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Balladen als Medium der ästhetischen Erziehung? Analyse ausgewählter Werke Friedrich Schillers

Título: Balladen als Medium der ästhetischen Erziehung? Analyse ausgewählter Werke Friedrich Schillers

Tesis de Máster , 2012 , 72 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Wiebke Sausner-Dobe (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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Resumen Extracto de texto Detalles

In der vorliegenden Arbeit werden theoretische Schriften von Friedrich Schiller dargestellt und Balladen Schillers dann aus dem Blickwinkel theoretischer Grundlagen, die Schiller selbst begründete, analysiert. Als theoretische Grundlage werden die Schriften „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ und „Über naive und sentimentalische Dichtung“ herangezogen. Beide werden dahingehend näher betrachtet, was sie für Schillers Lyrikverständnis und seine Auffassung einer ästhetischen Bildung bedeuten. Zudem wird die Frage in den Mittelpunkt gerückt, ob die ausgewählten Balladen Schillers, „Pegasus im Joche“, „Die Bürgschaft“ und „Der Kampf mit dem Drachen“, als Medium einer ästhetischen Erziehung nach Schillerschem Anspruch fungieren.

In „Pegasus im Joche“ wird sehr deutlich auf die Stellung der Kunst in der Gesellschaft eingegangen und das Werk ist aus diesem Grund Bestandteil dieser Arbeit. „Die Bürgschaft“ behandelt die Thematik, was eine Freundschaft aushalten kann und fragt, wie weit Menschen füreinander einstehen. Ebenfalls thematisiert diese Ballade ein unterdrückendes Herrschaftssystem, das bezwungen werden soll und wird. „Der Kampf mit dem Drachen“ ist ein Lehrstück über den Mythos der Pflicht und das christliche Toleranzgebot.

Die Arbeit verfolgt eine immanente Vorgehensweise, die Schiller mit Schiller liest. Der theoretische Blickwinkel begründet sich aus Schillers Theorieschriften selbst. In Bezug auf diese Vorgehensweise kann kritisch angemerkt werden, ob es sinnvoll sei, ‚Schiller mit Schiller‘ zu lesen. Dieser Einwand hat Berechtigung, jedoch sehe ich gerade in diesem Punkt den besonderen Reiz der Arbeit: Hat Schiller sich in der eigenen Dichtkunst an seine bildungsästhetischen Ideale gehalten?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ÄSTHETISCHE ERZIEHUNG DES MENSCHEN NACH SCHILLER

2.1 DIE BRIEFE ÜBER DIE ÄSTHETISCHE ERZIEHUNG DES MENSCHEN

2.2 DIE BRIEFE 1 – 9

2.3 DIE BRIEFE 10 – 16

2.4 DIE BRIEFE 17 − 27

2.5 ZWISCHENFAZIT: AUFFASSUNG EINER ÄSTHETISCHEN ERZIEHUNG

3. ÜBER NAIVE UND SENTIMENTALISCHE DICHTUNG

3.1 NAIVE DICHTUNG

3.2 SENTIMENTALISCHE DICHTUNG

3.3 ZWISCHENFAZIT: THEORIE ÜBER DICHTUNG

4. ÄSTHETISCHE BILDUNG DURCH BALLADEN?

4.1 SCHILLERS BALLADEN IM FOKUS DER FORSCHUNG

4.2 DIE BÜRGSCHAFT

4.3 PEGASUS IM JOCHE

4.4 DER KAMPF MIT DEM DRACHEN

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht theoretische Schriften Friedrich Schillers und analysiert drei ausgewählte Balladen vor dem Hintergrund seiner bildungsästhetischen Konzepte. Ziel ist es zu klären, ob Schillers Balladen als Medium einer ästhetischen Erziehung fungieren können, indem sie idealistisches Menschenbild und moralische Selbstverpflichtung in Einklang bringen.

  • Untersuchung der Schriften "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" und "Über naive und sentimentalische Dichtung"
  • Analyse der Bedeutung von Schillers ästhetischer Bildung für sein Lyrikverständnis
  • Formale und inhaltliche Betrachtung der Balladen "Die Bürgschaft", "Pegasus im Joche" und "Der Kampf mit dem Drachen"
  • Kritische Reflexion der Autonomie der Kunst gegenüber gesellschaftlichen Nutzenansprüchen

Auszug aus dem Buch

4. Ästhetische Bildung durch Balladen?

