Meine Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und in wieweit es möglich ist, in einer freien Konkurrenzwirtschaft Angebot und Nachfrage nach Gütern, Arbeitskräften und Geldmittel so zu koordinieren, daß dauerhafte gesamtwirtschaftliche Stabilität erreicht wird und welche Mechanismen bzw. Lenkungsmaßnahmen sinnvoll bzw. notwendig sind um das Funktionieren der Marktwirtschaft zu gewährleisten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wirtschaftspolitik
2.1 Die Allokationspolitik
2.2 Die Distributionspolitik
2.3 Die Stabilisierungs- und Wachstumspolitik
2.4 Instrumentarien des Staates
3.Erörterung der Vor- und Nachteile staatlicher Interventionen
3.1 Wirtschaftspolitische Paradigmen
3.2 Konjunkturpolitik
3.2.1 Das Ziel der Preisniveaustabilität und der Vollbeschäftigung
3.3 Die Fiskalpolitik als konjunkturpolitische Maßnahme
3.3.1 Automatische Stabilisatoren
3.3.2 Antizyklische Fiskalpolitik
3.3.2.1 Antizyklische Ausgabenpolitik und ihre Problematik
3.3.2.2 Antizyklische Einnahmenpolitik und ihre Problematik
3.4 Verschiedene Kritikansätze zur antizyklischen Fiskal- /Konjunkturpolitik
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des staatlichen Interventionismus, insbesondere durch die Fiskalpolitik, um in einer Marktwirtschaft gesamtwirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Mechanismen zur Koordination von Angebot und Nachfrage notwendig sind und wie diese in das Gefüge einer freien Konkurrenzwirtschaft eingebettet werden können.
- Grundlagen der Wirtschaftspolitik (Allokations-, Distributions- und Stabilisierungspolitik)
- Gegenüberstellung keynesianischer und neoklassisch-monetaristischer Paradigmen
- Analyse der Fiskalpolitik als Instrument der antizyklischen Konjunktursteuerung
- Kritische Würdigung der Wirksamkeit und Problematik staatlicher Eingriffe
Auszug aus dem Buch
3.1 Wirtschaftspolitische Paradigmen
Es stehen sich gegenüber das postkenyanische Paradigmar und das Neoklassisch-monetaristische. Das Haupt Untrerscheidungsmerkmal liegt in der sichtweise des martwirtschaftlichen Systems. Während die postkeynesianer von einer inhärenten instabilität des marktwirtschaftlichen Systems ausgehen und deshalb auf staatliche Unterstüzung setzen basiert das Neoklassisch- monetaristische Paradigma auf der inhärenten Stabilität des marktwirtschaftlichen Systemes ohne staatliche Interventionen, die ihrer Ansicht nach destabilisierend wirken. Postkeynesianer teilen dem Staat eine stabilisierungspolitische, speziell vollbeschäftigungspolitische, Aufgabe zu in Form der antizyklischen Steuerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrageaggregate (Globalsteuerung). Entscheidende Verantwortung kommt dabei der Fiskalpolitik zu, die Geldpolitik übernimmt lediglich eine begleitende Aufgabe. Bei den Neoklassikern tritt der Staat nicht durch Stabilisierungspolitisches Handeln in Erscheinung, insbesondere verzichtet er auf antizykylische Intervention und vollbeschäftigungspolitische Maßnahmen. Geldpolitik hat für Preisstabilität zu sorgen durch stetige Steuerung der Geldmengenentwicklung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die zentrale Fragestellung, inwiefern staatliche Lenkungsmaßnahmen zur Stabilisierung einer Marktwirtschaft beitragen können.
2. Wirtschaftspolitik: Dieses Kapitel erläutert die Grundfunktionen der Wirtschaftspolitik, unterteilt in Allokations-, Distributions- und Stabilisierungspolitik sowie die staatlichen Instrumentarien.
3.Erörterung der Vor- und Nachteile staatlicher Interventionen: Hier werden die theoretischen Paradigmen sowie die fiskalpolitischen Ansätze zur Konjunktursteuerung detailliert untersucht und kritisch bewertet.
Schlüsselwörter
Staatlicher Interventionismus, Marktwirtschaft, Fiskalpolitik, Konjunkturpolitik, Stabilisierungspolitik, Allokationspolitik, Distributionspolitik, Preisniveaustabilität, Vollbeschäftigung, Nachfrageaggregate, Globalsteuerung, Antizyklische Politik, Crowding-out, Neoklassik, Keynesianismus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen staatlicher Interventionen in einer marktwirtschaftlichen Ordnung, insbesondere mit Blick auf die Stabilisierung gesamtwirtschaftlicher Prozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Wirtschaftspolitik, der Konjunkturpolitik und der Fiskalpolitik als Instrument zur Steuerung von Angebot und Nachfrage.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob und wie der Staat mittels ordnungspolitischer und intervenierender Maßnahmen dauerhafte Stabilität in einer freien Konkurrenzwirtschaft erreichen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und Literaturarbeit, um verschiedene wirtschaftspolitische Paradigmen gegenüberzustellen und deren praktische Implikationen zu prüfen.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Fiskalpolitik, unterteilt in automatische Stabilisatoren und antizyklische Maßnahmen, sowie die Kritik an diesen Ansätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Interventionismus, Fiskalpolitik, Stabilität, Konjunkturzyklen und die Abwägung zwischen marktwirtschaftlicher Selbststeuerung und staatlichem Eingriff.
Welche zwei wirtschaftspolitischen Paradigmen werden gegenübergestellt?
Es werden das postkeynesianische Paradigma, das eine aktive staatliche Nachfragesteuerung befürwortet, und das neoklassisch-monetaristische Paradigma, das auf die inhärente Stabilität des Marktes setzt, verglichen.
Welches Problem ergibt sich bei der antizyklischen Ausgabenpolitik laut der Arbeit?
Die Arbeit weist auf die zeitliche Verzögerung der Wirkungsweise, strukturelle Verzerrungen bei der Mittelverwendung und die Gefahr prozyklischen Verhaltens durch politischen Handlungsdruck hin.
Was besagt das Crowding-out-Argument?
Das Crowding-out-Argument besagt, dass staatliche Kreditaufnahmen private Investitionen verdrängen können, da sie zu steigenden Zinsen auf dem Kapitalmarkt führen.
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- Axel R. Langner (Autor), 1999, Staatlicher Interventionismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268357