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Diskriminierungserfahrungen von MigrantInnen aus der Russischen Föderation in Österreich

Eine qualitative Studie der empirischen Sozialforschung

Title: Diskriminierungserfahrungen von MigrantInnen aus der Russischen Föderation in Österreich

Bachelor Thesis , 2013 , 59 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Heinz Piwonka (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Summary Excerpt Details

Im Fokus dieser qualitativ-interpretativen Studie steht das Thema der persönlichen Konfrontation mit Diskriminierung, das ein wesentliches Integrationshemmnis darstellt. Mit Diskriminierung ist eine Ungleichbehandlung gemeint, die den Gleichheitsgrundsatz verletzt. In der Annahme, dass sich MigrantInnen aus der Russischen Föderation einer gewissen Fremdenfeindlichkeit in Österreich ausgesetzt sehen, bestehen die Herausforderungen für sie darin, mit ihren konkreten Diskriminierungserfahrungen umzugehen und diese auf individuelle Weise zu bewältigen.

Im Gegensatz zu vielen quantitativen Arbeiten, die vorwiegend auf den Arbeitsmarkt fokussieren, sollen in dieser qualitativ-interpretativen Studie die konkreten Diskriminierungserfahrungen der MigrantInnen untersucht werden, auch wenn diese außerhalb der Erwerbstätigkeit auftreten bzw. die Personen nicht erwerbstätig sind.

Ziel dieser Arbeit ist das bessere Verständnis für die tiefere, individuelle Bedeutung der Diskriminierung, dem persönlichen Umgang mit Klischees und Stereotypen, der Offenlegung von konkreten Handlungsstrategien und Konsequenzen für die Betroffenen. Mit dieser Analyse wird eine Theorie generiert, die zum besseren Verständnis des Phänomens der Diskriminierung beiträgt und empirisch fundiert ist.

Zur Datenerhebung dienten qualitativ-orientierte Interviews, die mit Hilfe der Grounded Theory analysiert wurden. Den interessierten LeserInnen werden in dieser Studie auch ein theoretischer Background, sowie methodische Details der Grounded Theory geboten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Forschungsstand

3. Design und Methoden

4. Ergebnisse

4.1 Feldbeschaffenheit und -zugang

4.2 Zentrales Modell

4.3 Thesen, Theorie und Fazit

5. Reflexion des Forschungsprozesses

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für die individuellen Diskriminierungserfahrungen von MigrantInnen aus der Russischen Föderation in Österreich zu entwickeln. Im Zentrum steht dabei die Analyse, wie diese Personen mit Diskriminierung umgehen, welche persönlichen Handlungsstrategien sie entwickeln und welche langfristigen Konsequenzen sich daraus für ihre Lebensqualität und Integration ergeben.

  • Analyse persönlicher Diskriminierungserfahrungen im institutionellen und privaten Kontext.
  • Untersuchung von Handlungs- und Bewältigungsstrategien gegenüber erlebter Ausgrenzung.
  • Erforschung der Wechselwirkung zwischen Diskriminierung und dem Integrationsprozess.
  • Generierung einer empirisch fundierten Theorie mittels Grounded Theory.
  • Beleuchtung der Rolle von Identität, sozialen Netzwerken und ökonomischem Status.

Auszug aus dem Buch

4.2 Zentrales Modell

Im Folgenden wird das im Laufe des Erhebungs- und Analyseprozesses durch offenes, axiales und selektives Kodieren erstellte zentrale Modell dargestellt und erläutert. Die ursprüngliche Forschungsfrage nach konkreten Diskriminierungserfahrungen von MigrantInnen aus der Russischen Föderation in Österreich entwickelte sich im ersten Forschungszyklus parallel mit der Frage nach konkreten Integrationserfahrungen der Personen, war jedoch besonders im zweiten Forschungszyklus übermächtig vertreten, sodass die Fragestellung beibehalten wurde. Das zentrale Modell entstand auf Basis von vier persönlich geführten face-to-face-Interviews. Dabei kam nicht nur die narrativ-explorative erzählgenerierende Methode zum Einsatz, sondern auch die Interviewtechniken des problemzentrierten Interviews und des Experteninterviews (wie im Methodenkapitel beschrieben).

Alle Interviews wurden vollständig transkribiert und kodiert. Durch permanentes Vergleichen von Indikatoren und Kategorien entstanden neben den offenen Kodierungen von Konzepten nicht nur sechs axiale Modelle, die in einem selektiven, zentralen Modell mündeten, sondern auch eine Reihe von Protokollen, Memos und Reflexionen, die neben der Lektüre der geeigneten Fachliteratur und themennahen Studien zur theoretischen Sensibilität des Autors beitrugen und es somit ermöglichten, eine „dichte Beschreibung“ (Geertz 1987) zu generieren.

