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Geschlechterkonstruktionen in Leni Riefenstahls Spielfilmwerk

DAS BLAUE LICHT und TIEFLAND

Titre: Geschlechterkonstruktionen in Leni Riefenstahls Spielfilmwerk

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 24 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Michael Rößlein (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit sollen die Geschlechterkonstruktionen im Spielfilmwerk Riefenstahls, also in den Filmen DAS BLAUE LICHT und TIEFLAND im Vordergrund stehen. Es wird hierbei eine breit gefächerte Analyse angestrebt, um die beiden Werke möglichst aussagekräftig analysieren zu können. Es sollte natürlich klar sein, dass eine Analyse ohne ein paar protofaschistische Elemente anzusprechen im Grunde nur fehlschlagen kann, da es an manchen Stellen der Filme nun mehr als deutlich zum Vorschein kommt. Doch das Hauptaugenmerk soll hierauf nicht gelegt werden, sondern auf die Figuren, die in den Filmen vorkommen. Denn es zeigt sich, soviel sei im Voraus bemerkt, dass Riefenstahl zwar bei Fanck gelernt hat und ihm stets aufmerksam über die Schultern blickte, was das regietechnische angeht, doch kopiert hat sie seinen Stil nicht, denn sie hatte eigene, genaue Vorstellungen, wie ihr Bergfilm gestaltet sein muss, nämlich um einiges frauenfreundlicher, als sie es bei Fanck kennenlernte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlechterkonstruktionen in Riefenstahls Spielfilmwerk DAS BLAUE LICHT und TIEFLAND

2.1. Charakterisierungen

2.1.1. Die Figur der Junta – Der Versuch einer Charakterisierung unter Einbeziehung der Dorfbewohner und Vigo

2.1.2. Die Figur der Martha – Ein Versuch der Charakterisierung

2.1.3. Die Figur des Pedro – Ein Versuch der Charakterisierung

2.2. Geschlechterkonstruktionen

2.2.1. Vergleich Junta und Martha – Veränderungen bzw. Weiterentwicklungen der weiblichen Hauptfiguren

2.2.2. Männliche Charaktere – Pedro, Don Sebastian, Dorfbewohner

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Konstruktion von Geschlechterrollen in den Filmen "Das blaue Licht" und "Tiefland" von Leni Riefenstahl, wobei der Fokus auf einer figurenzentrierten Analyse liegt, die sich bewusst von einer rein biografisch oder politisch geprägten Betrachtungsweise abhebt.

  • Charakterisierung zentraler weiblicher und männlicher Figuren
  • Vergleich der Geschlechterrollen in "Das blaue Licht" und "Tiefland"
  • Analyse der Dynamik zwischen individuellen Protagonisten und dem sozialen Kollektiv
  • Untersuchung von Machtstrukturen, Abhängigkeiten und Selbstbestimmung
  • Einfluss der filmischen Inszenierung auf die Wahrnehmung der Charaktere

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Die Figur der Junta – Der Versuch einer Charakterisierung unter Einbeziehung der Dorfbewohner und Vigo

Die von Leni Riefenstahl gespielte Figur der Junta wäre, stark vereinfacht gesehen, mit zwei Worten zu charakterisieren: unabhängig und selbständig. Doch natürlich würde das zu kurz greifen, weil die Facetten, die sich in der Figur finden vielschichtiger sind, als dass man es mit zwei Adjektiven umschreiben könnte. Die Rahmenhandlung des Films DAS BLAUE LICHT, in der das Ehepaar in das Dorf kommt und die Kinder dem Mann ein Bild von Junta anbieten, das ist einen Rahmen gefasst und mit Kristallen verziert ist, macht nicht nur den Mann, sondern auch den Zuschauer neugierig, was es mit dieser Frau auf sich hat, deren Namen man zu diesen Zeitpunkt noch nicht erfahren hat. Erst als der kleine Ernst das Buch mit dem Titel Historia della Junta hereinbringen muss, um es den Eheleuten zu zeigen, erfährt man ihn.

Als das Bild Juntas auf dem Buch in einer Nahaufnahme zu sehen ist, wird von diesem Bild auf einen Kristall überblendet, der von einer Frauenhand aufgehoben wird. Bereits in diesem ersten kurzen Segment wird eine Art Verbindung zwischen Junta und den Kristallen gezeigt, die man erst später aufzudecken vermag, doch dazu später mehr. Eingeführt wird die Figur der Junta in der Szene, in der sie den Kristall aufhebt, während die neben dem Wasserfall kniet. Diese erste Szene, in der sie nicht als Bild, sondern als Figur an sich zu sehen ist, wirkt gleichsam unwirklich, da ein feiner Glitzerschleier das Bild überdeckt. Es glitzert und funkelt, was den Kristall noch viel wertvoller erscheinen lässt. Auch Junta, die man wenig später erst in einer Nahaufnahme sieht, wie sie total verzaubert den Kristall betrachtet, ist leicht unscharf gefilmt worden, was die Szene märchenhaft und unwirklich erscheinen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Fokus der Arbeit auf die figurenzentrierte Analyse in Riefenstahls Filmen und grenzt sich von der rein protofaschistischen Interpretation ab.

2. Geschlechterkonstruktionen in Riefenstahls Spielfilmwerk DAS BLAUE LICHT und TIEFLAND: In diesem Kapitel werden die zentralen Charaktere charakterisiert und ihre geschlechtsspezifischen Rollen sowie ihre Interaktionen innerhalb der filmischen sozialen Strukturen analysiert.

