Das Internet wächst und wächst und wächst..............
Die Internet Domain Survey im Januar 1995 ergab, dass weltweit knapp 5 Millionen Rechner dauerhaft (d.h. keine Teilnehmer über das Telefonverfahren) an das Internet angeschlossen waren (vgl. Internet Software Consortium, Host Count History ). Im January 2000, fünf Jahre später, waren über 72 Millionen Rechner dauerhaft an das Internet angeschlossen (vgl. ebd., Latest Survery Results). 1,7 Millionen Rechner davon mit der Länderkennung .de (Deutschland) registriert (ebd., Distribution by Top-Level Domain Name by Host Count).
Im allgemeinen Sprachverständnis werden mit dem Internet eher unseriöse, inkriminierte Inhalte, Hacker, Viren- und Sicherheitsprobleme assoziiert. Wissenschaftliches Handeln mit seinen moralischen und technischen Ansprüchen steht im krassen Widerspruch dazu.
„Vierzehn Studentinnen und Studenten.....brauchen....ein Buch, das 48,90 DM kostet. Aus Erfahrung wissen sie, daß – wenn überhaupt – nur ein Exemplar in der Bibliothek steht“(Rückriem, Stary, Franck, Vorwort zur 5.Auflage). Warum, stellt sich für mich die Frage, nicht einen „Blick“ ins Internet werfen? Sicherlich befindet sich das gesuchte Buch nicht als Online-Version im Internet, möglicherweise aber eine Rezension. Vielleicht wird es aber auch über einen Second-Hand-Büchermarkt im WWW angeboten? Es gibt aber auch die Möglichkeit die Online-Bibliothek der Universität zu befragen und das Buch vorzumerken. Per E-Mail kommt dann die Information, wann es abgeholt werden kann.
Ziel meines Referates ist es, ungeübten Internetnutzern eine kleine Einführung zu geben und Vorschläge zu machen, wie Internet-Informationen für das wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden können und was sich im einzelnen daraus ergeben kann. Meine Ausführungen hierzu fallen in Anbetracht der Fülle des Themas kurzgehalten aus. Wer sich darüber hinaus weiter, oder tiefer informieren möchte den verweise ich auf das Literaturverzeichnis.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Geschichte des Internet
3 Das Internet – häufig verwendete Begriffe
4 Was ist das Internet?
4.1 Die Funktion des Internets
4.2 Die Dienste des Internet
4.3 Die Organisation des Internet
5 Wissenschaftliche Arbeiten im Internet
5.1 Bedeutung des wissenschaftlichen Arbeitens / wissenschaftlicher Arbeiten
5.2 Anforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens
5.3 Qualität der Internet-Informationen im Hinblick auf das wissenschaftliche Arbeiten
5.4 Bewertungskriterien von Internet-Informationen
6 Nutzung von Internet-Quellen für das wissenschaftliche Arbeiten
6.1 Vorteile des Internets gegenüber gedruckten Medien
6.2 Gefahren bei der Nutzung von Quellen aus dem Internet
7 Ziteren von Internet-Quellen
7.1 Darstellung von Internet-Quellen im Literaturverzeichnis
8 Sicherung der Quellen aus dem Internet
8.1 Gefahren bei der Speicherung von Internet-Informationen auf elektronischen Datenträgern
9 Ausblick
10 Literaturverzeichnis
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, ungeübten Internetnutzern eine grundlegende Einführung in die Funktionen und das Potenzial des Internets für den wissenschaftlichen Kontext zu geben sowie praxisnahe Empfehlungen zur kritischen Nutzung und korrekten Zitation von Online-Quellen zu formulieren.
- Historische Entwicklung und technische Funktionsweise des Internets
- Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten bei der Nutzung digitaler Quellen
- Methoden zur qualitativen Bewertung von Internet-Informationen
- Strategien zur korrekten Zitierweise und Quellenangabe im digitalen Raum
- Techniken zur dauerhaften Sicherung und Archivierung von Internet-Quellen
Auszug aus dem Buch
5.4 Bewertungskriterien von Internet-Informationen
Generell sollten alle Informationen die als Quelle für wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden mit einer gewissen fachlichen Distanz betrachtet werden. Auch Verlage und Redaktionen, die eine qualitätssichernde/selektive Funktion bei den gedruckten Medien übernehmen, können im Einzelfall kein Garant für die Richtigkeit des Inhaltes sein (vgl. Rossig/Prätsch, S. 21).
