,,Mit den Fähigkeiten zu arbeiten bedeutet für die Soziale Arbeit, in den Nahbereich des Individuums einzutauchen, es zu stärken, zu unterstützen und zu trainieren" (Miller, 2000, S. 31).
Bei der Arbeit mit Menschen fällt es oft schwer, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und folglich in den Nahbereich des Individuums einzutauchen. Doch Vertrauen ist die Basis für eine gute Zusammenarbeit. Wenn man Vertrauen aufgebaut hat, kann man mit dem Menschen viel besser arbeiten, denn dann ist auch eine Entdeckung von Ressourcen möglich. Im Empowerment - Konzept wird die Ressourcendiagnostik zur Entdeckung von Ressourcen sehr gut dargestellt.
Da mir der Umgang mit Ressourcen in meiner Praxis sehr häufig begegnet, habe ich mich für das Thema ,,Empowerment - Ressourcendiagnostik entdecken, herausarbeiten und verwenden" entschieden. Um dieses Thema bearbeiten zu können, werde ich zunächst die Begriffe Empowerment und Ressourcen definieren.
Anschließend möchte ich näher auf die Ressourcendiagnostik eingehen und Möglichkeiten aufzeigen, wie man Ressourcen bei Menschen mit Defiziten entdecken kann. Des Weiteren soll verdeutlicht werden, wie die ermittelten Ressourcen herausgearbeitet werden können, welches sich entsprechend der Person, unterschiedlich gestaltet.
Das Empowerment - Konzept bietet eine Reihe von Möglichkeiten, wie ein Sozialpädagoge an den Ressourcen seiner Klienten arbeiten kann. Mir stellt sich die Frage, ob dies immer zur Zufriedenheit beider Seiten gelingt. Weiterhin möchte ich Methoden aufzeigen, wie die entdeckten Ressourcen verwendet und genutzt werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Empowerment
2.2 „Ressourcen“
3. Ressourcen
3.1 Ressourcendiagnostik
3.1.1 Erstdiagnostik und Hilfeplanung
3.1.2 Prozessbegleitende Reflexion
3.1.3 Evaluation und Qualitätsdokumentation
4. Fallbeispiel
4.1 Hilfestellungen
4.2 Welche Ressourcen wurden entdeckt und gefördert
5. Fazit und Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten, wie in der Sozialen Arbeit, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen in Heimen, verborgene Ressourcen trotz bestehender Defizite erkannt, herausgearbeitet und gefördert werden können, um eine selbstbestimmte Lebensführung zu unterstützen.
- Grundlagen des Empowerment-Konzepts
- Methoden der Ressourcendiagnostik
- Die Rolle des Hilfeplans als strukturierendes Instrument
- Prozessbegleitende Reflexion und Evaluation
- Fallbeispielbasierte Anwendung in der Heimerziehung
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Erstdiagnostik und Hilfeplanung
Ziel der Empowerment - Arbeit ist es, dass der Klienten seine benutzbaren Bewältigungsressourcen zielgerichtet in den Hilfeprozess mit einordnet. Gleichzeitig soll er versuchen, lebensgeschichtlich verschüttete Ressourcen erneut zugänglich zu machen. Durch das Erstgespräch und der darauffolgenden persönlichen Hilfeplanung ist eine explizite Vermessung von Ressourcen unverzichtbar (vgl. Herriger, 2010, S.93).
Wie kann man in dem Empowerment - Konzept nun als Sozialarbeiter vorgehen, damit man seine Ziele erreicht, benachteiligte Menschen begünstigt und ihr selbstständiges Handeln zu unterstützen? Diese Arbeitsweisen muss man ebenso differenziert und individuell entwickeln, wie man sie auch je nach Bedürfnislage und Unterstützung einsetzt. Dabei weichen auch die individuellen Rahmenbedingungen genauso ab, wie die Voraussetzungen.
Die Methoden der Ressourcendiagnostik sollten anfangs dazu beisteuern, denkbare Muster einer erlernten Hilflosigkeit herausfinden und damit korrespondierte Sinnesempfindungen von Machtlosigkeit abzubauen. Bei einer beiderseitigen Abmachung wird besprochen, wie der Klient für eine begrenzte Zeitspanne zu einer höheren Selbstständigkeit und einer gelingenden Alltagsbewältigung kommen kann. Dabei wird immer zuerst eine Erstdiagnostik durchgeführt, wo man nach möglichen und realen Ressourcen sucht. Man versucht vergessene Reservoire an Kraft und individuellen Vorlieben und Begabungen zu entdecken sowie sichtbar zu machen, damit man herausfinden kann, wodurch diese Potenziale gestoppt werden (vgl. Michel-Schwartze, 2009, S.88/89). Hierbei erkennt der Sozialpädagoge, was der Klient können kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt den theoretischen Grundstein durch die Definition von Empowerment und Ressourcen und stellt die Forschungsfrage anhand eines Fallbeispiels aus der Heimpraxis.
2. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe Empowerment und Ressourcen als notwendige theoretische Basis für die Ressourcendiagnostik.
3. Ressourcen: Hier wird der Kern der Arbeit beschrieben, der die methodische Ressourcendiagnostik, die Hilfeplanung, prozessbegleitende Reflexion sowie Evaluationsmethoden umfasst.
4. Fallbeispiel: Das Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung der Ressourcendiagnostik und Hilfeplanung anhand eines 11-jährigen Mädchens im Kinderheim.
5. Fazit und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit individueller Methoden sowie einer soliden Vertrauensbasis in der Sozialarbeit.
Schlüsselwörter
Empowerment, Ressourcendiagnostik, Soziale Arbeit, Hilfeplanung, Erstdiagnostik, Ressourcenförderung, Heimerziehung, Selbstbefähigung, Fallbeispiel, Evaluation, Lebensalltag, Kompetenzorientierung, Sozialpädagogik, Klientenarbeit, Selbsthilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz der Ressourcendiagnostik im Rahmen des Empowerment-Konzepts innerhalb der Sozialen Arbeit, um Potenziale bei Klienten systematisch zu erschließen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Ressourcen und Empowerment, die diagnostische Erfassung im Hilfeplan, die prozessbegleitende Reflexion sowie die abschließende Evaluation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte Ressourcen bei Menschen mit Defiziten entdecken, herausarbeiten und in einen strukturierten Hilfeprozess integrieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf die fallbasierte Anwendung und Reflexion in einer spezifischen Praxiseinrichtung (Kinderheim).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich detailliert der Ressourcendiagnostik, der Erstellung und Umsetzung von Hilfeplänen sowie der Bedeutung der Evaluation für die Qualitätsentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Empowerment, Ressourcendiagnostik, Hilfeplanung und die Kompetenzorientierung in der Heimerziehung.
Welche Rolle spielt der Hilfeplan bei der Ressourcennutzung?
Der Hilfeplan dient als formelles und verbindliches Instrument, um Ziele und notwendige Leistungen festzulegen, den Verlauf zu dokumentieren und die Beständigkeit der Förderung zu sichern.
Wie geht die Autorin mit dem Fall des 11-jährigen Mädchens um?
Durch eine Eingangsdiagnostik identifiziert sie Stärken, unterstützt den Aufbau externer sozialer Kontakte (z.B. Schwimmverein) und fördert das Selbstvertrauen durch ein stützendes pädagogisches Umfeld.
- Quote paper
- Isabel Wandkowski (Author), 2011, Die Verwendung von Empowerment zur Ressourcendiagnostik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267764