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„Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“

Reine Unterhaltung oder gezielte Propaganda?

Título: „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“

Trabajo Escrito , 2012 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Dennis Flügge (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Der Rundfunk in der Gegenwart: Ein für den Bürger treuer Begleiter durch den Alltag. Sowohl in der Freizeit, als auch in den vielen Büros und Kfz-Werkstätten Deutschlands stellt das Radio heute ein omnipräsentes Unterhaltungsmedium dar. Vor allem am Arbeitsplatz erzeugen die Klänge aus dem Radio eine gewisse Ablenkung zum harten Arbeitsalltag. Lässt diese Erkenntnis nun auf eine gezielte Propaganda-Maßnahme der Bundesregierung schließen, bei der die Bevölkerung mithilfe der Medien in allen Belangen positiv gestimmt werden soll? Sicherlich nicht. Es handelt sich gegenwärtig wohl eher um schlichte Unterhaltung durch die Rundfunkanstalten, welche stets um hohe Zuhörerzahlen bemüht sind um ihre finanziellen Einnahmen zu sichern.

In der Vergangenheit lässt sich eine ähnliche Problematik bezüglich des Rundfunks feststellen. „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“ stellt hierbei ein interessantes Beispiel für eine im Nationalsozialismus (NS) ausgestrahlte Radiosendung dar. Genau über jene Rundfunksendung handelt demnach diese Arbeit.

Wie eingangs verdeutlicht, beinhaltet die Thematik rund um das „Wunschkonzert“ noch heute eine gewisse Aktualität. So gilt das „Wunschkonzert“ heute immer noch als ein Vorläufer moderner Unterhaltungssendungen und genießt bei vielen Zeitgenossen stets ein hohes Ansehen. [...] Neben der Aktualität dieser Sendung ist auch deren innovatives Auftreten in der Vergangenheit bemerkenswert. „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“ galt als ein neues Programmformat Ende der 1930er Jahre in Deutschland. [...]

Die Problematik bei dieser Sendung ist jedoch, dass man sie nicht eindeutig einer Propagandamaßnahme der nationalsozialistischen Politik zuordnen oder sie als eine einfache Unterhaltungssendung einstufen kann. [...] Wo sind demnach propagandistische Inhalte in dieser Sendung? Und inwiefern werden diese durch das Radio verbreitet? [...] Handelt es sich bei der Rundfunksendung „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“ um eine harmlose „reine“ Unterhaltungssendung oder werden durch diese Sendung gezielt Propagandainhalte verbreitet um die Bevölkerung zu manipulieren? [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“ –Eine Radiosendung im NS-Rundfunk

2.1 Zum Begriff „Propaganda“ im Nationalsozialismus

2.2 Zum Rundfunk im Nationalsozialismus

2.3 Das „Wunschkonzert“ als Unterhaltungssendung oder Propagandainstrument

3. Schluss/Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rundfunksendung „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“ im Nationalsozialismus und geht der zentralen Frage nach, ob es sich dabei um eine harmlose Unterhaltungssendung oder um ein gezieltes Instrument der NS-Propaganda zur Manipulation der Bevölkerung handelte.

  • Analyse des Begriffs „Propaganda“ im Kontext des Nationalsozialismus.
  • Untersuchung der Rolle und Entwicklung des Rundfunks als Propagandainstrument.
  • Erforschung der Struktur, Entstehung und Inhalte des „Wunschkonzerts“.
  • Untersuchung der emotionalen Wirkung und Inszenierung der Sendung auf die Zuhörer.
  • Bewertung der fiskalischen und propagandistischen Ziele der Rundfunkpolitik des NS-Regimes.

Auszug aus dem Buch

2.3 Das „Wunschkonzert“ als Unterhaltungssendung oder Propagandainstrument

Zu einer „Institution eigener Art“ wurden Wunschsendungen wie das „Wunschkonzert für die Wehrmacht“ im „Dritten Reich“. Entstanden war das innovative Format es aus dem „Wunschkonzert für das Winterhilfswerk“. Dabei spielte die „Weinende Geige“ von Barnabas von Géczy eine entscheidende Rolle: Jenes Musikstück wurde sich nämlich von einem Rundfunkhörer 1935 während einer unterhaltenden Sendung gewünscht. Der Wunsch war jedoch versehen mit einer Spende über 20 Mark für das Winterhilfswerk. Heinz Goedecke, zu der Zeit Ansager des Deutschlandsender und später Verantwortlicher für das „Wunschkonzert für die Wehrmacht“, griff diesen Wunsch improvisierend auf und ließ gleich vermelden, dass weitere Musikwünsche erwartet würden. Es entstand das „Wunschkonzert für das Winterhilfswerk“.

