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Außerschulische Lernorte und Themen im Sachunterricht "neu denken"

Überlegungen zur Bedeutung einer Vernetzung der räumlichen und inhaltlichen Dimension für sachunterrichtliches Lernen und Lehren in der Grundschule

Title: Außerschulische Lernorte und Themen im Sachunterricht "neu denken"

Bachelor Thesis , 2008 , 34 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Philippe Hering (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit möchte aufzeigen, wie viel Potential im Sachunterricht der
Grundschule verwirklicht werden kann. Sie konzentriert sich auf zwei wesentliche – für
den Sachunterricht unentbehrliche – Dimensionen: zum einen wird die räumliche
Dimension im Rahmen dieser Arbeit behandelt und zum anderen die inhaltliche.
Angestrebtes Ziel wird mitunter sein, dafür zu plädieren, dass diese beiden
Dimensionen miteinander vernetzt werden können bzw. vernetzt werden sollten.
Können die Schüler durch das Zusammenwirken der Dimensionen mehr Motivation
zum Lernen erhalten? Wenn die Lernorte (räumliche Dimension) und Inhalte
(inhaltliche Dimension) im Sachunterricht gut miteinander funktionieren, sie in einem
System verknüpft und realisiert werden, ist eine eventuelle Abschaffung bzw. Kürzung
des Faches überhaupt zu verantworten?

Sind alle Themen für den Sachunterricht überhaupt geeignet bzw. kindgerecht? Gibt es
Thematisierungen wie beispielsweise Holocaust, Krieg oder Nationalsozialismus, die in
der Grundschule nicht auftauchen sollten? Muss der Sachunterricht lediglich in der
Schule unterrichtet werden oder bietet sich das Aufsuchen neuer Lernorte für
nachhaltiges Lernen besonders gut an? Worin liegen die Vorteile einer Vernetzung verschiedener Lernorte und neuer Themen?
Die vorliegende Arbeit möchte sich zum Ziel setzen diese Fragen zu beantworten.

Zunächst werden die außerschulischen Lernorte in Betracht gezogen. Die bekannten
Lernorte außerhalb der Institution Schule, die eine traditionelle Daseinsberechtigung
genießen, werden neuen, wenig(er) bekannten Lernorten gegenübergestellt.
Anschließend wird ein Überblick der Themenvielfalt des Sachunterrichts geboten. Ob
von Vielfalt die Rede sein darf, ist zunächst fraglich, da vorab untersucht werden muss,
inwieweit „neue Themen“ den Alltag an Grundschulen prägen. Weiterhin soll
untersucht werden, ob „neue Themen“ ihre Legitimation besitzen. In diesem
Zusammenhang taucht die Frage auf, ob sie im Sachunterricht thematisiert werden.
Schließlich soll der Fokus auf die Zusammengehörigkeit der räumlichen und
inhaltlichen Dimension gelegt werden. Überlegungen, inwieweit ihre Vernetzung
elementar ist und den Sachunterricht der Grundschule bereichern könnte, werden
angestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Außerschulische Lernorte

2.1 Außerschulische Lernorte – Definitionsversuch

2.2 Klassische außerschulische Lernorte

2.3 Notwendigkeit von Lernorten außerhalb der Schule

2.4 „Neue“ außerschulische Lernorte für den Sachunterricht

2.5 Legitimation neuer Lernorte

3. Themenvielfalt im Sachunterricht

3.1 Traditionelle Themen

3.2 Holocaust und Nationalsozialismus als „neue Themen“ ?

3.3 Legitimation der Thematisierung des Holocaust

3.4 Didaktische Herausforderung und Voraussetzung für „neue Themen“

4. Zusammentreffen der räumlichen und inhaltlichen Dimension

4.1 Vorteile einer Vernetzung

4.2 Unentbehrlichkeit des Zusammenwirkens der zwei Dimensionen

4.3 Vorschläge und Wünsche für den (zukünftigen) Sachunterricht

5. Fazit / Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial des Sachunterrichts durch die gezielte Vernetzung räumlicher (außerschulischer Lernorte) und inhaltlicher Dimensionen. Dabei wird hinterfragt, wie komplexe, kontroverse Themen wie der Holocaust kindgerecht und pädagogisch sinnvoll in den Grundschulunterricht integriert werden können.

  • Bedeutung außerschulischer Lernorte für nachhaltiges Lernen
  • Gegenüberstellung traditioneller und „neuer“ Themen im Sachunterricht
  • Didaktische Möglichkeiten der Holocaust-Thematisierung in der Grundschule
  • Vernetzung von Raum und Inhalt zur Steigerung der Lernmotivation
  • Rolle von Experten und Medien bei der Erschließung komplexer Themen

Auszug aus dem Buch

3.2 Holocaust und Nationalsozialismus als „neue Themen“ ?

Mit Sicherheit nicht zu den traditionellen Themen bzw. Inhalten an Grundschulen zählt der Holocaust im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus.

