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Angst, Ängstlichkeit und Furcht

Ein Überblick zu konstruktivistischer und psychoanalytischer Entwicklungstheorie zur Angst

Título: Angst, Ängstlichkeit und Furcht

Ensayo , 2003 , 24 Páginas

Autor:in: Agnes Huttenlocher (Autor)

Psicología - Psicología social
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Angst gehört fast wie eine Selbstverständlichkeit in unser alltägliches Leben. Obwohl über diese Emotion wenig kommuniziert wird, scheint es sich um ein Paradoxon zu handeln, dass Angst im Menschen fast allgegenwärtig zu sein scheint.
Im Folgenden möchte ich näher auf den Angstbegriff eingehen und im Zuge dessen eine Auswahl der wichtigsten theoretischen Konzepte vorstellen. Schwerpunkt dieser Arbeit wird die normale Angstentwicklung im Kindes- und Jugendalter sein. Ein Überblick über die Kriterien zur Diagnose einer Angststörung schließt die Arbeit ab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begrifflichkeiten

2. Theoretische Konzepte der Angstentstehung

3. Aspekte der Krankheitsbeurteilung

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über zentrale theoretische Konzepte der Angstentstehung, mit einem besonderen Fokus auf die normale Angstentwicklung im Kindes- und Jugendalter sowie die differenzierten Kriterien für die Diagnose von Angststörungen.

  • Definition und Differenzierung von Angst, Furcht und Ängstlichkeit
  • Analyse behavioristischer Modelle und Lerntheorien zur Angstentstehung
  • Darstellung kognitiver Erklärungsansätze und dysfunktionaler Informationsverarbeitung
  • Erläuterung psychoanalytischer Trieb- und Strukturmodelle
  • Bindungstheoretische Perspektiven auf die Angstentwicklung
  • Klinische Kriterien zur Beurteilung pathologischer Angst bei Kindern und Jugendlichen

Auszug aus dem Buch

Die Zwei-Faktoren-Theorie der Vermeidung

Nach Mowrer (1969, zitiert nach Essau, 2003) dient Vermeidungslernen zum Erwerb und zur Aufrechterhaltung einer Phobie. Es gibt zwei Lernprozesse, die aufeinander aufbauen.

Grundlage ist die klassische Konditionierung einer Furchtreaktion. Diese Furchtreaktion löst Erregungszustände aus, die als sehr unangenehm empfunden werden. Durch die Vermeidung des Reizes können diese negativ empfundenen Erregungszustände reduziert werden. Dadurch fungiert die Vermeidungsreaktion aber als negativer Verstärker. Ein Beispiel: Ein Kind wird von einem Hund gebissen, als es ihn streicheln will. Seitdem hat das Kind vor den Hunden Angst (es erlebt einen negativen Erregungszustand). Um seine Angst zu reduzieren, macht das Kind einen großen Bogen um alle Hunde, es wechselt zum Beispiel die Straßenseite. Dadurch wird zwar die Angst (negativer Erregungszustand) reduziert, aber gleichzeitig kann das Kind keine neuen Erfahrungen mit Hunden machen. Das Verhalten zur Angstreduzierung bestärkt seine Angst gegenüber Hunden. Deshalb wird sich dieses Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederholen. Mowrer (1969, zitiert nach Essau, 2003, S.166) ging davon aus, dass sich „phobisches Vermeidungsverhalten durch instrumentelles Konditionieren“ (Essau, 2003) aufrechterhält. Die Handlungsweise der Klienten bestärkt sie in ihrem Weltbild bzw. ihren Grundannahmen.

Solomon und seine Mitarbeiter (1953, zitiert nach Essau, 2003)stellten schon zuvor in einem empirischen Experiment fest, dass sich zwischen Vermeidungsreaktion und Furcht eine Dissoziation herausbildet. Sie führten ein Experiment mit Hunden durch, welche auf ein Lichtsignal konditioniert wurden. Dem Lichtsignal folgte ein elektrischer Schlag, den die Hunde durch gezieltes Vermeidungsverhalten abwehren konnten. Obwohl das Vermeidungsverhalten der Hunde konstant blieb, zeigten die Hunde nach mehreren hundert Durchgängen keine Angstsymptome mehr.