Wunschkonzerte, in denen Hörer Musikwünsche äußern konnten, waren jedoch keine Neuheit. Innovativ an den genannten Wunschkonzerten waren die mit Spenden versehenen Musikwünsche. Jene Spenden kamen zunächst dem Winterhilfswerk zu Gute. Das „Winterhilfswerk des deutschen Volkes“ (WHW) war eine 1933 im Auftrag Hitlers geschaffene soziale Organisation mit ca. 6 Millionen Mitgliedern, die sich um Bedürftige kümmerte. Dem „Wunschkonzert“ wurde somit eine soziale Komponente hinzugefügt und fand daher großen Anklang bei der Bevölkerung. Darüber hinaus sollte auch der politisch propagandistische Effekt für das NS-Regime durch die soziale Komponente nicht außer Acht gelassen werden. Vor allem Goebbels erkannte dies und zählte fortan als großer Unterstützer des Wunschkonzertes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung des Radios ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem propagandistischen oder unterhaltenden Charakter des „Wunschkonzerts für die Wehrmacht“.

2. „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“ –Eine Radiosendung im NS-Rundfunk: Dieses Kapitel analysiert die Grundlagen der NS-Propaganda, die Rolle des Radios im Nationalsozialismus und die spezifische Ausgestaltung des „Wunschkonzerts“ als populäres Format.

2.1 Zum Begriff „Propaganda“ im Nationalsozialismus: Hier wird Propaganda als gezieltes Mittel der Meinungsmanipulation definiert und Hitlers Auffassung von emotionaler Massenbeeinflussung dargelegt.

2.2 Zum Rundfunk im Nationalsozialismus: Das Kapitel beschreibt die Umgestaltung des Rundfunks zum wichtigen Propagandainstrument durch die Nationalsozialisten, inklusive personeller und struktureller Änderungen.

2.3 Das „Wunschkonzert“ als Unterhaltungssendung oder Propagandainstrument: Dieser Abschnitt untersucht die Entstehung und Struktur des Wunschkonzerts und zeigt dessen Funktion als Propagandainstrument unter dem Deckmantel der Unterhaltung auf.

3. Schluss/Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das „Wunschkonzert“ bewusst propagandistische Inhalte verbreitete und eine der propagandistisch wertvollsten Sendungen des NS-Regimes darstellte.

Schlüsselwörter

Wunschkonzert für die Wehrmacht, Nationalsozialismus, NS-Propaganda, Rundfunk, Joseph Goebbels, Volksgemeinschaft, Unterhaltung, Massenbeeinflussung, Volksempfänger, Winterhilfswerk, Krieg, Ideologie, Musik, Sendestruktur, Heimat und Front.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Radiosendung „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“ während des Nationalsozialismus als Unterhaltungsmedium fungierte oder gezielt zur Verbreitung von NS-Propaganda genutzt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Definition von Propaganda im NS-Staat, die Instrumentalisierung des Rundfunks, die Programmgestaltung unter Goebbels sowie die emotionale Inszenierung der „Volksgemeinschaft“ durch Musikwünsche und Grüße.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Doppelnatur der Sendung – einerseits als unterhaltendes Format für die Bevölkerung, andererseits als propagandistisches Werkzeug zur Sicherung der Zustimmung zum Regime und zum Krieg – kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche, der Auswertung zeitgenössischer Dokumente und der Analyse von Strukturmerkmalen sowie Hörbeispielen der Sendung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition von Propaganda, die allgemeine Rundfunkpolitik im Nationalsozialismus sowie eine detaillierte Fallanalyse der Sendung „Wunschkonzert“ bezüglich Aufbau, Zensur und Wirkung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören NS-Propaganda, Wunschkonzert, Rundfunk, Volksgemeinschaft, Propaganda, Unterhaltung und die Verbindung zwischen Heimat und Front.

Wie wichtig war das „Wunschkonzert“ für das NS-Regime?

Die Sendung galt laut den Forschungsergebnissen der Arbeit als eine der propagandistisch wertvollsten Unternehmungen des „Dritten Reichs“, da sie die Ideologie der „Volksgemeinschaft“ besonders effektiv und emotional transportierte.

Welche Rolle spielte Joseph Goebbels bei der Gestaltung der Sendung?

Goebbels erkannte früh die Wirkkraft des Rundfunks und unterstützte das „Wunschkonzert“ aktiv, da es durch die Mischung aus Unterhaltung und politischer Inszenierung ideal geeignet war, das Volk positiv zu stimmen und an das Regime zu binden.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
„Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“
Subtítulo
Reine Unterhaltung oder gezielte Propaganda?
Universidad
University of Göttingen
Curso
Proseminar Frühe Neuzeit: Propaganda im Nationalsozialismus
Calificación
1,3
Autor
Dennis Flügge (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
20
No. de catálogo
V267239
ISBN (Ebook)
9783656573180
Idioma
Alemán
Etiqueta
NS Rundfunk Wunschkonzert NS Propaganda Nationalsozialismus Wunschkonzert für die Wehrmacht Goedecke Krug Goebbels
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dennis Flügge (Autor), 2012, „Das Wunschkonzert für die Wehrmacht“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267239
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