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Migration und Klimawandel im Nahen Osten und Nordafrika

Wasserverknappung als sicherheitspolitische Herausforderung

Título: Migration und Klimawandel im Nahen Osten und Nordafrika

Trabajo de Seminario , 2013 , 30 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Lukas Habib (Autor)

Política - Política del medio ambiente y climática
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„Climate change presents a new and real threat of severe environmental, economic, political and security impacts in the Arab region“. Dieses Zitat von ELASHA, einer Mitarbeiterin des UNITED NATIONS DEVELOPMENT PROGRAMME geht bereits treffend auf gravierende Problematiken ein. Die Folgen des globalen Klimawandels sind allumfassend und wirken sich auf das gesamte globale Gefüge aus. Es kommt zu einem generellen Anstieg der Temperaturen auf der Erdoberfläche, was widerrum einige andere Effekte verstärkt. Die festen Eismassen der Erde, sei es an den beiden Polen oder in den verschiedenen Gebirgen gehen zurück und treiben dadurch eine Erhöhung des Meeresspiegels voran. Eine direkte Folge wäre eine Ausdehnung der Ozeane und Meere, das heißt eine Verkleinerung der verfügbaren Landmassen. Damit verknüpft wären enorme Migrationsbewegungen in Richtung der höher gelegenen Gebiete, jedoch bei gleichzeitig anwachsender Erdbevölkerung. Desweiteren kann davon ausgegangen werden, dass, bedingt durch die steigenden Temperaturen die Häufigkeit von extremen Wettererscheinungen zunehmen wird. „Climate theory and models predict that global warming will increase the frequency and/or intensity of some types of extreme events“. Starke Regenfälle, Gewitter oder länger anhaltende Trockenperioden häufen sich und können zu enormen ökonomischen, als auch ökologischen Schäden und Beeinträchtigungen der betroffenen Regionen führen. Dabei bleibt anzumerken, dass laut wissenschaftlicher Ansicht, in der Hauptsache die für ein gewisses Gebiet bereits typischen Wetterphänomene in ihrer Intensität ansteigen werden. Es kommen weder neue Wettererscheinungen hinzu, noch verbreiten sich diese gar global. Vielmehr werden bestehende Problematiken verstärkt und können dadurch zu ökonomischen, politischen und sicherheitspolitischen Spannungen und Gefährdungen führen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A Einführung in die Thematik

B Migration und Klimawandel im Nahen Osten und Nordafrika: Wasserverknappung als sicherheitspolitische Herausforderung

B I. Migration in der MENA-Region

B II. Klimabedingte Umweltveränderungen in der MENA-Region

B II.1. Auswirkungen in Nordafrika

B II.2. Auswirkungen im Mashrek

B III. Das Verständnis von Sicherheitspolitik

B IV. Die Folgen des Klimawandels für die Sicherheitspolitik der MENA-Region

B V. Die sicherheitspolitischen Herausforderungen der grenzübergreifenden Wasservorkommen

C Zusammenfassung und Fazit der Arbeit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der zunehmenden Wasserverknappung durch den Klimawandel und deren Potenzial, als sicherheitspolitische Herausforderung in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) zu fungieren. Ziel ist es, zu analysieren, ob der steigende Wassermangel das größte Konfliktpotenzial in dieser Region darstellt und die politische Stabilität langfristig gefährdet.

  • Analyse der Migrationsbewegungen in der MENA-Region unter ökologischen Vorzeichen
  • Untersuchung der regionalen Auswirkungen des Klimawandels in Nordafrika und dem Mashrek
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem erweiterten Verständnis von Sicherheitspolitik
  • Bewertung des Konfliktpotenzials grenzübergreifender Wasservorkommen (Nil, Euphrat-Tigris, Jordan)
  • Prognose zur sicherheitspolitischen Relevanz von Wasserressourcen

Auszug aus dem Buch

B II.1. Auswirkungen in Nordafrika

„[North Africa] is a region where the amount of water available per person is (...) less than 1000 cubic meters per year. Climate change is expected to make the region much hotter, suffering temperature increases higher than the expected average increases worldwide“. Klimatisch betrachtet lassen sich die Länder Nordafrikas in drei Kategorien einteilen, die trotz diffuserer Voraussetzungen ähnlichen Folgen der Umweltveränderungen ausgesetzt sind. Die südlichen Gebiete sind durch die Ausläufer der Sahara geprägt und demnach arid. Im Westen, vornehmlich in Marokko wird das Wetter durch den Atlantischen Ozean, in den nördlichen Gebieten durch das Mittelmeer geprägt. Ein arides, bzw. semi-arides Klima ist in besonderem Maße anfällig für einen klimabedingten Anstieg der Temperaturen. Laut dem INTERGOVERNMENTAL PANEL ON CLIMATE CHANGE handelt sich bei Nordafrika, um die Region, die am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein wird – oder anders ausgedrückt – nicht ausreichend auf die Veränderungen reagieren kann. Es wird angenommen, dass die bereits niedrigen Mengen an Regenwasser bis zum Jahre 2050 um bis zu 30% sinken werden. Lange Trocken- und Dürreperioden werden die Folge sein und verheerende Auswirkungen für die gesamte Region mit sich bringen. Viele Menschen leben in Abhängigkeit von einer „climate-sensitive agriculture“ und werden demnach dazu gezwungen sein, sich neue Tätigkeitsfelder als auch andere Beschäftigungsorte zu suchen. Die Urbanisierungsraten in den nordafrikanischen Staaten werden rapide ansteigen und die Regierungen vor große Probleme stellen. Bereits in den vergangenen Jahren kam es zu einer Landflucht vieler Bewohner, begründet auf vielerlei Ursachen, mit der Folge, dass die Staaten des Maghreb die höchsten Urbanisierungsraten auf dem afrikanischen Kontinent inne haben.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einführung in die Thematik: Diese Einleitung führt in die Problematik des globalen Klimawandels ein und erläutert dessen spezifische Auswirkungen auf die Wasserressourcen in der arabischen Welt.

