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Freiheit und Individuum bei Hobbes

Titre: Freiheit und Individuum bei Hobbes

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 13 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Nils Schäfer (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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In dieser Arbeit wird die Staatstheorie von Thomas Hobbes analysiert. Im Zentrum der Arbeit steht Thomas Hobbes' Verständnis von Freiheit. Die Arbeit beginnt mit einer Analyse des Freiheitsbegriffs in der Naturzustandskonzeption von Thomas Hobbes. Hobbes' Freiheitsbegriff im Naturzustand unterscheidet sich von der Konzeption von Freiheit im bürgerlichen Staat. Anschließend wird daher Hobbes' Begriff von Freiheit im Staat analysiert. Im Fokus der Arbeit steht Thomas Hobbes' Hauptwerk Leviathan. Der Analyse von Hobbes' Freiheitsbegriff in dieser Arbeit liegt daher Hobbes' Leviathan zugrunde. Die Entwicklung des Freiheitsbegriffes in Hobbes' Werk wird daher nicht berücksichtigt. Ferner konzentriert sich die Arbeit auf Hobbes' Begriff von politischer Freiheit. Fragen zur Ontologie von Freiheit und andere Themenfelder aus der Philosophie der Freiheit finden daher in der vorliegenden Arbeit keine Berücksichtigung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Hobbes‘ Freiheitsbegriff

2. Die Freiheit im Naturzustand

3. Der Akt der Unterwerfung

4. Freiheit und Untertänigkeit im Staat

4.1 Hobbes Idee der bürgerlichen Freiheit

4.2 Der Leviathan zwischen liberalem Staat und Diktatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Staatsphilosophie von Thomas Hobbes mit einem spezifischen Fokus auf dessen Freiheitsbegriff. Ziel ist es, die Rolle der Freiheit innerhalb der Konzeption des Naturzustandes, des Unterwerfungsvertrages sowie im darauf folgenden absolutistischen Staat kritisch zu analysieren und deren Bedeutung für den modernen Staat zu bewerten.

  • Analyse des radikalen, negativen Freiheitsbegriffs nach Hobbes.
  • Untersuchung des Naturzustandes als Zustand absoluter, aber unsicherer Freiheit.
  • Darstellung des Vertragskonzepts als Akt der freiwilligen Selbstunterwerfung.
  • Diskussion des Verhältnisses von staatlicher Autorisierung und bürgerlicher Freiheit.
  • Einschätzung des Leviathans im Spannungsfeld zwischen Liberalismus und Absolutismus.

Auszug aus dem Buch

1. Hobbes‘ Freiheitsbegriff

Der Politischen Philosophie Thomas Hobbes‘ liegt ein radikaler, negativer Freiheitsbegriff zugrunde. Freiheit bedeute „genau genommen das Fehlen von Widerstand, wobei ich unter Widerstand äußere Bewegungshindernisse (Hervorhebung von mir) verstehe.“ (Hobbes 1984: 163, vgl. auch S. 99) Bereits diese Freiheitsdefinition im 21. Kapitel des Leviathan zeigt deutlich, wen Hobbes einen freien Menschen nennt. Umgekehrt formuliert heißt ein Mensch unfrei genau dann, wenn äußere Hindernisse die Ausübung einer Handlung unmöglich machen, „die er aufgrund seiner Stärke und seines Verstandes tun kann“ und „seinem Willen entsprechend“ ausführen möchte. (Hobbes 1984: 163)

Im weiteren Verlauf des Kapitels wird deutlich, wie weit Hobbes den Freiheitsbegriff fasst. So sind Handlungen aus Furcht nach dieser Definition die Handlungen eines Freien. Furcht ist ein Gefühl und damit als inneres Bewegungshindernis anzusehen. „Wenn z. B. jemand aus Furcht, das Schiff könne sinken, seine Ladung ins Meer wirft, so tut er dies dennoch mit vollem Willen und kann es auch unterlassen, wenn er will – deshalb ist dies die Handlung eines Freien.“ (Hobbes 1984: 163f.)

Das zeigt, wie weit Hobbes‘ Definition reicht. Innere, gefühlte Zwänge sind keine Einschränkung der individuellen Freiheit. Diese wird nur begrenzt, wenn äußere Umstände die Ausführung einer Bewegung behindern. Denn Freiheit sei im eigentlichen Sinn körperliche Freiheit, also das frei sein von Ketten und Gefangenschaft (vgl. Hobbes 1984: 165). Hobbes verwendet also einen rein physischen Begriff von Freiheit. Jede Handlung wird damit zu einer willentlichen, sofern sie nicht von einer externen Macht erzwungen ist. Vermeintliche Zwänge eine Handlung zu tun, wie z. B. Furcht, sind daher keine Einschränkung der Freiheit des Individuums.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hobbes‘ Freiheitsbegriff: Erläuterung des negativen Freiheitsbegriffs bei Hobbes, der lediglich als Abwesenheit physischer Bewegungshindernisse definiert wird.

