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Schule als ein Ort der Indoktrination

Titre: Schule als ein Ort der Indoktrination

Essai , 2013 , 8 Pages , Note: 15 Punkte

Autor:in: Lars Knieber (Auteur)

Didactique - Education Civique / Sociale
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Die Institution Schule ist ohne Zweifel zumindest ein Ort der Sozialisation. Sie beinflusst einen jeden Schüler. Doch in welchem Maße tut sie dies? Erfüllt sie durch diese Beeinflussung nur ihren staatlichen Bildungsauftrag oder lenkt sie die Schüler bewusst in eine bestimmte (politische) Richtung und indoktriniert die Schüler so? Um diese Fragen zu beantworten, setzt sich der Autor, Lasse Kelzenberg, mit Themen wie der Demokratiepädagogik und Lehrmaterialien auseinander.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Hintergrund

2. Schule und Lehrinhalte als Spiegel der Gesellschaft

3. Der permanente und vielseitige Vorwurf der Indoktrination

4. Indoktrination zu Gunsten der Demokratie?

5. Konklusion und Resümee

6. Eigene Meinung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Institution Schule lediglich einen natürlichen Ort der Sozialisation darstellt oder ob sie darüber hinaus als Instrument der Indoktrination fungiert. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit der demokratischen Erziehung und der Frage, wie politische Systeme versuchen, durch den Unterricht Einfluss auf die Meinungsbildung junger Menschen zu nehmen.

  • Sozialisation als natürlicher vs. beeinflusster Prozess
  • Die Rolle von Lehrinhalten und Schulbüchern als Abbild gesellschaftlicher Leitideen
  • Die Instrumentalisierung des Unterrichts zur Systemerhaltung
  • Das Paradoxon der Demokratiepädagogik im Spannungsfeld zwischen Partizipation und Indoktrination
  • Die Rolle von Interessenverbänden bei der Kritik an schulischen Inhalten

Auszug aus dem Buch

Indoktrination zu Gunsten der Demokratie?

Wie bereits zuvor herausgearbeitet, trachtet jedes politische System (und wahrscheinlich auch jedes Regime) nach Selbsterhaltung. Die Demokratie ist dabei nicht ausgenommen. So definierte der Psychologie-Pionier Kurt Lewin 1939 in seinen Studien einen zusätzlichen, Erziehungsstiel (neben dem autoritären und dem laissez-faire-Stil), den sogenannten demokratischen Erziehungsstiel. Diese Arbeiten waren, zusammen mit den Arbeiten John Deweys, grundlegend für die sogenannte Demokratiepädagogik. Diese Pädagogik erhebt für sich den Anspruch, Schülern die demokratische Partizipation zu ermöglichen. Sie legt also den Fokus auf die Demokratie und die damit zusammenhängenden Vorbereitungen, um bei den Schülern das Demokratiebewusstsein zu fördern. Demnach basiert also auch die Zielsetzung der Eingangs angesprochene Bundeszentrale für politische Bildung auf dieser Pädagogik.

Jedoch muss man sich die Frage stellen - auch wenn es vielleicht paradox klingen mag - ob demokratische Erziehung im Kern undemokratisch ist. Schließlich besitzt in einer Demokratie jeder das Recht auf Selbstbestimmung sowie auf psychische Unversehrtheit. Das Aufzwingen, das Indoktrinieren, bestimmter Ideale (seien es auch demokratische) tangiert diese Rechte im erheblichen Maße. Mit der Demokratiepädagogik wird den Schülern eine bestimmte politische Richtung vorgegeben. Dies jedoch kann - und darf - nicht Anspruch einer Demokratie sein, schließlich zeichnet sich diese ja gerade durch die Freiheit des Einzelnen aus. Diese Freiheit wird also durch Demokratie-Erziehung beeinträchtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Hintergrund: Definiert die Begriffe Sozialisation sowie Indoktrination und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle der Schule als Ort der Beeinflussung.

2. Schule und Lehrinhalte als Spiegel der Gesellschaft: Analysiert, wie Lehrmittel und Unterrichtsfächer gesellschaftliche Paradigmen transportieren und zur Stabilisierung politischer Systeme beitragen.

3. Der permanente und vielseitige Vorwurf der Indoktrination: Beleuchtet anhand von Studien, dass Kritik an Schulbüchern oft durch spezifische Lobbyinteressen und den Kampf um Deutungshoheit geprägt ist.

4. Indoktrination zu Gunsten der Demokratie?: Hinterfragt das Spannungsfeld zwischen notwendiger demokratischer Bildung und dem potenziell undemokratischen Charakter einer indoktrinierenden Demokratiepädagogik.

5. Konklusion und Resümee: Führt aus, dass Schule durch politische Einflussnahme zwangsläufig ein Indoktrinationspotenzial besitzt, und mahnt eine kritische Distanz gegenüber Verbandsinteressen an.

6. Eigene Meinung: Plädiert für einen wertfreien, multiperspektivischen Unterricht, der die Stabilität der Demokratie durch sachlichen Vergleich statt durch Indoktrination sichert.

Schlüsselwörter

Schule, Indoktrination, Sozialisation, Demokratiepädagogik, Erziehungsauftrag, politische Bildung, Schulbücher, Lehrinhalte, Gesellschaft, Systemerhaltung, Partizipation, Meinungsbildung, Bundeszentrale für politische Bildung, Ideologie, politische Reife.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch, inwieweit die Schule als Institution der Indoktrination fungiert und wie politische Systeme versuchen, Schüler durch Bildungsangebote in ihrem Sinne zu formen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Schule und Staat, der Einfluss von Lehrmitteln, die Rolle von Lobbygruppen in der Bildungskritik sowie das Konzept der Demokratiepädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu evaluieren, ob und unter welchen Bedingungen die Schule über eine natürliche Sozialisation hinaus indoktrinierend auf Schüler wirkt.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Die Arbeit analysiert historische und pädagogische Ansätze und setzt diese in Bezug zu aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten über Lehrmittel und Bildungsziele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil befasst sich mit der Spiegelbildfunktion von Schulbüchern, der Instrumentalisierung des Unterrichts in verschiedenen Regimen und der paradoxen Natur demokratischer Erziehung.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Indoktrination, Sozialisation, Demokratiepädagogik, gesellschaftliche Leitideen und der staatliche Erziehungsauftrag.

Warum wird die Demokratiepädagogik als paradox bezeichnet?

Sie wird als paradox angesehen, weil sie zur Förderung der demokratischen Freiheit ein Instrument (Indoktrination) nutzt, das im Kern die individuelle Selbstbestimmung und Freiheit des Einzelnen einschränkt.

Welche Bedeutung haben Interessenverbände laut der Arbeit?

Die Arbeit zeigt, dass Vorwürfe der Indoktrination häufig von Gruppen instrumentalisiert werden, um eigene wirtschaftliche oder politische Interessen in den Lehrplänen durchzusetzen.

Was schlägt der Autor als Lösung für das Problem der Indoktrination vor?

Der Autor fordert eine Abkehr von monothematischen Lehrinhalten hin zu einem multiperspektivischen und wertfreien Zugang, der es Schülern ermöglicht, verschiedene politische Systeme sachlich zu vergleichen.

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Résumé des informations

Titre
Schule als ein Ort der Indoktrination
Note
15 Punkte
Auteur
Lars Knieber (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
8
N° de catalogue
V266696
ISBN (ebook)
9783656582359
ISBN (Livre)
9783656580065
Langue
allemand
mots-clé
schule indoktrination
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lars Knieber (Auteur), 2013, Schule als ein Ort der Indoktrination, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266696
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Extrait de  8  pages
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