Lernbehinderte Jugendliche benötigen für ihre berufliche Qualifikation besondere Unterstützung. Bei der empirischen Untersuchung wurde durch die Untersuchung der Schlüsselqualifikationen bestätigt, dass nur ein ganzheitlicher Ansatz in der Ausbildung zum Ziel führt.
Eine spezifische Ausbildung ermöglicht den lernbehinderten Jugendlichen gute Chancen, einen dauerhaften Arbeitsplatz zu erhalten. Engagierte Ausbilder, verständnisvolle Chefs und geduldige Mitarbeiter sind wichtige Voraussetzungen für eine positive Entwicklung.
Die staatlich anerkannte Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzbearbeitung, bietet eine gute Möglichkeit, lernbehinderte Jugendliche beruflich zu bilden und sie dadurch beruflich und persönlich in die Gesellschaft zu integrieren.
Bei der Arbeit konnte festgestellt werden, dass sich nach einer erfolgreichen Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzbearbeitung, die Chancen für eine dauerhafte berufliche Integration deutlich verbessern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung mit Ziel der Arbeit und der Master-These
1.1 Problemstellung
1.1.1 Das Ziel der Arbeit
1.2 Die Untersuchungsmethode
1.2.1 Untersuchung der beruflichen Integration der lernbehinderten Jugendlichen
1.2.2 Untersuchung der Schlüsselqualifikationen
1.3 These der Masterarbeit und ihr Neuigkeitswert
1.3.1 These der Masterarbeit
1.3.2 Zusammenstellung der Arbeit
1.3.3 Erkenntnisse der Arbeit
1.3.4 Neuigkeitswert der Arbeit
2 Lernbehinderungen der Jugendlichen
2.1 Der Begriff Lernstörung und Lernbehinderung
2.1.1 Definition Jugendliche mit besonderem Förderbedarf
2.1.2 Lernbehinderung: Entwicklung und Einflüsse
2.1.3 Körperliche Einflüsse: Entwicklungs- und lernerschwerende Faktoren
2.1.4 Psychisch-emotionale Einflüsse auf die Entwicklung einer Lernbehinderung
2.1.5 Einflüsse des Elternhauses auf die Entwicklung einer Lernbehinderung
2.1.6 Weitere soziale Einflüsse, die das Lernen behindern können
2.1.7 Faktoren die eine Lernbehinderung vermindern können
2.2 Kriterien zur Feststellung von Lernbehinderungen
2.2.1 Interaktions- und Kumulationsmodell
2.2.2 Jugendliche haben nicht nur Defizite
2.2.3 Bedürfnisse sind starke Motive
2.3 Zusammenfassung der Lernbehinderung
2.3.1 Wege in die Ausbildung
2.3.2 Schlussfolgerung, Fazit
3 Gesetzliche Regelungen und die dafür zuständigen Stellen
3.1 Auszüge aus den Sozialgesetzbüchern
3.1.1 § 2 Sozialgesetzbuch (SGB IX)
3.1.2 Sozialgesetzbuch (SGB), Drittes Buch (III) Arbeitsförderung § 19 Behinderte Menschen
3.2 Die Agentur für Arbeit ist für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zuständig
3.2.1 Berufsberater sind bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz behilflich
3.2.2 Behindertenausbildung in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf
3.3 Das Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB)
3.3.1 Das BIBB beschließt Ausbildungsregelungen
3.3.2 Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung nach § 66 BBiG und § 42m HWO
3.3.3 Grundlage sind die Gutachten der Fachdienste der Agentur für Arbeit
3.3.4 Feststellung für eine Ausbildung nach § BBiG und § 42m HwO
3.3.5 Musterregelungen werden erarbeitet
3.4 Die Handwerkskammern
3.4.1 Aufbau der Handwerkskammern
3.4.2 Verantwortung für die Ausbildung
3.4.3 Meisterprüfung berechtigt zum Ausbilden
3.5 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO)
3.5.1 Ausbildungsbestimmungen der zuständigen Stellen
3.5.2 Auszug aus dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) zur Berufsbildung behinderter Menschen
3.6 Die Handwerksordnung
3.6.1 Handwerksordnung § 42 k, l und m
3.6.2 Handwerksordnung § 28
3.7 Zusammenfassung der gesetzlichen Regelungen
3.7.1 Rechtsgrundlage
