Code of Conduct. Implementierung eines CoC im Unternehmen


Seminararbeit, 2012
23 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Zeitschriftenverzeichnis

Rechtsprechungsverzeichnis

Gesetzestexte

Internetquellenverzeichnis

I. Allgemeiner Teil
A. Einleitung
1. Historische Entwicklung der Corporate Social Responsibility
2. Zielsetzungen und Probleme von Verhaltenskodizes
B. Code of Conduct in Deutschland
1. Status des Code of Conduct in Deutschland
2. Deutscher Corporate Governance Kodex und seine aktuelle Bedeutung
C. Implementierung eines Code of Conduct in deutschen Unternehmen
1. Implementierung eines Code of Conduct unter Berücksichtigung der Rechte und Pflichten des Betriebsrats
2. Verstöße gegen den Code of Conduct
3. Whistleblower-Klauseln im Code of Conduct
a. Mögliche Problematik durch Whistleblower-Klauseln
b. Implementierung von Whistleblower-Klauseln in den Code of Conduct

II. Vergleich von Verhaltenskodizes zweier Unternehmen im Bezug auf eine Whistleblower-Klausel
A. RWE
B. Deutsche Bank

III. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Banerjee, Subhabrata, Bobby

Corporate Social Responsibility: The Good, the Bad and the Ugly

Northampton, 2007

Bundesregierung

Nationale Strategie zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen

Berlin, 2010

Kommission der Europäischen Gemeinschaft

Grünbuch

Brüssel, 2001

Kotler Philip, Nancy, Lee

Corporate Social Responsibility

Hoboken, 2005

Köpke Ronald, Röhr, Wolfgang

Codes of Conduct

Köln, 2003

Schmitt Katharina

Corporate Social Responsibility in der strategischen Unternehmensführung

Berlin, 2005

Schreck, Philipp

The Business Case for Corporate Social Responsibility

Heidelberg, 2009

Zeitschriftenverzeichnis

Arbeitsrecht Aktuell

Studt, Norma,

Ethikrichtlinien: Verhaltenskodex oder Code of Conduct - die neue Herausforderung für deutsche Unternehmen

ARA 14/08

Betriebs Berater

Bissels, Alexander,

Code of Conduct nicht als Ganzes mitbestimmungspflichtig,

BB 2008, 2290

Der öffentliche Dienst

Sauer, Olaf,

„Whistleblowing“ - notwendiger Bestandteil moderner Personalpolitik?,

DöD 06/2005, 121-124

Wirtschaftspsychologie Aktuell

Barmeyer, Christoph, Davoine, Eric

Code of Conduct,

WA 01/2008

Rechtsprechungsverzeichnis

Bundesgerichtshof,

Urteil v. 21.09.2009 – II ZR 174/08

Bundesarbeitsgericht,

Urteil v. 22.07.2008 – 1 ABR 40/07

Oberlandesgericht München,

Urteil v. 06.08.2008 – 7 U 5628/07

Landesarbeitsgericht Düsseldorfer,

Urteil v. 12.12.2005 – 10 T BV 46/05

Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main

Urteil v. 18.01.2007 – 5 TaBV 31/06

Gesetzestexte

Aktiengesetz

Bürgerliches Gesetzbuch

Betriebsverfassungsgesetz

Kündigungsschutzgesetz

Internetquellenverzeichnis

Deutscher Corporate Governance Kodex,

http://www.corporate-governance-code.de/ger/download/kodex_2010/D_CorGov_Endfassung_Mai_2010.pdf

abgerufen am 20.12.2011

Entsprechenserklärung RWE,

http://www.rwe.com/web/cms/de/11102/rwe/investor-relations/corporate-governance/entsprechenserklaerung/

abgerufen am 20.12.2011

Entsprechenserklärung Deutsche Bank

http://www.db.com/ir/de/download/Entsprechenserklaerung_25_Okt_2011.pdf

abgerufen am 20.12.2011

Code of Conduct der RWE

http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/585912/data/109932/2/rwe/investor-relations/corporate-governance/rwe-verhaltenskodex/RWE-Verhaltenskodex.pdf

abgerufen am 21.12.2011

Code of Conduct der Deutschen Bank

http://www.db.com/ir/de/download/Verhaltens_Ethikkodex_Deutsche_Bank_Nov_2011.pdf

abgerufen am 21.12.2011

I. Allgemeiner Teil

A. Einleitung

Die vorliegende Seminararbeit zum Thema „ Verhaltenskodizes in Unternehmen“ soll die Besonderheiten bei der Implementierung eines „Code of Conduct“ in ein Unternehmen behandeln.

Corporate Social Responsibility wurde in den letzten Jahren zu einem eigenen Wirtschaftszweig, der sich sowohl in der Forschung als auch in der freien Wirtschaft etabliert hat.[1]

Obwohl auch in Deutschland das Feld der Corporate Social Responsibility in den letzten Jahren stetig wächst und sich auch im Mittelstand einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut, scheuen manche Unternehmen immer noch den Einsatz eines eigenen Code of Conduct. Hierbei ist es nicht zuletzt die Frage der korrekten Implementierung eines Verhaltenskodex in das eigene Unternehmen, welche die Arbeitgeber vor dem Aufstellen unternehmenseigener Regelungen zurückschrecken lässt.

