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Die Aristoteles-Rezeption des Marsilius von Padua

Título: Die Aristoteles-Rezeption des Marsilius von Padua

Ensayo , 2007 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Magister Artium Suad Zumberi (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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In diesem Essay geht es um die Aristoteles-Rezeption im Mittelalter. Oder noch präziser: Um die Rezeption der aristotelischen "Politik" bei Marsilius von Padua (um 1275/1280-1342) bzw. in dessen Hauptwerk "Defensor Pacis" (1324). Insbesondere bemüht sich der Autor in seinem Essay darum, den Nachweis zu erbringen, dass Marsilius von Padua in zum Teil beträchlichem Umfang von der aristotelischen Vorlage abweicht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.1: Die Entstehung der bürgerlichen Gemeinschaft im Vergleich zwischen Marsilius und Aristoteles

1.2: Das aristotelische Mesotes-Ideal und die marsilianische Gesellschaft

1.3: Der Voluntarismus des Marsilius-Neuschöpfung des Paduaners oder Reproduktion einer aristotelischen Vorlage?

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit Marsilius von Padua in seinem Hauptwerk "Defensor Pacis" eine authentische Interpretation der aristotelischen "Politik" anstrebt oder das Werk des "Philosophen" lediglich instrumentell nutzt, um eine eigenständige politische Theorie zur Bekämpfung päpstlicher Herrschaftsansprüche zu legitimieren.

  • Vergleich der Entstehungstheorien bürgerlicher Gemeinschaften
  • Analyse des aristotelischen Mesotes-Ideals versus marsilianische Gesellschaftsstruktur
  • Untersuchung der Bedeutung von Zustimmung und Wahlmonarchie
  • Kritische Einordnung des "Defensor Pacis" in den kirchenpolitischen Kontext des 14. Jahrhunderts

Auszug aus dem Buch

1.1: Die Entstehung der bürgerlichen Gemeinschaft im Vergleich zwischen Marsilius und Aristoteles

Im 3. Kapitel der „Dictio Prima“ des „Defensor Pacis“ entwickelt Marsilius seine an Aristoteles angelehnte Theorie der Formierung des politischen Gemeinwesens. Er erwähnt die aus Mann und Frau bestehende erste „Verbindung“, aus der sich infolge von Fortpflanzung alle übrigen Formen menschlichen Zusammenlebens herausbildeten. Der anhaltende Zuwachs an Menschen machte die Errichtung neuer Häuser notwendig, so dass als Summe mehrerer Häuser die „erste Gemeinschaft“, das Dorf, entstand. Die innerhalb eines Hauses vorkommenden „Rechtsverletzungen“, die im Extremfall bis zum Brudermord reichten, wurden vom Familienoberhaupt nach eigenem Ermessen geahndet. Auf der Ebene des Dorfes ergaben sich im Zusammenhang mit Rechtsverstößen allerdings Restriktionen, denen der Hausvater noch nicht unterworfen war. Ausbleibende Strafen gegen Rechtsübertreter durch den Ältesten des Dorfes hätten nämlich die Existenz der „ersten Gemeinschaft“ als solcher aufgrund der damit einhergehenden „Trennung der Nachbarn“ gefährdet. Die Vervielfältigung der Dörfer mündete zwar in eine entwickeltere menschliche Organisationsform ein, stellte aber nicht den Endpunkt des Prozesses dar, der schließlich in der „vollkommene[n] Gemeinschaft“, dem „Staat“, der „civitas“ kulminierte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die intellektuelle Auseinandersetzung mit aristotelischen Lehren im Mittelalter und führt in die Fragestellung zur marsilianischen Interpretation der "Politik" ein.

1.1: Die Entstehung der bürgerlichen Gemeinschaft im Vergleich zwischen Marsilius und Aristoteles: Es werden die Unterschiede in der Begründung der Gemeinschaftsbildung analysiert, wobei Marsilius den Fokus stärker auf die Notwendigkeit einer sanktionierenden Gewalt als auf die aristotelische Zielursache legt.

