Balanced Scorecard


Hausarbeit, 2013

24 Seiten, Note: 1.7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Charakterisierung der Balanced Scorecard
2.1 Definition
2.2 Ziel
2.3 Indikatoren für eine gute Balanced Scorecard:
2.4 Entstehung und Aufbau der Balanced Scorecard

3. Die Perspektiven der Balanced Scorecard
3.1 Lern und Entwicklungsperspektive
3.2 Interne Perspektive
3.3 Kundenperspektive
3.4 Finanzperspektive

4. Umsetzung der Balanced Scorecard
4.1 Unternehmensvision und Strategie
4.2 Organisatorischer Rahmen
4.3 Operationalisierung und Controlling
4.4 Einführung

5. Vor- und Nachteile der Balanced Scorecard
5.1 Vorteile
5.2 Nachteile

6. Fazit

7. Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Der prinzipielle Aufbau einer Balanced Scorecard

Abbildung 2 Das Modell der Balanced Scorecard

Abbildung 3 Bestandteile des Controllings

1. Einleitung

Die Balanced Scorecard hat sich seit ihrer ersten Veröffentlichung im Jahre 1992 bereits in vielen Unternehmen auch in der Praxis bewährt. Der Einsatz im Unternehmen ist bisher vernachlässigt worden. Dabei kann gerade die Balanced Scorecard ein effektives Instrument sein, um die im Unternehmen vorhandenen Potentiale effektiver zu nutzen.1

Die Balanced Scorecard kann am besten als ein strategisches Managementinstrument beschrieben werden. Sie definiert die strategischen Verbindungen, um die Leistung im gesamten Unternehmen zu integrieren. Heute noch sind nur wenige Unternehmen in der Lage ihre Vorteile zu quantifizieren. Deshalb investieren sie viel Zeit und Geld für nicht quantifizierbare Ergebnisse. Die Fragestellung in dieser Hausarbeit ist, ob die Balanced Scorecard ein notwendiges Instrument für solche Unternehmen ist.2

Die Balanced Scorecard ermöglicht Unternehmensführern, die Balance zwischen einer erforderlichen Strategie und den verbundenen Maßnahmen zu schaffen. Wie diese Strategie zu bewältigen ist, ist der Kernpunkt dieser Hausarbeit.3 Die Hausarbeit soll auf die Diskussion über die wachsende Bedeutung des Balanced Score Performance-Messungs-System eingehen.

Die Hausarbeit gibt auch eine Antwort auf die Frage: „Was sind die geeigneten Maßnahmen für die zukünftige Wertentwicklung?“ Die Antwort erwies sich als offensichtlich: Messen Sie die Strategie! So können alle Ziele und Maßnahmen auf einer Balanced Scorecard - finanzielle und nicht finanzielle - über die Organisation der Vision und Strategie abgeleitet werden.4

2. Charakterisierung der Balanced Scorecard

2.1 Definition

Die Balanced Scorecard ist ein Management-Modell, das verwendet wird, um Auftrag und Strategie eines Unternehmens in eine umfassende Reihe von Kennzahlen zu übersetzen.5

2.2 Ziel

„Die Ziele der Anwendung einer Balanced Scorecard sind:

- Zusammenhänge des Betriebsgeschehens erfassen und für alle Mitarbeiter transparent darstellen,
- die strategischen Ziele den Mitarbeitern verständlich machen,
- Strategien im Unternehmensalltag verankern,
- Strategien den sich ändernden Lebensumständen anpassen.“6

2.3 Indikatoren für eine gute Balanced Scorecard:

Entscheidungsträgerbeteilung: Die strategischen Entscheidungsträger müssen die Strategie und die damit verbundenen Maßnahmen validieren.

- Ursache-Wirkungsbeziehung: Jedes ausgewählte Ziel soll Teil einer Kette von Ursache und Wirkungsbeziehung sein, die diese Strategie darstellt.
- Das Gleichgewicht zwischen Ergebnis und Maßnahmen: Es soll ein Gleichgewicht zwischen Ergebnis und Maßnahmen geben, um ein vorausschauendes Management zu erleichtern.
- Finanzieller Auslauf: Jedes Ziel kann sich auf die finanziellen Ergebnisse beziehen.
- Auslauf von Initiativen und Maßnahmen: Jede Initiative soll auf der Lücke zwischen Ist-Standlinie und Sollvorgabe basieren.7

2.4 Entstehung und Aufbau der Balanced Scorecard

Der langfristige Erfolg eines jeden Unternehmens wird durch die Fähigkeiten bestimmt und die Kompetenzen, die sich entwickelt haben. Hochwertige, schnelle und zuverlässige Dienstleistungen, geistiges Kapital, effiziente und anpassungsfähige Geschäftsprozesse sind immaterielle Vermögenswerte, die wichtig sind, aber sie zeigen weder ihre Anwesenheit noch ihre Abwesenheit und berichten auch Mitarbeitern, Kunden und Aktionären nicht über den wahren Wert einer Gesellschaft oder eines Unternehmens.8

Die Balanced Scorecard betont, dass alle finanziellen und nicht finanziellen Maßnahmen ein Teil des Systems seien, das jedem Teil der Organisationen Informationen gibt.9Dieses zur organischen Beurteilung dienende Instrument wurde von Robert Kaplan und David Norton nach Einführung einer 1-Jahres-Studie von 12 Unternehmen in 1992 entwickelt.10 Dieses innovative Tool ist einzigartig in zweierlei Hinsicht im Vergleich zu traditionellen Performance Measurement-Tools:

