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Zum Streit um Ritalin

Titre: Zum Streit um Ritalin

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 28 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Thomas Huber (Auteur)

Sociologie - Enfants et Adolescence
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ritalin. Immer mehr Menschen kennen dieses Wort und bringen es mit einem Medikament und unruhigen Kindern in Zusammenhang. Unruhige Kinder werden heute schnell von Ärzten und Psychologen dem Krankheitsbild der Hyperaktivität zugeordnet. Hier ist in erster Linie das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) zu nennen. Dieses Syndrom kann mit und ohne Hyperaktivität auftreten, während ich mich in meiner Arbeit auf das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS) beziehe. Der Grund dafür ist, dass in zahlreicher Literatur diese Krankheit eng mit dem Medikament Ritalin in Verbindung gebracht wird.
Im Vergleich zu früher steigt die Zahl der unruhigen Kinder immer mehr an. Eltern sind meist mit den auffälligen Symptomen beim Kind überfordert. Aus Angst Fehler gemacht zu haben, klassifizieren sie ihre Kinder schnell als hyperaktiv. Unterstützt wird dies durch Ärzte, die ohne hinreichende Untersuchungen den Kindern den „Stempel ADHS verpassen“. Oftmals fehlt sogar die Befähigung der Ärzte diese Diagnose zu erstellen. Es ist meist sogar eine Erleichterung für die Eltern, die sich so keine eigenen Vorwürfe hinsichtlich ihrer Erziehung machen müssen. Zudem haben die Ärzte schnell ihre Ruhe und „das Problem ist gelöst“. Auch andere Erziehungsberechtigte, wie z.B. die Lehrer, haben es schwer mit diesen Schülern im Unterricht richtig umzugehen. Sie stören oft den Unterricht und sind unaufmerksam.
Was hat dies aber nun mit dem Medikament Ritalin zu tun? Ritalin ist ein Pharmazeutikum mit einer stimulierenden Wirkung und stellt somit verhaltensauffällige Kinder ruhig. Da es schnell und zuverlässig wirkt, ist es ein häufig angewandtes Medikament. Bis zu einem Fünftel der Grundschüler nimmt heute Ritalin, oft sogar verschrieben von Zahnärzten und Gynäkologen. Seit geraumer Zeit gilt Ritalin als „das“ Wundermittel gegen ADHS und ist eine bevorzugte Behandlungsmaßnahme der Ärzte.

Als erstes werde ich mich in meiner Arbeit mit dem Krankheitsbild ADHS, den Symptomen und mit den Theorien der Ursachen befassen. Aufgrund meines Lehramtstudiums versuche ich nicht nur bei den Symptomen, sondern auch allgemein soweit wie möglich einen Schulbezug herzustellen. Es stellt sich die Frage, ob jedes unruhige Kind die Diagnose ADHS tragen darf bzw. welche Kinder berechtigt sind diesen „Titel“ zu tragen. Im 2. Teil der Arbeit gehe ich der Frage nach, ob die Behandlungsmethode mit Ritalin eine sinnvolle ist und wie die Therapie aussieht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist ADHS?

3 Symptome von ADHS?

3.1 Aufmerksamkeitsstörungen und Konzentrationsprobleme:

3.2 Impulsivität

3.3 Hyperaktivität

4 Auslöser des Krankheitsbildes

4.1 Veränderte Gesellschaft – veränderte Kindheit

4.2 Biologische- neuropsychologische Ursachen

5 Behandlung von ADHS

5.1 Therapie mit dem Medikament Ritalin

5.2 Alternativen bei der Behandlung

6 Persönliche Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit dem Krankheitsbild ADHS und der verbreiteten Behandlungsmethode mittels Ritalin auseinander, wobei der Fokus auf einem pädagogischen Schulbezug liegt, um einen ganzheitlichen Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern zu fördern.

  • Grundlagen des ADHS-Krankheitsbildes und dessen Symptomatik
  • Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen auf das Kindeswohl
  • Wirkungsweise und Kritik an der medikamentösen Therapie mit Ritalin
  • Multimodale Therapieansätze und pädagogische Handlungsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2 Impulsivität