1.2: Das aristotelische Mesotes-Ideal und die marsilianische Gesellschaft: Das Kapitel vergleicht Marsilius’ Klassifizierung der Berufsstände mit dem aristotelischen Mesotes-Modell und beleuchtet die gesellschaftspolitischen Einflüsse oberitalienischer Kommunen auf Marsilius.

1.3: Der Voluntarismus des Marsilius-Neuschöpfung des Paduaners oder Reproduktion einer aristotelischen Vorlage?: Hier wird die Rolle der "Zustimmung" der Regierten im Denken des Marsilius der aristotelischen Staatsauffassung gegenübergestellt, um den instrumentellen Charakter seiner Argumentation aufzuzeigen.

Schlussbetrachtung: Das Werk resümiert, dass der "Defensor Pacis" weniger ein wissenschaftlicher Kommentar zu Aristoteles ist, sondern eine politisch-publizistische Waffe im Kampf gegen die päpstliche Vorherrschaft des 14. Jahrhunderts.

Schlüsselwörter

Marsilius von Padua, Aristoteles, Defensor Pacis, Politica, Gemeinschaftsbildung, Mesotes-Ideal, Voluntarismus, päpstliche Herrschaft, Staatsverfassung, Wahlmonarchie, Mittelalter, politische Theorie, Rechtswesen, Gemeinwohl, Kirchenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die kritische Auseinandersetzung des Marsilius von Padua mit der aristotelischen "Politik" und hinterfragt die Authentizität seiner Interpretation.

Welche Themenfelder stehen dabei im Vordergrund?

Zentrale Themen sind die Genese des politischen Gemeinwesens, das Mesotes-Ideal (die Lehre von der Mitte), die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit und die Legitimation politischer Herrschaft durch Zustimmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Marsilius Aristoteles vorrangig nutzt, um eine eigenständige politische Argumentation gegen den Machtanspruch des Papsttums zu untermauern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor wendet eine komparative Textanalyse an, bei der ausgewählte Textstellen aus dem "Defensor Pacis" direkt mit den entsprechenden Passagen aus Aristoteles’ "Politik" gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Unterschiede zwischen Marsilius und Aristoteles hinsichtlich der Staatsentstehung, der gesellschaftlichen Berufsstände und des Stellenwerts der Zustimmung der Regierten detailliert erarbeitet.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Marsilius von Padua, Aristoteles, Defensor Pacis, Politische Theorie, Gemeinwohl, Zustimmung und die Abgrenzung von weltlicher und geistlicher Macht.

Wie unterscheidet sich Marsilius in Bezug auf die "erste Gemeinschaft" von Aristoteles?

Marsilius assoziiert die "Gemeinschaft" primär mit einer zwingenden Rechtsprechung, während Aristoteles bereits die elementare Beziehung zwischen Mann und Frau als Gemeinschaft form betrachtet.

Warum spielt die Wahlmonarchie für Marsilius eine so zentrale Rolle?

Marsilius sieht in der Wahl eine Institutionalisierung des Willens der Untertanen, was für ihn ein entscheidendes Merkmal zur Legitimation einer "gutgemäßigten" Staatsform ist.

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Detalles

Título
Die Aristoteles-Rezeption des Marsilius von Padua
Universidad
University of Cologne  (Politikwissenschaftliches Seminar)
Curso
Hauptseminar
Calificación
1,0
Autor
Magister Artium Suad Zumberi (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
20
No. de catálogo
V266822
ISBN (Ebook)
9783656575467
ISBN (Libro)
9783656575450
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mittelalterliche politische Philosophie-Marsilius von Padua-Aristoteles-Rezeption
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Suad Zumberi (Autor), 2007, Die Aristoteles-Rezeption des Marsilius von Padua, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266822
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