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Die Bedeutung der Körpersprache unter den Aspekten von Macht und Geschlecht

Title: Die Bedeutung der Körpersprache unter den Aspekten von Macht und Geschlecht

Term Paper , 2003 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom-Pflegewirt (FH) Peter-Michael Schulz (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Einleitung

„Body politics: Power, sex and nonverbal communication.“ lautet der Titel, den die Autorin Nancy M. Henley für ihr Buch gewählt hat. Es erschien 1977 in der USA, wurde aus dem Amerikanischen von Helga Herborth übersetzt und 1988 erstmalig auch in Deutschland gleichnamig unter: „Körperstrategien. Geschlecht, Macht und nonverbale Kommunikation“ verlegt. Henley analysiert Gesten der nonverbalen Kommunikation im alltäglichen Handeln und deren Beziehung zur Macht und dem Geschlecht. Sie untersucht die unbewussten Interaktionen insbesondere zwischen Mann und Frau und entlarvt jene Körperstrategien, die eine Dominanz oder Unterwerfung im patriachalen System kennzeichnen. Die Autorin bündelt ihre Thesen und Erkenntnisse in einem zusammenfassenden Kapitel in Form von achtzehn Aussagen (H., S. 258 – S. 287). Diese Aussagen möchte ich nun vorstellen und erläutern (in den Abschnitten 3 und 4 dieser Hausarbeit). Zuvor werde ich noch etwas zu der Person Nancy M. Henley und ihrem Anliegen sagen (Abschnitt 2). Vor der abschließenden Zusammenfassung (Abschnitt 6) werde ich aktuelle Daten, Überlegungen und Fragen zum heutigen Geschlechterverhältnis zur Diskussion stellen (Abschnitt 5). Sämtliche in der Hausarbeit folgenden Zitate stammen, wenn nicht anders gekennzeichnet, aus diesem Text und werden von mir, zwecks besserer Übersicht, nur noch mit der Abkürzung „H.“ und der Seitenzahl angegeben. Personen werden in dieser Arbeit von mir meistens in der männlichen Ausdrucksweise genannt. Dies soll lediglich einer besseren Lesbarkeit dienen und nicht diskriminierend wirken.

Die Autorin Nancy M. Henley und ihr Anliegen

Nancy M. Henley ist Professorin für Psychologie an der „University of California“ in Los Angeles. Sie ist dort Leiterin der Abteilung für Frauenstudien. Ihren akademischen Grad erlangte sie 1968 an der John Hopkins University. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Kommunikation, Geschlechterforschung, nonverbales Verhalten. Sie bietet zu folgenden Themen Seminare an (http://henley.socialpsychology.org):

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Autorin Nancy M. Henley und ihr Anliegen

3. Henley’s Thesen und Erkenntnisse

4. Geschlecht, Macht und nonverbale Kommunikation – Erläuterungen zu Henley’s Aussagen

5. Diskussion zum heutigen Geschlechterverhältnis und den Aussagen Henley’s

6. Zusammenfassung

7. Literaturangaben

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Thesen von Nancy M. Henley aus ihrem Werk „Körperstrategien. Geschlecht, Macht und nonverbale Kommunikation“ darzustellen, zu erläutern und kritisch auf ihre heutige Relevanz zu prüfen, wobei insbesondere das Machtgefüge in der nonverbalen Kommunikation zwischen den Geschlechtern untersucht wird.

  • Analyse nonverbaler Verhaltensweisen als Ausdrucksmittel von Machtstrukturen.
  • Untersuchung der Doppelsymbolik nonverbaler Kommunikation (Dominanz vs. Intimität).
  • Reflexion über den Einfluss von Sozialisation und Erziehung auf geschlechtsspezifisches Verhalten.
  • Kritische Diskussion aktueller gesellschaftlicher Machtverhältnisse im Kontext von Henleys Thesen.

Auszug aus dem Buch

3. „Weil unsere Kultur nonverbales Verhalten als bedeutungslos abtut (...), konstituiert es eine vage Stimulussituation. Die Interpretation solcher Situationen ist sehr anfällig für soziale Vorurteile (zum Beispiel Erklärungen, die mit Geschlechts-Stereotypen operieren), die dazu dienen, den Status quo aufrechtzuerhalten.“ (H., S.258)

