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Die Qualität der Prognosepublizität von Unternehmen des Neuen Marktes - Bestandsaufnahme anhand von Quartalsberichten

Title: Die Qualität der Prognosepublizität von Unternehmen des Neuen Marktes - Bestandsaufnahme anhand von Quartalsberichten

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Jens Gehrmann (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

In dieser wissenschaftlichen Arbeit wird die Publikationspflicht und das Publikationsverhalten mit Prognosebezug von Unternehmen des Neuen Marktes näher betrachtet. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Zwischenbericht in seinem Zusammenhang zum Lagebericht, der u.a. in seinem Risiko- und Prognosebericht zukunftsbezogene Ereignisse berücksichtigt. Weitere Publikationsinstrumente wie z.B. die Ad hoc-Meldung oder der Emissionsprospekt finden auf Grund des begrenzten Umfangs der Arbeit keine Berücksichtigung.
Die Prognosepublizität des Zwischenberichts ist im engeren und im weiteren Sinne zu betrachten. ′Die Prognosefunktion des Zwischenberichts ergibt sich m.E. indes nicht ausschließlich aus den explizit geforderten prospektiven Berichtsangaben, sondern ebenso aus der Verknüpfung von retrospektivem und prospektivem Berichtsteil′.1 Der Investor und die Analysten können sich anhand des Zwischenberichts ein eigenes Bild über das Unternehmen machen. Aus diesem Grund findet im folgenden keine Beschränkung auf die Prognoseelemente im engeren Sinne statt, sondern der Zwischenbericht wird insgesamt als Prognoseinstrument betrachtet.
Der Neue Markt ist ein Handelssegment der Frankfurter Wertpapierbörse und besteht seit 1997. Er soll junge Wachstumsuntenehmen, die Eigenkapital benötigen, mit risikobereiten Investoren zusammenführen. Wesentliches Merkmal des Neuen Marktes ist die "überdurchschnittliche Transparenz"2, da die Publizitätsanforderungen internationalen Standards entsprechen sollen. Nach einem der Kursentwicklung nach positivem Start hat sich seit dem dritten Quartal 2000 die Börsenstimmung erheblich verschlechtert. Zahlreiche Negativschlagzeilen u.a. mit Bezug zu Publizitätspflichten waren regelmäßig der Presse zu entnehmen.

[...]

1 Dahl (1995), S. 64

2 (2001),Neuer Markt- Neue Anlagechancen, unter: http://about.neuermarkt.com/aboutus/segment.php3?lang=d

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Begriff der Prognosepublizität

2. Theoretische Grundlagen der Zwischenberichterstattung

2.1. Funktion der Zwischenberichterstattung und Zusammenhang zum Lagebericht

2.2. Normgerüst, Regelungen und Inhalte der Zwischenberichterstattung

2.2.1. Rechtliche Bestimmungen der Zwischenberichterstattung in Deutschland und Empfehlungen des DRSC

2.2.2. Bestimmungen der Zwischenberichterstattung der DBAG und nach internationalen Standards

2.3. Vergleich und kritische Würdigung nationaler und internationaler Anforderungen an die Zwischenberichterstattung

3. Einflußgrößen auf Publikationsverhalten in der Praxis

3.1. Anreize für die Bereitstellung zusätzlicher Informationen über die Mindestanforderungen hinaus

3.2. Bilanzpolitische Maßnahmen des Managements und die Agency-Theorie

3.3. Auswirkungen des Publikationsverhaltens auf das Unternehmen und den Kapitalmarkt

4. Empirische Untersuchung der Prognosepublizität ausgewählter Unternehmen des Bereiches Media/ Entertainment des Neuen Marktes

4.1. Betrachtung ausgewählter Unternehmen

4.1.1. TV-Loonland AG

4.1.2. Deutsche Entertainment AG

4.1.3. Brainpool AG

4.1.4. EM.-TV Merchandising AG

4.2. Zusammenfassendes Ergebnis der Betrachtung

5. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Qualität der Prognosepublizität von Unternehmen des Neuen Marktes anhand von Quartalsberichten. Dabei wird analysiert, inwieweit die Unternehmen über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehen und welche Rolle die Berichterstattung als Informationsinstrument und Marketingmaßnahme spielt.

  • Regelwerke und Anforderungen an die Zwischenberichterstattung
  • Einflussfaktoren auf das freiwillige Publikationsverhalten
  • Anwendung der Agency-Theorie auf bilanzpolitische Entscheidungen
  • Empirische Analyse von Unternehmen des Media/Entertainment-Sektors
  • Zusammenhang zwischen Informationsqualität und Kapitalmarkttransparenz

Auszug aus dem Buch

3.2. Bilanzpolitische Maßnahmen des Managements und die Agency-Theorie

Das Management greift häufig aus unterschiedlichen Gründen auf bilanzpolitische Maßnahmen zurück. In den deutschen aber auch in den für den Neuen Markt relevanten internationalen Rechnungslegungsstandards existieren eine Vielzahl von Gestaltungsspielräumen wie z.B. die Bewertung von Rückstellungen oder die Wahl von Abschreibungsmethoden etc. Für den Kapitalmarkt positiv zu sehen sind diese Maßnahmen, wenn die tatsächlichen Verhältnisse bzw. der tatsächliche Wert des Unternehmens sich im Aktienkurs nicht widerspiegelt. Bilanzpolitik kann dann eine Art Korrekturfunktion erfüllen. Aus Sicht der Institutionen, die Standards entwickeln und umsetzen, stellt sich die Frage des Ausmaßes des gewährten Spielraums, der ermöglicht werden soll.

