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Der Beitrag des Atheismus zu einem ethischen Leben

Titre: Der Beitrag des Atheismus zu einem ethischen Leben

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Marco José (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Diese Hausarbeit möchte sich mit dem Thema Atheismus beschäftigen und mit dessen Beitrag zu einem ethischen Leben. Da mich dieses Thema persönlich interessiert, habe ich diesen Titel gewählt. In Kapitel 1 soll geklärt werden, was man unter dem Begriff Atheismus bzw. Atheist versteht. Es wird veranschaulicht, wie sehr er unter den Religionen gelitten hatte. Die Präsenz des Atheismus in Deutschland wird ebenfalls angesprochen. In Kapitel 2 wird das Thema der moralischen Kategorisierung nach Michael Schmidt-Salomon diskutiert und dessen Konsequenz mit der die Menschen heute leben. Die Selektion in „Gut“ und „Böse“ ist ebenso ein Thema, wie die Dehumanisierung des Menschen. Auch werden die Nachteile einer Religion bezüglich Ingroup-Outgroup-Denken veranschaulicht.
Kapitel 3 stellt Überlegungen dazu an, was unter Religion zu verstehen und ob der Atheismus eine solche zu bezeichnen ist. Die Hausarbeit geht auf einzelne religiöse Merkmale ein und analysiert, ob diese auf den Atheismus zutreffen. In Kapitel 4 wird versucht die Spiritualität eines Atheisten zu ergründen. Es wird herausgestellt, welche Vorteile sie für ihn hat. Kapitel 5 schließt die Überlegungen mit den gewonnenen Ergebnissen ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Der Schatten über dem Atheismus

2 Abschied von Gut und Böse

3 Der Atheismus als „neue Religion“?

4 Spiritualität im Atheismus

5 Schluss: Der Weg zu einer praktischen Ethik durch den Atheismus

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Frage, ob der Atheismus eine Basis für ein ethisches Leben bieten kann, ohne auf religiöse Dogmen oder eine moralische Einteilung in „Gut“ und „Böse“ angewiesen zu sein.

  • Kritische Analyse des Atheismus-Begriffs und dessen historische Stigmatisierung.
  • Diskussion der moralischen Kategorisierung nach Michael Schmidt-Salomon und der Problematik des Ingroup-Outgroup-Denkens.
  • Untersuchung, ob Atheismus religiöse Züge aufweist oder als säkulare Alternative fungieren kann.
  • Ergründung einer atheistischen Spiritualität jenseits von Heilslehren und Jenseitsvorstellungen.
  • Entwurf einer praktischen, säkularen Ethik, die auf Toleranz und der Akzeptanz der Realität basiert.

Auszug aus dem Buch

Der Schatten über dem Atheismus

Der Begriff Atheist, wie man ihn in der heutigen Zeit versteht, ist per se noch sehr jung. Er ist in dieser Form eine negative Bezeichnung, denn die Übersetzung A-theist (ohne Gott) weist einen Mangel von etwas auf. In der Vergangenheit wurde dieser Begriff oft mit Luzifer oder Teufel gleichgestellt. Wenn man sich nun das Wort Luzifer anschaut was zu Deutsch „Lichtbringer“ bedeutet, erkennt man die Parallele zum Zeitalter der Aufklärung (engl. Age of Enlightenment), das Licht in das „dunkele“ Mittelalter bringen sollte. „Sapere Aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Ist also der Wahlspruch der Aufklärung“ und damit ein bewusster Gebrauch des Verstandes. Das Wort Atheist entstammt der Wortschöpfung von Gottgläubigen und man wird als ein solcher bezeichnet bzw. laut deren Meinung abgewertet. Das spricht nicht unbedingt für eine tugendhafte Toleranz der Religionen. Schon früh in der Geschichte der Menschheit wurde Philosophen wie Epikur Atheismus vorgeworfen. Jedoch beweisen seine Fragmente das Gegenteil: „Es entspricht nämlich seiner Lehre, dass Götter existierten, weil es notwendig sei, dass es eines außerordentliche Natur gebe, im Vergleich mit der es nichts Besseres geben könne.“

Es wird kein Gott negiert, wie es das Wort Atheist suggeriert, sondern gleicht eher einem Bekenntnis zum Polytheismus. Vielen kritischen Menschen, ob Gläubige oder Priester wurden atheistische Neigungen in ihren Werken oder Aussagen angekreidet, um sie so zu bestrafen, sei es im Arrest oder auf dem Scheiterhaufen. Und das meist nur, weil sie sich intellektuell mit den Fragen des Lebens auseinandersetzen oder auch Dogmen kritisch analysierten. Von den vier Freiheiten die Präsident Roosevelt propagiert, ist man hier noch Jahrhunderte entfernt. So schreibt auch der französische Philosoph Michel Onfray: „Atheist ist weniger eine Bezeichnung für den Gottesleugner, sondern ein Mittel, um den Gedanken an ein von den Autoritäten und von der gesellschaftlichen Bevormundung des Denkens befreites Individuum zu verfolgen und zu bestrafen.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit stellt das Ziel vor, das Verhältnis zwischen Atheismus und ethischem Handeln zu untersuchen und die spirituellen sowie moralischen Aspekte eines atheistischen Weltbildes zu beleuchten.

