Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sociologie - Relations et Famille

Eine geschlechterspezifische und sektorenabhänige Untersuchung von Teilzeit

Welche Gründe und Faktoren sprechen für die Unterschiede in Teilzeitanteilen zwischen Mann und Frau?

Titre: Eine geschlechterspezifische und sektorenabhänige Untersuchung von Teilzeit

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 24 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Nicole Friedrich (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Teilzeitarbeit ist gleich Frauenarbeit – so heißt es im allgemeinen Sprachgebrauch und ist schon länger Gegenstand vieler arbeitsmarkttheoretischer Diskussionen in der Wissenschaft. Immer wieder erscheinen Zeitungsartikel, die die Ausbreitung und Ausmaße der Teilzeit beschreiben, analysieren und sich teils kritisch damit auseinandersetzen. Dass vor allem Frauen und im Besonderen berufstätige Mütter in diesem Bereich sehr häufig vertreten sind, ist kaum zu leugnen wenn man aktuelle Statistiken betrachtet.
Der Anteil der Männer in dieser Tätigkeit ist verschwindend gering: gerade einmal 10% aller erwerbstätigen Männer arbeiten in Teilzeit während Frauen mit einem Anteil von 47,5% knapp die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen ausmachen. Betrachtet man die traditionellen Rollenbilder von Mann und Frau, so erscheint daran nichts erstaunlich zu sein: Männer kümmern sich um die finanzielle und existenzielle Absicherung der Familie, während die Frau bzw. Partnerin für die Kindererziehung und den Haushalt zuständig ist. So wurde es lange Zeit gehandhabt und objektiv gesehen, könnte dieses „Männliche Ernährermodell“ als sinnvoll erscheinen. Dennoch: seit den 1970er Jahren tritt die Frau als „Heimchen am Herd“ immer mehr zurück und stellt sich den berufliche Herausforderungen der Arbeitswelt. Die Quote der erwerbstätigen Frauen steigt seit Ende des letzten Jahrhunderts kontinuierlich an (siehe Kapitel 3) und das klassische Modell des Mannes und der Frau werden konsequent in Frage gestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Teilzeitarbeit und deren Begrifflichkeiten

2.1. Enstehung und Definition des „Normalarbeitsverhältnis“

2.1. Definition „Teilzeitarbeit“

3. Entwicklung und Lage von Teilzeit

4. Männer und Frauen in Teilzeit – Daten, Fakten und Motivation

4.1. Frauen

4.2. Männer

5. Geschlechtsspezifische Unterschiede aufgrund von Wirtschaftsbereichen

5.1. Teilzeittätigkeiten in den drei Wirtschaftssektoren

5.2. Männer und Frauen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die soziologischen Hintergründe und Faktoren, die zu den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei der Teilzeitarbeit führen, wobei ein besonderer Fokus auf die Rolle der verschiedenen Wirtschaftssektoren gelegt wird.

  • Analyse der historischen Entwicklung des Normalarbeitsverhältnisses und der Teilzeitarbeit
  • Gegenüberstellung der Teilzeitquoten und Motivationslagen von Frauen und Männern
  • Untersuchung der Arbeitsmarktintegration nach Wirtschaftssektoren
  • Evaluation des Einflusses traditioneller Rollenmodelle auf die Arbeitszeitgestaltung

Auszug aus dem Buch

4.1. Situation der Frauen in Teilzeit allgemein

Wenn es um die Gründe für eine Teilzeitbeschäftigung geht, muss man zwischen unfreiwilligen und freiwilligen Motivationen unterscheiden: Teilzeit wird nur dann als unfreiwillig bezeichnet, wenn eine Vollzeitstelle erwünscht, aber nicht zu finden ist (Statistisches Bundesamt, 2013c). Abbildung 3 lässt sich herauslesen, dass 77,2% der Frauen „Familiäre Betreuung bzw. Verpflichtungen“ als Hauptgrund angeben, die als freiwillige Teilzeit einzuordnen ist. Auch die Ablehnung einer Vollzeitbeschäftigung mit 8,6% kann als freiwillig gesehen werden. Demnach wählen mindestens 90,2% aller in Teilzeit erwerbstätigen Frauen bewusst dieses Arbeitszeitmodell als persönlich geeignete Erwerbsform aus, da 9,8% der Frauen eine Vollzeitstelle aus diversen Gründen nicht finden.

