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Alltagsrhetorik und Marktwirtschaft. Die Lebensmittelindustrie in den Printmedien

Titre: Alltagsrhetorik und Marktwirtschaft. Die Lebensmittelindustrie in den Printmedien

Dossier / Travail , 2013 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Sandra Montorro (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Massenmedien versprechen Aufklärung über Herstellung und Vermarktung von Lebensmitteln mit deskriptiven und zugleich persuasiven Texten. Darüber hinaus werben die jeweiligen Veröffentlichungen mit einer Auseinandersetzung mit den moralischen Vorbehalten, die viele Verbraucher bewegen. Es werden Handlungsempfehlungen versprochen.
Diese Intention verfolgt auch der in „Geo kompakt“ erschienene Report „Die Indust-rie, die uns satt macht“. Diesen Text als Grundlage heranziehend, befasst sich die hier vorliegende Arbeit mit der alltagsrhetorischen Darstellung sehr komplexer wirtschaftlicher Zusammenhänge, wie sie in der Lebensmittelindustrie aufzufinden sind. Hierbei soll geklärt werden, welches Auditiorium die Zeitschrift hat und wie die Verfasser dieses charakterisieren, inwieweit die Verfasser in Erscheinung treten und vor allem, wie argumentiert wird. Bei genauerer Betrachtung der Argumentationsstruktur zeigt sich, dass die Berichterstattung sehr oberflächlich ist und ein erforderlicher Diskurs, aus dem Handlungsempfehlungen resultieren könnten, nicht stattfindet. Letzterer Punkt soll am Beispiel der im Text genannten Kinderarbeit verdeutlicht werden.
Ein großes Problem des Reports liegt in der mangelnden Definition von Begriffen, auf denen die Argumentation basiert. Es sind Fehlschlüsse vorhanden. Auf das Heran-ziehen von Autoritäten, welche den Leser von den Hauptargumenten überzeugen könnten, wird weitgehend verzichtet. Darüber hinaus wird der Rezipient durch die Verwendung einer vorbelasteten, stark wertenden Sprache auf einer emotionalen Ebene angesprochen, die einer rationalen Auseinandersetzung mit den angeschnit-tenen Problemfeldern entgegenwirkt. Die Untersuchung wird zeigen, dass der Text - wie viele vergleichbare Publikationen - sein Ziel nicht erreicht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Auditorium

2.1 Rezipienten der Zeitschrift

2.2 Charakterisierung des Auditoriums durch die Verfasser

3 Die Verfasser

3.1 Auftreten der Verfasser im Text

3.2 Rückschlüsse über die Art des Auftretens

4 Die Argumentationsstruktur

4.1 Definition grundlegender Begriffe

4.2 Fehlschlüsse

4.3 Weiterführende Erläuterungen und Berufung auf Autoritäten

4.4 Vorbelastete Sprache

4.5 Beispiel einer diskursiven Herangehensweise

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die alltagsrhetorische Darstellung komplexer wirtschaftlicher Zusammenhänge in einem Report der Zeitschrift "Geo kompakt" über die Lebensmittelindustrie. Ziel ist es, die Argumentationsstruktur, die Charakterisierung des Auditoriums sowie die Verwendung rhetorischer Mittel und deren Eignung zur ethischen Problemlösung zu analysieren.

  • Analyse der Informellen Logik und Argumentationsqualität
  • Untersuchung von Zielgruppenansprache und Verfasserperspektive
  • Dekonstruktion rhetorischer Strategien wie "Vorbelastete Sprache"
  • Bewertung der diskursiven Qualität hinsichtlich ethischer Reflexion

Auszug aus dem Buch

4.4 Vorbelastete Sprache

Tindale weist darauf hin, dass „ein Argumentierender versuchen kann, ein Auditorium zu beeinflussen, nicht indem er ein ausbalanciertes Argument liefert, sondern durch den Gebrauch persuasiver Begriffe.“ Wie bereits gezeigt wurde, hält die Argumentation des Textes einer Prüfung mit Mitteln der Informellen Logik nicht stand. Das legt die Vermutung nahe, dass die Autoren persuasiven, mit Werten vorbelasteten Begriffen gegenüber ausgewogenen Argumenten den Vorzug gegeben haben, um die Lesern dazu zu bewegen, ihre Ansichten zu teilen. In der Tat ist der Text durchzogen von vorbelasteter Sprache. Besonders die Überschriften versuchen den Rezipienten mit Aussagen wie „Herzinfarkt auf dem Bauernhof“, „Brot für den Müllberg“ und „Chemie in der Nahrung“ auf einer äußerst emotionalen Ebene zu erreichen.

