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Multiple Sklerose - Ein Leben mit MS aus der Praxis

Titel: Multiple Sklerose - Ein Leben mit MS aus der Praxis

Seminararbeit , 2012 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Sebastian Reichenbach (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Multiple Sklerose (MS) ist nach der Epilepsie die zweithäufigste Krankheit, die im frühen und mittleren Erwachsenenalter zu verschiedensten Störungen führt und eine der häufigsten, chronisch-entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems darstellt (vgl. Web 05). Es erkranken vornehmlich Erwachsene zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, Frauen häufiger als Männer (Gehlen, S. 271, 2010). Sie gehört zu den neurologischen Erkrankungen, deren Pathologie schon frühzeitig beschrieben wurde. So wurden bereits im 18. Jahrhundert erste Beschreibungen von Gehirnveränderungen von Charecot festgestellt und diskutiert (vgl. Kesselring, S. 20, 2005). Sie bilden die Grundlage einer intensiven Forschungsarbeit, welche auch heute noch lang nicht abgeschlossen ist. Der Verlauf des Krankheitsbildes ist neben chronisch, zunehmender Beschwerden geprägt von einem nicht unerheblichen Risiko entstehender psychischer Behinderung (Paulig, S. 14, 2010). Eine genaue Zahl von MS-Erkrankungen ist nicht bekannt. Man geht jedoch derzeit von circa 2,5 Millionen Betroffenen weltweit aus (vgl. Paulig, S. 13, 2010).

Die Krankheit ist gekennzeichnet von verschiedensten Symptomen und das Auftreten sogenannter Schübe. Sind diese stark ausgeprägt oder bilden sie sich nicht zurück, können sich mitunter schwere Behinderungen entwickeln. Stehen beispielsweise Bewegungsstörungen wie eine Gang- und Standunsicherheit (Ataxie) und Lähmungen im Vordergrund, die sich bis zur Gehunfähigkeit steigern können, sind viele körperliche Alltagsaktivitäten nur noch eingeschränkt, nur für eine bestimmte Dauer oder nur mit Unterstützung möglich. Somit hat die MS erheblichen Einfluss auf die soziale Lebensqualität.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in das Thema

2 Multiple Sklerose

2.1 Was ist MS?

2.2 Die Entstehung von MS

2.3 Verläufe der MS

2.4 Mögliche Ursachen und Risikofaktoren

3 Ein Leben mit MS

3.1 Diagnose MS – was nun?

3.2 Gesundheitliche Einschränkungen

3.3 Herausforderungen im Alltag

3.4 Bewältigungsstrategie

4 Ausgehende Bemerkungen

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit zielt darauf ab, das Krankheitsbild der Multiplen Sklerose durch theoretische Grundlagen und einen praxisnahen Fallbericht zu beleuchten, um für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit ein tieferes Verständnis für die Lebenssituation Betroffener zu schaffen.

  • Theoretische Grundlagen zur Entstehung und den Verlaufsformen der Multiplen Sklerose
  • Analyse der diagnostischen Verfahren und gesundheitlichen Auswirkungen
  • Darstellung von Herausforderungen im Alltag und Strategien zur Krankheitsbewältigung
  • Perspektive einer betroffenen Patientin als Fallbeispiel
  • Bedeutung der sozialen Arbeit bei der Begleitung von MS-Erkrankten

Auszug aus dem Buch

3.1 Diagnose MS – was nun?

Nicht selten stehen sich MS-Patienten zudem bisher nicht gekannten psychischen Belastungen gegenüber. So ist die Diagnose für viele Betroffene zunächst ein herber Rückschlag. Alle Lebenspläne scheinen vorerst zerstört. Betroffene werden zu „Kranken“. So verbinden die Meisten Invalidität, Rollstuhl oder auch Bettlägerigkeit mit der Krankheit (vgl. Neuhofer, S. 7, 1998).