3.7.2 Schlussfolgerung
4 Anforderungen für eine Ausbildung nach § 66 BBIG / § 42m HwO
4.1 Anforderungen an die Einrichtung
4.1.1 Weitere Anforderungen bei der Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzbearbeitung
4.1.2 Inhalte des TSM 1
4.1.3 Inhalte des TSM 2
4.1.4 Eignung der Ausbildungsstätte
4.2 Anforderungen an die Ausbilder
4.2.1 Persönliche Eignung
4.2.2 Fachliche Eignung für Ausbilder von Fachpraktikern für Holzbearbeitung
4.2.3 Arbeitspädagogischen Eignung
4.2.4 Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für Ausbilderinnen und Ausbilder von Berufen nach § 66 BBiG und § 42m HwO
4.2.5 Anforderungsprofil an die Ausbilder
4.2.6 Mitwirkende bei der Ausbildung
4.2.7 Berufsschulunterricht in speziellen Ausbildungsklassen
5 Ausbildungsinhalte und Ablauf der Ausbildung
5.1 Betriebliche Ausbildung
5.1.1 Überbetriebliche Ausbildungen
5.2 Berufsausbildung zum Fachpraktiker für Holzbearbeitung
5.2.1 Förderphase
5.2.2 Förderphase vor der Zwischenprüfung
5.2.3 Förderphase vor der Prüfung zum Fachpraktiker für Holzbearbeitung
5.3 Nachweis der Handlungskompetenz bei den Fachpraktikern für Holzbearbeitung
5.3.1 Zwischenprüfungen
5.3.2 Arbeitsprobe, auftragsbezogenes Fachgespräch und schriftliche Aufgabe
5.3.3 Abschlussprüfungen
5.3.4 Die Abschlussprüfung wird in folgende Prüfungsbereiche unterteilt
5.3.5 Regelung für das Bestehen der Prüfung
5.4 Zusammenfassung
6 Entwicklungsaussichten für die Region Freudenstadt
6.1 Vergleich Jugend- und Altenquotient
6.1.1 Demografische Veränderungen
6.1.2 Verhältnis der erwerbfähigen Personen zu Rentnerinnen und Rentner im Jahr 2030
6.2 Der Fachkräftemangel im Handwerk
6.2.1 Mangelt es nur an billigen Fachkräften?
6.2.2 Fachkräftemangel und Ausbildung
6.2.3 Zusammenfassung der Entwicklungsaussichten
7 Empirische Untersuchung
7.1 Das Forschungsziel
7.1.1 Erlangung des Forschungszieles
7.1.2 Die Gütekriterien bei der empirischen Umfrage
7.1.3 Gütekriterien
7.2 Das Forschungsdesign
7.3 Entwicklung des Forschungsplanes
7.3.1 Die Datenquelle wird bestimmt
7.3.2 Die zeitliche Dimension wird bestimmt
7.3.3 Die Datenerhebungsmethode wird bestimmt
7.3.4 Befragung
7.3.5 Datenerhebungsinstrument
7.4 Bestimmung des Auswahlverfahrens
7.4.1 Die Stichprobe wird bestimmt
7.5 Wissenstand und Datenerhebung für die Umfrage
7.5.1 Umfang der bewussten Auswahl
7.6 Pretest
7.6.1 Auswertung des Pretests
7.6.2 Modifizierung des Erhebungsinstrumentes
8 Datenerhebung wird umgesetzt
8.1 Die Wahl der Stichprobengröße
8.1.1 Das Auswahlverfahren
8.2 Ergebnisse der Umfrage
8.2.1 Allgemeines zur Umfrage
8.2.2 Indikator Rücklaufquote
8.2.3 Streuung der Stichprobe
8.2.4 Auswertung der Stichprobe
8.2.5 Auswertung des Fachkräftemangels
8.2.6 Einschätzung der Betriebe, Fachpraktiker für Holzbearbeitung einzusetzen
8.2.7 Schlüsselqualifikationen, die von den Bewerbern erwartet werden
8.2.8 Integrationsmöglichkeiten der Fachpraktiker
8.3 Zusammenfassung
9 Wichtige Voraussetzungen für eine Integration
9.1 Die Entwicklung der Ausbildungssituation
9.1.1 Die Ausbildungssituation bei den befragten Betrieben
9.2 Wichtigste Schlüsselqualifikationen
9.2.1 Möglichkeiten für berufliche Integration
10 Zusammenfassung und Ergebnis der Masterarbeit
10.1 Ergebnis der empirischen Untersuchung
10.2 Zusammenfassung der Masterthese
10.3 Entwicklung und Ziel
10.3.1 Weiterentwicklung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, ob Jugendliche mit einer Lernbehinderung, die eine Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzbearbeitung absolvieren, eine realistische Perspektive als Fachkräfte in den holzverarbeitenden Betrieben der Region Freudenstadt haben und wie der Fachkräftemangel diese Integration beeinflussen kann.
