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Besseres Rating durch aktive bilanzpolitische Maßnahmen

Title: Besseres Rating durch aktive bilanzpolitische Maßnahmen

Term Paper , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Doreen Becker (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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In den Medien kann man sehr intensiv verfolgen, welch gravierende Auswirkungen die Ratingeinstufung für Staaten haben kann. So musste unter anderem Griechenland immer wieder erfahren, wie negativ sich die Herabstufung ihres Ratings auf die Kapitalbeschaffung und die Kapitalkosten auswirkt. Auch für ein Unternehmen ist die Beurteilung durch ein Rating äußerst bedeutsam. Während bei Staaten die Verschlechterung des Ratings als systemrelevant für die Volkswirtschaft eingestuft wird und deshalb mit der Bereitschaft zur Hilfe von starken Partnern (Europäische Währungsunion und IWF) gerechnet werden kann, ist ein Unternehmen in der Krise vollständig auf sich allein gestellt. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, sich mit den Konsequenzen der jeweiligen Ratingeinstufung und mit den Möglichkeiten zur Verbesserung eines Ratings auseinander zu setzen. Dabei geht es nicht nur um die frühzeitige Erkennung einer bevorstehenden Insolvenz sondern viel mehr auch um die Ausnutzung der Möglichkeiten zur Unternehmensentwicklung bei einem guten Rating.
Welche bilanzpolitischen Möglichkeiten ein Unternehmen hat, um sein Rating zu verbessern, soll in dieser Arbeit genauer untersucht werden. Es werden dafür Maßnahmen für eine aktive Bilanzgestaltung im Rahmen der gesetzlich zulässigen Möglichkeiten aufgezeigt und ihre Auswirkungen auf das Rating genauer betrachtet. Daraus werden Handlungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen abgeleitet, um ihr Rating zu verbessern und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Als erstes werden grundsätzliche Kriterien angesprochen, die bei der Bonitätsbeurteilung eines Unternehmens eine Rolle spielen, um im Anschluss auf ausgewählte Bilanzkennzahlen näher einzugehen. Ein Überblick über verschiedene bilanzpolitischer Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf das Rating runden die Arbeit ab.
Da Deutschland sehr stark durch mittelständische Unternehmen geprägt ist, wird sich die Arbeit auf diesen Unternehmenskreis konzentrieren. Bilanz-politische Maßnahmen der Konzernrechnungslegung werden nicht behandelt. Für den Mittelstand wird die Bilanzierung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungs-gesetz (BilMoG) im Vordergrund stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Ziele der Arbeit und Vorgehensweise

2. Begriffsbestimmungen

3. Grundsätzliche Überlegungen zum Ratingverfahren

3.1. Qualitative und Quantitative Aspekte beim Ratingverfahren

3.2. Ausgewählte Kennzahlen zur Kreditwürdigkeitsprüfung

4. Aktive Bilanzpolitische Maßnahmen

4.1. Optimierung Fremdfinanzierung durch Forderungsverkauf

4.2. Liquiditätsverbesserung durch Leasing

4.3. Verbesserung der Kapitalstruktur

4.4 Pensionsrückstellungen

4.5. Optimierung und Bewertung Vorratsbestand

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, aktive bilanzpolitische Gestaltungsmaßnahmen für mittelständische Unternehmen aufzuzeigen, um deren Bonität zu verbessern und die Kapitalbeschaffung zu optimieren. Dabei wird analysiert, wie Unternehmen innerhalb des gesetzlichen Rahmens, insbesondere unter Berücksichtigung des BilMoG, ihr Rating positiv beeinflussen können.

  • Grundlagen des Ratingverfahrens und relevante Bilanzkennzahlen
  • Einfluss bilanzpolitischer Maßnahmen auf die Eigenkapitalbasis
  • Optimierung der Fremdfinanzierung durch Factoring und Asset-Backed-Securities
  • Strategien zur Liquiditätsverbesserung und Kapitalstrukturoptimierung
  • Bewertung von Vorratsvermögen und Pensionsrückstellungen als Gestaltungsinstrumente

Auszug aus dem Buch

4.1. Optimierung der Fremdfinanzierung durch Factoring und Asset-Backed-Securities (ABS)

Auch wenn die klassische Bankfinanzierung weiterhin einen großen Stellenwert bei der Mittelbeschaffung für Unternehmen einnimmt, haben andere Finanzierungsformen in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Das ist gut so, denn zum einen löst sich das Unternehmen von einer einseitigen Abhängigkeit durch nur einen Fremdkapitalgeber, zum anderen können sich andere Finanzierungsinstrumente positiv auf Bilanzkennzahlen und damit auf das Rating auswirken.