Es ist im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich, auf jeden einzelnen persuasiven Begriff einzugehen. Deshalb soll sich auf einige Ausdrücke beschränkt werden, mit denen die beiden Hauptargumentationsstränge gestützt werden sollen. Mit ihnen wollen die Autoren zum einen die Gedankenlosigkeit der Verbraucher und zum anderen die Übermacht der Konzerne verdeutlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die tiefgreifenden Veränderungen durch die Industrialisierung der Lebensmittelproduktion und führt in die moralische Problematik des modernen Konsums ein.

2 Das Auditorium: Dieses Kapitel identifiziert die Zielgruppe der Zeitschrift anhand des editoriellen Kontexts und analysiert, wie die Verfasser das Bild des Konsumenten zeichnen.

3 Die Verfasser: Hier wird das Auftreten der Autoren im Text untersucht und kritisch hinterfragt, inwiefern die mangelnde Präsenz die Authentizität der Reportage beeinträchtigt.

4 Die Argumentationsstruktur: Dieser Abschnitt analysiert die logische Struktur des Reports, deckt Fehlschlüsse auf und untersucht den Einsatz rhetorischer Mittel sowie die Berufung auf Autoritäten.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Arbeit trotz emotionaler Überzeugungskraft an mangelnder logischer Stringenz und oberflächlicher Recherche scheitert.

Schlüsselwörter

Lebensmittelindustrie, Informelle Logik, Rhetorik, Konsumverhalten, Ethische Bedenken, Argumentationsstruktur, Massenmedien, Diskurs, Kinderarbeit, Industrialisierung, Geo kompakt, Vorbelastete Sprache, Fehlerhafte Generalisierung, Konsumentenmacht, Moralethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch, wie ein journalistischer Beitrag die komplexen Zusammenhänge der Lebensmittelindustrie mittels rhetorischer Mittel darstellt und ob diese Darstellung einer logischen Prüfung standhält.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Argumentationsanalyse, die Rolle der Ethik im Journalismus, die Charakterisierung von Zielgruppen sowie die Rhetorik als Instrument der Meinungsbeeinflussung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der analysierte Report durch mangelnde Definitionen und emotionale Sprache sein ethisches Ziel nicht erreicht und den Leser eher ohnmächtig zurücklässt, statt echte Lösungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es werden methodische Werkzeuge der Informellen Logik verwendet, um die Akzeptabilität von Prämissen und die logische Konsistenz der vorliegenden Reportage zu evaluieren.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Auditoriums, die Rolle der Autoren, eine tiefgehende Dekonstruktion der Argumentationsstruktur sowie eine detaillierte Analyse rhetorischer Sprachmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Analyse wird durch Begriffe wie Lebensmittelindustrie, Informelle Logik, Rhetorik, Ethische Bedenken und Konsumverhalten bestimmt.

Warum wird im Text die Kinderarbeit thematisiert?

Die Kinderarbeit dient im analysierten Report als zentrales Beispiel für ethisch bedenkliche Zustände, wobei die Autorin kritisiert, dass dieser Punkt zur emotionalen Manipulation genutzt wird, statt fundierte Aufklärung zu leisten.

Was kritisiert die Arbeit an den "Zukunftsvisionen" des Reports?

Die Autorin weist darauf hin, dass Begriffe wie "Fleisch aus Muskelzellen züchten" als Lösung präsentiert werden, ohne dass die Autoren selbst von der Praktikabilität dieser Konzepte überzeugt scheinen, was die Argumentation schwächt.

Inwiefern setzt der analysierte Report Ethik mit Moral gleich?

Die Arbeit stellt fest, dass der Report "Ethik" nur als Schlagwort verwendet, während die Inhalte eigentlich moralische Appelle an das individuelle Gewissen sind, ohne einen reflektierten ethischen Diskurs zu führen.

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Résumé des informations

Titre
Alltagsrhetorik und Marktwirtschaft. Die Lebensmittelindustrie in den Printmedien
Université
University of Hagen  (Sozial- und Kulturwissenschaften)
Note
2,0
Auteur
Sandra Montorro (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
19
N° de catalogue
V266928
ISBN (ebook)
9783656572404
ISBN (Livre)
9783656572381
Langue
allemand
mots-clé
Ethik Marktwirtschaft Alltagsrhetorik Lebensmittelindustrie Massenmedien Handeln unter Risiko Diskurs
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sandra Montorro (Auteur), 2013, Alltagsrhetorik und Marktwirtschaft. Die Lebensmittelindustrie in den Printmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266928
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Extrait de  19  pages
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