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„Infinite Hauptsatzstrukturen” und „verblose Sätze” im Deutschen: Satztypen oder Konstruktionen oder beides?

Titre: „Infinite Hauptsatzstrukturen” und „verblose Sätze” im Deutschen: Satztypen oder Konstruktionen oder beides?

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 27 Pages , Note: 1,3

Autor:in: B.Ed. (Bachelor of Education) Greta Johanna Nußhart (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit beschäftigt sich mit randgrammatischen Erscheinungen, d.h. mit dem diskrepanten Status bestimmter Konstruktionen in der Grammatik: "Infinite Hauptsatzstrukturen" und "verblose Sätze". Es wird ein detaillierter theoretischer Rahmen gelegt und eine Tabelle mit verschiedenen Sätzen zur formalen Klassifikation im Anhang bereitgestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Die wichtigsten Thesen und Ergebnisse des Artikels

2 Formale Klassifikationen randgrammatischer Konstruktionen

2.1 Tabellarische Analyse

2.2 Argumentation für die Behandlung der Konstruktionen als „satzwertig”

3 Detaillierte Betrachtung der Konstruktion Ich und CDU wählen?!

3.1 Kritische Betrachtung des Repräsentationsformats „NPn-(und)- infnitivische Verbalgruppe“

3.2 Diskussion über die Einordnung der Konstruktion in das Satzmodussystem nach Altmann

4 Diskussion für und gegen den Ausschluss „verbloser Sätze” aus dem Satzmodussystem

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Status von „infiniten Hauptsatzstrukturen“ und „verblosen Sätzen“ im Deutschen, um zu klären, ob diese Phänomene als Satztypen oder eigenständige Konstruktionen zu kategorisieren sind. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Abgrenzung zwischen Kern- und Randgrammatik sowie auf die Eignung dieser Strukturen für die Einordnung in bestehende Satzmodussysteme.

  • Unterscheidung zwischen Kern- und Randgrammatik
  • Analyse der Satzwertigkeit ausgewählter Konstruktionstypen
  • Diskussion der Positionen von Fries und Altmann
  • Formale und pragmatische Untersuchung von „verblosen Sätzen“
  • Evaluierung von Repräsentationsformaten für randgrammatische Konstruktionen

Auszug aus dem Buch

Detaillierte Betrachtung der Konstruktion Ich und CDU wählen?!

Die randgrammatische Konstruktion Ich und CDU wählen?! kann als „incredulity response construction“ kategorisiert werden, was im weitesten Sinne einer ungläubigen Reaktion entspricht (vgl. Fries 2006a). Es handelt sich außerdem um eine zweiteilige Phraseoschablone, d.h. ein festgeprägtes Satzschema, das einen Ausgangspunkt für die Entwicklung der Construction Grammar bildet (vgl. Fries 2006b). Hierbei impliziert der Bestandteil „Schablone“ bereits, dass es verschiedene Beschränkungen für die lexikalische Besetzung der zwei relevanten syntaktischen Positionen gibt und damit verschiedene Besetzungsmuster möglich sind (vgl. Finkbeiner 2008: 33-34).

Fries schlägt für die Konstruktion Ich und CDU wählen?! folgendes Repräsentationsformat vor: NPn-(und)-infinitivische Verbalgruppe (vgl. Fries 1987: 85). Es wird bei genauerer Betrachtung allerdings rasch deutlich, dass dieses Format nicht alle Instanzen dieser Konstruktionen erfassen kann. Die zwei Konjunkte K1 (Ich) und K2 (CDU wählen) sind, nur durch das und getrennt, adjazent positioniert und können jeweils mit Verbal-, Präpositional- oder Nominalphrasen ersetzt werden, womit Fries sein Repräsentationsformat in späteren Publikationen dann selbst revidierte (vgl. Fries 2006a). Die beiden Konjunkte stehen bei allen Ersetzungsmöglichkeiten stets in einer Topic-Comment-Beziehung, bilden also in struktureller und semantischer Hinsicht eine Einheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die wichtigsten Thesen und Ergebnisse des Artikels: Das Kapitel führt in die Problematik ein, warum bestimmte Konstruktionen nicht in die Kerngrammatik passen und etabliert die Abgrenzung zur Randgrammatik.

