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Xerox Parc. Die missglückte Computerrevolution

Titre: Xerox Parc. Die missglückte Computerrevolution

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Björn Berg (Auteur)

Informatique - Informatique appliquée
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Résumé Extrait Résumé des informations

Zur Diversifikation am Markt und als Einstieg in das Geschäft mit der elektronischen Datenverarbeitung hat der Fotokopiererhersteller Xerox in den 70er-Jahren ein Forschungsinstitut namens Palo Alto Research Center (PARC) gegründet, in dem eine völlig neue Form der Verwendung von kleinen und leistungsfähigen Computern, die untereinander durch ein Computernetzwerk verbunden sind, entstanden ist.

Dennoch sind die verwendeten Techniken nicht von Xerox, sondern Unternehmen wie Apple, Microsoft und 3Com erfolgreich vermarktet worden. John Seely Brown, heutiger Direktor am PARC, schreibt dazu: „Over the next decade, PARC researchers were responsible for some of the basic innovations of the personal-computer revolution – only to see other companies commercialize these innovations more quickly than Xerox“.

Anfang der 80er-Jahre hat Xerox mit der Xerox-8010-Workstation versucht, die Erfindungen des PARC, wie die grafische Benutzeroberfläche, die Maus, eine objektorientierte Programmiersprache namens Smalltalk und das Ethernet in einem Produkt zu vermarkten; dies wurde zu einem riesigen Misserfolg.

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Tatsachen und analysiert die gravierenden Probleme bei der Muttergesellschaft Xerox und dem Forschungszentrum PARC. Der Arbeit liegen drei Leitfragen zugrunde:
1. Welche Managementfehler haben die technische Revolution unterdrückt?
2. Was können andere Unternehmen bzw. Manager aus diesen Fehlern lernen?
3. Wieso wiederholen sich Managementfehler?

Dazu wird im Kapitel 2 zunächst ein historischer Ablauf anhand der entstandenen Technologien gegeben. Berücksichtigt werden dabei nur die für die Untersuchung wichtigen Jahre 1970 bis 1980. Die aus dem historischen Abriss ersichtlichen Managementfehler werden anschließend analysiert. Im Kapitel 3 werden Gründe für typische Managementfehler genannt und anhand von wirtschaftspsychologischen Untersuchungen wird aufgezeigt, warum sich bestimmte Fehler immer wiederholen werden. Zum Abschluss wird ein Fazit gezogen und es werden prägnante Antworten für die Leitfragen formuliert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik

2 Retrospektive zum Xerox PARC

2.1 Die Entwicklung des PARC von 1970 bis 1980

2.1.1 Gründungszeit

2.1.2 Der erste Laserdrucker

2.1.3 Der Kampf um den ersten PC

2.1.4 Die Erfindung des Ethernet

2.1.5 Moderne Anwendungsprogramme

2.1.6 Die Krisenjahre

2.1.7 Neuausrichtung des Palo Alto Research Center (PARC)

2.2 Analyse der Managementfehler

2.2.1 Fehler in der Unternehmensführung

2.2.2 Fehler bei den Führungskräften

2.2.3 Fehler im Krisenmanagement

3 Gründe für typische Managementfehler

3.1 Die Komplexität unternehmerischer Entscheidungen

3.2 Umgang mit komplexen Situationen

3.3 Komplexe Situation bei Xerox

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die historischen Hintergründe der verpassten Marktchancen von Xerox hinsichtlich der technologischen Innovationen des Palo Alto Research Center (PARC) und analysiert die zugrunde liegenden Managementfehler. Ziel ist es, ein Verständnis für das Scheitern dieser Innovationen zu entwickeln und daraus allgemeine Lehren für unternehmerische Entscheidungsprozesse abzuleiten, insbesondere im Umgang mit komplexen Situationen.

  • Historische Entwicklung des Xerox PARC zwischen 1970 und 1980
  • Analyse strategischer und operativer Managementfehler bei Xerox
  • Wirtschaftspsychologische Betrachtung von Entscheidungsprozessen in komplexen Situationen
  • Identifikation systematischer Denkfallen im Management
  • Ableitung von Empfehlungen zur Vermeidung von Fehlentscheidungen

Auszug aus dem Buch

2.1.4 Die Erfindung des Ethernet

Im Jahre 1972 stößt Robert Metcalfe zum PARC. Metcalfe hat am MIT als Student an den Netzwerkentwicklungen mitgearbeitet und seine erste Aufgabe am PARC ist es, den Time-Sharing-Computer „Maxc“ an das Arpanet anzuschließen, einem Vorläufer des heutigen Internets. Inspiriert von einem Aufsatz über das „ALOHAnet“, das verschiedene Institute auf Hawaii über Funk mit dem Time-Sharing-Computer der Universität in Honolulu verbindet, beginnt er auf Basis des „ALOHAnet“ sein eigenes Modell zu entwickeln. Sein Verfahren wird im PARC im lokalen Netzwerk angewendet und trägt die Bezeichnung „Carrier sense multiple access (CSMA)“.