Deshalb wird die Schlussfolgerung, die Mowrer für den zweiten Teil seiner Theorie aufstellte, kontrovers diskutiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Angst im menschlichen Leben und definiert das Ziel der Arbeit, die normale Angstentwicklung im Kindes- und Jugendalter theoretisch zu fundieren.

1. Begrifflichkeiten: Dieses Kapitel differenziert die Begriffe Angst, Furcht und Ängstlichkeit und erläutert sowohl real- als auch operational definierte Ansätze in der Psychologie.

2. Theoretische Konzepte der Angstentstehung: Hier werden fünf zentrale Modellgruppen vorgestellt, darunter behavioristische, kognitive, psychoanalytische und bindungstheoretische Erklärungsansätze für die Entstehung von Ängsten.

3. Aspekte der Krankheitsbeurteilung: Das Kapitel widmet sich den klinischen Kriterien, nach denen bei Kindern und Jugendlichen zwischen normalem Angstverhalten und einer pathologischen Angststörung unterschieden werden kann.

4. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und betont die Schwierigkeit der Diagnose aufgrund fließender Übergänge zwischen gesunder Entwicklung und krankhaftem Verlauf.

Schlüsselwörter

Angst, Furcht, Ängstlichkeit, Angststörung, Entwicklungstheorie, Psychoanalyse, Behaviorismus, Kognitive Modelle, Bindungstheorie, Kindesalter, Jugendalter, Diagnostik, Symptomatik, Reiz-Reaktion, Vermeidungsverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht theoretische Hintergründe zur Entstehung von Angst und beleuchtet, wie diese im Kontext der Kindes- und Jugendentwicklung diagnostiziert und beurteilt werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen die Begriffsklärung, die Darstellung psychologischer Angstmodelle sowie die klinische Kriterienprüfung zur Feststellung von Angststörungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über wissenschaftliche Konzepte zur Angstentwicklung zu geben und Kriterien für die Beurteilung von Abnormität bei Kindern und Jugendlichen zu liefern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse verschiedener psychologischer und psychiatrischer Modelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit behavioristischen, kognitiven, psychoanalytischen und bindungstheoretischen Modellen sowie eine Analyse der diagnostischen Anforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Angst, Angststörungen, Entwicklungstheorie, Bindungstheorie und klinische Diagnostik.

Warum wird zwischen Angst und Furcht unterschieden?

Furcht wird als Reaktion auf eine spezifische Gefahr verstanden, während Angst oft als gegenstandsloses, spannungsreiches Gefühl der Beengtheit oder der Verunsicherung der Persönlichkeit beschrieben wird.

Welchen Stellenwert nimmt die Bindungstheorie in der Arbeit ein?

Die Bindungstheorie wird als ein Modell betrachtet, das Ängstlichkeit als Persönlichkeitsmerkmal durch die frühen Erfahrungen zwischen Kind und Bezugsperson erklärbar macht.

Warum ist die Diagnose bei Kindern besonders schwierig?

Die Diagnose ist komplex, da Kinder über einen anderen Wortschatz verfügen und Angstsymptome bei ihnen oft anders zum Ausdruck kommen als bei Erwachsenen, etwa durch Rückzug oder Grübeln.

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Detalles

Título
Angst, Ängstlichkeit und Furcht
Subtítulo
Ein Überblick zu konstruktivistischer und psychoanalytischer Entwicklungstheorie zur Angst
Autor
Agnes Huttenlocher (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
24
No. de catálogo
V268098
ISBN (Ebook)
9783656590538
ISBN (Libro)
9783656590552
Idioma
Alemán
Etiqueta
Angst Ängstlichkeit Furcht Psychoanalyse Theorien zur Angstentwicklung Diagnosestellung im Kindesalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Agnes Huttenlocher (Autor), 2003, Angst, Ängstlichkeit und Furcht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268098
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