Es ist die Ungewissheit über den völlig offene Krankheitsverlauf sowie die Folgen, die viele Betroffene und deren Angehörige ängstigt (vgl. Mucke, S. 281, 1992). Frau F. und ihre Angehörigen traf die Diagnose, trotz Auftreten erster Symptome, dennoch überraschend. Gerade für den Beginn einer MS-Erkrankung ist auffällig, dass ein oder mehrere Symptome nur sehr flüchtig auftreten und bei 60 Prozent der Patienten wieder von selbst verschwinden (Spontanremission), so dass sie oftmals nur als vorübergehende Störung und nicht als Krankheit gewertet werden (vgl. Neuhofer, S. 17, 1998). Sie erklärte sich das Auftreten von Stürzen aus dem scheinbaren Nichts sowie das Nachziehen eines Beines als Folge ihres Alters. Nachdem sich bei Frau F. jedoch die Symptome häuften, stellte sie sich ihrer Hausärztin vor, welche die beschriebenen Anzeichen auf eine eventuelle MS-Erkrankung untersuchte. Dabei kamen verschiedene Untersuchungsverfahren wie das EEG, MRT und die mehrmalige Nervenwasserentnahme zum Einsatz. Die Liquor-Untersuchung besitzt im Diagnoseverfahren der MS nach wie vor eine zentrale Bedeutung, da sie am treffendsten den Nachweis von entzündlichen Veränderungen im Nervenwasser nachweist (vgl. Paulig, S. 40, 2010). Das Liquor (Nervenwasser) wird durch eine Punktion zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbelkörper gewonnen. Frau F. beschrieb die Nervenwasserentnahme als einen sehr schmerzhaften Eingriff.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in das Thema: Einleitende Darstellung der Bedeutung der Multiplen Sklerose als häufige chronisch-entzündliche Erkrankung und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.

2 Multiple Sklerose: Vermittlung medizinischer Grundlagen zu Entstehung, Symptomatik und verschiedenen Verlaufsformen der Erkrankung.

3 Ein Leben mit MS: Vertiefende Auseinandersetzung mit der Diagnosestellung, den physischen Einschränkungen und der psychischen Bewältigung anhand eines Fallbeispiels.

4 Ausgehende Bemerkungen: Reflexion über die Bedeutung des Wissens um das Krankheitsbild für die Soziale Arbeit und Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachquellen und Internetquellen zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Multiple Sklerose, MS, Zentrales Nervensystem, ZNS, Schub, Symptome, Diagnose, Kernspintomographie, MRT, Liquor, Krankheitsbewältigung, Coping, Soziale Arbeit, Lebensqualität, Behinderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild Multiple Sklerose und deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen, insbesondere unter Berücksichtigung eines Praxisberichts.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Die Themen umfassen die medizinischen Hintergründe, die Diagnostik, die gesundheitlichen Einschränkungen im Alltag sowie die Strategien der Krankheitsbewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, theoretisches Wissen mit einem Praxisbericht zu verknüpfen, um Sozialarbeitern ein besseres Verständnis für MS-Erkrankte zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es wurde eine literaturgestützte Recherche mit einer qualitativen Fallstudie in Form eines Berichts einer betroffenen Patientin kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinische Theorie (Kapitel 2) und die lebensweltliche Perspektive (Kapitel 3), inklusive Diagnoseerfahrung und Alltagsherausforderungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Multiple Sklerose, Schub, Coping, Soziale Arbeit und Lebensqualität.

Warum spielt die Ernährung eine Rolle bei der MS?

Ernährungsumstellungen können laut der Arbeit dazu beitragen, den Krankheitsverlauf milder zu gestalten, da MS-Erkrankte einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen und Nährstoffen haben.

Welchen Stellenwert hat die psychische Verfassung für die Diagnoseverarbeitung?

Die prämorbide Persönlichkeit beeinflusst maßgeblich, wie Patienten die Diagnose annehmen und welche Strategien sie entwickeln, um mit den Einschränkungen zu leben.

Welche Rolle spielt die Familie im Fallbeispiel von Frau F.?

Die Familie dient der Patientin als wesentlicher Halt und bietet durch regelmäßige Besuche die Möglichkeit, die Krankheit zeitweise in den Hintergrund zu rücken.

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Details

Titel
Multiple Sklerose - Ein Leben mit MS aus der Praxis
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)  (BA Gera)
Veranstaltung
Sozialarbeit mit alten, kranken und sterbenden Menschen
Note
1,0
Autor
Bachelor of Arts Sebastian Reichenbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
28
Katalognummer
V266771
ISBN (eBook)
9783656575290
ISBN (Buch)
9783656575245
Sprache
Deutsch
Schlagworte
MS Multiple Sklerose Sozialarbeit psychische Erkrankungen Reha Pflege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Sebastian Reichenbach (Autor:in), 2012, Multiple Sklerose - Ein Leben mit MS aus der Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266771
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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