Auf Basis von CSMA entwickelt Metcalfe ein Netzwerk, das speziell auf den „Alto“ zugeschnitten ist. Als Transportmedium kommt die bitserielle Übertragung über ein einfaches Koaxialkabel zum Einsatz, denn neben seinen geringen Materialkosten besitzt es auch den Vorteil, dass es sich gut gegen Störungen abschirmen lässt. Bezugnehmend auf die Äthertheorie bei Funkverbindungen, wird das Kabel als passives Medium für die Ausbreitung digitaler Signale betrachtet und bekommt den Namen „Ethernet“.

Im Juni 1973 übergibt Metcalfe eine ausführliche Darstellung seiner Ideen an die Patentabteilung von Xerox, aber erst im März 1975 wird das Patent für das Ethernet angemeldet und schlussendlich im Dezember 1977 erteilt. Das Ethernet findet bei der Öffentlichkeit zunächst wenig Interesse, denn Time-Sharing-Systeme sind immer noch populär und eine Bandbreite von 10 Mbit/s wird zu diesem Zeitpunkt noch als Bandbreitenverschwendung angesehen.

1982 erfindet Metcalfe mit seinem eigenen Unternehmen 3Com und dem Produkt „EtherLink“ das Ethernet neu. Im Zuge der Entwicklung des Ethernets wird am PARC auch das PARC Universal Packet-Protocol (Pup) entwickelt. Bei Pup handelt es sich um ein experimentelles Protokoll, das auf Flexibilität und eine offene Architektur ausgelegt ist. Obwohl Pup ein Internet-Protokoll ist, das weitgehend mit dem später entwickelten TCP/IP identisch ist, wird sein Durchbruch durch die langjährige Geheimhaltung verhindert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik: Die Einleitung beleuchtet das Scheitern von Xerox bei der Kommerzialisierung bahnbrechender PARC-Innovationen und definiert die drei zentralen Leitfragen der Untersuchung.

2 Retrospektive zum Xerox PARC: Dieses Kapitel zeichnet die technologische Geschichte des PARC von 1970 bis 1980 nach und kategorisiert die aufgetretenen Managementfehler in Führung, Personal und Krisenmanagement.

3 Gründe für typische Managementfehler: Hier werden die wirtschaftspsychologischen Hintergründe beleuchtet, warum Menschen in komplexen unternehmerischen Situationen zu systematischen Fehlentscheidungen neigen.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Analyse und betont, dass zwar keine absolute Optimierung von Entscheidungen möglich ist, jedoch durch heterogene Managementstrukturen und Marktforschung Fehlentscheidungen abgemildert werden können.

Schlüsselwörter

Xerox PARC, Managementfehler, Entscheidungstheorie, Innovation, Personal Computer, Ethernet, Palo Alto, Unternehmensführung, Krisenmanagement, Wirtschaftspsychologie, Technologieentwicklung, Fehlentscheidung, Strategie, Komplexität, Bürokommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Scheitern von Xerox bei der Markteinführung innovativer Technologien, die im konzerneigenen Forschungsinstitut PARC in den 1970er Jahren entwickelt wurden.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der IT-Innovationen bei Xerox, der Identifikation von Managementfehlern in der Führungsebene und der psychologischen Analyse von Entscheidungsprozessen in komplexen Unternehmenssituationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch die Aufarbeitung der Fehler von Xerox allgemeine Lehren zu ziehen, um zu verstehen, warum technische Revolutionen im Unternehmen unterdrückt werden und wie Manager solche Fehler in Zukunft vermeiden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine retrospektive Fallstudie auf Basis von Fachliteratur und Zeitgeschichte durchgeführt, ergänzt durch wirtschaftspsychologische Theorien zur Entscheidungsfindung.

Welche zentralen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Entwicklungen am PARC (inkl. PC, Ethernet und Laserdrucker) sowie in eine systematische Kategorisierung von Managementfehlern und deren psychologische Ursachen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Xerox PARC, Managementfehler, Innovation, Entscheidungstheorie, Komplexität und Wirtschaftspsychologie.

Warum konnte sich Xerox trotz der Erfindung des PCs nicht als Marktführer etablieren?

Das Management sah die Entwicklungen primär als Experimente und nicht als marktfähige Produkte. Zudem führten elitäres Selbstbewusstsein, mangelnde Koordination und eine zu starke Ausrichtung auf das Kerngeschäft (Kopierer) zum Scheitern der Vermarktung.

Was ist mit dem Begriff „Architektur der Information“ in der Arbeit gemeint?

Dies war die strategische Vision von Xerox, Informationssysteme aus heterogenen Hard- und Softwarekomponenten zu schaffen, um den Informationsfluss in der Bürokommunikation grundlegend zu beschleunigen.

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Résumé des informations

Titre
Xerox Parc. Die missglückte Computerrevolution
Université
University of Applied Sciences Essen
Note
1,0
Auteur
Björn Berg (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
22
N° de catalogue
V266805
ISBN (ebook)
9783656575429
ISBN (Livre)
9783656575412
Langue
allemand
mots-clé
Xerox Parc Apple Wirtschaftspsychologie Computer Drucker Xerox Fax Telekommunikation Maus Hardware Wirtschaftspsychologische Phänomene
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Björn Berg (Auteur), 2012, Xerox Parc. Die missglückte Computerrevolution, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266805
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Extrait de  22  pages
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