B Migration und Klimawandel im Nahen Osten und Nordafrika: Wasserverknappung als sicherheitspolitische Herausforderung: Das Hauptkapitel dient als theoretischer Rahmen und erläutert die methodische Herangehensweise an die sicherheitspolitische Analyse der MENA-Region.

B I. Migration in der MENA-Region: Dieses Unterkapitel analysiert historische und gegenwärtige Migrationsformen, von ökonomisch motivierten Arbeitsmigrationen bis hin zu erzwungenen Fluchtbewegungen durch Konflikte.

B II. Klimabedingte Umweltveränderungen in der MENA-Region: Hier werden die ökologischen Folgen der globalen Erwärmung dargestellt, unterteilt in die spezifischen Regionen Nordafrika und den Mashrek.

B II.1. Auswirkungen in Nordafrika: Dieser Abschnitt beschreibt die besonderen klimatischen Risiken der nordafrikanischen Staaten, insbesondere den drohenden Rückgang der Niederschläge und die Folgen für die Landwirtschaft.

B II.2. Auswirkungen im Mashrek: Hier liegt der Fokus auf der Levante und der arabischen Halbinsel, wobei insbesondere die Abhängigkeit von transnationalen Flüssen thematisiert wird.

B III. Das Verständnis von Sicherheitspolitik: Dieses Kapitel hinterfragt traditionelle sicherheitspolitische Definitionen und erweitert den Fokus auf ökologische und soziale Prozesse als Bedrohungsfaktoren.

B IV. Die Folgen des Klimawandels für die Sicherheitspolitik der MENA-Region: Dieses Kapitel verknüpft die ökologischen Herausforderungen direkt mit den sicherheitspolitischen Strategien der betroffenen Nationalstaaten.

B V. Die sicherheitspolitischen Herausforderungen der grenzübergreifenden Wasservorkommen: Abschließend wird das Konfliktpotenzial an den großen Strömen Nil, Euphrat-Tigris und Jordan analysiert.

C Zusammenfassung und Fazit der Arbeit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass Wasserknappheit eine zentrale sicherheitspolitische Bedrohung für die Zukunft der Region darstellt.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Migration, Wasserverknappung, MENA-Region, Sicherheitspolitik, Naher Osten, Nordafrika, Umweltveränderungen, Konfliktpotenzial, Wasserressourcen, politische Stabilität, Landflucht, grenzübergreifende Gewässer, Klimaanpassung, Urbanisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sicherheitspolitischen Risiken, die durch den Klimawandel und die damit einhergehende Wasserverknappung in der Region Naher Osten und Nordafrika (MENA) entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Klimawandel, umweltbedingte Migration, Wasserknappheit und die politische Stabilität der MENA-Staaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob der steigende Wassermangel in der Region als größte sicherheitspolitische Herausforderung angesehen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse aktueller Studien und Berichte von Organisationen wie dem IPCC und der Weltbank, um die komplexen Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen und politischer Sicherheit aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Migrationsformen, eine regional differenzierte Analyse der Klimafolgen (Nordafrika vs. Mashrek) sowie eine Einschätzung der Sicherheitspolitik und grenzübergreifender Wasserkonflikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wasserverknappung, MENA-Region, Sicherheitspolitik, Klimawandel und umweltbedingte Migration.

Wie unterscheidet sich die Situation im Maghreb von der am Golf?

Während nordafrikanische Staaten stark unter Dürre und landwirtschaftlichem Rückgang leiden, konnten die Golfstaaten durch hohen finanziellen Aufwand und Meerwasserentsalzung teilweise stabilere Wassersysteme aufbauen.

Welche Rolle spielt der Jordan bei den regionalen Spannungen?

Der Jordan wird als besonders brisant eingestuft, da er durch eine politisch instabile Region fließt und die Anrainerstaaten eine Geschichte von Konflikten um Wasserzugangsrechte teilen.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Migration und Klimawandel im Nahen Osten und Nordafrika
Subtítulo
Wasserverknappung als sicherheitspolitische Herausforderung
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,3
Autor
Lukas Habib (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
30
No. de catálogo
V267469
ISBN (Ebook)
9783656582052
ISBN (Libro)
9783656581017
Idioma
Alemán
Etiqueta
Migration Klimawandel Naher Osten MENA Nordafrika Sicherheitspolitik Wasserverknappung Jordan Nil Euphrat Umweltveränderungen Maghreb Mashrek
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lukas Habib (Autor), 2013, Migration und Klimawandel im Nahen Osten und Nordafrika, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267469
Leer eBook
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Extracto de  30  Páginas
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