2 Formale Klassifikationen randgrammatischer Konstruktionen: Es erfolgt eine formale Analyse verschiedener Konstruktionstypen anhand von Kriterien wie Verbstellung und Modus, um die Satzwertigkeit zu prüfen.

3 Detaillierte Betrachtung der Konstruktion Ich und CDU wählen?!: Die spezielle Konstruktion wird kritisch analysiert, insbesondere hinsichtlich ihres Repräsentationsformats und ihrer Einordnung in das Satzmodussystem.

4 Diskussion für und gegen den Ausschluss „verbloser Sätze” aus dem Satzmodussystem: Es wird diskutiert, ob verblose Strukturen aufgrund fehlender Verben aus der Satzmodustheorie auszuschließen sind oder ob ihre satzwertigen Funktionen eine Inklusion rechtfertigen.

Schlüsselwörter

Satztyp, Konstruktion, Randgrammatik, Kerngrammatik, Satzwertigkeit, Satzmodus, Infinitive Hauptsatzstrukturen, Verblose Sätze, Phraseoschablone, Incredulity Response Construction, Sprachhandeln, Pragmatik, Syntax, Konstruktionsgrammatik, Illokution

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Status von sprachlichen Phänomenen, die nicht dem klassischen Prototyp eines deutschen Satzes entsprechen, und analysiert deren Einordnung in die deutsche Grammatik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Kern- und Randgrammatik, die Definition von Satzwertigkeit sowie die Einordnung „verbloser Sätze“ und „infinitiver Hauptsatzstrukturen“.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Klärung der Frage, ob diese randgrammatischen Phänomene als vollwertige Satztypen oder als eigenständige Konstruktionen zu kategorisieren sind.

Welche wissenschaftlichen Ansätze finden Anwendung?

Die Arbeit kontrastiert primär den konstruktionsgrammatischen Ansatz von Norbert Fries mit dem satzmodustheoretischen Ansatz von Hans Altmann.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine formale Analyse randgrammatischer Konstruktionen, eine tiefgehende Untersuchung der Konstruktion „Ich und CDU wählen?!“ sowie eine Diskussion über die Einordnung verbloser Sätze.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wesentliche Begriffe sind Satzwertigkeit, Randgrammatik, Konstruktionen, Satzmodus und Sprechaktpotenzial.

Wie unterscheidet sich die Konstruktion „Ich und CDU wählen?!“ von gewöhnlichen Sätzen?

Sie weist eine spezifische "Topic-Comment-Struktur" auf und unterliegt besonderen pragmatischen Beschränkungen, die weit über kerngrammatische Regeln hinausgehen.

Warum ist das von Fries vorgeschlagene Repräsentationsformat kritisch zu sehen?

Das Format ist zu spezifisch, da es die vielfältigen Ersetzungsmöglichkeiten der Konjunkte nicht vollständig abdeckt, was Fries in späteren Publikationen selbst revidiert hat.

Welche Rolle spielen Modalpartikeln in den untersuchten Konstruktionen?

Sie dienen der weiteren Ausdifferenzierung idiomatischen Sprechens und tragen zur Strukturbedeutung bei, wobei ihre Kombinatorik stark konstruktionsspezifisch eingeschränkt ist.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Einordnung?

Eine eindeutige Lösung ist in der Literatur noch nicht formuliert; die Arbeit betont jedoch die Notwendigkeit, Konstruktionen als Phänomene alltäglicher kommunikativer Praxis zu begreifen.

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Résumé des informations

Titre
„Infinite Hauptsatzstrukturen” und „verblose Sätze” im Deutschen: Satztypen oder Konstruktionen oder beides?
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Cours
Satztypen im Deutschen: Formen und Funktionen
Note
1,3
Auteur
B.Ed. (Bachelor of Education) Greta Johanna Nußhart (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
27
N° de catalogue
V266235
ISBN (ebook)
9783656563877
Langue
allemand
mots-clé
Grammatik Randgrammatik Satztypen Konstruktionen Formale Klassifikation Satzmodus Satzmodussystem
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.Ed. (Bachelor of Education) Greta Johanna Nußhart (Auteur), 2013, „Infinite Hauptsatzstrukturen” und „verblose Sätze” im Deutschen: Satztypen oder Konstruktionen oder beides?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266235
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Extrait de  27  pages
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