Ausgehend von der Bedeutung von Macht im Denken Michel Foucaults wird das Recht über Leben und Tod von der Antike bis in die „klassische Zeit“ betrachtet. Dabei werden Zusammenhänge zwischen dem Bevölkerungsanstieg in vielen Teilen Europas und dem wirtschaftlichen Strukturwandel seit Ausgang des 16. Jahrhunderts in den Blick genommen.
Inhaltsverzeichnis
- Die Bedeutung von Macht bei Foucault
- Recht über den Tod und Macht zum Leben
- im Namen des Souveräns
- Menschenakkumulation und Kapitalakkumulation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit Michel Foucaults Analyse der Macht im Kontext von Leben und Tod. Sie untersucht die Entwicklung des Machtverständnisses von der Antike bis zur Moderne und stellt dabei Foucaults Kritik am traditionellen Verständnis der Macht als souveränes Recht in den Vordergrund.
- Foucaults Kritik am traditionellen Machtverständnis
- Die Rolle des Rechts im Machtgefüge
- Die Bedeutung von Mikropolitik und Dispositiven
- Die Macht über Leben und Tod in der Geschichte
- Der Einfluss des Rechts auf den Tod und das Leben
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit Foucaults Verständnis von Macht und stellt es in Kontrast zu den Theorien von Nicos Poulantzas. Es wird beleuchtet, wie Foucault die Macht nicht als etwas sieht, das von einem souveränen Herrscher ausgeht, sondern als ein Netzwerk, das sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche erstreckt. Das zweite Kapitel konzentriert sich auf Foucaults Analyse des Rechts über Leben und Tod, die er in seinem Werk „Der Wille zum Wissen“ beschreibt. Er zeigt, wie die Macht in der Antike durch das Recht über den Tod ausgeübt wurde, während sich diese Macht in der Moderne zu einer Macht über das Leben entwickelt hat.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Macht, Recht, Leben, Tod, Souveränität, Mikropolitik, Dispositiv, Foucault, Antike, Moderne, Geschichte.
Häufig gestellte Fragen
Wie definiert Michel Foucault Macht?
Foucault sieht Macht nicht als Besitz eines Souveräns, sondern als ein Netzwerk (Dispositiv), das die gesamte Gesellschaft durchzieht.
Was meint Foucault mit dem "Recht über den Tod"?
In der Antike und im Absolutismus war Macht primär das Recht des Souveräns, über das Sterben der Untertanen zu entscheiden (das Recht zu töten).
Wie hat sich die Macht in der Moderne gewandelt?
Die Macht hat sich zu einer "Macht über das Leben" (Biopolitik) entwickelt, die darauf abzielt, die Bevölkerung zu verwalten, zu optimieren und am Leben zu erhalten.
Was ist der Zusammenhang zwischen Menschenakkumulation und Kapitalakkumulation?
Die Verwaltung des Lebens und der Körper war notwendig, um die für den Kapitalismus erforderliche Arbeitskraft effizient zu organisieren.
Welche Rolle spielt die Mikropolitik bei Foucault?
Mikropolitik beschreibt die feinen Machtmechanismen in Institutionen wie Schulen oder Krankenhäusern, die das Verhalten des Einzelnen prägen.
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- Mag. Siegfried Höfinger (Author), 2013, Das Recht über Leben und Tod. Überlegungen zu einem Dispositiv bei Michel Foucault, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266161