Diese Arbeit stellt die verschiedenen Formen der Armut dar, sowie eine Möglichkeit, das Thema Geld und Armut mit Auszubildenden zu behandeln, sowie eine Sensibilität dafür zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
1 LEBEN IN ARMUT – ZAHLEN, DATEN, FAKTEN
1.1 Definition von Armut
1.2 Stufen der Armut
1.3 Warum Armut in Deutschland existiert
2 UMGANG MIT GELD – WILLKOMMEN IM ALLTAG
2.1 Ausgangsituation
2.2 Erfassen der Einnamen oder Ist es wirklich so wenig?
2.3 Erfassen der Ausgaben oder Wo ist mein Geld nur hin?
2.4 Zuviel Geld für Kosmetik? Das gibt es nicht
2.5 In Zukunft wird alles anders oder auch nicht
2.6 Anderen geht es schlechter
3 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Auszubildenden in schwierigen finanziellen Verhältnissen eine strukturierte Hilfestellung zu bieten, um ihre Finanzen besser zu verstehen, Ausgaben zu kontrollieren und einen realistischen Blick auf ihren Umgang mit Geld zu entwickeln.
- Definition und wissenschaftliche Einordnung von Armut
- Analyse von Einnahme- und Ausgabestrukturen im Alltag
- Herausforderungen beim Einsparen von Fixkosten und Konsumausgaben
- Förderung der Eigenverantwortung und Realitätswahrnehmung
- Bedeutung der Ausbildung als Weg aus der finanziellen Abhängigkeit
Auszug aus dem Buch
2.2 Erfassen der Einnamen oder Ist es wirklich so wenig?
Würde man die Auszubildenden fragen, ob sie arm sind, dann würden diese sofort sagen: Ja!
Im ersten Schritt wird mit den Auszubildenden berechnet, wie viel Geld man zur Verfügung hat. Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann dies natürlich nicht mit eigenen Daten erfolgen, es wird zu Darstellung daher mit unserem Auszubildendendummy „Herbert“ gearbeitet. Herbert ist ein imaginärer Auszubildender, er hat als Auszubildender eine Ausbildungsvergütung von 316,00 € im 1. Lehrjahr, wohnt allein in einer Wohnung für die er 350 € Miete zahlt. Außerdem erhält er 550 € Zuschüsse zum Lebensunterhalt vom Staat. Doch Herbert hat nie Geld und Herbert sagt selbst „Ich bin arm“.
Es gilt nun festzustellen, welche Einkünfte hat Herbert und welche Ausgaben stehen diesen gegenüber. Die Einnahmen betragen in diesem Fall 856 €.
Die Auszubildenden erstellen für sich selbst eine Tabelle in denen sie ihre eigenen Einnahmen erfassen, die wir später noch benötigen. Oft kommt bereits hier der erste Aha Effekt, dass es doch gar nicht so wenig Geld ist, was Ihnen zur Verfügung steht.
Meist sehen die Auszubildenden gar nicht das gesamte Einkommen, da es oft an unterschiedlichen Tagen ausgezahlt wird. So kommt die Ausbildungsvergütung am 30. des Monats, aber da am 01. die Miete fällig ist, wird dieses Einkommen einfach „übersehen“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 LEBEN IN ARMUT – ZAHLEN, DATEN, FAKTEN: Dieses Kapitel definiert den Armutsbegriff, unterscheidet verschiedene Armutsstufen und beleuchtet die Ursachen für das Bestehen von Armut in einem wohlhabenden Land wie Deutschland.
2 UMGANG MIT GELD – WILLKOMMEN IM ALLTAG: Hier wird der Fokus auf die praktische Anwendung gerichtet, indem Methoden zur Erfassung und Analyse des persönlichen Budgets der Auszubildenden vorgestellt und diskutiert werden.
3 FAZIT: Das Kapitel reflektiert die Rolle der Ausbilderin und betont die Notwendigkeit der Ausbildung als nachhaltige Strategie zur finanziellen Unabhängigkeit.
Schlüsselwörter
Armut, Auszubildende, Finanzen, Haushaltsplan, Einkommen, Ausgaben, Lebenshaltungskosten, Budgetplanung, Finanzielle Bildung, Sozialkompetenz, Selbstständigkeit, Existenzsicherung, Teufelskreis der Armut, Konsumverhalten, Berufsausbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die finanzielle Situation von Auszubildenden und zeigt Wege auf, wie diese durch einen bewussteren Umgang mit Geld und eine bessere Budgetkontrolle ihre Lebensumstände verbessern können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Definition von Armut, die Analyse der persönlichen Einnahmen und Ausgaben sowie die Identifikation von Einsparpotenzialen im Alltag der Auszubildenden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, Auszubildenden einen realistischen Blick auf ihre Finanzen zu vermitteln und sie zu befähigen, ihre wirtschaftliche Situation aktiv zu gestalten, statt vor finanziellen Problemen zu kapitulieren.
Welche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt pädagogische Ansätze aus ihrer Arbeit als Ausbilderin, wie z.B. die Arbeit mit einem "Auszubildendendummy" zur Datenerhebung und praktische Übungen zur Budgetkontrolle mittels Tabellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zur Armut sowie einen praktischen Teil, in dem konkrete Wege zur Ausgabenerfassung und Verhaltensänderung bei den Finanzen erarbeitet werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Armut, Finanzielle Bildung, Budgetplanung, Ausbildungsvergütung und Eigenverantwortung.
Warum wird mit einem "Auszubildendendummy" namens Herbert gearbeitet?
Die Arbeit mit einem fiktiven Beispiel dient dem Datenschutz, da die echten finanziellen Daten der Auszubildenden zu sensibel für eine allgemeine Analyse sind.
Warum fällt es den Auszubildenden schwer, ihre Finanzen langfristig zu ordnen?
Laut der Autorin scheitern langfristige Veränderungen oft an mangelnder Eigeninitiative, Überforderung durch administrative Aufgaben wie Anbieterwechsel und dem sozialen Druck, auf Konsumgüter nicht verzichten zu wollen.
- Citar trabajo
- Jeanette Banane (Autor), 2013, Leben in Armut. Der Umgang mit dem Geld, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268666