Grundlegend für die Schillersche Bildungstheorie ist das Menschenbild, auf dem sie beruht. Im vierten Brief Über die ästhetische Erziehung des Menschen formuliert Schiller: „Jeder individuelle Mensch, kann man sagen, trägt der Anlage und Bestimmung nach, einen reinen idealischen Menschen in sich, mit dessen unveränderlicher Einheit, in allen seinen Abwechslungen übereinzustimmen die große Aufgabe seines Daseins ist“ (NA 20, S. 316). Diese Ansicht ist zentral für die Untersuchung der Balladen, da herausgefunden werden soll, ob sie in den Balladen enthalten ist. Welches Menschenbild kommt in den Balladen zum Ausdruck? Wie sind die Figuren gestaltet? Sind sie frei von äußerlichen Zwängen und handeln nach inneren Maximen oder sind sie Sklaven ihrer Lebensumstände? Welche Prüfungen müssen die Figuren absolvieren und wie verhalten sie sich? Meine These lautet, dass die Menschenbilder in Schillers Balladen so gestaltet sind, dass sie zwar Zwängen unterliegen, aber aufgrund ihrer Ideale, die sie bedingungslos vertreten, die ihnen auferlegten Prüfungen bestehen, um am Ende die Welt ein bisschen besser zu machen, zumindest im ästhetischen Sinne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in Schillers theoretische Schriften der 1790er Jahre ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob seine Balladen als Medium ästhetischer Erziehung dienen.

2. ÄSTHETISCHE ERZIEHUNG DES MENSCHEN NACH SCHILLER: Dieses Kapitel erläutert Schillers Konzept der ästhetischen Erziehung, wobei die Autonomie der Kunst und die Harmonisierung des Menschen durch den Spieltrieb im Fokus stehen.

3. ÜBER NAIVE UND SENTIMENTALISCHE DICHTUNG: Hier wird Schillers Unterscheidung zwischen naiver und sentimentalischer Dichtung analysiert, die den Weg des modernen Menschen als einen Prozess der Reflexion und Idealbildung beschreibt.

4. ÄSTHETISCHE BILDUNG DURCH BALLADEN?: Dieser Abschnitt wendet die theoretischen Konzepte auf ausgewählte Balladen an und untersucht, inwieweit die Figuren und Handlungen Schillers Bildungsanspruch widerspiegeln.

5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die untersuchten Balladen als Medium ästhetischer Erziehung betrachtet werden können, auch wenn die Harmonisierung in der Wirklichkeit eine Ausnahme bleibt.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Ästhetische Erziehung, Naive Dichtung, Sentimentalische Dichtung, Balladen, Die Bürgschaft, Pegasus im Joche, Der Kampf mit dem Drachen, Kunstautonomie, Spieltrieb, Menschenbild, Humanität, Idealismus, Ästhetischer Staat, Literaturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Balladen von Friedrich Schiller seine theoretischen Konzepte zur Ästhetischen Erziehung und zum Lyrikverständnis widerspiegeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Menschenbild Schillers, die Rolle des Künstlers, das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft sowie die Unterscheidung zwischen naiven und sentimentalischen Dichtungsarten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu belegen, ob Schillers Balladen als erzieherisches Medium fungieren können, um den Menschen zu einer inneren Harmonie und Ganzheit zu führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit verfolgt eine immanente Vorgehensweise, bei der Schillers literarische Werke direkt mit seinen theoretischen Schriften sowie aktueller Sekundärliteratur zur Schillerforschung in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Schillers theoretische Schriften systematisch vorgestellt, bevor diese als Grundlage für die Analyse der Balladen "Die Bürgschaft", "Pegasus im Joche" und "Der Kampf mit dem Drachen" dienen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ästhetische Erziehung, Kunstautonomie, Naiv, Sentimentalisch, Balladen und das Menschenbild.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Künstlers in Schillers Schriften?

Der Autor stellt heraus, dass der Künstler bei Schiller nicht opportunistisch agieren darf, sondern durch die Kraft der Kunst die Welt in Richtung des Guten und Wahren lenken soll.

Welche Bedeutung kommt der "Bürgschaft" in dieser Analyse zu?

Die Ballade wird als Exempel für Freundschaft und moralische Selbstverpflichtung unter Extremsituationen interpretiert, wobei auch die Rolle des Tyrannen und die ästhetische Erziehung eines Herrschers diskutiert werden.

Warum wird "Pegasus im Joche" als zentrales Beispiel für die Nutzbarmachung von Kunst gesehen?

Die Ballade verdeutlicht laut Arbeit Schillers scharfe Kritik an einer Gesellschaft, die Kunst auf ökonomischen Nutzen reduziert, anstatt ihre Freiheit und ihr ästhetisches Potential zu würdigen.

Was ist das Fazit zur erzieherischen Wirkung der Balladen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Balladen trotz des Pathos und der Idealisierung als wirksame Medien ästhetischer Bildung dienen, da sie den Leser zur Reflexion über gesellschaftliche Normen und das Ideal menschlicher Vollendung anregen.

Final del extracto de 72 páginas  - subir

Detalles

Título
Balladen als Medium der ästhetischen Erziehung? Analyse ausgewählter Werke Friedrich Schillers
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Germanistik)
Calificación
2,7
Autor
Wiebke Sausner-Dobe (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
72
No. de catálogo
V267542
ISBN (Ebook)
9783668333086
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schiller Ästhetische Erziehung Balladen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Wiebke Sausner-Dobe (Autor), 2012, Balladen als Medium der ästhetischen Erziehung? Analyse ausgewählter Werke Friedrich Schillers, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267542
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