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Kunstwerke: Entstellung und Satire, was ist erlaubt?

Gesetzliche Grundlagen, Richtlinien und Geltungsbereiche

Title: Kunstwerke: Entstellung und Satire, was ist erlaubt?

Presentation (Elaboration) , 2013 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marlene Mertsch (Author)

Communications - Miscellaneous
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„Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehr, sind frei.“

So steht es im Grundgesetzt, Artikel fünf, Absatz drei.Dieser Satz ist sowohl gut verständlich als auch einleuchtend. Wärendiese vier Dinge in irgendeiner Art und Weise eingeschränkt müsste man sich ernsthafte Gedanken über die deutsche Demokratie machen und um die Meinungs- und Gedankenfreiheit. Die Kunst zu machen, die man machen möchte und an dem zu Forschen was einen interessiert ist ein großes Privileg, dass durch dieses Grundgesetz gegeben ist und welches ich auf den nächsten Seiten der
Referatsverschriftlichung genauer betrachten möchte. Zunächst werde ich auf die grundlegenden Gesetze, Richtlinien, Schutzbereiche und Geltungsbereiche eingehen, die sich mit Kunst, Kunstwerken, Künstlern und Urhebern auseinandersetzen. Welche rechtlichen Strafen gelten, wenn man gegen eines dieser Dinge verstößt? Besonders wichtig hierbei ist die Stellung des Urhebers.

Weitergehend interessieren mich der Bereich der Satire und die Entstellung von Kunstwerken. Wie
weit darf ein Satireobjekt gehen und welche Rolle spielt hierbei sowohl der Urheber als auch zum
Beispiel das öffentliche Interesse? Dazu habe ich ein Fallbeispiel erarbeitet, welches sich mit dem
Bundesadler- auch Gies-Adler im weiteren Verlauf genannt- beschäftigt. Welche Ausnahmen bietet die
Satire besonders im Hinblick auf das Interesse der Öffentlichkeit? Werden Unterscheidungen gemacht,
ob es sich um ein Problem des privaten oder des öffentlichen Interesse handelt? Im Fazit werde ich
versuchen, die herausgearbeitete Problemstellung der Satire weiter zu hinterfragen und möglicherweise Lösungsansätze vorzustellen. In welchen Medienbereichen kommt Satire vor und gibt es
einen Unterschied zwischen heutiger Satire und zurückliegender? Zum Abschluss möchte ich versuchen
meine Diskussionsfrage ein Stück weit selbst zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtliche Grundlage

2.1 Das Grundgesetz

2.2 Das Urheberrecht

3. Satire und Parodie

3.1 Ein Fallbeispiel: Der Gies- Adler

4. Fazit und Problemstellung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der durch das Grundgesetz garantierten Kunstfreiheit und den urheberrechtlichen Bestimmungen im Kontext von Satire und Parodie, insbesondere anhand der Entstellung von Kunstwerken.

  • Grundlagen der Kunstfreiheit im Grundgesetz
  • Stellung des Urhebers und Schranken des Urheberrechts
  • Rechtliche Abgrenzung von Satire und Parodie
  • Analyse des "Gies-Adler"-Falls zur Illustration der Rechtsprechung
  • Einfluss moderner Medien und anonymer Publikationsumfelder auf die Satire

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein Fallbeispiel: Der Gies-Adler

Der sogenannte Gies-Adler Fall ist ein Fall des Bundesgerichtshofs aus dem Jahre zweitausenddrei, der sich mit dem deutschen Bundesadler und dessen Satire auseinander gesetzt hat. Der Tatbestand lauter folgendermaßen:

