In der nachfolgenden Seminararbeit wird das Mobbing im Bezug auf den Arbeitsplatz und die dadurch verursachten psychologischen Auswirkungen betrachtet.
Hierbei wird der Aufbau zunächst durch ein Fallbeispiel eingeleitet. Darauf aufbauend wird die allgemeine Definition, sowie die historische Entwicklungen beschrieben. Zuletzt wird in diesem ersten Kapitel ein kurzer Überblick über die verschiedenen Erscheinungsformen dargelegt.
Im zweiten Kapitel wird sich der Autor dieser Seminararbeit hauptsächlich mit den psychologischen Grundlagen beschäftigen. Hierbei soll protegiert werden, welche Abläufe und Auswirkungen das Mobbing auf die neuronale Funktion des Gehirns einnimmt. Da die Psychologie eine sehr breit gefächerte Wissenschaft ist, kann der Autor hier nur eine oberflächliche Ausarbeitung des Themas ansetzen.
Das nachfolgende Hauptkapitel konzentriert sich schwerpunktmäßig auf das Mobbing am Arbeitsplatz. Hier wird der komplette Ablauf des sogenannten „Bossings“ beschrieben.
Kapitel vier beschreibt komprimiert die rechtliche Situation, da Mobbing heutzutage als Strafbestand zählt und somit strafrechtliche Folgen aufweist.
Die letzen beiden Kapitel werden sich mit einem Ausblick im Bereich des Fortschritts von Präventionen des Mobbings, sowie einem allgemeinen Resümee über das Thema beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Definition
1.2 Historische Entwicklung
1.3 Erscheinungsformen
2. Psychologische Grundlagen
2.1 Wahrnehmung
2.2 Auswirkungen von Mobbing im Gehirn des Betroffenen
3. „Bossing“
3.1 Entstehung
3.2 Ursachen
3.3 Verlauf
3.4 Folgen und Auswirkungen
3.5 Prävention und Maßnahmen
4. Juristische Folgen
5. Ausblick
6. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Mechanismen und Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz, mit einem speziellen Fokus auf die Form des "Bossing". Ziel ist es, den Entstehungsprozess, die neuronalen Folgen für Betroffene sowie präventive und juristische Strategien zur Bewältigung aufzuzeigen.
- Psychologische Grundlagen der Wahrnehmung und deren Einfluss auf Mobbing-Dynamiken.
- Analyse des "Bossing" als spezifische Mobbingform durch Vorgesetzte.
- Darstellung des Phasenmodells von Mobbingverläufen und gesundheitlichen Auswirkungen.
- Diskussion juristischer Handlungsmöglichkeiten und rechtlicher Rahmenbedingungen.
- Erarbeitung präventiver Ansätze und einer gesunden "Streitkultur" in Unternehmen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Entstehung
Herr M. beendete erst kürzlich sein Studium und beginnt nun voller Tatendrang seine Tätigkeit in einer großen Computerfirma. Das Engagement gefiel dem Vorgesetzten überhaupt nicht. Die Folge war permanente Kritik. Diese Kritik wurde von Mal zu Mal heftiger. Der Chef begann Herrn M. wegen seiner Figur zu beanstanden, er sei schludrig, dickköpfig, verdiene zu viel und arbeite trotz 55h Woche zu wenig. Zudem sei seine Rechtschreibung und Grammatik miserabel. Aus diesem Grunde durfte er keine Kunden selbstständig anschreiben, sondern müsse alles über den Chef absegnen lassen. Desweiteren bekam er keine Projekte mehr, bestehende wurden entzogen, wichtige Stakeholder durfte Herr M. nicht mehr kontaktieren. Dies ging soweit das Herr M. nicht mehr wusste, was eigentlich seine Tätigkeit war. Er begann selbst an sich zu zweifeln, vor allem nach dem der Chef behauptete, Kollegen würden genauso über ihn denken. Herr M. wurde in seiner Tätigkeit komplett eingeschränkt. Eingesperrt in einem dunkeln Behältnis. Ohne die Möglichkeit sich zu entfalten und zu befreien.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema anhand eines Fallbeispiels sowie Definition des Mobbing-Begriffs und dessen historische Einordnung.
2. Psychologische Grundlagen: Beleuchtung der menschlichen Wahrnehmung und der negativen Auswirkungen von Mobbing auf die neuronalen Strukturen, insbesondere das limbische System.
3. „Bossing“: Eingehende Analyse der Mobbingform durch Vorgesetzte, inklusive der Entstehungsursachen, des Verlaufs und möglicher Präventionsstrategien.
4. Juristische Folgen: Überblick über die rechtliche Situation in Deutschland und Möglichkeiten zur zivil- sowie strafrechtlichen Verteidigung für Betroffene.
5. Ausblick: Vorstellung eines Drei-Phasen-Modells zur Konfliktlösung und Etablierung einer präventiven Unternehmenskultur.
6. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass Führungskompetenz und Soft-Skills essenziell zur Mobbing-Vermeidung sind.
Schlüsselwörter
Mobbing, Bossing, Psychologie, Arbeitsplatz, Soziale Isolation, Cyberbullying, Wahrnehmung, Limbisches System, Prävention, Konfliktmanagement, Streitkultur, Führungskräfte, Arbeitsrecht, Personalmanagement, Psychoterror.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Mobbing am Arbeitsplatz, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem sogenannten "Bossing" (Mobbing durch Vorgesetzte) liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf psychologischen Hintergründen, den prozessualen Verläufen von Mobbing, den gesundheitlichen Auswirkungen sowie rechtlichen und präventiven Maßnahmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die psychologischen Auswirkungen von Mobbing konkret hervorzuheben und Strategien zu verdeutlichen, wie Unternehmen und Betroffene mit dieser Problematik umgehen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die durch Fallbeispiele und eine Literaturanalyse fundierter psychologischer sowie rechtlicher Erkenntnisse gestützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich intensiv dem "Bossing", dessen Entstehung, Ursachen, Phasenverlauf und den Auswirkungen auf die Psyche und den Körper der Betroffenen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Mobbing, Bossing, Wahrnehmung, psychische Gesundheit, Arbeitsrecht und präventives Konfliktmanagement.
Warum spielt das "limbische System" eine Rolle für die Analyse?
Der Autor führt aus, dass chronischer Stress durch Mobbing zu einer messbaren Regression in den Schaltzentren des limbischen Systems führt, was Depressionen und andere Krankheiten begünstigt.
Was ist unter dem "Dramadreieck" zu verstehen?
Das Dramadreieck beschreibt die Rollenverteilung zwischen Verfolger, Opfer und Retter in Konfliktsituationen und dient als psychologisches Modell zur Erklärung von Interaktionsdynamiken.
Wie unterscheidet sich "Bossing" von anderem Mobbing?
Beim Bossing geht das Mobbing explizit von der Führungsebene aus, wobei der Vorgesetzte seine Vormachtstellung zur systematischen Erniedrigung des Mitarbeiters ausnutzt.
- Arbeit zitieren
- Patrick Niedenführ (Autor:in), 2011, Bossing. Psychologische Auswirkungen von Mobbing am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268576