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Hochbegabung bei Schülern

Diagnose- und Förderungsmöglichkeiten im Alltag für Lehrer

Titre: Hochbegabung bei Schülern

Mémoire (de fin d'études) , 2013 , 69 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Andre Leitl (Auteur)

Pédagogie - Éducation des surdoués
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Ein hochbegabter Junge wird endlich eingeschult. Er ist fünf Jahre und neun Monate alt, hat sich bereits im Kindergarten stark gelangweilt. Nun rennt er in die Schule mit großen Erwartungen, was das Lernen betrifft. Er liest fließend Bücher und rechnet wie ein Drittklässler. Nach dem ersten Schultag fragt ihn die Mutter: „Wie war’s? Was habt ihr gemacht?“ Der Fünfjährige erzählt vom Ausmalen eines kopierten Blattes und vom Buchstaben O. Er habe die Lehrerin gefragt, was sie morgen machen würden. Sie antwortete, dass sie dann Wörter mit O kennenlernen würden, und sie hätte auch noch ein schönes Blatt zum Ausmalen. Da habe er zu der Lehrerin gesagt: „Ja schön, aber ich kündige dann“ (Vock, 2004, S. 213).
Man muss schon zweimal das Zitat durchlesen, um das glauben und/oder begreifen zu können. Aber das spiegelt die Realität wider. Eine Realität, die so Unwirklich ist, wie ein Naturforscher das städtische Leben erforscht. Es sind zwei verschiedene Welten, in denen auch die hochbegabten Kinder und Jugendlichen im wahrsten Sinne zu kämpfen haben.
Doch warum brauchen hochbegabte Kinder Hilfe? Die Frage stellt sich Jutta Billhardt (Billhardt, 2013a). Solange Eltern wissen, dass ihr Kind hochbegabt ist und entsprechende Fördermaßnahmen getroffen sind, ist zunächst alles in Ordnung. Leider gibt es andere Fälle, die Jutta Billhardt allgemein beschreibt. Den Anstoß geben die Kinder und Jugendlichen selbst. Durch ihre andere Denkstrukturen, so weiter Jutta Billhardt, können sie sich bereits in Kleinkindzeiten nur im geeigneten Umfeld richtig entfalten.
Hochbegabte Kinder müssen bereits im Kindergartenalter erfahren, dass ihre Fähigkeiten, die sie an den Tag legen, unangebracht sind. Dabei gehen Mädchen und Jungen unterschiedlich mit dieser Situation um: während Mädchen sich zurückhalten und sich möglichst gut an die Umgebung anpassen wollen, welches unter Umständen mit psychosomatische Störungen einhergeht, fallen Jungen durch ihr Verhalten auf (Billhardt, 2013a). Regine Lang sieht eine chronische Unterforderung sowie Langeweile im Kindergarten und in der Schule. Außerdem beschreibt sie, dass hochbegabte Kinder und Jugendliche sich fehl am Platz fühlen (Lang, 2013).
Aus diesem Sachverhalt ergibt sich, dass hochbegabte Kinder qualifizierte Hilfe brauchen. Denn es gibt ein Horrorszenario: die Fehldiagnose. Eltern, Erzieher, Lehrer und sogar Psychologen besitzen wenig Wissen über Hochbegabung und diagnostizieren auf der Basis ihres jeweiligen Kenntnisstands.[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Brauchen hochbegabte Kinder Hilfe?