- Analyse des Begriffs Lernbehinderung und dessen Auswirkungen.
- Darstellung der gesetzlichen Voraussetzungen für eine Ausbildung nach § 66 BBiG / § 42m HwO.
- Ermittlung der betrieblichen Erwartungen an Schlüsselqualifikationen.
- Untersuchung des Fachkräftebedarfs in der Region Freudenstadt.
- Evaluation der Integrationsmöglichkeiten lernbehinderter Jugendlicher durch eine empirische Umfrage unter regionalen Betrieben.
Auszug aus dem Buch
2.1.4 Psychisch-emotionale Einflüsse auf die Entwicklung einer Lernbehinderung
Angst: Diese Menschen sind im Sozialkontakt schüchtern und trauen sich dadurch grundsätzlich weniger zu. Die Neigung zur Angst ist eine angeborene Persönlichkeitseigenschaft.
Stress: Entwicklungsunangemessene Anforderungen der Eltern, Lehrer und Ausbilder, führen zur ständiger Überforderung. Diese Menschen stellen ihr Explorationsverhalten für alle, außer für die geforderten Leistungsbereiche, oft ein. Daraus können sich frühzeitig bei den Betroffenen Versagensängste und in der Folge, häufiger psychische Störungen entwickeln, als bei nicht gestressten Jugendlichen.
Psychische Erkrankungen: Diese Erkrankungen im Jugendalter vermindern die Leistungsfähigkeit bei normaler Begabung um zwei Schulstufen.
Werte, Normen und Einstellungen: Motivation spielt für die Lernleistung eine enorm wichtige Rolle. Werte, Normen und Einstellungen bestimmen maßgebend mit, ob und wofür sich ein Mensch interessiert.
Erste Eindrücke davon, wie das Leben funktioniert, werden den Kindern über die Vorbilder der Erwachsenen vermittelt. Diese Wertvorstellungen und Zuschreibungen an sich selbst und an andere Menschen werden als Kind unbewusst wahrgenommen und bleiben bis ins Erwachsenenalter erhalten, wenn sie nicht mit anderen Werten in der Pubertät kollidieren. Einige dieser Werte betreffen auch das Lernen und Bewältigen von Herausforderungen. Stellen diese sich als lernhinderlich heraus, bleiben die Betroffenen ebenfalls unter ihren kognitiven Möglichkeiten.
Störungen in der Gefühlregulation: Belastbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Selbststeuerung sind Persönlichkeitseigenschaften, die eine gelingende Gefühlsregulation zum Ausdruck bringen. Bei lernbehinderten Menschen ist diese Fähigkeit zur Gefühlregulation aufgrund der aufgeführten körperlichen und sozialen Faktoren eingeschränkt. Bei der Erziehung überforderte Eltern, reagieren oft gereizt und unangemessen auf die Bedürfnisse ihrer Kinder. Unsicherheit, Angst oder aber auch Überbehütung bestimmen die Eltern-Kind Interaktion.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung mit Ziel der Arbeit und der Master-These: In diesem Kapitel werden die Problemstellung, das Ziel der Arbeit, die Untersuchungsmethodik sowie die zentralen Thesen und deren Neuigkeitswert definiert.
2 Lernbehinderungen der Jugendlichen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Lernbehinderung, deren Ursachen und Einflussfaktoren sowie Kriterien zur Feststellung und die Bedeutung der Bedürfnisse.
