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Die Aqeda - Exegese des Alten Testaments

Titel: Die Aqeda - Exegese des Alten Testaments

Hausarbeit , 2013 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julian Kraul (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hier wird Gen 22, 1-19 einer praktischen Anwendung unterzogen. Die Vielfalt an begleitender Literatur zu der Aqeda fand sich sehr schnell, aber auch ausgiebig! Hier galt es als erstes zu reduzieren und sich besonders den „Klassikern“ zuzuwenden. Von Rad, Blum und Kundert bildeten hierbei die Grundlage, von welcher aus operiert werden konnte. Leider musste S. Spiegel, welcher mit „The Last Trail“ eine außerordentliche Textanalyse bot, außen vor bleiben.
Schon bald merkte ich, dass eine bloße Betrachtung der Übersetzungen (Luther, Mendelssohn und Eberfelder) nicht ausreichen würde. Um Fehler und Widersprüche in einem Text wirklich zu finden, kann eine Übersetzung nicht ausreichen, da unsere Sprache und Kultur andere Auffassungen besitzt, als zum Beispiel die Israelische. Ich zog also zu den einzelnen Übersetzungen noch die BHS, sowie die LXX heran, um für mich ein befriedigenderes Ergebnis zu erzielen. An dieser Stelle sei noch Apostolos Sideris gedankt, welcher mir bei der Übersetzung der LXX mit Rat und Tat zur Seite stand.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Imaginativer Teil mit szenischer Einteilung

1.1 Szene 1: Einleitung und Auftrag

1.2 Szene 2: Reise

1.3 Szene 3: Dialog zwischen Abraham und Isaak

1.4 Szene 4: Einleitung der Opferung Isaaks

1.5 Szene 5: Engelrede I.

1.6 Szene 6: Opferung des Widders und Benennung des Ortes

1.7 Szene 7: Engelsrede II.

1.8 Szene 8: Rückkehr nach Beerscheba

2.0 Historisch-kritische Methode

2.1 Textkritik

2.2 Arbeitsübersetzung

2.3 Literarkritik

2.4 Quellenscheidung

2.5 Redaktionskritik

2.6 Form- und Gattungskritik

2.7 Sitz im Leben

2.8 Ort und Zeit

3.0 Auslegung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser exegetischen Arbeit ist die detaillierte Analyse der biblischen Erzählung von der Aqeda (Gen 22, 1-19). Dabei steht die kritische Untersuchung des Textes mittels historisch-kritischer Methoden sowie eine imaginative Aufarbeitung der erzählerischen Dynamik im Vordergrund, um die theologischen und literarischen Dimensionen der Opferung Isaaks zu erschließen.

  • Exegese und Analyse der Erzählstruktur (Aqeda)
  • Anwendung historisch-kritischer Methoden (Text-, Literatur-, Redaktionskritik)
  • Untersuchung von Quellenverhältnissen (Elohist vs. Jahwist)
  • Kulturelle und theologische Einordnung (Sitz im Leben)
  • Bedeutung von Schweigen und Dialog in biblischen Texten

Auszug aus dem Buch

1.3 Szene 3: Dialog Abraham und Isaak

Der erste wirkliche Dialog erwartet den Leser in Vers 7. Hier entwickelt sich ein Gespräch zwischen Abraham und Isaak. In der LXX wird dies mit einer Aufforderung an den Vater verbunden „εἴπας πάτερ“7. Andere Übersetzer fühlen sich jedoch dem MT mehr verbunden und übersetzen an dieser Stelle „Mein Vater!“ bzw. „י בֵ֔ אָ”, in jedem Fall verwendet Isaak den Imperativ, fordert seinen Vater also auf zu sprechen. Dieser antwortet mit der bereits bekannten Phrase aus Vers 1 „Hier bin ich“ bzw. „הֵּ֤ נ ה אמרֶּ יַוִֹּ֗” , dieser Phrase wird allerdings noch ein „mein Sohn“ („יָּ֑ נְב (”angehängt. Die LXX löst sich aus dem Kontext des 1. Verses, indem sie an dieser Stelle „τί ἐστιν τέκνον“ bzw. „Was ist, Kind?“ in den Text integriert. Diese Variante Abrahams auf Isaak zu antworten wirkt passender als das „Hier bin ich“, da es sich direkt auf Isaak bezieht.

