Die 2011 entstandene Arbeit beschreibt die Definition des Internets der Dinge vom Cluster of European Research Projects on the Internet of Thing (CERP-IoT) sowie die Definition des Future Internet of Things von Uckelmann et al. Die anschließende Gegenüberstellung hebt die Unterschiede dieser beiden Definitionen hervor. Des Weiteren enthält die Hausarbeit eine Beschreibung von in der Praxis existierenden Anwendungen und Produkten und deren Erfüllung in Hinblick auf die beiden vorgestellten Definitionen.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Stellenwert des Internets der Dinge
2. Vorstellung der als Maßstab verwendeten Definition
2.1. Definition des „Internet of Things“ nach CERP-IoT
2.2. Definition des „Future Internet of Things“ nach Uckelmann et al.
2.3. Gegenüberstellung der unterschiedlichen Definitionen
3. Anwendungsbeispiele für die unterschiedlichen Definitionen
3.1. „AirTraffic LIVE“ als Beispiel für die minimalistische Definition
3.2. CERP-IoT erläutert am „Mavia“-Adapter von Mavizon Technologies
3.3. Das „Future Internet of Things“ am Beispiel des „Platinum Pro905“-Druckers
3.4. Zuordnungsschwierigkeiten am Beispiel der „Withings“ Personenwaage
3.5. Die Notwendigkeit der genauen Betrachtung erläutert an „Pachube“
4. Zusammenfassung und Blick auf zukünftige Schwierigkeiten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, verschiedene Definitionen des „Internet of Things“ gegenüberzustellen, ihre Unterschiede aufzuzeigen und anhand konkreter Praxisbeispiele zu prüfen, inwieweit aktuelle Anwendungen diesen theoretischen Definitionen entsprechen.
- Vergleich theoretischer Definitionen des Internet of Things (CERP-IoT vs. Uckelmann et al.)
- Analyse der Abgrenzung zu Konzepten wie Ubiquitous Computing
- Bewertung von Praxisanwendungen (z. B. AirTraffic LIVE, Mavia, Lexmark Drucker)
- Diskussion der Wirtschaftlichkeit und technischen Anforderungen
- Kritische Reflexion über die Zuordnungsfähigkeit von IoT-Plattformen wie Pachube
Auszug aus dem Buch
3.2. CERP-IoT erläutert am „Mavia“-Adapter von Mavizon Technologies
Bei dem von dem amerikanischen Unternehmen hergestellten Adapter „Mavia“ handelt es sich um eine Erweiterung für PKWs, welche es ermöglicht, die Position des Automobils vom Internet aus zu verfolgen, Fahrzeugdaten abzurufen und Notfallmeldungen zu versenden. Obwohl das Produkt aktuell noch nicht käuflich erwerblich ist, soll es nach Angaben des Herstellers noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Der Adapter lässt sich nachträglich in fast alle PKWs ab dem Baujahr 1996 an die für die Wartung vorgesehene OBD-2-Diagnose-Schnittstelle installieren. Somit bekommt es Zugriff auf die vom Steuergerät gespeicherten und verwalteten Daten. Die Informationen werden genutzt, um den Benutzer beispielsweise über fällige Wartungen zu informieren oder, im Falle eines Unfalls, aufgrund des Signals für den ausgelösten Airbag eine Notfall-SMS an eine Notrufzentrale zu versenden. Darüber hinaus ermöglicht der Adapter dem Fahrer, seinen PKW per GPS zu orten. „Mavia“ kann des Weiteren auf Basis der gesammelten Standortdaten Vorschläge für in der Nähe befindliche Angebote in Geschäften unterbreiten.
Die Daten sind dabei für den Benutzer entweder über den PC-Browser oder über das Smartphone zugänglich und werden beim Anbieter auf dem Server gespeichert. Um den Zugriff vor Dritten zu schützen, lassen sich die Daten nur mit einem registrierten Benutzerzugang einsehen.
Durch die Installation des Adapters wird der PKW zu einem eindeutig identifizierbaren Objekt, welches auf der Internetplattform repräsentiert wird. Da der Adapter vom Endnutzer nur in den dafür vorgesehenen Fahrzeuganschluss eingesteckt und im Internetportal registriert werden muss, ist es – zumindest aus Sicht des Benutzers – ein nahezu selbstkonfigurierendes Gerät. Für die Kommunikation mit dem PKW greift das System auf die genormte OBD-2-Schnittstelle zurück. Die Verbindung zum Internet setzt voraus, dass hierzu ein mit dem Internet kompatibles Protokoll verwendet wird oder zumindest eine Schnittstelle, welche die Daten transformiert, existiert. Das System ist in der Lage, die Umwelt über abgerufene Fahrzeugdaten oder die Position wahrzunehmen und mit ihr Daten auszutauschen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Stellenwert des Internets der Dinge: Einführung in die Vision des "Ubiquitous Computing" und Aufzeigen der technologischen Entwicklung hin zum modernen Internet of Things.
2. Vorstellung der als Maßstab verwendeten Definition: Detaillierte Darstellung der Ansätze von CERP-IoT und Uckelmann et al. sowie deren kritische Gegenüberstellung.
3. Anwendungsbeispiele für die unterschiedlichen Definitionen: Praktische Erprobung der Definitionen anhand von ausgewählten Beispielen wie AirTraffic LIVE, Mavia, Lexmark Drucker, Withings Waage und Pachube.
4. Zusammenfassung und Blick auf zukünftige Schwierigkeiten: Resümee der Ergebnisse mit Fokus auf die Herausforderung, ein einheitliches Verständnis für den Begriff Internet of Things zu etablieren.
Schlüsselwörter
Internet of Things, IoT, CERP-IoT, Uckelmann, Ubiquitous Computing, Pervasive Computing, Future Internet of Things, Identifikation, Virtuelle Repräsentation, 6R der Logistik, Vernetzung, Mavia, Pachube, Anwendung, Sensorik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand des Internet of Things (IoT) und bewertet bestehende Anwendungen anhand wissenschaftlicher Definitionsansätze.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Definition des Internet of Things, die Abgrenzung zu verwandten Konzepten sowie die praktische Anwendung in Logistik und Alltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Definitionen von CERP-IoT sowie Uckelmann et al. gegenüberzustellen und zu zeigen, welche praktischen Anforderungen eine Anwendung erfüllen muss, um als IoT-Lösung zu gelten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein deduktiver Ansatz verfolgt: Ausgehend von theoretischen Definitionen werden konkrete Praxisbeispiele analysiert und auf ihre Übereinstimmung mit den Kriterien geprüft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Definitionen und einen umfangreichen Praxisteil, in dem fünf verschiedene Anwendungen hinsichtlich ihrer IoT-Eigenschaften untersucht werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie "Internet of Things", "Virtuelle Repräsentation", "6R der Logistik" und "Identifizierbare Objekte" geprägt.
Warum wird die Waage von "Withings" kritisch betrachtet?
Obwohl die Waage Daten ins Internet überträgt, fehlt ihr der bidirektionale Datenaustausch und die ökonomische Rechtfertigung, was die Zuordnung zu einer umfassenden IoT-Definition erschwert.
Ist "Pachube" eine direkte Anwendung des Internet of Things?
Nein, die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass Pachube primär eine Plattform für Entwickler darstellt, die das IoT unterstützt, aber nicht jede darauf basierende Entwicklung ist automatisch eine IoT-Anwendung.
- Citar trabajo
- Dennis Kolberg (Autor), 2011, Recherche und Bewertung von bestehenden Anwendungen im Bereich "Internet of Things" am Maßstab der Definition von CERP-IoT sowie Uckelmann et al., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268480