3 Gesetzliche Regelungen und die dafür zuständigen Stellen: Hier werden die relevanten Sozialgesetzbücher sowie die Rollen der Bundesagentur für Arbeit, des BIBB und der Handwerkskammern bei der Ausbildung behinderter Menschen dargelegt.
4 Anforderungen für eine Ausbildung nach § 66 BBIG / § 42m HwO: Dieses Kapitel beschreibt die spezifischen Anforderungen an Ausbildungseinrichtungen und Ausbilder sowie die notwendigen fachlichen und pädagogischen Qualifikationen.
5 Ausbildungsinhalte und Ablauf der Ausbildung: Es wird der Ablauf der Ausbildung, inklusive der Förderphasen und des Nachweises der Handlungskompetenz durch Prüfungen, beschrieben.
6 Entwicklungsaussichten für die Region Freudenstadt: Das Kapitel analysiert demografische Daten und den Fachkräftemangel in der Region Freudenstadt im Hinblick auf zukünftige Ausbildungschancen.
7 Empirische Untersuchung: Hier wird das Forschungsziel, das Forschungsdesign sowie der Forschungsplan und die Vorbereitung der Datenerhebung detailliert dargestellt.
8 Datenerhebung wird umgesetzt: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der empirischen Umfrage bei Betrieben hinsichtlich Fachkräftemangel und Integrationsmöglichkeiten präsentiert.
9 Wichtige Voraussetzungen für eine Integration: Es wird die Bedeutung von persönlichen Kompetenzen und der Ausbildungssituation für die zukünftige Integration lernbehinderter Jugendlicher hervorgehoben.
10 Zusammenfassung und Ergebnis der Masterarbeit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und leitet daraus Schlussfolgerungen für die Praxis ab.
Schlüsselwörter
Lernbehinderung, Fachpraktiker für Holzbearbeitung, berufliche Integration, duale Ausbildung, Fachkräftemangel, Handwerk, Region Freudenstadt, Sozialgesetzbuch, Schlüsselqualifikationen, Inklusion, berufliche Rehabilitation, Ausbildereignung, Handwerkskammer, empirische Untersuchung, Fördermöglichkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die berufliche und persönliche Integration von lernbehinderten Jugendlichen durch eine spezifische Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzbearbeitung, insbesondere unter Berücksichtigung des Fachkräftemangels in der Region Freudenstadt.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ursachen von Lernbehinderungen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ausbildung benachteiligter Jugendlicher sowie die Anforderungen an Betriebe und Ausbilder.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es zu belegen, dass eine zielgerichtete Ausbildung lernbehinderte Jugendliche erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt integrieren kann, wovon aufgrund des demografischen Wandels auch die regionalen Handwerksbetriebe profitieren können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor nutzt ein deskriptives Forschungsdesign und führt eine quantitative empirische Untersuchung mittels einer schriftlich ausgefüllten Umfrage unter holzverarbeitenden Betrieben in der Region Freudenstadt durch.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Lernbehinderung, analysiert die rechtlichen Voraussetzungen gemäß SGB, BBiG und HwO und stellt die Ergebnisse der empirischen Erhebung zu Fachkräftemangel und Ausbildungseignung dar.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Fachpraktiker, Lernbehinderung, berufliche Integration, duale Ausbildung, Fachkräftemangel und Schlüsselqualifikationen.
Welche Rolle spielt der Fachkräftemangel für das Thema der Arbeit?
Der Fachkräftemangel wird als Chance für die untersuchte Zielgruppe identifiziert, da Betriebe zunehmend nach Wegen suchen, ihren Fachkräftebedarf durch eigene Ausbildung und verstärkte Integration von Jugendlichen mit Förderbedarf zu decken.
Wie schätzen die befragten Betriebe die Integration ein?
Die Einschätzung ist gespalten: Zwar existiert eine erkennbare Unsicherheit und eine kritische Haltung zur Integrationsfähigkeit, jedoch bezeichnen über 26 % der befragten Betriebe die Integrationsmöglichkeiten als gut.
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- MBA Ewald Finkbeiner (Author), 2012, Integration von lernbehinderten Jugendlichen - durch eine Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzbearbeitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266814