2. Die Freiheit im Naturzustand: Analyse des vorstaatlichen Zustands als Krieg aller gegen alle, in dem absolute Freiheit aufgrund ständiger Lebensgefahr unerträglich ist.

3. Der Akt der Unterwerfung: Darstellung der vernunftgeleiteten Entscheidung der Individuen, ihre Freiheit zugunsten von Frieden und Sicherheit durch einen Vertrag aufzugeben.

4. Freiheit und Untertänigkeit im Staat: Untersuchung der eingeschränkten bürgerlichen Freiheiten innerhalb des absolutistischen Rahmens und der totalen Auslieferung an den Souverän.

4.1 Hobbes Idee der bürgerlichen Freiheit: Beschreibung der verbleibenden Handlungsspielräume der Bürger, in denen das Gesetz keine expliziten Regeln vorgibt.

4.2 Der Leviathan zwischen liberalem Staat und Diktatur: Kritische Einordnung von Hobbes' Werk als Absolutismus, der trotz demokratischer Vertragselemente kaum Raum für liberale Freiheiten lässt.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Leviathan, Freiheitsbegriff, Naturzustand, Staatsphilosophie, Unterwerfungsvertrag, Absolutismus, Liberalismus, Souverän, Autorisierung, Recht auf Selbstverteidigung, politische Theorie, Sicherheit, negatives Freiheitsverständnis, Gesellschaftsvertrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Staatsphilosophie von Thomas Hobbes, insbesondere mit der Untersuchung seines spezifischen Freiheitsbegriffs und dessen Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Bürger und Staat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Naturzustand, das Konzept des Herrschaftsvertrages, die Rolle der Autorisierung des Souveräns und das Spannungsfeld zwischen der Freiheit des Einzelnen und der absoluten Staatsmacht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erörterung des Freiheitsverständnisses bei Hobbes und die Beantwortung der Frage, wie dieses Verständnis sowohl die Legitimation eines absoluten Staates ermöglicht als auch die Freiheit der Untertanen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung von Hobbes' Hauptwerk Leviathan durch, unter Einbeziehung relevanter politikwissenschaftlicher Sekundärliteratur zu Hobbes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst Hobbes' negativer Freiheitsbegriff definiert, anschließend dessen Anwendung im Naturzustand sowie im Akt der Staatsgründung (Unterwerfung) analysiert und schließlich die Freiheit des Bürgers im absolutistischen Leviathan-Staat diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind der Freiheitsbegriff als Abwesenheit äußerer Hindernisse, das natürliche Recht, die vollständige Rechtsabtretung an den Souverän und der Übergang vom Naturzustand in den staatlich geordneten Absolutismus.

Warum ist Furcht laut Hobbes kein Hindernis für die Freiheit?

Hobbes definiert Freiheit rein physisch als Abwesenheit von äußeren Bewegungshindernissen. Furcht ist für ihn lediglich ein inneres Gefühl, das die Willensentscheidung des Individuums nicht im physischen Sinne einschränkt.

Welche Rolle spielt das Recht auf Selbstverteidigung?

Dies stellt die einzige signifikante Ausnahme von der totalen Unterwerfung dar; da der Staat zum Schutz des Lebens gegründet wurde, bleibt dem Bürger das Recht, sich gegen den Souverän zu wehren, sollte dieser unmittelbar das eigene Leben bedrohen.

Kann man Hobbes als Liberalen bezeichnen?

Der Autor argumentiert, dass Hobbes zwar demokratische Elemente in der Staatsbegründung nutzt und gewisse Freiheitsräume lässt, das Werk insgesamt jedoch als ein Plädoyer für einen unbegrenzten Absolutismus zu lesen ist.

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Résumé des informations

Titre
Freiheit und Individuum bei Hobbes
Université
University of Hamburg  (Philosophiesches Seminar)
Cours
Hobbes politische Schriften
Note
1,3
Auteur
Nils Schäfer (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
13
N° de catalogue
V267653
ISBN (ebook)
9783656581765
ISBN (Livre)
9783656580577
Langue
allemand
mots-clé
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Citation du texte
Nils Schäfer (Auteur), 2012, Freiheit und Individuum bei Hobbes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267653
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Extrait de  13  pages
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