Beim Factoring werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LuL) des Unternehmens an einen Factor verkauft. Dies führt auf der Aktivseite der Bilanz zu einer sofortigen Reduzierung des Forderungsbestandes und führt dem Unternehmen Liquidität zu. Werden die liquiden Mittel zur Rückzahlung von Verbindlichkeiten verwendet, verkürzt sich zum einen die Bilanzsumme und steigert damit die Eigenkapitalquote, zum anderen können Lieferantenrechnungen unter Ausnutzung von Skonto beglichen werden. Wenn das Unternehmen das Factoring nutzt, um die Debitorenbuchhaltung, das Mahnwesen und die Risikoübernahme auf den Factor zu übertragen (echtes Factoring), profitiert es zusätzlich neben den bilanziellen Effekten von einer Reduzierung des Ausfallrisikos, einem verbesserten Forderungsmanagement und der Nutzung des Branchen-Knowhows des Factors. Diese positiven Effekte sind neben den kurzfristigen Auswirkungen auf die Bilanzkennzahlen nicht zu unterschätzen, da sie sich durch positive Einschätzungen bei den qualitativen Ratingkriterien zusätzlich auswirken können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Relevanz des Ratings für Unternehmen und führt in die Problematik sowie die Zielsetzung der Untersuchung unter Berücksichtigung des deutschen Mittelstands ein.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Bilanzpolitik und Bilanzanalyse und erläutert deren Bedeutung im Kontext der Unternehmensfinanzierung und Ratingermittlung.

3. Grundsätzliche Überlegungen zum Ratingverfahren: Es werden die verschiedenen Faktoren, insbesondere quantitative Bilanzkennzahlen und qualitative Aspekte, sowie deren Einfluss auf die interne Bonitätsprüfung durch Banken dargelegt.

4. Aktive Bilanzpolitische Maßnahmen: Dieser Abschnitt bildet den Kern der Arbeit und untersucht konkrete Instrumente wie Factoring, Leasing, Kapitalstrukturmaßnahmen, Pensionsrückstellungen und Vorratsoptimierung zur Ratingverbesserung.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das letzte Kapitel resümiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer langfristig ausgelegten, stetigen Bilanzpolitik sowie das Zusammenspiel von quantitativen und qualitativen Bewertungskriterien.

Schlüsselwörter

Rating, Bilanzpolitik, Bilanzanalyse, Mittelstand, Eigenkapitalquote, Liquidität, Factoring, Asset-Backed-Securities, Leasing, BilMoG, Bonität, Kapitalstruktur, Mezzanine-Kapital, Pensionsrückstellungen, Vorratsbestand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie mittelständische Unternehmen durch gezielte bilanzpolitische Maßnahmen ihre Bilanzgestaltung beeinflussen können, um ein besseres Rating bei Kreditinstituten zu erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Methoden der Bonitätsprüfung, der Einsatz von Bilanzkennzahlen sowie spezifische Gestaltungsmöglichkeiten wie Factoring, Leasing und Maßnahmen zur Kapitalstrukturverbesserung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, mittelständischen Unternehmen Wege aufzuzeigen, wie sie ihre finanzielle Darstellung im Rahmen gesetzlicher Möglichkeiten optimieren können, um die Wettbewerbsfähigkeit und Kreditwürdigkeit zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung von Fachliteratur sowie betriebswirtschaftlichen Kennzahlensystemen, um die Auswirkungen bilanzpolitischer Maßnahmen auf die Ratingnote darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Ratingverfahren und eine detaillierte Analyse verschiedener Bilanzierungsinstrumente, von der Fremdfinanzierungsoptimierung bis hin zur Bewertung von Rückstellungen und Vorräten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Rating, Bilanzpolitik, Eigenkapitalquote, Bonität und Mittelstand charakterisiert.

Welche Rolle spielt das BilMoG bei den hier beschriebenen Maßnahmen?

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) bildet den rechtlichen Rahmen, innerhalb dessen die dargestellten bilanzpolitischen Maßnahmen für deutsche Unternehmen umsetzbar sind.

Inwiefern beeinflusst Leasing das Rating eines Unternehmens?

Leasing kann die Liquidität verbessern, allerdings weisen die Autoren darauf hin, dass die Bilanzanalyse bei einigen Banken die geleasten Wirtschaftsgüter wieder der Bilanz zuschreibt, was den positiven Effekt für das Rating relativieren kann.

Warum ist die Bilanzstetigkeit für das Rating von Bedeutung?

Die Arbeit unterstreicht, dass eine konsequente Bilanzstetigkeit dem Bilanzbetrachter zeigt, dass eine Strategie nachhaltig verfolgt wird, was das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens stärkt.

Welche Bedeutung haben qualitative Faktoren für das Gesamtrating?

Neben den rein quantitativen Kennzahlen haben qualitative Faktoren wie die Qualität des Managements, die Marktposition und das Controlling einen erheblichen Einfluss auf das Ratingergebnis.

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Details

Title
Besseres Rating durch aktive bilanzpolitische Maßnahmen
College
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
1,7
Author
Doreen Becker (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V267380
ISBN (eBook)
9783656584292
ISBN (Book)
9783656581222
Language
German
Tags
Bilanzpolitik Bilanzanalyse Rating Ratingverfahren Bilanzmanagement Bilanzoptimierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doreen Becker (Author), 2011, Besseres Rating durch aktive bilanzpolitische Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267380
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