2.1. Charakterisierungen: Hier erfolgt eine detaillierte psychologische und soziologische Beschreibung der Hauptfiguren Junta, Martha und Pedro unter Berücksichtigung ihres sozialen Umfelds.

2.1.1. Die Figur der Junta – Der Versuch einer Charakterisierung unter Einbeziehung der Dorfbewohner und Vigo: Analyse der Unabhängigkeit Juntas und ihrer mystischen Verbindung zum Berg sowie ihrer Rolle als Außenseiterin im Konflikt mit dem Dorf.

2.1.2. Die Figur der Martha – Ein Versuch der Charakterisierung: Untersuchung der Abhängigkeit Marthas von männlichen Bezugspersonen und ihrer Rolle als Tänzerin, die zwischen Unterdrückung und Selbstbehauptung schwankt.

2.1.3. Die Figur des Pedro – Ein Versuch der Charakterisierung: Darstellung von Pedro als reinem Naturburschen, dessen Wandlung vom asexuellen Schafhirten zum Liebenden durch die Begegnung mit Martha eingeleitet wird.

2.2. Geschlechterkonstruktionen: Dieses Kapitel synthetisiert die vorangegangenen Charakteranalysen, um die spezifischen Geschlechterbilder und deren Konstruktion durch Riefenstahl zu vergleichen.

2.2.1. Vergleich Junta und Martha – Veränderungen bzw. Weiterentwicklungen der weiblichen Hauptfiguren: Gegenüberstellung der weiblichen Protagonistinnen hinsichtlich ihrer Autonomie, ihrer sozialen Stellung und der ihnen zugeschriebenen Rollenbilder.

2.2.2. Männliche Charaktere – Pedro, Don Sebastian, Dorfbewohner: Analyse der männlichen Rollenbilder, vom tyrannischen Gutsherrn über den erlösenden Naturburschen bis hin zum unterwürfigen kollektiven Bauernstand.

3. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur figurenzentrierten Inszenierung in Riefenstahls Werk und der Bedeutung der filmischen Autonomie gegenüber biografischen Deutungsversuchen.

Schlüsselwörter

Leni Riefenstahl, Das blaue Licht, Tiefland, Geschlechterkonstruktion, Junta, Martha, Pedro, Filmische Charakterisierung, Bergfilm, Femininität, Maskulinität, Machtstrukturen, Sozialer Außenseiter, Symbolik, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Spielfilme "Das blaue Licht" und "Tiefland" von Leni Riefenstahl mit einem Fokus auf die filmische Darstellung und Konstruktion von Geschlechterrollen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Charakterisierung der Protagonisten, das Spannungsfeld zwischen Individuum und Kollektiv, Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern sowie die Einbettung der Figuren in ihre jeweilige filmische Umgebung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, eine differenzierte figurenzentrierte Analyse zu leisten, um die filmische Gestaltung von Weiblichkeit und Männlichkeit in Riefenstahls Werken aufzuzeigen, ohne dabei primär auf die oft dominierende biografische oder politische Debatte zurückzugreifen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine filmwissenschaftliche Analyse der Charaktere, ihrer Interaktionen sowie der Inszenierung (z.B. Beleuchtung, Kamerawinkel) und zieht relevante Sekundärliteratur zur Interpretation heran.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Figuren Junta, Martha und Pedro detailliert charakterisiert, gefolgt von einem vergleichenden Abschnitt über die Geschlechterkonstruktionen, der auch die männlichen Gegenspieler und das soziale Kollektiv der Dorfbewohner einbezieht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Filmische Charakterisierung, Geschlechterkonstruktion, Machtstrukturen, Identität und die spezifische filmästhetische Auseinandersetzung mit Riefenstahls Regiewerk.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Junta zu der von Martha?

Junta wird als starke, weitgehend unabhängige Figur gezeichnet, die eine mystische Verbindung zum Berg pflegt, während Martha als eher unselbstständige Figur dargestellt wird, die sich in verschiedenen Abhängigkeitsverhältnissen zu Männern befindet.

Welche Funktion hat die Figur des Pedro im Kontext der NS-Ideologie-Diskussion?

Obwohl die Arbeit den Fokus nicht primär darauf legt, wird diskutiert, wie Pedro durch seine Darstellung als "arischer" Naturbursche und Erlöser-Figur in wissenschaftlichen Diskursen mit nationalsozialistischen Werten in Verbindung gebracht wird.

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Résumé des informations

Titre
Geschlechterkonstruktionen in Leni Riefenstahls Spielfilmwerk
Sous-titre
DAS BLAUE LICHT und TIEFLAND
Université
University of Bamberg  (Institut für Germanistik / Lehrstuhl Literatur und Medien)
Cours
Seminar Leni Riefenstahl
Note
3,0
Auteur
Michael Rößlein (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
24
N° de catalogue
V267405
ISBN (ebook)
9783656577812
ISBN (Livre)
9783656577782
Langue
allemand
mots-clé
Gender Das Blaue Licht Tiefland Spielfilm Junta Martha Pedro Don Sebastian Vigo Weimarer Republik Vorkriegszeit Leni Riefenstahl Nationalsozialismus NS-Zeit Kino Geschlechterrollen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Rößlein (Auteur), 2012, Geschlechterkonstruktionen in Leni Riefenstahls Spielfilmwerk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267405
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Extrait de  24  pages
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