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Leben und Arbeiten im Freihausviertel Wien

Eine empirische Untersuchung

Title: Leben und Arbeiten im Freihausviertel Wien

Research Paper (undergraduate) , 2011 , 42 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Abele (Author)

Communications - Miscellaneous
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Das Leben in der Großstadt wird heute dominiert von viel Verkehr, standardisierten Einkaufsstraßen und klassischen „Shopping-Malls“. Ein besonderes Flair und unverwechselbare Atmosphäre sind nicht zuletzt aufgrund des nahezu unüberschaubaren Freizeitangebots zu Raritäten geworden.
Um sich von anderen Vierteln einer Großstadt abzuheben, benötigt man die Fähigkeit, zu begeistern und dabei ein ganz außergewöhnliches Ambiente zu schaffen: „Was für New York der Meatpacking District, für London Hoxton oder Paris die Rive Gauche ist, ist für Wien das Freihausviertel.“ (Wiener Bezirkszeitung 2011, S.18). So wird die Gegend zwischen Wienfluss, Naschmarkt und Wiedner Hauptstraße beschrieben.
Das Freihausviertel gilt als Inbegriff des urbanen Lebens in Wien. Fast scheint durch die nahezu mediterrane Atmosphäre ein gewisser „Freihaus-Spirit“ zu existieren. Daraus entwickeln und ergeben sich zwangsläufig besondere Möglichkeiten für Angestellte der Gastronomiebetriebe, Galeristen und Bewohner miteinander in Beziehung zu treten. Im Freihausviertel zu arbeiten, zu wohnen oder sogar beides miteinader zu verbinden muss, so die Annahme, etwas Besonderes sein. Inwieweit dieser Annahme recht gegeben werden kann, soll nun ein Teil dieser Arbeit sein.
Ein weiterer Teil der wissenschaflichen Abhandlung beschäftigt sich mit der Frage, ob sich im Lauf der Zeit soziale Verbindlichkeiten, Regeln und Normen herausgebildet haben, die bereits aufgrund ihres Vorkommens ein Zugehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl implizieren. Im Fokus der Arbeit steht dabei aber die Sicht der Angestellten im Freihausviertel und die daraus resultierende Frage nach der Arbeitssituation.

Ziel der Untersuchung ist es, sowohl die positiven als auch negativen Aspekte der Arbeit im Freihausviertel herauszufiltern. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den schon erwähnten „Freihaus-Spirit“ und die sich daraus ergebenden Unterschiede zu anderen, gewöhnlichen Arbeitsplätzen gelegt.
Die Arbeit besteht aus einer Literaturkompilation, die einen kleinen Einblick in die Historie des Freihausviertels geben soll, denn gerade die Geschichte ist für das heutige Flair maßgeblich gewesen. Ein weiterer Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung der anzuwendenden empirischen Methode, wobei es sich hier um eine Form des Gruppendiskussionsverfahrens handelt. Im Anschluss erfolgt die Ergebnisdarstellung und Interpretation der aus der empirischen Untersuchung gewonnenen Daten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Kommunikationswissenschaflichte Relevanz

2 Historischer Hintergrund

3 Forschungsinteresse

3.1 Forschungsleitende Fragestellung und Thesen

4 Methodische Umsetzung

4.1 Die Gruppendiskussion

4.2 Die dokumentarische Methode

4.2.1 Theoretischer Hintergrund

4.2.2 Praxis der Interpretation

4.2.3 Bausteine des Diskurses

4.2.4 Anwendung der Methode

4.3 Erhebungssituation und Durchführung der Untersuchung

5 Ergebnisdarstellung und Interpretation

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

8 Anhang

Erhebungsprotokoll

Transkription der Gruppendiskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Freihausviertel als urbanen Lebensraum und erforscht das dort existierende Gemeinschaftsgefühl sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsmoral der Beschäftigten. Ziel ist es, die spezifischen sozialen Dynamiken und die Arbeitsbedingungen im Viertel durch eine qualitative Analyse zu durchleuchten.

  • Historische Entwicklung und Tradition des Freihausviertels
  • Struktur des Gemeinschaftsgefühls und soziale Normen
  • Rolle von Führung und Entscheidungsfindung durch den Obmann
  • Einfluss des "Freihaus-Spirits" auf die Arbeitsmotivation
  • Analyse mittels der dokumentarischen Methode

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Bausteine des Diskurses

Um die Diskursorganisation nachzuverfolgen, gliedert man das Material in einzelne Bausteine, die Diskursbewegungen. Nachfolgend werden sie kurz erläutert, wobei wir uns vorrangig an Przyborski orientieren. (Vgl. Przyborski 2004, S. 62-76 und Przyborski/Wohlrab-Sahr 2010, S. 293f)

Proposition: Durch die Proposition wird ein Orientierungsgehalt innerhalb einer Äußerung aufgeworfen. Es wird ein „in Beschreibungen und Erzählungen impliziter Bedeutungsgehalt, auf den die Interagierenden gemeinsam Bezug nehmen“ (Przyborski 2004, S. 63) angesprochen. Dies geschieht erstmalig im Diskurs.

