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Das Konzept "Bewegte Schule" in der Grundschule

Titel: Das Konzept "Bewegte Schule" in der Grundschule

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 12 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Thomas Huber (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Vergleich zu früher hat sich die Gesellschaft heute gewandelt. Durch die
Technisierung sind Bewegungsräume für Kinder mehr und mehr verschwunden.
Zum anderen spielt die immer größer werdende Medienwelt eine große Rolle,
dass der Bewegungsmangel in der heutigen Kindheit drastisch zugenommen
hat. Auf die Kinder wirken sich diese Veränderungen massiv aus und machen
sich auch in der Schule bemerkbar. Ja, auch schon in der Grundschule! [...] Aber es darf die Schuld der Passivität der Kinder nicht nur auf die Medien
geschoben werden. Es ist ein gesellschaftliches Problem, wobei das soziale
Umfeld der Kinder und die Eltern eine wesentliche Rolle spielen. Vielen Kindern
fehlt nach der Schule die Betreuung und sie verharren vor dem Fernseher. Über
neue Angebote an Kinderbetreuungsplätzen, z.B. die Ganztagsschule, ist in
den Zeitungen oft zu lesen, jedoch stecken diese noch in den Kinderschuhen.
Nicht zuletzt spielen die Anforderungen der Familie und der Gesellschaft durch
z.B. der hohen Arbeitslosigkeit eine enorme Rolle, was in vielen Familien fast
schon zu einer Karriere-Kindheit führt. Man kann also sagen, dass heute auch
die Erwachsenenwelt die ganzheitliche Entwicklung unserer Kinder
beeinträchtigt. Bewegung und Sport ist Grundlage um bei Kindern grundlegende Fähigkeiten
auszubilden und gesundheitlichen Krankheiten bzw. Defiziten vorzubeugen.
Sport findet jedoch heute in erster Linie durch fremdorganisierten Vereinssport
statt. Doch auch hier sind Rückgänge im Jugendbereich der Vereine zu
verzeichnen. Sport zu treiben ist bei Kindern mit Sicherheit immer noch beliebt,
leider fehlt durch den hohen Medienkonsum die Zeit dazu.
Fakt ist, dass sich die motorische Leistungsfähigkeit bei Kindern und
Jugendlichen in den letzen Jahren drastisch verschlechtert hat.
Wie nun die Grundschule (für weiterführende Schulen ebenfalls relevant) neben
ihren im Stundenkontingent vorgesehenen 3 Sportstunden pro Woche, diesen
Defiziten entgegenkommen kann, möchte ich im Folgenden durch die
Vorstellung des Konzeptes „Bewegte Schule“ und deren Umsetzung im
Primarbereich zeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zeitkrankheit – Bewegungsmangel bei Kindern

2 Was kann die „Bewegte Schule“ leisten?

3 Umsetzung des Konzeptes „Bewegte Schule“ in der Grundschule

4 Schluss

4.1 Bewertende Schlussbetrachtung

4.2 Persönliche Gedanken zu dieser Seminararbeit und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Konzept der „Bewegten Schule“ als pädagogische Antwort auf den zunehmenden Bewegungsmangel bei Grundschulkindern. Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Bewegung als Prinzip des Lernens und Lebens in den Schulalltag integriert werden kann, um sowohl die physische als auch die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder zu fördern.

  • Ursachen und Auswirkungen von Bewegungsmangel bei Kindern
  • Positive Einflüsse von Bewegung auf Konzentration und Lernleistung
  • Präventive Aspekte der „Bewegten Schule“ hinsichtlich Gewalt und sozialer Kompetenz
  • Konkrete Umsetzungsbausteine für den Grundschulalltag

Auszug aus dem Buch

1.1 Zeitkrankheit – Bewegungsmangel bei Kindern

Im Vergleich zu früher hat sich die Gesellschaft heute gewandelt. Durch die Technisierung sind Bewegungsräume für Kinder mehr und mehr verschwunden. Zum anderen spielt die immer größer werdende Medienwelt eine große Rolle, dass der Bewegungsmangel in der heutigen Kindheit drastisch zugenommen hat. Auf die Kinder wirken sich diese Veränderungen massiv aus und machen sich auch in der Schule bemerkbar. Ja, auch schon in der Grundschule!

Zum Großteil sind es gesundheitliche Folgen, die durch die motorischen Defizite entstehen. Untersuchungen haben ergeben, dass jedes dritte Grundschulkind unter Wahrnehmungs- und Koordinationsstörungen, Übergewicht (Adipositas), Muskel- und Haltungsschwächen, emotional-sozialen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten (z.B. ADHS) leidet.