Demnach ist es logisch nachzuvollziehen, dass der Hauptgrund für weibliche Teilzeitarbeit mit Kind auf die Familien- und Heimarbeit zurückzuführen ist. Kinderlose Frauen haben eine eher homogene Menge an Motiven, die sie zur Teilzeit veranlassen. „Familiäre Betreuung bzw. Pflege“, „Vollzeittätigkeit nicht erwünscht“ oder „nicht gefunden“ halten sich mit relativ ähnlichen Werten die Waage. Nimmt man Frauen mit Kindern und Frauen ohne Kinder zusammen, so besteht freiwillige Teilzeittätigkeit zu 81,7%, was ein relativ erstaunliches Ergebnis darstellt, wenn man die Forderung nach mehr Gleichberechtigung seitens der Arbeitsmarktpolitik bedenkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Teilzeitarbeit ein, beleuchtet das traditionelle Rollenverständnis und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der geschlechtsspezifischen Unterschiede.

2. Teilzeitarbeit und deren Begrifflichkeiten: Hier werden die historische Entstehung des Normalarbeitsverhältnisses sowie die begrifflichen Definitionen von Teilzeitarbeit wissenschaftlich fundiert.

3. Entwicklung und Lage von Teilzeit: Das Kapitel skizziert den Wandel der Arbeitsmarktstrukturen seit den 1970er Jahren und die Rolle der Teilzeitarbeit als Instrument der Flexibilisierung.

4. Männer und Frauen in Teilzeit – Daten, Fakten und Motivation: Eine detaillierte Untersuchung der individuellen Motivationsgründe für Teilzeitarbeit, getrennt nach Geschlecht unter Berücksichtigung von Familiensituationen.

5. Geschlechtsspezifische Unterschiede aufgrund von Wirtschaftsbereichen: Analyse der Branchenabhängigkeit von Teilzeitmodellen und der sektoralen Verteilung von männlichen und weiblichen Beschäftigten.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Freiwilligkeit von Teilzeitentscheidungen und ein Ausblick auf den Bedarf an weiterer Forschung.

Schlüsselwörter

Teilzeitarbeit, Erwerbstätigkeit, Normalarbeitsverhältnis, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Wirtschaftssektoren, Vereinbarkeit, Familienarbeit, Vollzeit, Erwerbsquote, Gleichberechtigung, Arbeitszeitgestaltung, Arbeitsvolumen, Demografie, Berufswahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gründe für die signifikanten Unterschiede in der Teilzeitquote zwischen Männern und Frauen auf dem modernen Arbeitsmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des Normalarbeitsverhältnisses, die historische Entwicklung der Teilzeit, geschlechtsspezifische Motivationsgründe und die Bedeutung verschiedener Wirtschaftssektoren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, herauszufinden, ob individuelle Motivationslagen oder strukturelle Faktoren innerhalb von Branchen für die Geschlechterunterschiede bei der Teilzeit verantwortlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine sekundärstatistische Analyse von Daten des Statistischen Bundesamtes und des Mikrozensus, um aktuelle Entwicklungen theoretisch zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine quantitative Analyse von Teilzeitdaten nach Geschlecht sowie eine Untersuchung der sektoralen Arbeitsmarktstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit den Begriffen Teilzeitarbeit, Erwerbstätigkeit, Geschlechterrollen, Normalarbeitsverhältnis und Wirtschaftssektoren beschreiben.

Wie unterscheiden sich die Teilzeitmotive zwischen Frauen mit und ohne Kinder?

Bei Frauen mit Kindern dominiert die familiäre Betreuung als Grund, während kinderlose Frauen eine heterogenere Motivstruktur zeigen, bei der sich verschiedene Gründe wie persönliche Freizeitpräferenzen stärker die Waage halten.

Spielen die Wirtschaftssektoren eine entscheidende Rolle für die Wahl des Teilzeitmodells?

Ja, die Untersuchung verdeutlicht, dass Frauen überproportional in Branchen tätig sind, in denen Teilzeitmodelle einfacher umsetzbar sind, wie etwa im Dienstleistungssektor.

Fin de l'extrait de 24 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Eine geschlechterspezifische und sektorenabhänige Untersuchung von Teilzeit
Sous-titre
Welche Gründe und Faktoren sprechen für die Unterschiede in Teilzeitanteilen zwischen Mann und Frau?
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Soziologie)
Cours
Strategien und Dynamiken von Arbeitsmärkten im internationalen Vergleich
Note
2,0
Auteur
Nicole Friedrich (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
24
N° de catalogue
V267601
ISBN (ebook)
9783656581871
ISBN (Livre)
9783656580768
Langue
allemand
mots-clé
eine untersuchung teilzeit welche gründe faktoren unterschiede teilzeitanteilen mann frau
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nicole Friedrich (Auteur), 2013, Eine geschlechterspezifische und sektorenabhänige Untersuchung von Teilzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267601
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint