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Möglichkeiten und Grenzen biografisch orientierter Unterrichtsarbeit

Titel: Möglichkeiten und Grenzen biografisch orientierter Unterrichtsarbeit

Ausarbeitung , 2013 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dr. Gerold Schmidt-Callsen (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Ausarbeitung basiert auf einem Vortrag, den der Autor anlässlich seiner mündlichen Doktorprüfung gehalten hat. In diesem Vortrag wird der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten und Grenzen sich sich durch biografische Arbeit für Bildung, Erziehung und Unterricht in der Schule ergeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitende Bemerkungen

1. Anmerkungen zur Geschichte der Biografie

2. Begriffliche Klärungen

3. Eingrenzung und Präzisierung des Themas

4. Möglichkeiten und Grenzen biografisch orientierter Unterrichtsarbeit vor dem Hintergrund der Merkmale zur Biografiearbeit von H. G.Ruhe

4.1 Merkmal Sinn

4.2 Merkmale Kontinuität und Veränderung

4.3 Merkmale Realität und Wirklichkeit

4.4 Merkmal Kommunikation

4.5 Merkmal Fragment

4.6 Merkmal Gemeinschaft

4.7 Merkmal Ganzheitlichkeit

5. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die pädagogischen Potenziale sowie die Limitationen biografisch orientierter Unterrichtsarbeit, wobei sie sich auf die von H. G. Ruhe definierten Merkmale stützt, um den Dialog zwischen subjektiven Lebensgeschichten und Bildungszielen im Schulalltag zu analysieren.

  • Historische Entwicklung des Biografiebegriffs von der Antike bis heute
  • Didaktische Möglichkeiten und Grenzen biografischen Lernens in der Schule
  • Analyse zentraler Merkmale: Sinn, Kontinuität, Realität, Kommunikation, Fragment und Ganzheitlichkeit
  • Reflexion über das Verhältnis von Fremdbestimmung und Selbstbestimmung im Unterricht
  • Praktische Ansätze zur Umsetzung biografischer Didaktik

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Möglichkeiten und Grenzen der pädagogischen Umsetzung im Unterricht

Biografisch orientiertes Lehren und Lernen unter der Perspektive des Merkmals Sinn stellt die Reflexion von Sinn- Fragen in den Vordergrund unterrichtlicher Aktivitäten.

Hierzu gehören Fragen nach dem Sinn des Lernens für das eigene Leben: z. B. Ist das schulische Lernen, wie Rumpf fragt, ausschließlich ein fremdbestimmtes Lernen für standardisierte Tests, die normierte Kompetenzen abprüfen(Rumpf 2012), oder dient das Lernen wie Loch meint mehr der selbstbestimmten Entwicklung der individuellen Persönlichkeit (Loch1979) ? Geht es nur darum, einen Abschluss zu erreichen, um später einen bestimmte beruflichen Status zu bekommen, oder geht es eher darum, wie Rumpf meint, dass Schüler, statt messbare Bildungsstandards zu erfüllen, bei der Beschäftigung mit Biografien „die geistige Dimension des eigenen Nachdenkens, Staunens und Zweifelns“ (Rumpf ebenda) entwickeln sollten?

  • Schleiermacher hat diese Sinnfrage von Bildung und Lernen dahingehend beantwortet, dass er „das Tüchtigmachen für die Gemeinschaft und die Entwicklung der persönlichen Eigentümlichkeit“ (Schleiermacher, zit. nach Bittner ebenda) als gleichwichtige Zielsetzungen von Erziehung und Unterricht postulierte.
  • Schulze diagnostiziert für die Gegenwart ein Ungleichgewicht zugunsten des Ersteren und fordert eine stärkere Einbringung des subjektiven Elements in Erziehung und Unterricht (Schulze 1993). Biografisch orientiertes Lernen kann dazu beitragen.
  • Eine Möglichkeit der praktischen Umsetzung dieser Beschäftigung mit Sinnfragen liegt, wie Miethe vorschlägt, in der unterrichtlichen Auseinandersetzung mit ausgewählten Biografien von berühmten Frauen und Männern(Albert Schweitzer, Ghandi, Martin Luther King, Mutter Theresa etc. (Miethe 2011). Bei diesem „Lernen am Modell“ können Schüler dazu ermutigt werden, über den Sinn ihres persönlichen Lebens und Lernens auf dem Hintergrund dieser außergewöhnlichen Biografien zu reflektieren.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitende Bemerkungen: Einführung in den Vortragskontext und die Zielsetzung der Untersuchung biografischer Arbeit in Schule und Unterricht.

1. Anmerkungen zur Geschichte der Biografie: Überblick über die historische Entwicklung, von Charaktertypen der Antike bis hin zu modernen Erziehungsromanen und autobiografischen Ansätzen.

2. Begriffliche Klärungen: Definition von Biografie und Biografiearbeit im pädagogischen Kontext unter Abgrenzung zur Biografieforschung.

3. Eingrenzung und Präzisierung des Themas: Konkretisierung der Fragestellung im Hinblick auf die Merkmale von H. G. Ruhe und die biografisch orientierte Didaktik.

4. Möglichkeiten und Grenzen biografisch orientierter Unterrichtsarbeit vor dem Hintergrund der Merkmale zur Biografiearbeit von H. G.Ruhe: Detaillierte Analyse der sieben Kernmerkmale und ihrer jeweiligen Chancen und Risiken für die schulische Praxis.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussbemerkungen: Fazit zur Gewinnbringung biografischer Projekte unter Berücksichtigung notwendiger Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Biografiearbeit, Unterrichtsarbeit, Didaktik, Sinnsuche, Schulpädagogik, Biografie, Kontinuität, Veränderung, Wirklichkeitskonstruktion, Kommunikation, Fragment, Ganzheitlichkeit, pädagogische Reflexion, Lebensgeschichte, intergeneratives Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie biografische Ansätze pädagogisch sinnvoll in den Schulunterricht integriert werden können, um Bildungsprozesse lebendiger zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Merkmale biografischer Arbeit nach Hans Georg Ruhe sowie deren Umsetzungsmöglichkeiten in Theorie und Praxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, welche pädagogischen Möglichkeiten und Grenzen sich bei der Implementierung von Biografiearbeit in Bildung, Erziehung und Unterricht ergeben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine thesenartige Erörterung, die auf einer Literaturanalyse sowie der didaktischen Reflexion der Merkmale nach Ruhe basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich sieben spezifischen Merkmalen (Sinn, Kontinuität/Veränderung, Realität/Wirklichkeit, Kommunikation, Fragment, Gemeinschaft, Ganzheitlichkeit) und evaluiert deren unterrichtliche Anwendbarkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Biografiearbeit, Didaktik, pädagogische Reflexion und Selbstbestimmung geprägt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Biografiearbeit und Biografieforschung?

Biografiearbeit zielt auf die persönliche Entwicklung des Subjekts ab, während Biografieforschung eine sozialwissenschaftliche Tradition darstellt, um Erkenntnisse über gesellschaftliche Prozesse zu gewinnen.

Warum betont der Autor das „Recht auf Schweigen“ bei Schülern?

Im Kontext des Merkmals „Fragment“ wird Schweigen als Ausdruck von Autonomie und Schutz vor entblößenden Situationen gewürdigt, statt es nur als Defizit zu interpretieren.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten und Grenzen biografisch orientierter Unterrichtsarbeit
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Pädagogik)
Veranstaltung
Doktorprüfung
Note
1,7
Autor
Dr. Gerold Schmidt-Callsen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V266069
ISBN (eBook)
9783656558460
ISBN (Buch)
9783656558422
Sprache
Deutsch
Schlagworte
möglichkeiten grenzen unterrichtsarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Gerold Schmidt-Callsen (Autor:in), 2013, Möglichkeiten und Grenzen biografisch orientierter Unterrichtsarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266069
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Leseprobe aus  14  Seiten
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