Nonverbales Verhalten wird in unserer Gesellschaft sehr subtil gezeigt, wahrgenommen und in der Bedeutung heruntergespielt (trivialisiert). Soziale Vorurteile und Klischees werden mittels scheinbar unwichtiger Gesten weitergegeben, so zum Beispiel auch der alltägliche Rassismus. Die Autorin bringt hier einige beispielhafte Experimente an (simulierte Bewerbungsgespräche zwischen weißen und dunkelhäutigen Amerikanern, vgl. H., S. 22-27), bei denen folgende Hypothese von Word, Zanna und Cooper bestätigt werden kann: „(...)Weiße, die mit Schwarzen interagieren werden nonverbale Verhaltensweißen zeigen, die ihren negativen Einstellungen entsprechen, und ... Schwarze ihrerseits werden darauf mit weniger aufgeschlossenen Verhaltensweisen reagieren. Wenn der Kontext einer solchen Interaktion ein Einstellungsgespräch ist, bei dem der Weiße den Schwarzen interviewt, wird das Reaktionsverhalten des Schwarzen als Versagen interpretiert werden und auf diese Weise die ursprüngliche Einstellung des Interviewers bestätigen. (Word, Zanna, Cooper, „Nonverbal Mediation“, S. 111, in Henley, M. N., 1988, S. 23)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des gewählten Autors sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise in der Hausarbeit.

2. Die Autorin Nancy M. Henley und ihr Anliegen: Biografische Skizze der Autorin sowie Darlegung ihrer Zielsetzung, nonverbale Kommunikation als Instrument gesellschaftlicher Machtstrukturen zu analysieren.

3. Henley’s Thesen und Erkenntnisse: Kommentarloses Auflisten der zentralen achtzehn Aussagen von Nancy M. Henley aus dem elften Kapitel ihres Werkes.

4. Geschlecht, Macht und nonverbale Kommunikation – Erläuterungen zu Henley’s Aussagen: Detaillierte Erläuterung und wissenschaftliche Einordnung ausgewählter Thesen von Henley, unter Einbezug von Experimenten und psychologischen Erkenntnissen.

5. Diskussion zum heutigen Geschlechterverhältnis und den Aussagen Henley’s: Kritische Reflexion über die Aktualität von Henleys Thesen im Hinblick auf heutige Machtverhältnisse und moderne gesellschaftliche Entwicklungen.

6. Zusammenfassung: Synthese der wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und abschließendes Plädoyer für die Notwendigkeit, subtile Machtsignale in der Körpersprache zu erkennen.

7. Literaturangaben: Aufstellung der verwendeten Quellen und Literatur für diese Hausarbeit.

Schlüsselwörter

Nonverbale Kommunikation, Machtstrukturen, Geschlechterverhältnis, Körperstrategien, Dominanz, Unterordnung, Sozialisation, Subtile Kontrolle, Patriarchat, Geschlechterforschung, Machtkontinuum, Doppelsymbolik, Körpersprache, Unterdrückungsmechanismen, Geschlechterrollen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung der Körpersprache unter dem Aspekt der Macht- und Geschlechterverhältnisse, basierend auf den Thesen von Nancy M. Henley.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Verknüpfung von nonverbalem Verhalten mit Macht, Status und Dominanz sowie die Hinterfragung, inwiefern Körpersprache genutzt wird, um patriarchale Strukturen zu stützen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Henleys Erkenntnisse über „Körperstrategien“ darzulegen und zu prüfen, ob diese Analysen zur Machtverteilung auch nach dreißig Jahren noch Bestand haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des Werkes von Henley sowie auf einer komparativen Diskussion mit aktuellen statistischen Daten des Statistischen Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Henleys Thesen zu Dominanz- und Submissionsgesten erläutert, das „Machtkontinuum“ analysiert und die Rolle der Sozialisation bei der Entwicklung nonverbaler Kommunikation kritisch betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Nonverbale Kommunikation, Machtstrukturen, Dominanz, Geschlechterverhältnis und soziale Kontrolle.

Warum betrachtet die Autorin Körpersprache als Machtinstrument?

Henley argumentiert, dass nonverbale Signale subtile Werkzeuge der Kontrolle sind, die dazu dienen, den Status quo in einer Gesellschaft zu erhalten, indem sie Unterordnungsverhältnisse manifestieren.

Wie bewertet der Autor die heutige Relevanz von Henleys Thesen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Henleys Erkenntnisse über den Transport von Machtsignalen durch nonverbale Gesten trotz gesellschaftlicher Fortschritte weiterhin als grundlegend korrekt und relevant anzusehen sind.

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Details

Title
Die Bedeutung der Körpersprache unter den Aspekten von Macht und Geschlecht
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS  (Pflege/Pflegemanagement)
Course
Der Körper in Unbewusstheit und Beziehung
Grade
1,0
Author
Diplom-Pflegewirt (FH) Peter-Michael Schulz (Author)
Publication Year
2003
Pages
35
Catalog Number
V26816
ISBN (eBook)
9783638290425
ISBN (Book)
9783638649179
Language
German
Tags
Bedeutung Körpersprache Aspekten Macht Geschlecht Körper Unbewusstheit Beziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Pflegewirt (FH) Peter-Michael Schulz (Author), 2003, Die Bedeutung der Körpersprache unter den Aspekten von Macht und Geschlecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26816
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