliederung nach Wortarten, d.h. Substantive, Adjektive, Verben, etc.. Nach Wortfeldern, mit einer onomasiologischen Betrachtungsweise, die nach den Bezeichnungen fragt. Eine Gliederung nach dem Stand der Lexikalisierung, bei der bereits lexikalisierte sprachliche Einheiten Gelegenheitsbildungen8 gegenüberstehen. Diese lexikalisierten Einheiten sind nicht nur Wörter, sondern auch größere Einheiten wie Syntagmen9, teils ganze Sätze. Zu guter Letzt die Gliederung nach der Unterscheidung Eigenname vs. generische Bezeichnung. Mit dem großen Bereich der Eigennamen beschäftigt sich die Teildisziplin der Onomastik10.11

[...]


1 Bruns, Thomas (2007): Einführung in die russische Sprachwissenschaft. S.123

2 Lutzeier,PeterRolf(1995):Lexikologie.EinArbeitsbuch.Tübingen,S.158

3 ebd.S158

4 BrunsS124

5 ebd.125

6 ebd.127

7 Lutzeier,S.7

8 MittelderSprachökonomieauseinerbestimmtenKommunikationssituationherauszurBezeichnungeines mehroderwenigerkomplexenSachverhaltsgebildetwerden,oftauchnurindiesemKontextverständlich sind,zueinemGroßteilabernielexikalischerfasstwerden.Bruns,S128

9 AusmehralseinemWortbestehendeSatzkonstituente,dienichtselbstSatz(Teilsatzeineskomplexen Satzes)ist;inderlinearenRedekettedesSatzesmiteinanderverbundenesprachlicheZeichenmitengerer Zusammengehörigkeit,diealsGruppedieStellungimSatzändernkann,gemeinsamenBedeutungskomplex imbest.Kontextbildet,kongruenteFlexionaufweist.Ulrich,S116

10 AuchNamenforschung,dienebenherkunft,VerbreitungundBedeutungvonPersonennamen(Vor^und Familiennamen)auchalleanderenArtenvonNamen(Städte^,Fluss^,Gebirgs^,Tier^,Pflanzen^, Markennamenetc.)untersucht.

11 Bruns,S128,129

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Lexikologie und die verschiedenen Typen der Entlehnung
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Slavisches Institut)
Veranstaltung
Einführung in die Sprachwissenschaft, synchroner Teil
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V265975
ISBN (eBook)
9783656556831
ISBN (Buch)
9783656556879
Dateigröße
662 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lexikologie, typen, entlehnung
Arbeit zitieren
Hannes Blank (Autor), 2011, Lexikologie und die verschiedenen Typen der Entlehnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265975

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