Dabei wird die konkrete Konfrontation mit Diskriminierungserfahrungen nicht nur als Resultat faktischer Handlungen betrachtet, sondern vielmehr in ihren ursächlichen und intervenierenden Bedingungen, Eigenschaften, Handlungs- und Interaktionsstrategien und den daraus entstandenen Konsequenzen betrachtet, wie im folgenden Modell dargestellt wird:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Migration russischer Staatsangehöriger nach Österreich ein und begründet die Relevanz der Untersuchung von Diskriminierungserfahrungen als Integrationshemmnis.

2. Theorie und Forschungsstand: Hier werden theoretische Grundlagen zu Migration und Diskriminierung, einschließlich der Konzepte von Fremdenfeindlichkeit und der „Self-Fulfilling Prophecy“, diskutiert.

3. Design und Methoden: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz der Grounded Theory und die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung durch qualitative Interviews.

4. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die Feldbeschaffenheit, das entwickelte zentrale Modell sowie die aus der Analyse abgeleiteten Thesen und Theorien zur Diskriminierung.

5. Reflexion des Forschungsprozesses: Abschließend wird der gesamte Forschungsprozess kritisch hinterfragt, wobei die Stärken und Grenzen der angewandten qualitativen Methode bewertet werden.

Schlüsselwörter

Diskriminierung, Migration, Russische Föderation, Österreich, Integration, Grounded Theory, Identität, Sozialforschung, Lebensbiographie, Handlungsstrategien, Stereotype, Selbstbild, Fremdbild, soziale Distanz, Statusverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den konkreten Diskriminierungserfahrungen, die MigrantInnen aus der Russischen Föderation in Österreich machen, und wie diese den Integrationsprozess beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind der Umgang mit Diskriminierung, die Bedeutung von sozialen Netzwerken, die Rolle von Klischees und Vorurteilen sowie die Auswirkungen von institutionellen Hürden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die tiefere, individuelle Bedeutung von Diskriminierung zu verstehen und eine empirisch fundierte Theorie über Handlungsstrategien und Konsequenzen für die Betroffenen zu generieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet die Grounded Theory, ein qualitativer Forschungsansatz, der es ermöglicht, induktiv aus den Daten Theorien zu entwickeln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse aus vier Interviews und visualisiert diese in einem zentralen Modell, das Ursachen, Kontextbedingungen, Strategien und Konsequenzen verknüpft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Diskriminierung, Migration, Integration, Identität, Lebensbiographie und die Grounded Theory.

Wie gehen MigrantInnen laut der Studie mit Diskriminierung um?

Die Betroffenen nutzen unterschiedliche Strategien, wie etwa Anpassung (z.B. durch Spracherwerb und respektvolles Verhalten), Ablehnung oder teils die Reproduktion von Stereotypen.

Welche Rolle spielt der institutionelle Kontext?

Der institutionelle Kontext, etwa bei der Anerkennung von Bildungsabschlüssen oder im Asylverfahren, ist ein wesentlicher Faktor, der Diskriminierung begünstigen oder behindern kann.

Beeinflusst der "statusverlust" die Integration?

Ja, der Statusverlust gegenüber dem Leben im Herkunftsland führt zu prekären Beschäftigungsverhältnissen und negativem persönlichem Befinden, was die Integration erschwert.

Können Medien die Diskriminierung beeinflussen?

Die Arbeit zeigt, dass mediale Berichte über Russland in Österreich häufig negative Stereotype fördern, was die öffentliche Meinungsbildung und damit die alltägliche Interaktion negativ beeinflusst.

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Details

Title
Diskriminierungserfahrungen von MigrantInnen aus der Russischen Föderation in Österreich
Subtitle
Eine qualitative Studie der empirischen Sozialforschung
College
University of Vienna  (Institut für Soziologie)
Course
Bachelorarbeit
Grade
1,0
Author
Heinz Piwonka (Author)
Publication Year
2013
Pages
59
Catalog Number
V266226
ISBN (eBook)
9783656565345
ISBN (Book)
9783656565291
Language
German
Tags
Migration Diskriminierung internationale Migration Russische Föderation Russland Österreich Ungleichbehandlung Piwonka Heinz Piwonka Bachelorarbeit Fremdenfeindlichkeit Gruppe Minoritäten Minderheiten Benachteiligung qualitativ Grounded Theory narratives Interview problemzentriertes Interview Experteninterview empirische Sozialforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heinz Piwonka (Author), 2013, Diskriminierungserfahrungen von MigrantInnen aus der Russischen Föderation in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266226
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