Elaboration: Die Elaboration bezeichnet die Aus- und Weiterbearbeitung einer bereits aufgeworfenen Orientierung in Form einer Proposition, indem sie beispielsweise mit Exempeln belegt oder mit Argumenten gestützt wird.

Differenzierung: Auch hier wird eine Proposition weiterbearbeitet, jedoch vor allem bezogen auf ihre Grenzen. So wird die Reichweite abgesteckt, bestimmte Dinge ausgeklammert oder die Richtung des Orientierungsgehalts verändert.

Validierung: Bei der Validierung werden aufgeworfene Propositionen bestätigt, und zwar nicht nur die inhaltliche Form, sondern die damit einhergehenden Orientierungen.

Ratifikation: Die Ratifikation dagegen meint eine Bestätigung der Proposition nur auf inhaltlicher Ebene. Es wird noch offen gelassen, ob auch eine Validierung folgt, oder ob der Orientierungsgehalt nicht geteilt wird.

Antithese: Dabei geht es um die Bezugnahme auf eine Proposition, wobei sie entweder verneint wird, und/oder ein gegenläufiger Horizont aufgeworfen wird. Unterschieden von der Opposition wird die Antithese durch den Abschluss des Themas (Konklusion). Wenn sich eine Synthese zwischen den sich zunächst gegenüberstehenden Orientierungen entwickelt, handelt es sich um eine Antithese (These – Antithese – Synthese).

Opposition: Mit Opposition wird ein mit der vorhergehenden Orientierung unvereinbarer Gegenentwurf bezeichnet. Es geht um einen Widerspruch, der nicht aufgelöst werden kann, Orientierungsrahmen werden in der Gruppe nicht geteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des urbanen Lebens im Freihausviertel ein und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich des dortigen Gemeinschaftsgefühls und der Arbeitssituation.

2 Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Freihausviertels seit dem 17. Jahrhundert und ordnet die Bedeutung der Geschichte für das heutige Flair des Viertels ein.

3 Forschungsinteresse: Hier werden das theoretische Verständnis von Gemeinschaft sowie die konkreten Forschungsfragen und Thesen für die empirische Untersuchung dargelegt.

4 Methodische Umsetzung: Dieser Abschnitt beschreibt das qualitative Design der Gruppendiskussion und die Anwendung der dokumentarischen Methode zur Auswertung der erhobenen Daten.

5 Ergebnisdarstellung und Interpretation: Hier werden die Ergebnisse der Gruppendiskussion präsentiert, analysiert und in den Kontext der Forschungsfragen gesetzt.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die forschungsleitenden Fragen hinsichtlich der Bedeutung des Freihausviertels als „Dorf in der Stadt“.

Schlüsselwörter

Freihausviertel, Gruppendiskussion, dokumentarische Methode, Gemeinschaftsgefühl, Arbeitsmotivation, urbaner Lebensraum, Sozialforschung, Wien, kulturelle Identität, soziale Normen, Kommunikationswissenschaft, Arbeitswelt, Obmann, Tradition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Freihausviertel in Wien als einen speziellen urbanen Lebens- und Arbeitsraum, in dem ein ausgeprägtes „Dorfgefühl“ herrscht, das über die Anonymität der Großstadt hinausgeht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Themenbereiche Gemeinschaftsbildung, Arbeitsmoral, soziales Flair sowie die Rolle von lokaler Führung und Entscheidungsfindung im Viertel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die positiven und negativen Aspekte der Arbeit im Freihausviertel herauszufiltern und zu verstehen, wie sich der sogenannte „Freihaus-Spirit“ auf die Motivation und das Verhalten der dort tätigen Personen auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine qualitative Gruppendiskussion mit lokal ansässigen Geschäftsleuten und Akteuren geführt, deren Daten mittels der dokumentarischen Methode nach Bohnsack und Przyborski ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, die theoretische Herleitung der angewandten Methode sowie die detaillierte Ergebnisdarstellung und Interpretation der Gruppendiskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Freihausviertel, Gruppendiskussion, dokumentarische Methode, Gemeinschaftsgefühl, Arbeitsmotivation und soziale Konstruktion von Raum.

Welche Rolle nimmt der Obmann Karl Raab ein?

Der Obmann Karl Raab fungiert als zentrale Führungsperson und Vermittler, der das Gemeinschaftsleben durch Projekte, Feste und gezielte Marketingmaßnahmen maßgeblich prägt.

Gibt es Spannungsverhältnisse im Freihausviertel?

Ja, es existieren Spannungsfelder, insbesondere zwischen den Wünschen der Anrainer nach Bewahrung des alten Flairs und den Interessen der Geschäftsleute an Modernisierung und Wirtschaftlichkeit.

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Details

Title
Leben und Arbeiten im Freihausviertel Wien
Subtitle
Eine empirische Untersuchung
College
University of Vienna
Grade
2,0
Author
Christian Abele (Author)
Publication Year
2011
Pages
42
Catalog Number
V266495
ISBN (eBook)
9783656569602
ISBN (Book)
9783656569558
Language
German
Tags
leben arbeiten freihausviertel wien eine untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Abele (Author), 2011, Leben und Arbeiten im Freihausviertel Wien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266495
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