1 Der Schatten über dem Atheismus: Dieses Kapitel klärt den Begriff des Atheisten, beleuchtet seine historische Stigmatisierung und analysiert die aktuelle Präsenz des Atheismus in Deutschland.

2 Abschied von Gut und Böse: Es wird die moralische Kategorisierung nach Michael Schmidt-Salomon kritisch hinterfragt, wobei insbesondere die negativen Konsequenzen des Ingroup-Outgroup-Denkens in Religionen thematisiert werden.

3 Der Atheismus als „neue Religion“?: Das Kapitel prüft, ob der Atheismus religiöse Merkmale besitzt oder ob diese Bezeichnung aufgrund fundamentaler Unterschiede zur Religion in die Irre führt.

4 Spiritualität im Atheismus: Hier wird der Versuch unternommen, eine säkulare Spiritualität zu definieren, die dem Menschen Sinn und eine Antwort auf die Sterblichkeit ohne übernatürliche Heilsversprechen gibt.

5 Schluss: Der Weg zu einer praktischen Ethik durch den Atheismus: Das Fazit fasst zusammen, wie der Atheismus eine Basis für eine humanistische, tolerante und verantwortungsbewusste Lebensgestaltung bilden kann.

Schlüsselwörter

Atheismus, Ethik, Religion, Moral, Spiritualität, Humanismus, Aufklärung, Ingroup-Outgroup, Jenseits, Diesseits, Nihilismus, Toleranz, Michael Schmidt-Salomon, Weltanschauung, Säkularismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie ein ethisches und spirituell erfülltes Leben unabhängig von religiösen Dogmen und dem Glauben an Götter gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Diskriminierung von Atheisten, die Kritik an religiösen moralischen Kategorien (Gut/Böse), das Ingroup-Outgroup-Verhalten und der Aufbau einer säkularen Spiritualität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Atheismus keine „moralische Leere“ bedeutet, sondern ein Fundament für eine humane, tolerante und eigenverantwortliche Lebensweise bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen philosophisch-analytischen Ansatz, indem sie historische, ethische und religionskritische Werke (u.a. Nietzsche, Schmidt-Salomon, Onfray) zitiert und in einen aktuellen Kontext setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung des Atheismus, die Dekonstruktion religiöser Moral, die Abgrenzung von Atheismus und Religion sowie die Untersuchung spiritueller Praktiken für Atheisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie säkulare Ethik, Religionskritik, Humanismus, Selbstbestimmung und die Überwindung von Dogmatismus.

Wie unterscheidet der Autor zwischen natürlichen Übeln und moralischem Bösen?

Der Autor stützt sich auf Schmidt-Salomon und differenziert zwischen dem natürlichen Übel (z.B. Naturkatastrophen), das hingenommen wird, und dem moralischen Übel, das durch menschliches Fehlverhalten entsteht und oft zur Stigmatisierung instrumentalisiert wird.

Welche Rolle spielt der Begriff der „befreiten Gegenwart“ für den Atheismus?

Die befreite Gegenwart beschreibt ein Leben im Diesseits, das sich von Zukunftsängsten und der Abhängigkeit von Heilsversprechen löst, um den Augenblick als „ewig“ und vollkommen zu begreifen.

Kann Atheismus laut dieser Arbeit als eine Form von Religion angesehen werden?

Der Autor verneint dies: Auch wenn manche Bewegungen Ähnlichkeiten aufweisen könnten, fehlt dem Atheismus die für Religionen typische Unterwerfung unter eine höhere Instanz oder die Anbindung an heilige Schriften.

Warum betont der Autor die Bedeutung des „Amor fati“?

Das Konzept „Amor fati“ (die Liebe zum Schicksal) wird als Wegweiser genutzt, um die Realität und die Natur als solche zu akzeptieren, statt in einer lebensverneinenden Hoffnung auf ein Jenseits zu verharren.

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Résumé des informations

Titre
Der Beitrag des Atheismus zu einem ethischen Leben
Université
University of Koblenz-Landau  (Kulturwissenschaften/Ethik)
Cours
Friedrich Nietzsche und die Antichristen
Note
2,0
Auteur
Marco José (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
15
N° de catalogue
V266839
ISBN (ebook)
9783656571575
ISBN (Livre)
9783656571490
Langue
allemand
mots-clé
Atheismus Atheist Religionskritik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marco José (Auteur), 2010, Der Beitrag des Atheismus zu einem ethischen Leben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266839
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Extrait de  15  pages
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