2. Grundlagen und Grundüberlegungen zur Hochbegabung

2.1. Begrifflichkeit, Definitionen und theoretische Konstrukte von Hochbegabung

2.2. Modelle zur Hochbegabung – mehrdimensionale Betrachtungen

2.2.1. Das Mehr-Faktoren-Modell von Mönks (1985, 1999, 2012)

2.2.2. Das Münchner Hochbegabungsmodell (2001)

2.2.3. Das Aktiotop-Modell (2005)

2.2.3.1. Handlungen

2.2.3.2. Determinanten einer Person

2.2.3.2.1. Handlungsrepertoire

2.2.3.2.2. Subjektiver Handlungsraum

2.2.3.2.3. Ziele

2.2.3.3. Umwelt

2.3. Einflussfaktoren von Hochbegabung

2.3.1. Hochbegabung unter dem Einfluss der Gene

2.3.2. Hochbegabung unter dem Einfluss der Umwelt

2.3.3. Hochbegabung unter dem Einfluss der Lehrer

2.3.4. Resümee

3. Hochbegabung in der Schule

3.1. Diagnostik

3.1.1. Entwicklung und daraus resultierende Charakteristika der Hochbegabten

3.1.2. Diagnostik der hochbegabten Underachiever

3.1.3. Tests für hochbegabte Kinder und Jugendliche

3.1.3.1. Komplexes Problemlösen

3.1.3.2. Lerntests

3.1.3.3. Kreativitätstest

3.1.3.4. Erfassung der Arbeitsgedächtniskapazität

3.1.3.5. Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder und Jugendliche

3.1.4. Fazit

3.2. Förderung

3.2.1. Fördermaßnahmen durch das Schulsystem

3.2.1.1. Akzeleration und Enrichment

3.2.1.2. Förderung im Schulunterricht

3.2.1.2.1. Förderung durch Differenzierung

3.2.1.2.2. Motivationsförderung

3.2.2. Spezialfall: Förderung der hochbegabten Underachiever

4. Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Pflichten von Lehrkräften bei der Identifikation und Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher. Das primäre Ziel ist es, den schulischen Alltag so zu gestalten, dass Hochbegabung erkannt, Fehlinterpretationen (wie Fehldiagnosen als AD(H)S) vermieden und eine gezielte, an den individuellen Bedürfnissen orientierte Förderung eingeleitet werden kann.

  • Theoretische Modelle der Hochbegabung (Mehr-Faktoren-Modell, Münchner Modell, Aktiotop-Modell)
  • Problematik von Fehldiagnosen und der Rolle der Lehrkraft
  • Diagnostik von Hochbegabung und Underachievement in der Schule
  • Methoden der Förderung (Akzeleration, Enrichment, Differenzierung, Motivationsförderung)

Auszug aus dem Buch

1. Brauchen hochbegabte Kinder Hilfe?

„Ein hochbegabter Junge wird endlich eingeschult. Er ist fünf Jahre und neun Monate alt, hat sich bereits im Kindergarten stark gelangweilt. Nun rennt er in die Schule mit großen Erwartungen, was das Lernen betrifft. Er liest fließend Bücher und rechnet wie ein Drittklässler. Nach dem ersten Schultag fragt ihn die Mutter: „Wie war’s? Was habt ihr gemacht?“ Der Fünfjährige erzählt vom Ausmalen eines kopierten Blattes und vom Buchstaben O. Er habe die Lehrerin gefragt, was sie morgen machen würden. Sie antwortete, dass sie dann Wörter mit O kennenlernen würden, und sie hätte auch noch ein schönes Blatt zum Ausmalen. Da habe er zu der Lehrerin gesagt: „Ja schön, aber ich kündige dann“ (Vock, 2004, S. 213).

Man muss schon zweimal das Zitat durchlesen, um das glauben und/oder begreifen zu können. Aber das spiegelt die Realität wider. Eine Realität, die so Unwirklich ist, wie ein Naturforscher das städtische Leben erforscht. Es sind zwei verschiedene Welten, in denen auch die hochbegabten Kinder und Jugendlichen im wahrsten Sinne zu kämpfen haben.

Doch warum brauchen hochbegabte Kinder Hilfe? Die Frage stellt sich Jutta Billhardt (Billhardt, 2013a). Solange Eltern wissen, dass ihr Kind hochbegabt ist und entsprechende Fördermaßnahmen getroffen sind, ist zunächst alles in Ordnung. Leider gibt es andere Fälle, die Jutta Billhardt allgemein beschreibt. Den Anstoß geben die Kinder und Jugendlichen selbst. Durch ihre andere Denkstrukturen, so weiter Jutta Billhardt, können sie sich bereits in Kleinkindzeiten nur im geeigneten Umfeld richtig entfalten.

