Projektmanagement. Einführung und Definition


Seminararbeit, 2009

26 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Abstract

1. Einleitung
1.1 Definition
1.2 Historische Entwicklung
1.3 Anwendungsgebiete

2. Grundlagen

3. Methoden des Projektmanagements
3.1 Aufbauorganisation
3.2 Ablauforganisation
3.2.1 Projektplanung
3.2.2 Projektstrukturierung
3.2.3 Risikomanagement
3.2.4 Kostenplanung
3.2.5 Projektcontrolling

4. Ausblick auf aktuelle Projekte
4.1 Aktuelle Projekte

5. Resümee

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Anhang

1. Einleitung

Ein berühmtes Leitbild der Projektmanager besagt: „Jeder Projektmanager der glaubt, Projekte managen zu können, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“ Dieses Zitat weißt deutlich auf die Komplexität des Themas Projektmanagement hin (siehe auch A1 im Anhang). In den folgenden Kapiteln möchte der Autor dieser Wissenschaftlichen Arbeit näher auf das Thema eingehen und Einblicke vermitteln, wie das Managen von Projekten zu handhaben ist.

1.1 Definition

Die Frage nach „Projektmanagement“ führt unweigerlich auf die Definition eines Projektes hin. Ein Projekt ist ein Vorhaben, das durch die Einmaligkeit seiner Bedingungen gekennzeichnet ist. Dies bedeutet es bedarf einer einmaligen speziellen Zielvorgabe, zeitlichen, finanziellen oder personellen Begrenzungen, sowie einer projektspezifischen Organisation.

Diese Definition ist nach der Deutschen Industrienorm 69 901 festgelegt. Somit ist Projektmanagement das Durchführen eines Vorhabens unter Berücksichtigung der Projektziele (Kosten, Zeit) mithilfe bestimmter Funktionen (Planung, Controlling).

1.2 Historische Entwicklung

Implizites Projektmanagement führt historisch bereits auf hochentwickelte Kulturen wie die Ägypter oder Babylonier zurück. Sei es der Bau der Pyramiden oder der des Turms zu Babel. Überall dort wo größere Vorhaben durch Menschen bewältigt wurden, kann von implizitem Projektmanagement gesprochen werden.[1]

Als Systematisches Projektmanagement werden Projekte verstanden, die zur Durchführung bestimmte Methoden der Planung und Organisation in Anspruch nehmen. Als erste zeitlich datierte Vorhaben werden der Bau des Hoover Dammes und das Apollo-Programm der NASA genannt.

Durch die fortschreitende Professionalisierung des Projektmanagements haben sich Methoden und Verfahren entwickelt die heute den Standard definieren. Zwei wichtige Verfahren sind das PRINCE2 und das PmBoK.

Projects in Controlled Environments (PRINCE) ist eine Projektmanagementmethode zur Planung, Organisation und Management eines Projektes. Es wird momentan in 50 Ländern angewandt. Es definiert acht Prozesse, vier Phasen eines Projektes und acht Komponenten, für die Handlungsanweisungen gegeben werden. Der Project Management Body of Knowledge (PmBoK) ist der international am Häufigsten benutzte Industriestandard und beinhaltet eine Zusammenfassung des Wissens über angewandtes Projektmanagement. Dieser Standard verwendet ein Modell nach dem Arbeiten in Prozessen abgeschlossen werden.

1.3 Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete des Projektmanagements gliedern sich in vier Hauptgruppen: Investitionsprojekte, Organisationsprojekte, F&E (Forschung & Entwicklung) Projekte sowie komplexe Dienstleistungsprojekte. Als Investitions-projekte werden unter anderem der Kauf und Verkauf eines Unternehmens gehandelt, während die Einführung neuer Strukturen oder Marketingprojekte zu den Organisationsprojekten gehören. Mit der Entwicklung einer neuen Software, eines Kraftfahrzeuges oder Mobilfunkgerätes beschäftigen sich Projektleiter der Gruppe F&E Projekte. Eine Generalüberholung z.B. eines Kernkraftwerkes umfasst die Rubrik komplexe Dienstleistungsprojekte.

2. Grundlagen

Projektmanagement lässt sich in vier Phasen gliedern: Die Projektdefinition am Anfang, die Projektplanung als Kernstück, die Projektdurchführung als operativer Teil und der Projektabschluss am Ende des Projektes.

