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„Politische Bilder“ in Kriminalserien am Beispiel der Serie Tatort

Titre: „Politische Bilder“ in Kriminalserien am Beispiel der Serie Tatort

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 48 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sven Zalac (Auteur)

Didactique - Politique, Education politique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ich beschäftige mich in dieser Hausarbeit mit der Konstruktion von politischen Bildern, an dem konkreten Beispiel einer Folge der Kriminalserie Tatort. Zunächst werde ich unter Punkt zwei eine Präzisierung des Untersuchungsgegenstands vornehmen und definieren was konkret Inhalt meiner Analyse sein soll.
Anschließend werde ich kurz erläutern, welches methodische Vorgehen ich für meine Analyse wähle und diese Wahl begründen. Darauf aufbauend werde ich die verwendeten Analysekriterien explizieren, die sich an dem von Mehmet Taş entwickelten Instrumentarium von Analysekriterien orientieren.
Im eigentlichen Analyseteil werde ich eine exemplarische Folge der Reihe Tatort untersuchen. Ich werde die vorher definierten und erläuterten Kriterien anwenden, um so Erkenntnisse über den Untersuchungsgegenstand der „Politischen Bilder“, die in der Folge vermittelt werden, zu gewinnen. Als Grundlage für meine Analyse dient neben der eigentlichen Folge, ein von mir angefertigter Sequenzplan , der ausführlich kommentiert ist.
Nach einer Auswertung der Ergebnisse, werde ich diese dann in einem abschließenden persönlichen Resümee diskutieren und zu ihnen Stellung beziehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Untersuchungsgegenstands

3. Methodisches Vorgehen

3.1. Theoretische Grundlagen

3.2. Untersuchungsdesign

3.3. Analysekriterien

3.3.1. Dramaturgisch inhaltliche Einführung

3.3.2. Manifeste Merkmale

3.3.3. Latente Merkmale

3.3.4. Filmsprachliche Lenkung

3.3.5. Stereotype

3.3.6. Charakterstudie

3.3.7. Dramaturgisch inhaltliches Ende

4. Analyse der Tatortfolge „Im Abseits“

4.1. Dramaturgisch inhaltliche Einführung der Tatortfolge „Im Abseits“

4.2. Manifeste Merkmale der Tatortfolge „Im Abseits“

4.2.1. Vereinfachte Ermittlungsarbeit

4.2.2. Vereinfachte dramaturgische Einheit

4.2.3. Vereinfachte inhaltliche Einheit

4.3. Latente Merkmale der Tatortfolge „Im Abseits“

4.3.1. Korrumpierende Ermittlungsarbeit und autoritäres Polizei-/Staatsverständnis

4.3.2. Korrumpierende Ermittlungsarbeit und autoritäres Polizei-/Staatsverständnis

4.3.3. Rechtstaatliche Ermittlungsarbeit oder autoritäres Polizei-/Staatsverständnis

4.4. Zielorientierte filmsprachliche Lenkung in der Tatortfolge „Im Abseits“

4.5. Stereotype in der Tatortfolge „Im Abseits“

4.5.1. Das Klischee des türkischen Familienoberhaupts: „Herr Gülüc“

4.5.2. Klischee des gewissenlosen Medienschaffenden: „Der Fotograf Martin Jansen“

4.5.3. Klischeehaftes Elitenbild: „Der Vereinsmanager Meingast“

4.6. Charakterstudie „Team“

4.7. Dramaturgisch inhaltliches Ende der Tatortfolge „Im Abseits“

5. Ergebnisauswertung

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion politischer Bilder in Kriminalserien am Beispiel einer exemplarischen „Tatort“-Folge, um die potenziellen Wirkungen medialer Darstellungen auf das politische Bewusstsein der Rezipienten zu analysieren und ein Verständnis für die dahinterliegenden Gesellschaftsvorstellungen zu gewinnen.

  • Konstruktion politischer Bilder im TV-Unterhaltungsprogramm
  • Anwendung medienwissenschaftlicher Analyseinstrumente auf den „Tatort“
  • Kritische Untersuchung von Polizeiarbeit und Staatsverständnis
  • Analyse von Stereotypen und Rollenbildern
  • Die Rolle der „Filmsprache“ bei der Zuschauerlenkung

Auszug aus dem Buch

3.3.5. Stereotype

Bereits in der Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands bin ich kurz auf die Bedeutsamkeit der Darstellung von verschiedenen Bevölkerungsgruppen bzw. öffentlichen Akteuren, im Rahmen eines weit gefassten Politikverständnisses, eingegangen. Unter der Kategorie Stereotype sollen die in der Folge vermittelten „Bilder“ solcher Gruppen analysiert werden. Dabei ist von zweitrangiger Bedeutung, um welche es sich dabei handelt, ob Generationen, Unternehmen oder wie in dem von mir untersuchten Fall von besonderer Bedeutung, die Darstellung von gesellschaftlichen Gruppen und Berufen. Unter diese Kategorie fallen auch Darstellungen von Konventionen oder Rollenmustern, wie z. B. Mann-Frau-Beziehungen oder gesellschaftliche Traditionen. Allen gemeinsam ist die verallgemeinerte Darstellung von vermeintlichen Attributen, also die Zusammenfassung bzw. Inszenierung als Stereotype.