- Es enthält finanzielle Indizes sowie nicht finanzielle Indizes zur Bestimmung des Corporate Performance-Niveaus.
- Es ist nicht nur ein Werkzeug zur Messung der Performance, sondern ist auch ein Leistungs-Management-System.11

Die Balanced Scorecard erweitert diese Maßnahmen noch durch die Leistungsmessung im Zusammenhang mit Kunden, internen Prozessen und Wachstumsbedürfnissen. Heute werden diese Maßnahmen von den umsatzstärksten Unternehmen eingesetzt.12Der klassische Aufbau der Balanced Scorecard enthält vier Perspektiven: Die Finanz-, die Kunden-, die Interne- und die Lern- und Entwicklungsperspektive. Für jede Perspektive werden verschiedene strategische Ziele definiert, die sich auch der Vision und Gesamtorganisationsstrategie speisen. Anschließend werden für jedes Ziel sinnvolle Kennzahlen ermittelt, Vorgaben und Maßnahmen zur Erreichung der Ziele definiert. Das Ergebnis ist die Erstellung eines komplexen Kennzahlensystems, das die effektive und effiziente Unternehmensführung ermöglicht.13

3. Die Perspektiven der Balanced Scorecard

Abbildung 1: Der prinzipielle Aufbau einer Balanced Scorecard14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kaplan und Norton übernehmen die folgende kausale Abhängigkeit:

Lern- und Entwicklungsperspektive > interne Perspektive > Kundenperspektive > Finanzperspektive.15

Die Maßnahmen der Lern- und Entwicklungsperspektive sind die Treiber für die Maßnahmen der internen Perspektive. Eine gute Balanced Scorecard soll eine Mischung aus Früh- und Spätindikatoren sein. Ein gutes Beispiel für Frühindikatoren ist die Ausführungsfrist, während die Umsatzsteigerung ein Beispiel für Spätindikatoren ist.16

Die kausalen Pfade von Indikatoren auf der Scorecard sollen mit den finanziellen Zielsetzungen verknüpft werden. Dieses Verfahren setzt voraus, dass die Strategie in eine Reihe von Annahmen über die Ursachen- und Wirkungsbeziehung übersetzt wird.17

Diese Annahme über Ursachen- und Wirkungsbeziehung ist sehr wichtig. Denn es erlaubt, die Maßnahmen in nicht-finanziellen Bereichen auf der Basis der finanziellen Maßnahmen vorherzusagen. Die Behauptung ist also, dass finanzielle Maßnahmen etwas über vergangene Leistung sagen, während nicht-finanzielle Maßnahmen die Treiber für die zukünftige Leistung sind.18

3.1 Lern und Entwicklungsperspektive

In dieser Perspektive der Balanced Scorecard wird die Entwicklung von Zielen und Kennzahlen zur Unterstützung einer lernenden und wachsenden Organisation dargestellt. Die Ziele der anderen drei Perspektiven zeigen an welcher die Unternehmensorganisation Top-Lieferungen abliefern muss, um eine Revolution zu vollziehen. Die Lern- und Entwicklungsperspektive errichtet die Infrastruktur um den Zielen der anderen Perspektiven gerecht zu werden. Somit werden die Ziele der Lern- und Entwicklungsperspektive als treibende Faktoren für besondere Ergebnisse der anderen Scorecard-Perspektiven angesehen.19

Die entscheidende Frage lautet „Wie können wir unsere Veränderungs- und Wachstumspotenziale fördern, um unsere Ziele zu verwirklichen?“20Die Balanced Scorecard entdeckt oft Lücken zwischen den erforderlichen und den vorhandenen

[...]


1Vgl. Malina und Selto, 2001a, S. 2.

2Vgl. Mooraj, Oyon und Hostettler, 1999a, S. 481.

3Vgl. http://www.orgpers.uni-oldenburg.de/DiskussionsPapier-01-02.pdf

4Vgl. Chavan, 2007a, S. 394.

5Vgl. Kumari, 2011a, S. 73.

6http://www.tqu-group.com/downloads/balancscorecard.pdf

7Vgl. Kumari, 2011b, S. 77.

8Vgl. Malina und Selto, 2001b, S. 3-4.

9Vgl. Chavan, 2007b, S. 395.

10Vgl. Gumbus, 2005, S. 619

11Vgl. Sinha, 2006, S. 72.

12Vgl. Chavan, 2007c, S. 395.

13Vgl. Gadatsch und Mayer, 2006, S. 114-117.

14Girmscheid, 2010, S. 152.

15Vgl. Norreklit, 2000a, S. 68.

16Vgl. Norreklit, 2000b, S. 68.

17Vgl. http://www.guentensperger.net/wp/wp- content/uploads/BSC_einfuehrung_mg.pdf

18Vgl. Ahn, 2001, S. 446.

19Vgl. Weber und Schäffer, 2000a, S. 253.

20Vgl. Kaplan und Norton, 1996a, S. 76.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Balanced Scorecard
Hochschule
Universität Kassel
Note
1.7
Autor
Jahr
2013
Seiten
24
Katalognummer
V268350
ISBN (eBook)
9783656593874
ISBN (Buch)
9783656593768
Dateigröße
1058 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Controlling, Balanced Scorecard, Die Perspektiven der Balanced Scorecard, Vorteile der Balanced Scorecard
Arbeit zitieren
Sevgi Erdin (Autor), 2013, Balanced Scorecard, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268350

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Titel: Balanced Scorecard



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