Besonders der in Deutschland stark ausgebildete Mittelstand scheut oftmals die Festlegung und Einführung eigener, auf den Betrieb zugeschnittener, Verhaltenskodizes.

Die Seminararbeit soll hierbei auf die zu beachtenden Besonderheiten, insbesondere Beachtung des § 87 BetrVG, eingehen. Anschließend werden die Verhaltenskodizes zweier im Dax geführter Unternehmen vorgestellt und untersucht.

1. Historische Entwicklung der Corporate Social Responsibility

Die Bestrebungen, die Corporate Social Responsibility als festen Bestandteil in die Politik von Unternehmen zu integrieren, haben ihren Ursprung in den USA der 1950er Jahren des 20. Jahrhunderts. Aufgrund von sehr niedrigen staatlichen Regelungen wurde hier versucht, durch eine selbstbestimmte und freiwillige Auseinandersetzung seitens der Unternehmen mit ihrer sozialen Verantwortung, ein Mindestmaß an Sozialstandards zu etablieren.

In den 1960er und 1970er Jahren erweiterte sich das Feld der Corporate Social Responsibility zudem auf die Bereiche Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Unternehmen übernahmen fortan nicht nur eine soziale Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeiter, sondern sahen sich nun erstmals in der Pflicht, auch die Umwelt und die damit nicht direkt mit dem Unternehmen in Verbindung stehende Felder, in ihre Überlegungen einer sozialverträglichen Unternehmensführung einzubeziehen.[2] Diese Form der Corporate Social Responsibility wurde alsbald auch im alten Europa populär.

Anfang der 2000er Jahre bemühte sich die Europäische Union mit dem „Grünbuch“ unter dem Titel „Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen“ geeignete Rahmenbedingungen zur Entwicklung der Corporate Social Responsibility in Europa zu etablieren.[3]

Das Grünbuch der EU kann hierbei als Leitfaden gesehen werden, der dazu entwickelt wurde, dass nicht nur große internationale Unternehmen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen, sondern dass auch im breiten Mittelstand eine Verbreitung unternehmenseigener Verhaltenskodizes unterstützt wird.

2. Zielsetzungen und Probleme von Verhaltenskodizes

Die Zielsetzungen durch Verhaltenskodizes in Unternehmen sind im wesentlichen freiwilliger Natur. Hierbei sollen und müssen die Verhaltenskodizes die gesetzlichen Bestimmungen nicht nur einhalten, sondern über die reinen Gesetze hinaus „mehr“ investieren in das Humankapital, die Umwelt und die Beziehungen zu anderen Geschäftspartnern.[4]

Besonders das Verhalten der Mitarbeiter soll durch Verhaltenskodizes zum Positiven gelenkt werden. So versuchen die Unternehmen durch das Etablieren neuer Standards die Arbeitsatmosphäre für die Mitarbeiter zu verbessern.[5] Weiterhin nutzen die Unternehmen in Bereichen, in denen keine ausreichenden gesetzlichen Bestimmungen bestehen um der Industrie einen Weg zu weisen, einen Verhaltenskodex um selbst eine Richtung vorzugeben.

Hierzu ist der augenblickliche Konflikt über eine Frauenquote in Aufsichtsräten zu nennen, in dem die Industrie versucht einen eigenen, verbindlichen Kodex zu entwickeln um so einer Regelung seitens der Politik entgegen zu wirken bzw. diese sogar zu verhindern.[6]

Bei der Implementierung eines Verhaltenskodex sind jedoch einige Hürden zu meistern. Besonders das Mitbestimmungsrecht der Mitarbeiter darf hierbei nicht umgangen werden.[7] Nach erfolgreicher Implementierung sollte der Kodex für alle Mitarbeiter gleichermaßen gelten und den Mitarbeitern alsbald auch zur Kenntnis übermittelt werden. Wichtig ist vor allem die korrekte und ausreichende Erklärung der einzelnen Abschnitte des Verhaltenskodex und die möglichen Konsequenzen einer Zuwiderhandlung.

[...]


[1] Vgl. Banerjee, Schabracke, Corporate Social Responsibility: The Good, the Bad and the Ugly, S.1

[2] Vgl. Banerjee, Subhabrata, Corporate Social Responsibility: The Good, the Bad and the Ugly, S.76

[3] Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Grünbuch, S. 3

[4] Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Grünbuch, S. 7

[5] Kotler, Philip, Lee, Nancy, Corporate Social Responsibility S. 210

[6] Schmitt, Katharina, Corporate Social Responsibility in der strategischen Unternehmensführung, S.13

[7] Vgl. §87 I Nr. 1 BetrVG

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Code of Conduct. Implementierung eines CoC im Unternehmen
Hochschule
Universität Siegen
Note
2,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
23
Katalognummer
V267869
ISBN (eBook)
9783656588603
ISBN (Buch)
9783656588597
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
code, conduct, implementierung, unternehmen
Arbeit zitieren
Philipp Schmidt (Autor), 2012, Code of Conduct. Implementierung eines CoC im Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/267869

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