Hochbegabte Kinder müssen bereits im Kindergartenalter erfahren, dass ihre Fähigkeiten, die sie an den Tag legen, unangebracht sind. Dabei gehen Mädchen und Jungen unterschiedlich mit dieser Situation um: während Mädchen sich zurückhalten und sich möglichst gut an die Umgebung anpassen wollen, welches unter Umständen mit psychosomatische Störungen einhergeht, fallen Jungen durch ihr Verhalten auf (Billhardt, 2013a).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Brauchen hochbegabte Kinder Hilfe?: Dieses Kapitel beleuchtet anhand eines Fallbeispiels die Problematik der Unterforderung hochbegabter Kinder und die daraus resultierenden Schwierigkeiten im schulischen Kontext.

2. Grundlagen und Grundüberlegungen zur Hochbegabung: Hier werden verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Hochbegabung diskutiert und die Faktoren erläutert, die Begabung beeinflussen.

3. Hochbegabung in der Schule: Dieses Kapitel widmet sich der praktischen Diagnostik und den verschiedenen Fördermöglichkeiten innerhalb des Schulsystems für hochbegabte Schüler.

4. Diskussion und Ausblick: Das Kapitel fasst die Bedeutung der schulischen Umgebung zusammen und betont die Notwendigkeit, Hochbegabte frühzeitig zu identifizieren und individuell zu fördern.

Schlüsselwörter

Hochbegabung, Leistungsexzellenz, Underachievement, Diagnostik, Förderung, Lehrkraft, Mehr-Faktoren-Modell, Münchner Hochbegabungsmodell, Aktiotop-Modell, Intelligenz, Motivation, Kreativität, Akzeleration, Enrichment, Differenzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher durch Lehrkräfte, um deren Potenzial zu entfalten und schulische Probleme zu vermeiden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Modelle von Hochbegabung, die Herausforderungen bei der Diagnostik, die Problematik des Underachievements sowie praktische Ansätze zur schulischen Förderung.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften das notwendige Wissen und Verständnis zu vermitteln, um Hochbegabung sicher zu erkennen und geeignete pädagogische Fördermaßnahmen einzuleiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Vergleich etablierter psychologischer Begabungsmodelle sowie diagnostischer Verfahren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die diagnostischen Verfahren (Checklisten, Tests) und die konkreten Förderstrategien wie Akzeleration und Differenzierung im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hochbegabung, Underachievement, Diagnostik, Förderung, Lehrkraft, Akzeleration, Enrichment und Differenzierung.

Wie unterscheidet sich Underachievement von normaler Hochbegabung in der Diagnostik?

Underachiever zeigen trotz hoher intellektueller Fähigkeiten schlechtere Schulleistungen als erwartet, was sie oft unentdeckt lässt, da Lehrkräfte Hochbegabung fälschlicherweise meist nur mit sehr guten Noten gleichsetzen.

Warum ist die Rolle der Lehrkraft so entscheidend?

Lehrkräfte verbringen einen Großteil der Zeit mit den Kindern und besitzen durch ihre tägliche Interaktion und Beobachtung die Möglichkeit, Hochbegabung frühzeitig zu "enttarnen", auch wenn Eltern dies noch nicht erkannt haben.

Was ist das "Aktiotop-Modell" im Vergleich zu herkömmlichen Modellen?

Das Aktiotop-Modell betrachtet Hochbegabung als ein Resultat von Interaktionen zwischen einer Person und ihrer Umwelt und legt den Fokus stärker auf gelernte Handlungen und den Erwerb von Expertise.

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Résumé des informations

Titre
Hochbegabung bei Schülern
Sous-titre
Diagnose- und Förderungsmöglichkeiten im Alltag für Lehrer
Université
LMU Munich  (Allgemeine Pädagogik)
Cours
Zulassungsarbeit
Note
1,3
Auteur
Andre Leitl (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
69
N° de catalogue
V266047
ISBN (ebook)
9783656558491
ISBN (Livre)
9783656558439
Langue
allemand
mots-clé
Hochbegabung Schüler Lehrer Förderungsmaßnahmen Diagnose
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andre Leitl (Auteur), 2013, Hochbegabung bei Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266047
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