Die Motive lassen sich anhand der Agency-Theorie der mikroökonomischen Organisationsanalyse (Neue Institutionenökonomik) zum leichteren Verständnis erklären. Dieser Ansatz beschäftigt sich mit dem etwas problematischen Verhältnis zwischen einem Auftraggeber (Prinzipal) und einem Auftragnehmer (Agenten). Der Prinzipal beauftragt aus Wirtschaftlichkeitsgründen den Agenten mit der Wahrnehmung bestimmter Aufgabe gegen Entgelt. Das wäre im Fall der Aktiengesellschaft das Management, das im Auftrag der Aktionäre arbeitet. Dem Delegationsvorteil der Aktionäre stehen die Kosten für die Bezahlung des Managements als Nachteil gegenüber. Es wird dem Agenten opportunistisches Verhalten unterstellt, d.h. dass er seinen eigenen Vorteil sucht und sich daraus Agenturprobleme ergeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Begriff der Prognosepublizität: Einführung in die Zielsetzung der Arbeit und Definition des Prognosebezugs in der Zwischenberichterstattung.

2. Theoretische Grundlagen der Zwischenberichterstattung: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Informationsfunktion des Zwischenberichts im deutschen Kontext.

3. Einflußgrößen auf Publikationsverhalten in der Praxis: Analyse der Anreize für freiwillige Informationen und bilanzpolitische Spielräume mittels der Agency-Theorie.

4. Empirische Untersuchung der Prognosepublizität ausgewählter Unternehmen des Bereiches Media/ Entertainment des Neuen Marktes: Praktische Fallstudien zu vier Unternehmen des Neuen Marktes und Bewertung ihrer Publizitätspraxis.

5. Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der zentralen Ergebnisse und Erkenntnisse aus der vorangegangenen Analyse.

Schlüsselwörter

Prognosepublizität, Zwischenbericht, Neuer Markt, Publizitätspflicht, Bilanzpolitik, Agency-Theorie, Quartalsbericht, Kapitalmarkt, Informationsasymmetrie, Transparenz, Medienbranche, Unternehmensberichterstattung, Anlegerschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Qualität der Prognosepublizität von Unternehmen am Neuen Markt und bewertet deren Berichterstattung anhand von Quartalsberichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die gesetzlichen Anforderungen an Zwischenberichte, die Einflussfaktoren auf das freiwillige Publikationsverhalten sowie die Agency-Theorie im Kontext bilanzpolitischer Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Prognosequalität von Unternehmen im Bereich Media/Entertainment und die Überprüfung, inwieweit diese als Instrument der Informationsvermittlung oder des Marketings genutzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer theoretischen Aufarbeitung der gesetzlichen Grundlagen und ökonomischen Theorien erfolgt eine empirische Fallanalyse ausgewählter Unternehmen des Neuen Marktes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Zwischenberichterstattung, die Analyse von Anreizstrukturen für das Management sowie die konkrete Untersuchung ausgewählter Medienunternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Prognosepublizität, Bilanzpolitik, Neuer Markt, Agency-Theorie und Transparenz.

Warum spielt die Agency-Theorie eine wichtige Rolle?

Sie dient als Erklärungsansatz für die Anreize des Managements, bilanzpolitische Spielräume zu nutzen und bestimmt, warum Informationsasymmetrien zwischen Management und Aktionären entstehen.

Wie bewertet der Autor die Berichterstattung der untersuchten Unternehmen?

Die Unternehmen erfüllen zwar die gesetzlichen Mindestanforderungen, die Prognosequalität ist jedoch sehr unterschiedlich und wird teils als Marketinginstrument genutzt, anstatt eine neutrale Transparenz zu gewährleisten.

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Details

Title
Die Qualität der Prognosepublizität von Unternehmen des Neuen Marktes - Bestandsaufnahme anhand von Quartalsberichten
College
University of Cologne  (Seminar für Wirtschaftsprüfung)
Course
Kapitalmartktorientierte Rechnungslegung
Grade
2,7
Author
Jens Gehrmann (Author)
Publication Year
2001
Pages
20
Catalog Number
V2662
ISBN (eBook)
9783638116053
Language
German
Tags
Rechnungswesen Publizität Neuer Markt Prognosepublizität Quartalsbericht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Gehrmann (Author), 2001, Die Qualität der Prognosepublizität von Unternehmen des Neuen Marktes - Bestandsaufnahme anhand von Quartalsberichten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2662
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