Der 8. Vers bildet den Höhepunkt des Dialogs. In der Antwort auf Isaaks Frage entzieht sich Abraham praktisch der Schuld, indem er das Opfer als von Gott ausgewählt erklärt. Damit wird Isaak weiterhin im Unklaren über sein weiteres Schicksal gelassen. Dabei sind die verschiedenden Versionen aus dem MT und der LXX weitestgehend identisch. Dies verhält sich ebenfalls mit den anderen Übersetzungen gleich. Auch hier finden wir den Zusatz „mein Sohn“ bzw. „τέκνον“, welcher einen Rückbezug zum vorhergehenden Vers schließt. Ein Verbund mit den vorhergehenden Versen könnte daraus gefolgert werden. Der verwendete Sprachfluss ist präzise formuliert, Einschübe sind fast (bis auf „mein Sohn“) nicht vorzufinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Imaginativer Teil mit szenischer Einteilung: Dieser Teil unterteilt die biblische Erzählung in acht Einzelszenen und analysiert die handelnden Personen sowie die dramatische Entwicklung der Opferung.

2.0 Historisch-kritische Methode: Hier erfolgt die wissenschaftliche Untersuchung der Textbasis unter Einbeziehung von Textkritik, Literarkritik, Quellenscheidung, Redaktionskritik sowie Form- und Gattungsgeschichte.

3.0 Auslegung: Das Kapitel bietet eine hermeneutische Reflexion über das Schweigen der Charaktere in der Erzählung und setzt dies in Beziehung zum Vertrauen Abrahams auf Gott.

Schlüsselwörter

Aqeda, Exegese, Genesis 22, Abraham, Isaak, Opferung, Historisch-kritische Methode, Quellenscheidung, Jahwist, Elohist, Textkritik, Redaktionskritik, Opfer, Gottesfurcht, Morija.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Analyse der Erzählung von der Opferung Isaaks (Aqeda) in Genesis 22, 1-19.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die narrativen Strukturen, die historische Einordnung der Erzählung und die theologische Bedeutung der Prüfung Abrahams.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den biblischen Text durch methodisch fundierte Exegese zu erschließen und die redaktionelle Zusammensetzung des Textes zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt die historisch-kritische Methode, inklusive Text-, Literatur- und Redaktionskritik sowie die Analyse der Gattungsgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine szenische imaginative Aufarbeitung der Erzählung und eine tiefgehende historisch-kritische Analyse der einzelnen Verse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Aqeda, Exegese, Quellenscheidung (J/E) und Gottesfurcht charakterisiert.

Welche Bedeutung kommt dem "Schweigen" in der Auslegung zu?

Der Autor interpretiert das Schweigen zwischen Vater und Sohn als Ausdruck einer tiefen psychologischen Belastung und als ein beinahe symptomatisches Merkmal biblischer Texte.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Engels in der Erzählung?

Der Engel wird als ein Eingriff gewertet, der den Spannungsbogen auflöst, wobei der Autor besonders den Wechsel zwischen direktem Gotteswort und Engelrede kritisch untersucht.

Was ist das Ergebnis der Quellenscheidung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es sich um einen elohistischen Basistext handelt, der durch jahwistische Überarbeitungen und spätere Zusätze ergänzt wurde.

Welche Funktion hat die "Anlage 1" im Dokument?

Anlage 1 zeigt eine visuelle Darstellung der Aqeda aus der Synagoge von Beth Alpha, die als Indiz für die ikonographische Rezeption des Textes dient.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Aqeda - Exegese des Alten Testaments
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,3
Autor
Julian Kraul (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
23
Katalognummer
V267123
ISBN (eBook)
9783656579076
ISBN (Buch)
9783656579045
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese Gen 22 1-19 Abraham Morija
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Kraul (Autor:in), 2013, Die Aqeda - Exegese des Alten Testaments, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267123
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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