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Von der Inkompetenz der Kompetenzorientierung

Título: Von der Inkompetenz der Kompetenzorientierung

Ensayo , 2013 , 6 Páginas , Calificación: Pass

Autor:in: MA Educational Sciences und MA Educational Sciences Stephan Marti (Autor)

Pedagogía - General
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Drei zentrale Fragen müssen beachtet werden, wenn man sich dem heutigen Paradigmenwechsel hin zur Kompetenzorientierung annähern will. Einerseits braucht es den Blick zurück und die Frage nach der Kritik an den Lehrplänen. Andererseits ist zu fragen, wieso man heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, auf ‘Bildungsstandards’ als Leitinstanz für die Kompetenzvermittlung in Schulen setzt. Schlussendlich ist ferner die Frage relevant, wie die Lehrpläne mit den Bildungsstandards und Curricula zusammenhängen. Diesen drei Fragen rund um die Kompetenzorientierung möchte ich mich im Hintergrundbericht Mai 2013 widmen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Wie lassen sich Lehrpläne kritisieren?

2. Wieso kommt man heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, auf ‘Bildungsstandards’ als Leitinstanz für die Kompetenzvermittlung in Schulen?

3. Wie hängen Lehrpläne mit den Bildungsstandards und den Curricula zusammen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Paradigmenwechsel im Bildungswesen von der traditionellen Lehrplanorientierung hin zur aktuellen Kompetenz- und Outputorientierung. Ziel ist es, die systemischen Hintergründe, die Kritik an den verschiedenen Steuerungsinstrumenten sowie deren wechselseitige Abhängigkeiten zu beleuchten.

  • Kritische Analyse von Lehrplänen und deren politischem Kontext
  • Der Paradigmenwechsel von der Input- zur Outputorientierung
  • Die Rolle von Bildungsstandards als Messinstrumente
  • Die historische Transformation von Lehrplänen über Curricula zu Standards
  • Systemische Problematiken der Kompetenzorientierung und Kontrollillusion

Auszug aus dem Buch

Wie lassen sich Lehrpläne kritisieren?

Lehrpläne müssen sich von ihrem Auftritt bis zu ihrem Abgang von der Schulsyste-mbühne der Kritik stellen. Bei der Einführung mangelt es zumeist nicht an Einwänden: zu veraltet, zu modern, kaum gendertauglich, zu einengend, kaum visionär, zu überladen oder zu reformfreudig. Wie auch immer die Kritik bei der Einführung ausfällt, so schnell verklingt diese durch den mangelnden Wirkungsgrad und Wirkungskreis der Textgattung Lehrplan im Schulalltag.

Verfasst werden Lehrpläne als politische Texte an ausführende Akteure des Staates; also an die Adresse von Lehrpersonen und Schulleitungen. In diesem Sinne müssten Lehrpläne mehr bewirken, als sie es in Realität tun. Dieser Mangel an Beachtung darf nicht erstaunen, wenn man bedenkt, wie gering der Einbezug der eigentlichen Akteure bei der Genese dieses Lehrplanes ausfällt. Ebenfalls versuchen die unterschiedlichen Bildungsmächte (vgl. E. Weniger) ihre je divergierenden Anliegen und Bildungsgüter in den Lehrplänen zu verorten, was zu einer Überladung ebensolcher führt. Kunert forderte in diesem Kontext unlängst eine Kürzung der Lehrpläne um 30-40 %. Zudem plädiert er dafür, dass nur 50 % der Inhalte verpflichtend ausgelegt sein sollen; der Rest wäre Wahlpflicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wie lassen sich Lehrpläne kritisieren?: Dieses Kapitel beleuchtet die strukturelle Kritik an Lehrplänen, insbesondere ihre Überladung und den mangelnden Einbezug der praktischen Akteure bei deren Erstellung.

2. Wieso kommt man heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, auf ‘Bildungsstandards’ als Leitinstanz für die Kompetenzvermittlung in Schulen?: Der Abschnitt analysiert den Paradigmenwechsel hin zur Outputorientierung und diskutiert die kritische Problematik der Messbarkeit von Bildung sowie die damit verbundene Kontrollillusion.

3. Wie hängen Lehrpläne mit den Bildungsstandards und den Curricula zusammen?: Hier wird die historische Transformation vom Lehrplan als „Lehrgefüge“ über die zielorientierten Curricula der 1970er Jahre bis hin zum modernen Kompetenzsystem aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Lehrpläne, Kompetenzorientierung, Bildungsstandards, Outputorientierung, Curricula, Bildungsgüter, Leistungsmessung, Kontrollillusion, Didaktik, Bildungsreform, Inputorientierung, Systemsteuerung, Pädagogik, Lehrgefüge, Qualifikationserwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und systemischen Entwicklung schulischer Steuerungsinstrumente, ausgehend von der Kritik an klassischen Lehrplänen bis hin zur modernen Kompetenzorientierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der Wandel von der Input- zur Outputorientierung, die Rolle von Bildungsstandards, die historische Entwicklung der Curricula sowie die Kritik an der Messbarkeit von Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Paradigmenwechsel im Bildungssystem zu erklären und kritisch zu hinterfragen, wie sich die Steuerung über Standards auf die Institution Schule und die Lehrpraxis auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Publikation nutzt eine theoretische Aufarbeitung bildungswissenschaftlicher Diskurse und zieht dabei klassische Positionen der Didaktik und Curriculumforschung heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Legitimitätsprobleme von Lehrplänen, das Konzept der Bildungsstandards sowie der Wandel in der pädagogischen Zielformulierung analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kompetenzorientierung, Lehrplankritik, Bildungsstandards, Kontrollillusion und der Prozess der Outputorientierung.

Warum wird im Text von einer „Kontrollillusion“ gesprochen?

Der Autor argumentiert, dass die Quantifizierung von Bildung und die Fixierung auf messbare Kompetenzen die Komplexität und Nicht-Steuerbarkeit von Bildungsprozessen ignoriert.

Inwieweit spielt der historische Kontext eine Rolle?

Der Autor zeigt auf, dass sich das Verständnis von „Weltwissen“ in Lehrplänen über verschiedene gesellschaftliche Epochen hinweg stetig gewandelt hat.

Welche Rolle spielt die OECD in diesem Zusammenhang?

Die OECD wird als Akteur angeführt, der durch internationale Vergleichsstudien und die Koordination von Standards massgeblich zur Etablierung der Outputorientierung beigetragen hat.

Was ist das Fazit zur Zukunft der Lehrpläne?

Der Autor deutet an, dass die Transformation vom Lehrplan zu den Standards nicht abgeschlossen ist und die zukünftige Entwicklung offen bleibt.

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Detalles

Título
Von der Inkompetenz der Kompetenzorientierung
Universidad
University of Basel
Calificación
Pass
Autor
MA Educational Sciences und MA Educational Sciences Stephan Marti (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
6
No. de catálogo
V267304
ISBN (Ebook)
9783656572688
ISBN (Libro)
9783656572671
Idioma
Alemán
Etiqueta
inkompetenz kompetenzorientierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
MA Educational Sciences und MA Educational Sciences Stephan Marti (Autor), 2013, Von der Inkompetenz der Kompetenzorientierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267304
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