„Die Klägerin ist die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst. Sie nimmt aufgrund eines Wahrnehmungsvertrags mit den Erben des Malers und Bildhauers Ludwig Gies die Rechte an der Adlerfigur – dem sogenannten Gies-Adler – wahr, die Gies 1953 geschaffen hat. Die Gips-Wiedergabe dieses Adlers hing von 1955 bis zu dessen Neubau an der Stirnseite des Plenarsaals des Deutschen Bundestags in Bonn. Die Beklagte gibt das Wochenmagazin „Focus“ heraus. Sie veröffentlichte in Heft 13 des Jahres 1999 unter der Überschrift „Der ‚unseriöse’ Staat“ einen Beitrag über einen angeblichen Missbrauch des Steuerrechts, das vom Gesetzgeber immer häufiger dazu benutzt werde, „hastig Haushaltslöcher zu stopfen“. Diesem Artikel war die farbige Darstellung eines Bundesadlers vorangestellt. Die Klägerin nimmt die Beklagte deswegen auf Unterlassung in Anspruch. Sie hat die Ansicht vertreten, dass der Gies-Adler ungeachtet seiner Verwendung als Hoheitszeichen urheberrechtlich geschützt sei und seine Wiedergabe im „Focus“ eine unfreie Bearbeitung darstelle. Die auf die Erben übergegangenen Nutzungsrechte des Künstlers bestünden trotz der Verwendung des Adlers im Plenarsaal des Deutschen Bundestages fort.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die verfassungsrechtliche Freiheit von Kunst und Wissenschaft als Ausgangspunkt dar und führt in die Fragestellung ein, inwieweit Satire und die Entstellung von Kunstwerken rechtlich zulässig sind.

2. Rechtliche Grundlage: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Grundgesetzes für die Kunstfreiheit und definiert die Schutzbereiche des Urheberrechts sowie die damit verbundenen Nutzungsrechte des Urhebers.

3. Satire und Parodie: Hier wird die rechtliche Einordnung von Satire und Parodie als freie Benutzung im Sinne des Urheberrechts diskutiert und anhand eines konkreten Fallbeispiels veranschaulicht.

4. Fazit und Problemstellung: Das Fazit resümiert die rechtliche Situation der Satire und beleuchtet die Herausforderungen durch neue, digitale Publikationswege für die künstlerische Meinungsäußerung.

Schlüsselwörter

Kunstfreiheit, Urheberrecht, Satire, Parodie, Gies-Adler, Grundgesetz, freie Benutzung, Medienrecht, Bundesgerichtshof, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Kunstwerk, Entstellung, Digitalisierung, Urheber

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Zulässigkeit von Satire im Kontext von urheberrechtlich geschützten Kunstwerken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Kunstfreiheit nach dem Grundgesetz, das Urheberrecht und die Abgrenzung zur freien Benutzung durch Satire.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie weit Satire bei der Verwendung bestehender Werke gehen darf, ohne die Rechte des Urhebers unzulässig zu verletzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine juristische und medienwissenschaftliche Analyse, die Gesetze, Richtlinien und eine Fallstudie des Bundesgerichtshofs auswertet.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und wendet diese exemplarisch auf den "Gies-Adler"-Fall an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die wesentlichen Begriffe sind Kunstfreiheit, Urheberrecht, Satire, Parodie und der Gies-Adler-Fall.

Welche Rolle spielt der Gies-Adler für die Argumentation?

Der Fall dient als konkretes Beispiel, um aufzuzeigen, wie das Gericht zwischen Urheberrechten und der Freiheit der Presse bzw. Meinungsäußerung abwägt.

Wie hat sich laut Autorin der Kontext von Satire verändert?

Die Autorin stellt fest, dass durch das Internet und anonyme Publikationsplattformen der Aktionsradius für Satire erheblich erweitert wurde.

Wird eine Verschärfung der Richtlinien im Urheberrecht gefordert?

Nein, die Autorin spricht sich gegen eine Verschärfung aus, da Satire ein wichtiges Mittel zur gesellschaftlichen Aufmerksamkeit sei.

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Details

Title
Kunstwerke: Entstellung und Satire, was ist erlaubt?
Subtitle
Gesetzliche Grundlagen, Richtlinien und Geltungsbereiche
College
Braunschweig Academy of fine arts
Grade
2,0
Author
Marlene Mertsch (Author)
Publication Year
2013
Pages
11
Catalog Number
V267481
ISBN (eBook)
9783656583035
ISBN (Book)
9783656583028
Language
German
Tags
Satire Entstellung Kunstwerke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marlene Mertsch (Author), 2013, Kunstwerke: Entstellung und Satire, was ist erlaubt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267481
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