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Die Toleranztheorien von Achim Lohmar und Peter König

Title: Die Toleranztheorien von Achim Lohmar und Peter König

Term Paper , 2013 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kim Schlotmann (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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In unserer modernen Demokratie gilt Toleranz als Kerntugend des gemeinschaftlichen Miteianders. Doch was genau bedeutet dieser oft gebrauchte und wenig hinterfragte Begriff eigentlich? Wann ist Tugend zwingend geboten - und in welchen Situationen sollten wir uns tunlichst davor hüten, die Ansichten unseres Gegenübers zu tolerieren? Die Arbeit stellt die Positionen zweier Denker vergleichend gegenüber, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben: die von Achim Lohmar und Peter Königs. Dreh- und Angelpunkt beider Philosophen ist das Konzept der Akzeptanz- und Ablehnungskomponente, auf dem sich die moderne Auffassung von Toleranz maßgeblich gründet. Im Rahmen dieser Hausarbeit soll nun aufgezeigt werden, in wie fern sich Lohmar und Königs in ihrer Wertung eben dieses Konzeptes unterscheiden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Achim Lohmars Definition von Toleranz

3. Peter Königs’ Kritik an Lohmars Untersuchung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht die unterschiedlichen Toleranztheorien von Achim Lohmar und Peter Königs, um die Stärken und Schwächen der jeweiligen Positionen herauszuarbeiten und kritisch zu bewerten.

  • Analyse von Lohmars Definition von Toleranz als personale Einstellung.
  • Untersuchung der Kritik von Königs an Lohmars Abkehr von der Standardauffassung.
  • Diskussion der Toleranzparadoxie und der Rolle der Akzeptanz- sowie Ablehnungskomponente.
  • Gegenüberstellung von personaler und politischer Toleranz.
  • Kritische Würdigung der Ansätze zur Definition und Rechtfertigung von Toleranz.

Auszug aus dem Buch

3. Peter Königs’ Kritik an Lohmars Untersuchung

Bereits in der Einleitung zu seiner Replik auf S. 1 verdeutlicht Königs seinen Lesern, worin das Ziel seines Aufsatzes bestehen soll. Er gibt Lohmars Analyse wieder, wonach „Toleranz an uns nicht die paradoxe Forderung [stelle, K.S.], das ethisch Falsche zu dulden, sondern die deutlich konziliantere Forderung, nachsichtig gegenüber Menschen zu sein, die sich ohne eigenes Verschulden ethisch vergangen haben“ 54. Diese Auffassung sieht Königs als verfehlt an und sucht nun, die Standardauffassung der Toleranz gegen die Einwände Lohmars zu verteidigen. Eine weitere Aufgabe sieht Königs darin, „gegen Lohmar [zu argumentieren, K.S.], dass der personale Toleranzbegriff vom politischen nicht kategorial verschieden ist“ 55.

In einem ersten Abschnitt von S. 473-476 skizziert der Autor die Standardauffassung der Toleranz, die sich bekanntlich aus einer Akzeptanz- und einer Ablehnungskomponente zusammensetze. Er gibt Lohmars Revision dieses Modells wieder, denn dieser

wendet sich von der Vorstellung ab, dass die Akzeptanz- und die Ablehnungsmomente auf ein und dasselbe Objekt gerichtet sein müssen. [...] Lohmar hält nun zwar an der Vorstellung fest, dass sich unsere Ablehnung auf eine Verhaltensweise richtet, die wir ethisch verdammen. Er geht jedoch [...] davon aus, dass unsere Akzeptanz sich nicht auf die missbilligte Verhaltensweise richtet, sondern auf den Akteur, d.h. den Urheber der Verhaltensweise. 56

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik der Toleranz als zentrale Tugend der Demokratie ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die gegensätzlichen Positionen von Lohmar und Königs zu vergleichen.

2. Achim Lohmars Definition von Toleranz: Hier wird Lohmars Ansatz dargestellt, der Toleranz nicht als normative Forderung gegenüber Handlungen, sondern als eine gegenüber Personen sensitive Einstellung begreift.

3. Peter Königs’ Kritik an Lohmars Untersuchung: Dieses Kapitel arbeitet Königs’ Replik heraus, in der er die Standardauffassung der Toleranz verteidigt und Lohmars Trennung von Akzeptanz- und Ablehnungskomponenten problematisiert.

4. Fazit: Das Fazit bewertet die Argumente beider Denker und kommt zu dem Schluss, dass Königs’ Kritik an Lohmar in wesentlichen Punkten überzeugt, wenngleich beide Autoren die Begriffe Akzeptanz und Toleranz teils ungenau verwenden.

Schlüsselwörter

Toleranz, Achim Lohmar, Peter Königs, Standardauffassung, Akzeptanzkomponente, Ablehnungskomponente, Toleranzparadoxie, Personale Toleranz, Politische Toleranz, Moralische Verantwortung, Ethik, Tierschächtung, Paternalismus, Begriffsdefinition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem philosophischen Begriff der Toleranz und vergleicht die zwei unterschiedlichen theoretischen Positionen von Achim Lohmar und Peter Königs.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Mittelpunkt stehen die Standardauffassung von Toleranz, die Kritik an dieser durch Lohmar sowie Königs’ Verteidigung des klassischen Paradigmas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein kritischer Vergleich der Argumentationsstränge beider Autoren, um deren Stärken und Schwächen aufzuzeigen und eine fundierte Bewertung vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Textanalyse, in der die Thesen der beiden ausgewählten Autoren systematisch wiedergegeben und gegeneinander abgewogen werden.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Lohmars Toleranzdefinition, die daran anknüpfende detaillierte Kritik durch Königs und die Diskussion der Konsequenzen für das Toleranzverständnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Toleranz, Akzeptanz, Ablehnung, Moral, Verantwortung, Tierschächtung, Paternalismus und die Begriffe des personalen beziehungsweise politischen Toleranzverständnisses.

Wie bewertet der Autor Lohmars Versuch, die Toleranztheorie neu zu definieren?

Der Autor erkennt Lohmars Leistung an, Toleranz als personale Einstellung neu zu denken, kritisiert jedoch, dass Lohmar die Standardauffassung vorschnell verwirft.

Warum hält Königs die Trennung von Akzeptanz und Ablehnung für problematisch?

Königs argumentiert, dass eine Trennung dieser Komponenten, bei der sich die Akzeptanz nicht mehr auf die Handlung, sondern nur noch auf den Akteur bezieht, den Kern der Toleranz auflöst und Paternalismus Tür und Tor öffnet.

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Details

Title
Die Toleranztheorien von Achim Lohmar und Peter König
College
University of Münster  (Philosophisches Seminar)
Course
Toleranz
Grade
1,7
Author
Kim Schlotmann (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V266366
ISBN (eBook)
9783656565451
ISBN (Book)
9783656565567
Language
German
Tags
toleranztheorien achim lohmar peter könig
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kim Schlotmann (Author), 2013, Die Toleranztheorien von Achim Lohmar und Peter König, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266366
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