Unternehmenskultur Frankreich


Seminararbeit, 2013

12 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen
2.1 Unternehmenskultur
2.2 Modelle zum Kulturvergleich
2.3 Frankreich

3 Merkmale der französischen Unternehmenskultur
3.1 Individualismus
3.2 Umgang mit Konflikten
3.3 Autoritärer Führungsstil
3.4 Fachliche und soziale Kompetenzen

4 Verhalten bei Geschäftsbeziehungen
4.1 Soziale Beziehungen
4.2 Kommunikation
4.3 Umgangsformen

5 Résumé

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

In den letzten Jahrzehnten sind globale und somit interkulturelle Geschäftsbeziehungen immer wichtiger geworden, heute ist eine Wirtschaft ohne sie nicht mehr vorstellbar. Mit der Gründung der Europäischen Union und somit der Schaffung einer europäischen Freihandelszone wurde die Bedeutung von interkulturellen Handelsbeziehungen noch einmal verstärkt. Damit Geschäftsbeziehungen erfolgreich geschlossen und aufrechterhalten werden können, ist es notwendig, die Kultur des Geschäftspartners zu kennen und zu verstehen. Als eine der größten Wirtschaftsmächte ist die Unternehmenskultur Frankreichs für viele andere Länder von großem Interesse. Was sind besondere Merkmale der französischen Unternehmenskultur und welche Verhaltensweisen sind bei französischen Geschäftsbeziehungen wichtig?

Die Arbeit gliedert sich grundsätzlich in drei Bereiche: Im ersten Teil werden grundlegende Informationen zum Begriff der Unternehmenskultur, zu Modellen des Kulturvergleichs und über Frankreich vermittelt. In der Arbeit werden das 5D Modell von Hofstede und das Modell zum Kulturvergleich von Gesteland herangezogen, um wichtige Merkmale der französischen Unternehmenskultur herauszuarbeiten. Diese beiden Modelle wurden aus einer Vielzahl an Möglichkeiten ausgewählt[1], da sie interessante Bereiche der Kultur aufgreifen und erklären. Der zweite Teil beschäftigt sich mit charakteristischen Merkmalen der französischen Unternehmenskultur. Das Verhalten von Managern, Geschäftsleuten und Mitarbeitern spielt eine wichtige Rolle bei inter-kulturellen Geschäftsbeziehungen. Der dritte und letzte Teil vermittelt noch einige wichtige Verhaltensmerkmale und -normen bei Geschäftsbeziehungen mit oder zwischen Franzosen.

Aufgrund der einfacheren Leserlichkeit wird in dieser Arbeit darauf verzichtet, männliche und weibliche Bezeichnungen für Berufe, Personengruppen etc. anzuführen. Es wird jedoch ausdrücklich betont, dass sich alle in diesem Text verwendeten personenbezogenen Ausdrücke im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes (GlBG) stets sowohl auf weibliche als auch auf männliche Personen beziehen.

2 Grundlagen

Zu Beginn werden wichtige Begriffe und grundlegende Informationen erklärt, die für diese Arbeit relevant sind. Das Wort Unternehmenskultur wird definiert und wichtige Aspekte werden kurz beschrieben. Danach wird das 5D Modell von Hofstede und das Modell zum Kulturvergleich von Gesteland erklärt, auf die im Verlauf der Arbeit zurückgegriffen wird um wichtige Charakteristika der französischen Firmenkultur herauszuarbeiten. Im Anschluss werden wichtige Daten und Informationen der französischen Republik dargestellt, um einen Überblick über das Land zu geben.

2.1 Unternehmenskultur

Es gibt viele verschiedene Definitionen des Begriffs Unternehmenskultur und unterschiedliche Möglichkeiten diesen zu verstehen. Im Folgenden wird eine Definition von Bickmann angeführt, der das Unternehmen als Kultursystem versteht (1999, S. 56):

„Die Unternehmenskultur besteht aus der Gesamtheit von Grundannahmen, Normen, Wertvorstellungen, Denkhaltungen, Riten, Symbolen und Umgangsformen, welche die Verhaltensweisen der Mitarbeiter und somit das Erscheinungsbild einer Unternehmung prägen.“

In ähnlicher Weise fasst auch Schein den Begriff der Unternehmenskultur auf. Er stellt die Kultur auf drei Ebenen dar: Artefakte, bekundete Werte und Grundprämissen. Die Ebene der Artefakte ist für jeden sichtbar und leicht zu beobachten, jedoch schwierig zu entschlüsseln. Die zweite Ebene sind bekundete Werte, die nach außen hin kommuniziert werden, wie Strategien, Ziele und Philosophie. Die dritte Ebene wird unbewusst wahrgenommen, sie ist der Ausgangspunkt für Werte und Handlungen und beinhaltet grundlegende Anschauungen, Überzeugungen, Gedanken und Gefühle. Die eigentlichen Grundlagen einer Unternehmenskultur befinden sich in den gemeinsamen, unbewussten Grundprämissen; sie zeigt sich jedoch in den auf oberster Ebene sichtbaren Artefakten, gemeinsam vertretenen Werten und Verhaltensregeln. Um eine Kultur verstehen zu können, ist es notwendig, ihre gemeinsamen Grundannahmen zu kennen (vgl. Schein, 1995, S. 20-34).

Die Unternehmenskultur kann also sowohl bewusst als auch unbewusst wahrgenommen werden und besitzt in diesem Sinne auch verschiedene Funktionen. Baege et al. unterscheiden fünf zentrale Funktionen der Unternehmenskultur. Sie soll ein Grundkonsens schaffen und ein klares Bild für die einzelnen Mitarbeiter vermitteln – sie besitzt eine Integrationsfunktion. Durch eine gemeinsame Orientierung schafft die Unternehmenskultur eine Basis zur Koordinierung von Handlungen – sie hat eine Koordinationsfunktion. Außerdem vermittelt die Unternehmenskultur Sinnzusammenhänge, wodurch ein wichtiges Bedürfnis der Mitarbeiter befriedigt wird – sie besitzt eine Motivationsfunktion. Durch ihre Identifikationsfunktion schafft sie ein Wir-Gefühl im Unternehmen und Mitglieder können ihre eigenen Wertevorstellungen in der Organisation wiederfinden (vgl. 2007, S.180ff.).

[…]


[1] Weitere Modelle des Kulturvergleichs sind unter anderem die Kulturdimensionen nach Edward T. Hall, die Studie von Fons Trompenaars und die Kulturstandardtheorie nach Alexander Thomas.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Unternehmenskultur Frankreich
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Institut für Soziologie - Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V268198
ISBN (eBook)
9783656584407
ISBN (Buch)
9783656584568
Dateigröße
472 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unternehmenskultur, frankreich
Arbeit zitieren
Katja Ehrenmüller (Autor), 2013, Unternehmenskultur Frankreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268198

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