Rückriem/Stary/Franck (S. 133) schlagen vor, die Verwendungsmöglichkeiten eines Buches auf eine bestimmte Fragestellung von dessen Bestandteilen (d.h. Titel, Impressum, Klappentext, Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Literaturangaben und Register) abhängig zu machen. Es geht nun um die Frage, ob dieses Vorgehen auch für Internetseiten möglich ist und wo Abweichungen vorliegen. Dies lässt am besten an einem Fallbeispiel klären; ich schlage dafür den Internet-Einführungsvortrag von Günther Strahlmann vor, mit der Fragestellung der Bedeutung des Internets für das Sozialwesen (s.u.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert das rasante Wachstum des Internets und leitet die Relevanz des Themas für die wissenschaftliche Praxis ab.
2 Geschichte des Internet: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Ursprünge und die technologische Entwicklung des Internets, von den Anfängen der ARPA bis hin zum World Wide Web.
3 Das Internet – häufig verwendete Begriffe: Es erfolgt eine Klärung grundlegender Fachbegriffe wie Browser, Client, Webpage, Hyperlink und Suchmaschinen.
4 Was ist das Internet?: Die technische Funktionsweise des Internets wird erläutert, insbesondere Protokolle wie TCP/IP sowie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure.
5 Wissenschaftliche Arbeiten im Internet: Dieses Kapitel definiert wissenschaftliches Arbeiten als Prozess und Produkt und stellt spezifische Anforderungen an die Internetrecherche.
6 Nutzung von Internet-Quellen für das wissenschaftliche Arbeiten: Hier werden die Vorteile der Internetnutzung gegenüber klassischen Medien sowie potenzielle Gefahren bei der Quellenarbeit diskutiert.
7 Ziteren von Internet-Quellen: Das Kapitel bietet Anleitungen zur korrekten Zitierweise und zur formalen Gestaltung von Internetquellen im Literaturverzeichnis.
8 Sicherung der Quellen aus dem Internet: Es werden Strategien zur langfristigen Archivierung von Online-Inhalten vorgestellt, um die spätere Nachprüfbarkeit der Quellen zu gewährleisten.
9 Ausblick: Abschließend wird die Notwendigkeit von standardisierten Speicher- und Lesemedien thematisiert sowie die wachsende Bedeutung des Internets für zukünftige wissenschaftliche Arbeiten hervorgehoben.
10 Literaturverzeichnis: Auflistung der im Referat verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Internet, Wissenschaftliches Arbeiten, Internetrecherche, Quellenbewertung, Zitierweise, World Wide Web, TCP/IP, Informationssuche, Internetquellen, Datensicherung, Wissenschaftsstandard, Netzgeschichte, Hypertext, Online-Publikation, Literaturverzeichnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine Einführung in die Nutzung des Internets als Informationsquelle im wissenschaftlichen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Technik des Internets, der qualitativen Bewertung von Web-Informationen sowie den formalen Standards beim Zitieren und Sichern digitaler Quellen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ungeübten Internetnutzern Orientierung bei der wissenschaftlichen Informationsbeschaffung im Netz zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch und wendet hermeneutische Kriterien der Textkritik auf Internetquellen an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, Anforderungen an das wissenschaftliche Arbeiten, Kriterien zur Qualitätsprüfung, Zitierregeln und Möglichkeiten zur Quellensicherung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Internet, wissenschaftliches Arbeiten, Quellenkritik, Zitierweise, Datensicherung und Netztechnologien.
Wie kann man die Qualität einer Internetseite im wissenschaftlichen Sinne prüfen?
Der Autor schlägt vor, analog zu Buchbestandteilen Titel, Autor, Verlag (bzw. URL/Host) und Aktualität auf ihre Seriosität zu überprüfen.
Warum ist das Zitieren von Internetquellen besonders schwierig?
Das Internet wird als flüchtiges Medium beschrieben, da Inhalte gelöscht, aktualisiert oder verschoben werden können, was die dauerhafte Nachprüfbarkeit erschwert.
- Quote paper
- Heiko Bergmann (Author), 2000, Wissenschaftliches Arbeiten im Internet. Dualität, Bewertungskriterien und Nutzung von Internet-Informationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2683