Diese entstehen meist durch die Instrumentalisierung zum zweckdienlichen Vorantreiben der Folge durch die Filmschaffenden. Besonders problematisch sind die Stereotype durch ihre „Beiläufigkeit“. Der Rezipient, der eigentlich mit dem Verfolgen des kriminalistischen Plots beschäftigt ist, bekommt en Passant ein Bild vermittelt, das im besten Falle beiläufig und oberflächlich einer reflexiven Beurteilung unterzogen werden kann. Im Normalfall ist eine differenzierte Auseinandersetzung überhaupt nicht möglich. Eine notwendige Bewertung der Darstellung einer gesellschaftlichen Gruppierung würde eine nachträgliche Beschäftigung notwendig machen, die situativ meist überhaupt nicht zustande kommt. Dies liegt in der Natur der Sache, denn ein Krimi oder eine Kriminalserie soll zunächst unterhalten, eine reflexive Auseinandersetzung ist von den meisten Medienschaffenden und Rezipienten gar nicht erwünscht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Konstruktion politischer Bilder in Kriminalserien ein und erläutert das methodische Vorgehen sowie das Ziel der Arbeit.

2. Definition des Untersuchungsgegenstands: Hier wird der Begriff der politischen Bilder für die vorliegende Arbeit als weit gefasste modellhafte Konstruktion definiert, die über die unmittelbaren Akteure der Staatsgewalt hinausreicht.

3. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel stellt die qualitative Einzelfallanalyse vor, die sich an medienwissenschaftlichen Analysekriterien orientiert, um die „Filmsprache“ und dramaturgische Instrumente zu untersuchen.

4. Analyse der Tatortfolge „Im Abseits“: Im Hauptteil wird die exemplarische Folge unter Anwendung der definierten Kategorien wie manifeste/latente Merkmale, Stereotype und filmsprachliche Lenkung detailliert analysiert.

5. Ergebnisauswertung: Die Auswertung fasst zusammen, dass die Serie einen autoritären und instrumentalisierten Gesellschaftsentwurf zeichnet, der den Rechtsstaat in der Darstellung faktisch aufhebt.

6. Resümee: Das Schlusswort bewertet die Ergebnisse kritisch und betont die Eignung der Methode für den schulischen Unterricht zur Förderung der Medienkompetenz.

Schlüsselwörter

Politische Bilder, Kriminalserie, Tatort, Filmsprache, Polizeiverständnis, Rechtsstaat, Stereotype, Medienkompetenz, Inhaltsanalyse, Gesellschaftsbild, Instrumentalisierung, Tatortanalyse, Rollenmuster, Medienethik, Bildungsanspruch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Kriminalserien – konkret am Beispiel einer Tatort-Folge – politische Bilder konstruieren und welche gesellschaftlichen Vorstellungen dabei an den Zuschauer vermittelt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Darstellung von Polizei und Staat, der Einsatz von Klischees und Stereotypen zur Handlungssteuerung sowie die Nutzung filmischer Mittel zur Beeinflussung der Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die „potenzielle Bildungswirksamkeit“ solcher Darstellungen offenzulegen und kritisch zu hinterfragen, welche autoritären oder vereinfachten Gesellschaftsbilder durch die Serie transportiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine qualitative Einzelfallanalyse durch, basierend auf dem von Mehmet Taş entwickelten Instrumentarium für die Filmanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Filmsprache.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der dramaturgischen Einführung, die Untersuchung manifester und latenter Merkmale sowie die Dekonstruktion von Stereotypen und der gezielten filmsprachlichen Zuschauerlenkung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie politische Bilder, Filmsprache, Instrumentalisierung, Medienkompetenz und autoritäres Staatsverständnis charakterisieren.

Warum wird im „Tatort“ ein „autoritäres Staatsverständnis“ attestiert?

Die Analyse zeigt, dass die Ermittler sich über geltendes Recht hinwegsetzen und physische Gewalt zur Falllösung nutzen, ohne dass dies innerhalb der Erzählung moralisch sanktioniert wird, was ein falsches Rechtsstaatsbild vermittelt.

Welche Rolle spielen Stereotype in der untersuchten Folge?

Stereotype wie der „gewissenlose Medienschaffende“ oder das Bild des „türkischen Familienoberhaupts“ dienen dazu, komplexe gesellschaftliche Fragen zu trivialisieren und den Zuschauer schneller in eine emotional aufgeladene, vorgegebene Richtung zu lenken.

Inwiefern ist diese Arbeit für den schulischen Kontext relevant?

Der Autor argumentiert, dass die Analyse von Kriminalserien hervorragend geeignet ist, um Themen wie Gewaltenteilung, Diskriminierung und Medienethik im Politik-, Deutsch- oder Ethikunterricht kritisch zu erörtern.

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Résumé des informations

Titre
„Politische Bilder“ in Kriminalserien am Beispiel der Serie Tatort
Université
University of Frankfurt (Main)
Note
1,0
Auteur
Sven Zalac (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
48
N° de catalogue
V268479
ISBN (ebook)
9783656589198
ISBN (Livre)
9783656589167
Langue
allemand
mots-clé
politische bilder kriminalserien beispiel serie tatort
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sven Zalac (Auteur), 2011, „Politische Bilder“ in Kriminalserien am Beispiel der Serie Tatort, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268479
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Extrait de  48  pages
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