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Die Usurpation des Films im Dritten Reich

Titel: Die Usurpation des Films im Dritten Reich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fabienne Bernhard (Autor:in)

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In der vorliegenden Seminararbeit wird die Usurpation des Films im Dritten Reich mit jener im faschistischen Italien verglichen, wobei der Fokus auf den filmpolitischen Maßnahmen im Dritten Reich liegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Die Struktur des Films im Dritten Reich

II.I Institutionelle und ökonomische Ebene

II.II Inhaltliche Ebene

II.II.I Genrefilme mit unterhaltender Funktion

II.II.II Propagandistische Filme

III. Der italienische Film im Faschismus im direkten Vergleich mit dem Film im Dritten Reich

IV. Resümierender Vergleich des Usurpationsgrades beider Systeme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die systematische Kontrolle und Vereinnahmung (Usurpation) des deutschen Films durch das nationalsozialistische Regime zwischen 1933 und 1945. Dabei wird analysiert, durch welche institutionellen, ökonomischen und inhaltlichen Maßnahmen die Filmindustrie gleichgeschaltet wurde und inwieweit diese Vorgehensweise im Vergleich zum faschistischen Italien als spezifisches Phänomen totalitärer Systeme einzuordnen ist.

  • Institutionelle Umstrukturierung und Gleichschaltung der Filmindustrie
  • Die Rolle von Propaganda und Zensur in der NS-Filmpolitik
  • Doppelstrategie: Unterhaltungsfilme vs. Propagandaproduktionen
  • Vergleichende Analyse der Filmpolitik in Deutschland und Italien
  • Wirtschaftliche Instrumentalisierung des Kinos durch staatliche Banken und Trusts

Auszug aus dem Buch

II.II.I Genrefilme mit unterhaltender Funktion

Die quantitativ überlegenen, als „unpolitisch“ bezeichneten Unterhaltungsfilme waren vor allem Komödien aller Art, Melodramen, biographische Filme, Kriminalgeschichten, Abenteuerfilme und die über die Maße populären Revue- und Musikfilme.45 Bereits in der Weimarer Republik waren insbesondere Unterhaltungsfilme die Kassenschlager und so sollten sie auch weiterhin die „wirtschaftliche Melkkuh der Kinoindustrie bleiben“46.

Die Partei rechtfertigte durch sie gewissermaßen eine kulturelle Legitimation des Regimes, täuschte durch die Genrevielfalt eine gewisse Pluralität vor und nutzte ihre beim Publikum anhaltende Beliebtheit aus, um ihre Ziele der Schaffung einer Volksgemeinschaft, die die NS-Ideologie unbewusst inhaliert, zu verfolgen. 47

Ganz nach Goebbels Gusto sollte dies – je nach Genre - durch eine unterschwellige Einflechtung möglichst vieler NS-Motive erfolgen: in Abenteuerfilmen beispielsweise konnten hervorragend die für die Nazis wichtigen Versatzstücke des Heldentums und des Führerprinzips untergebracht werden. Auch Elemente wie Eroberung (vor allem der geographische Aspekt), rassistische Denkmuster, Selbstbestätigung und Machterprobung ließen sich bestens in solche Plots integrieren, für die nicht selten Protagonisten gewählt wurden, die dem arischen Männlichkeitsideal (groß, muskulös, blond, markantes Profil) entsprachen, allen voran Hans Albers, der beispielsweise in „Unter heissem Himmel“ (1936, Abb. 2) oder in „Gold“ (1943, Abb. 3) den Prototypen des arischen Helden verkörperte.48

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung des Mediums Film als machtvolles Instrument der NS-Propaganda und umreißt die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Gleichschaltung der Filmindustrie.

II. Die Struktur des Films im Dritten Reich: Dieses Kapitel analysiert die systematische institutionelle, ökonomische und inhaltliche Durchdringung der deutschen Filmbranche durch das NS-Regime und erläutert die Strategie hinter Unterhaltungs- und Propagandafilmen.

III. Der italienische Film im Faschismus im direkten Vergleich mit dem Film im Dritten Reich: Der Autor stellt die deutsche Filmpolitik der faschistischen Strategie Mussolinis gegenüber, um Parallelen und Unterschiede in der Kontrolle und Instrumentalisierung des Kinos aufzuzeigen.

IV. Resümierender Vergleich des Usurpationsgrades beider Systeme: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet den Grad der filmischen Usurpation in beiden totalitären Systemen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Filmpolitik, Joseph Goebbels, Gleichschaltung, NS-Propaganda, Filmkultur, Usurpation, Unterhaltungsfilm, Totalitarismus, Cinecittà, Reichskulturkammer, Filmkreditbank, Faschismus, Ideologie, Volksgemeinschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, wie das nationalsozialistische Regime in Deutschland den Film zwischen 1933 und 1945 als politisches Instrument zur Beeinflussung der Bevölkerung und zur Festigung der NS-Ideologie vereinnahmt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die institutionelle Gleichschaltung der Filmwirtschaft, die ökonomische Steuerung durch Kredite und Trusts sowie die inhaltliche Einflussnahme auf Filmgenres, um subtile oder offene Propaganda zu verbreiten.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Grad der "Usurpation" (Inbeschlagnahme) des deutschen Films zu bestimmen und durch den Vergleich mit dem faschistischen Italien ein tieferes Verständnis für die Methoden totalitärer Medienkontrolle zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine komparative Analyse, die historische Quellen und filmwissenschaftliche Literatur heranzieht, um die deutschen Entwicklungen in einen größeren Kontext totalitärer Staaten zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der deutschen Filmpolitik (auf institutioneller, ökonomischer und inhaltlicher Ebene) sowie einen direkten Vergleich mit der italienischen Filmwirtschaft unter Mussolini.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie NS-Filmpolitik, Gleichschaltung, Propaganda, Medienlenkung und den Vergleich totalitärer Kulturpolitik in Deutschland und Italien charakterisieren.

Wie unterschied sich die italienische Filmpolitik von der deutschen?

Italien griff später und weniger dominant in die inhaltliche Gestaltung der Filme ein; die Zensur war liberaler, und es wurde mit der "Cinecittà" ein zentraler Ort geschaffen, während die deutsche Produktion über das ganze Land verteilt blieb.

Welche Rolle spielten Unterhaltungsfilme im Dritten Reich?

Sie dienten als "wirtschaftliche Melkkuh" und der Unterhaltung der Massen, wobei sie nach den Vorstellungen von Goebbels unterschwellig NS-Ideale und Werte vermitteln sollten, ohne als direkte Propaganda wahrgenommen zu werden.

Warum war die Wirkung der NS-Filme laut Autor schwer zu messen?

Obwohl das Regime durch Überwachungsmaßnahmen versuchte, die Publikumsreaktionen zu erfassen, konnten nie verbindliche Aussagen über den tatsächlichen Grad der ideologischen Infiltration durch das Kino getroffen werden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Usurpation des Films im Dritten Reich
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,0
Autor
Fabienne Bernhard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V266974
ISBN (eBook)
9783656577423
ISBN (Buch)
9783656577416
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Film Filmpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabienne Bernhard (Autor:in), 2013, Die Usurpation des Films im Dritten Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266974
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Leseprobe aus  25  Seiten
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