In der Sekundarstufe gilt etwas anderes. Im Allgemeinen wird man in Deutschland erst in der 7. Klasse mit dem Holocaust konfrontiert. Das provokante Fragezeichen über diesem Abschnitt möchte andeuten, dass der Holocaust und der Nationalsozialismus in der Grundschule als „neue“ Themen behandelt werden sollten. An sich ist das Thema nicht „neu“: der Beginn der Herrschaft des Nationalsozialismus liegt 75 Jahre zurück; die Integration in den Grundschulunterricht hingegen wäre aber schon „neu“.

Zunächst einmal soll an dieser Stelle veranschaulicht werden, was genau mit dem Holocaust im Rahmen des Nationalsozialismus in Deutschland gemeint ist.

Es existieren zahlreiche Berichte, Aufsätze und die verschiedensten Dokumente, die dieses Thema beleuchten (sollen): Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Radio – jedes Medium hat den Holocaust thematisiert, es erscheinen immer wieder Informationen (manchmal auch neue) über die Zeit des Nationalsozialismus. Der Holocaust ist das am meisten dokumentierte und erforschte historische Ereignis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das Potenzial des Sachunterrichts und stellt die zentrale Frage nach der Vernetzung von räumlichen Lernorten und inhaltlichen Themen sowie der Eignung komplexer Themen für Grundschüler.

2. Außerschulische Lernorte: Das Kapitel definiert Lernorte außerhalb der Schule, klassifiziert traditionelle Orte wie den Wald oder Bauernhof und begründet die Notwendigkeit, durch „neue“ Lernorte das Spektrum der Bildungserfahrungen zu erweitern.

3. Themenvielfalt im Sachunterricht: Hier wird die Vielfalt der Perspektiven diskutiert und exemplarisch die didaktische Einbindung des Holocaust als kontroverses, „neues“ Thema untersucht, wobei Herausforderungen und Voraussetzungen für die Lehrkraft im Fokus stehen.

4. Zusammentreffen der räumlichen und inhaltlichen Dimension: Dieses Kapitel begründet die Vorteile einer Vernetzung von Raum und Inhalt und bietet konkrete didaktische Vorschläge für eine praxisorientierte Gestaltung des zukünftigen Sachunterrichts.

5. Fazit / Schlussbetrachtungen: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer, dass Lehrkräfte die Verantwortung tragen und die Pflicht haben, sich an komplexe Themen heranzuwagen, sofern eine angemessene didaktische Vorbereitung erfolgt.

Schlüsselwörter

Sachunterricht, außerschulische Lernorte, Holocaust, Nationalsozialismus, Vernetzung, Grundschule, handlungsorientiertes Lernen, didaktische Herausforderung, Bildungsauftrag, Historisches Lernen, Lehrerrolle, Kindgerechtigkeit, Medienkompetenz, Perspektivrahmen, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die didaktischen Möglichkeiten des Sachunterrichts, indem sie außerschulische Lernorte mit komplexen, oft als schwierig geltenden Inhalten wie dem Holocaust vernetzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung von Lernorten außerhalb der Schule, die Erweiterung der Themenvielfalt um zeitgeschichtliche Inhalte und die methodische Verknüpfung von räumlicher Umgebung und inhaltlichem Wissen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Argumente für eine Öffnung des Sachunterrichts zu liefern und aufzuzeigen, wie Lehrer durch eine gezielte Vernetzung von Raum und Inhalt auch komplexe Themen professionell und kindgerecht behandeln können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Fachliteratur, Rahmenlehrpläne sowie didaktische Konzepte, ergänzt um aktuelle Diskursbeispiele aus der Schulpraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Legitimation außerschulischer Lernorte, die Diskussion über die Einbindung kontroverser Themen wie den Holocaust sowie die Darlegung der Vorteile durch die Verknüpfung dieser beiden Dimensionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sachunterricht, Holocaust-Thematisierung, außerschulisches Lernen, handlungsorientierter Unterricht und Lehrerverantwortung geprägt.

Warum wird der Holocaust als „neues“ Thema für die Grundschule bezeichnet?

Der Begriff „neu“ bezieht sich nicht auf die historische Zeitspanne, sondern auf die didaktische Integration in den Grundschulunterricht, in dem diese Thematik bisher meist tabuisiert oder erst in höheren Klassenstufen behandelt wurde.

Wie kann eine Lehrkraft den Holocaust ohne Traumatisierung vermitteln?

Durch eine intensive eigene Vorbereitung, den Verzicht auf „Schockbilder“, die Einbeziehung geeigneter Kinderliteratur und den Fokus auf positive Aspekte wie Zivilcourage und Hilfeleistung.

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Details

Title
Außerschulische Lernorte und Themen im Sachunterricht "neu denken"
Subtitle
Überlegungen zur Bedeutung einer Vernetzung der räumlichen und inhaltlichen Dimension für sachunterrichtliches Lernen und Lehren in der Grundschule
College
Free University of Berlin
Grade
1,7
Author
Philippe Hering (Author)
Publication Year
2008
Pages
34
Catalog Number
V268023
ISBN (eBook)
9783656586388
ISBN (Book)
9783656586425
Language
German
Tags
außerschulische lernorte themen sachunterricht überlegungen bedeutung vernetzung dimension lernen lehren grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philippe Hering (Author), 2008, Außerschulische Lernorte und Themen im Sachunterricht "neu denken", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268023
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