Früher wurden die Bewegungsräume „Wald“, „See/Fluss“, „Parks/Wiesen“ und „Straße/Gehweg“ viel genutzt. Zum Spektrum von Bewegungsmöglichkeiten zählen: Verstecken spielen, Fange spielen, wandern und nach Tieren Ausschau halten, auf Bäume klettern, Fahrrad fahren, Indianer spielen, Schnitzeljagd, am Bach spielen, Frösche fangen, Kastanien und Blätter sammeln, Holzhaus und Höhlen bauen, schwimmen, Enten füttern, zelten, selbst gebastelte Schiffe fahren lassen, Frisbee spielen, Federball spielen, allgemein Ballspiele betreiben, Drachen steigen lassen, Wasserbomben werfen bis hin zum Gummitwist. Dies ist nur eine kleine Auswahl der Spielmöglichkeiten für Kinder im Freien. Heute werden diese Aktivitäten von unseren Kindern immer weniger erfahren. Vor 35 Jahren war das Austesten der eigenen körperlichen Fähigkeiten eine Selbstverständlichkeit für Kinder. Durch den zwangsläufig technischen Wandel in unserer Gesellschaft sind nun viele dieser Bewegungserfahrungen verloren gegangen, wie z.B. der Bolzplatz.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel thematisiert den gesellschaftlichen Wandel und dessen negative Auswirkungen auf die motorische Entwicklung von Kindern, insbesondere durch technologische Einflüsse und Medienkonsum.

1.1 Zeitkrankheit – Bewegungsmangel bei Kindern: Hier werden die gesundheitlichen Folgen des Bewegungsmangels sowie der Verlust traditioneller Spielmöglichkeiten im Freien detailliert beschrieben.

2 Was kann die „Bewegte Schule“ leisten?: Das Kapitel erläutert den pädagogischen Nutzen von Bewegung als Lernunterstützung sowie die Bedeutung der Schule als sozialer Lebensraum und präventive Instanz.

3 Umsetzung des Konzeptes „Bewegte Schule“ in der Grundschule: Dieser Abschnitt beschreibt sechs konkrete Bausteine, von bewegtem Unterricht bis hin zur Pausengestaltung, für die praktische Realisierung im Schulalltag.

4 Schluss: Die Autorin reflektiert die Notwendigkeit der „Bewegten Schule“ im Hinblick auf den Bildungsauftrag und die gesellschaftliche Verantwortung.

4.1 Bewertende Schlussbetrachtung: Es wird betont, dass ein ganzheitliches Konzept statt zusätzlicher Sportstunden entscheidend ist, um Bewegung als selbstverständlichen Teil des Schullebens zu etablieren.

4.2 Persönliche Gedanken zu dieser Seminararbeit und Fazit: Die Autorin gibt einen persönlichen Ausblick auf ihre eigenen praktischen Erfahrungen und plädiert für eine Reform des Schulsystems zugunsten einer kindgerechteren Umgebung.

Schlüsselwörter

Bewegte Schule, Grundschule, Bewegungsmangel, motorische Entwicklung, ganzheitliches Lernen, Medienkonsum, Gesundheitsförderung, Sozialkompetenz, Lernleistung, Sportunterricht, Bewegungsbausteine, Bewegungsraum, Selbstwahrnehmung, Gewaltprävention, Bildungsplan 2004

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der „Bewegten Schule“ als Antwort auf den zunehmenden Bewegungsmangel und die motorischen Defizite heutiger Grundschulkinder.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Einfluss von Technik und Medien auf die Kindheit, die Bedeutung von Bewegung für den kognitiven Lernprozess sowie die soziale Integration durch schulische Bewegungsangebote.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bewegung nicht nur als Sportstunde, sondern als festes Prinzip den gesamten Schulalltag durchdringen kann, um das Lernen und Wohlbefinden der Schüler zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch aktuelle pädagogische Literatur, Bildungspläne und empirische Studien zur Bewegungsförderung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der „Bewegten Schule“ sechs konkrete Bausteine vorgestellt, die Lehrkräfte zur Gestaltung eines bewegungsfreundlichen Unterrichts und Schullebens nutzen können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Bewegungsmangel, ganzheitliches Lernen, Bewegte Schule, Sozialkompetenz und motorische Leistungsfähigkeit.

Welche Rolle spielt die Ganztagsschule in diesem Kontext?

Die Ganztagsschule wird als Chance gesehen, den Kindern mehr Betreuung und Raum für Bewegung zu bieten, befindet sich laut der Autorin jedoch noch in der Entwicklungsphase.

Warum ist das "bewegte Sitzen" ein wichtiger Aspekt?

Es wird angeführt, dass ein ständiger Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Bewegen die Konzentration der Kinder deutlich erhöht und den Unterricht lebendiger gestaltet.

Wie trägt die „Bewegte Schule“ zur Gewaltprävention bei?

Bewegungssituationen fördern Kooperation, gegenseitige Rücksichtnahme und helfen beim Abbau von Aggressionen, wodurch ein emotionales Gleichgewicht bei den Schülern geschaffen wird.

Wie schätzt die Autorin die Reformierbarkeit von Schule ein?

Die Autorin ist überzeugt, dass Schule reformierbar ist, wenn sie von starren Strukturen wie der absoluten Zeiteinteilung abrückt und den Kindern mehr Eigenverantwortung zutraut.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Konzept "Bewegte Schule" in der Grundschule
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1,5
Autor
Thomas Huber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V266497
ISBN (eBook)
9783656565109
ISBN (Buch)
9783656565093
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konzept bewegte schule grundschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Huber (Autor:in), 2008, Das Konzept "Bewegte Schule" in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266497
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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