Die Projektdefinition beginnt mit der Problemanalyse und der Formulierung der Projektziele (Ist-Analyse und Soll Konzeption). Anschließend folgen die Formation des Projektteams und die Ernennung des Projektleiters. Dieser nimmt, aus Autoritätsgründen, nach seiner Beförderung eine übergeordnete Stellung gegenüber seinen Mitarbeitern ein. Bevor die zweite Phase beginnen kann, werden die erzielten Vereinbarungen, Ziele etc. in einem Projektvertrag festgehalten. Nach dem offiziellen Kick-Off Meeting beginnt die Planung des Projektes. In der Projektplanungsphase werden u.a. die Meilensteine und Arbeitspakete definiert, sowie der Projektplan und der Projektstrukturplan ausgearbeitet (siehe Kapitel 3). Desweiteren werden die einzelnen Ressourcen (Projektteammitglieder) den jeweiligen Arbeitspaketen zugeordnet. Dadurch ergibt sich für den Projektleiter eine Struktur, die ihm mitteilt, wer mit welcher Aufgabe betraut ist und an wen er sich bei Rückfragen zu wenden hat. In der Durchführungsphase liegen die Schwerpunkte auf der Projektsteuerung und dem Controlling. Letzteres ist für die Überwachung des Budgets sowie der Einhaltung der Zielvorgaben zuständig. Die Schlussphase wird durch eine Abschlussdokumentation und –präsentation, einer Abnahme und einer Rechnungsstellung definiert (siehe A2 im Anhang).

Der obige, grob beschriebene Ablauf, weist deutlich auf die Relevanz des Projektmanagements in der Wirtschaft hin. Projektmanagement ist einer der maßgeblichen Faktoren für den geschäftlichen Erfolg. Da der Großteil von immer komplexer werdenden Aufgaben in Unternehmen in Projekte abgewickelt werden, ist Projektmanagement aus dem „modernen Business“ nicht mehr wegzudenken und somit einer der wichtigsten Methoden für die Geschäftssteuerung.

3. Methoden des Projektmanagements

In Kapitel 2 wurde grob auf den Projektablauf eingegangen. In diesem Kapitel möchte der Autor dieser Seminararbeit die angewandten Methoden des Projekt-managements erläutern.

3.1 Aufbauorganisation

Projekte lassen sich mit verschiedenen Organisationsvarianten aufbauen. Hierzu zählen beispielsweise die Projektkoordination, die reine Projektorganisation und die Matrix-Projektorganisation. Bei der Projektkoordination gehört das Projektteam der Sekundärorganisation an. Dies bedeutet dass die Ressourcen strikt ihrem Stabsvorgesetzten, der Projektleiter besitzt nur eine Weisungsbefugnis, unterstellt sind und nur teilweise im Projekt mitwirken. Die Form wird in den Unternehmen am Häufigsten angewandt. Sie eignet sich besonders für Projekte denen keine hohe Relevanz zugesprochen wird. Bei der reinen Projektorganisation fungiert das Projektteam zusammen mit dem Projektleiter als eigene Abteilung in der Primärorganisation des Unternehmens. Diese Variante wird bei Projekten mit extrem hoher Wichtigkeit eingesetzt, daher können die Projektmitglieder für keine weiteren Tätigkeiten außerhalb eingesetzt werden. Der Projektleiter agiert unmittelbar als Vorgesetzter. Die Matrix-Projektorganisation bietet sich für Unternehmen an die sehr häufig Projektmanagement betreiben wie beispielsweise Unternehmensberatungen. Die Autoritätsdefinition strukturiert sich ähnlich wie bei der Projektkoordination. Die Mitarbeiter sind disziplinarisch dem Stabsvorgesetzten und sachkundig dem Projektleiter unterstellt. Letzterer entscheidet häufig über Termine und Ressourcen und hat damit eine höhere Mitwirkung als in der Projektkoordination.[2]

Bei der Durchführung von Projekten sind meist drei Institutionen von Relevanz. Das Projektteam, die Projektleitung sowie der Lenkungsausschuss. Das Projektteam fungiert in der Regel auch als Team, aber nur selten mit Entscheidungsbefugnissen. Das Formieren des Projektteams nach fachlichen und sozialen Fähigkeiten, sowie der Verfügbarkeit, ist für den Erfolg eines Projektes von signifikanter Bedeutung. Die Leitung besteht meist aus einer oder mehreren Personen, die dem Projektteam häufig mit fachlicher Weisungsbefugnis höhergestellt sind. Die Aufgaben der Projektleitung beinhalten u.a. das Zusammenstellen des Teams, die Führung des Projektes, sowie das Definieren der Aufbau- und Ablauforganisation. Der Lenkungsausschuss setzt sich häufig aus den Mitgliedern der Geschäftsleitung und einer Führungskraft, die gegenüber dem Projektleiter eine protegierende Funktion einnimmt, zusammen. Die Aufgabe des Lenkungsausschuss besteht größtenteils in der Konfliktlösung und in der Steuerung des Projektes. Darunter fallen Budgetierung, Abnahme von Meilensteinen und die Veränderung der Projektrahmenbedingungen.

[...]


[1] Vgl. Organisation und Projektmanagement (Bergmann 2008)

[2] Vgl. Organisation und Projektmanagement (Bergmann 2008)

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Projektmanagement. Einführung und Definition
Hochschule
Hochschule Furtwangen  (Informatik)
Veranstaltung
Wissenschaftliches Arbeiten
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
26
Katalognummer
V268574
ISBN (eBook)
9783656595427
ISBN (Buch)
9783656595410
Dateigröße
901 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
projektmanagement, einführung, definition
Arbeit zitieren
Patrick Niedenführ (Autor), 2009, Projektmanagement. Einführung und Definition, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268574

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