Viele betrachten die enorme Impulsivität bei ADHS-Kindern als das Hauptproblem. Dabei geht es zu aller erst um ein unüberlegtes Handeln und Sprechen der Kinder. Schulische Arbeiten gehen die Schüler meist unbedacht und voreilig an. Erst später bemerken sie, dass sie die Aufgabe bzw. die ganze Thematik gar nicht verstanden haben. Hyperaktive Kinder reden oft wie aufgezogen, rempeln in den Pausen andere Schüler oder stolpern über Hindernisse, und erleiden davon nicht selten Knochenbrüche. Denkstile und Problemlösungsprozesse sind unzulänglich, sodass sie kaum über Gründe und Folgen von Handlungen nachdenken. Sie wollen ihre Bedürfnisse sofort ausleben und können somit schnell in gefährliche Situationen geraten. Die Betroffenen können sich zwar übermäßig über Kleinigkeiten freuen, „aber auch bei kleinen Unstimmigkeiten Aggressionen entwickeln, die in regelgerechten Wutausbrüchen enden können“ (Keidel, 2003, S. 15).

Die Symptomatik bezieht auch eine mangelnde Verhaltenskontrolle mit ein. In der Schule werfen sie Gedanken und Ideen ein, ohne sich vorher gemeldet zu haben. Dabei unterbrechen sie oft ihre Mitschüler beim Reden und stören damit verstärkt den Unterricht. Daneben ist die Frustrationstoleranz sehr niedrig, das Kind kann nicht abwarten und wechselt somit rasch die Beschäftigungen. Planvolles Handeln wird fast unmöglich. Dies hat oft Lernstörungen trotz adäquater Intelligenz zur Folge. Die häufige Resignation und die wenigen Erfolgserlebnisse kratzen am Selbstbewusstsein dieser Kinder.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas ADHS und Zielsetzung der Untersuchung im schulischen Kontext.

2 Was ist ADHS?: Definition des Syndroms, Abgrenzung von normalen Verhaltensweisen und Einordnung der Häufigkeit.

3 Symptome von ADHS?: Detaillierte Darstellung der Kernbereiche Aufmerksamkeitsstörungen, Impulsivität und Hyperaktivität.

4 Auslöser des Krankheitsbildes: Analyse psychosozialer Faktoren wie Medienkonsum sowie biologisch-neuropsychologischer Ursachen.

5 Behandlung von ADHS: Diskussion der medikamentösen Therapie mit Ritalin sowie Vorstellung ergänzender therapeutischer Alternativen.

6 Persönliche Reflexion: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit eines individuellen, multimodalen Therapieansatzes und einer kinderfreundlicheren Gesellschaft.

Schlüsselwörter

ADHS, Ritalin, Kinder, Schule, Impulsivität, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen, Erziehung, Therapie, Gesellschaft, Medienkonsum, Medikamentöse Behandlung, Pädagogik, Verhaltensauffälligkeit, Neuropsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Störungsbild ADHS sowie die umstrittene Behandlung mit Ritalin unter Berücksichtigung von Ursachen und pädagogischen Interventionsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die medizinische und psychologische Symptomatik, den gesellschaftlichen Wandel, biologische Ursachen und eine kritische Auseinandersetzung mit Therapieformen.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für betroffene Kinder zu schaffen und Wege für einen effektiven Umgang in Familie und Schule aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Fachquellen und Studien verhaltenspädagogische Ansätze diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Symptomanalyse, die Erforschung der Auslöser sowie eine detaillierte Betrachtung der medikamentösen und therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

ADHS, Ritalin, Symptome, multimodale Therapie, Erziehung und gesellschaftlicher Wandel sind zentrale Schlagworte.

Warum wird Ritalin in dieser Arbeit kritisch hinterfragt?

Die Arbeit hinterfragt Ritalin, da es Symptome lediglich unterdrückt, erhebliche Nebenwirkungen haben kann und als Eingriff in die kindliche Persönlichkeit gilt.

Welche Bedeutung hat das "Time-Out-Verfahren" laut der Autorin?

Das Time-Out-Verfahren wird als konsequente Sanktionsmethode bei Wutausbrüchen in Schule und Elternhaus beschrieben, um klare Grenzen zu setzen.

Welche Rolle spielen Eltern und Lehrer?

Eltern und Lehrer tragen die Hauptverantwortung; durch Aufklärung und eine positive, wertschätzende Grundhaltung sollen sie das Fundament für eine erfolgreiche Therapie legen.

Fin de l'extrait de 28 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Zum Streit um Ritalin
Université
University of Education Weingarten
Note
1,5
Auteur
Thomas Huber (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
28
N° de catalogue
V266493
ISBN (ebook)
9783656565055
ISBN (Livre)
9783656565048
Langue
allemand
mots-clé
streit ritalin
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Huber (Auteur), 2008, Zum Streit um Ritalin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266493
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Extrait de  28  pages
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