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Multilateralismus und Regionalismus in Asien

Titre: Multilateralismus und Regionalismus in Asien

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Jan-Ulrich Rothacher (Auteur)

Economie politique - Théorie et Polititque du commerce extérieur
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Das absehbare Scheitern des Doha-Prozesses, mit einer bestenfalls minimalen Konsenslösung, zeigt derzeit die Grenzen für multilaterale Lösungen bei der Handelsliberalisierung auf. Im Gegensatz dazu erleben bilaterale und regionale Präferenzhandelsabkommen ein starkes Wachstum. Diese beiden Phänomene sind ihrer Gesamtwirkung umstritten. Der Diskurs dreht sich um die Frage, wie der zunehmende Regionalismus in das multilaterale Handelssystem eingebettet werden kann. Die vorliegende Arbeit setzt sich dabei mit einem Fokus auf Ostasien mit dieser Diskussion auseinander. Die Region ist angesichts seiner starken und wachsenden Verknüpfung mit der Weltwirtschaft von essentieller Bedeutung für das Funktionieren des Welthandels.

Die Arbeit vollzieht im 2. Kapitel zunächst die Entwicklung des Regionalismus in Asien nach. Kapitel 3 widmet sich dann den Gründen für das starke Wachstum der Regionalisierung in Ostasien. In Kapitel 4 wird die daraus erwachsende Problematik diskutiert, um im 5. Kapitel mögliche Lösungswege hin zu einer stärkeren Kompatibilität mit der multilateralen Verhandlungslösung zu skizzieren. Das 6. Kapitel schließt die Arbeit mit einem nüchternen Fazit ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des Regionalismus in Asien

2.1 Die unilaterale Liberalisierung im GATT/WTO System

2.2 Liberalisierung durch Freihandelsabkommen in Asien

2.3 Integrationsinstitutionen in Asien

3. Theoretische Begründung der asiatischen Regionalisierung

3.1 Asien als Produktionsnetzwerk

3.2 Polit-Ökonomische Erklärungsansätze

4. Problematik der derzeitigen Form des Asien-Regionalismus

4.1 Qualität der FTAs

4.2 Hub and Spoke Bilateralismus

4.3 Unterminierung des multilateralen Systems

5. Lösung durch stärkere Einbettung ins multilaterale System

5.1 „Multilateralizing Regionalism“

5.2 Unilaterale Lösungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem stagnierenden multilateralen Handelssystem und dem rasanten Anstieg bilateraler sowie regionaler Freihandelsabkommen in Ostasien, um Wege für eine stärkere Kompatibilität dieser Ansätze aufzuzeigen.

  • Entwicklung des asiatischen Regionalismus und seiner institutionellen Einbettung.
  • Analyse der theoretischen Begründung asiatischer Produktionsnetzwerke.
  • Kritische Würdigung der Problematik von "Hub and Spoke"-Strukturen und komplexer Ursprungsregeln.
  • Diskussion von Lösungsansätzen wie „Multilateralizing Regionalism“ zur Stärkung der Integration.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die unilaterale Liberalisierung im GATT/WTO System

Ökonomische Integration der asiatischen Staaten ist unweigerlich mit deren Liberalisierung des Handels verbunden. Das Wachstumsmodell mit einer starken Exportorientierung der heimischen Wirtschaft wurde in den 60er Jahren von Japan vorexerziert, später von Südkorea und Taiwan nachempfunden und in den 70ern von den südostasiatischen Staaten und China in den 90ern angewandt. Eine Untersuchung der Weltbank zur Methode der Handelsliberalisierung konstatierte, dass zwischen 1983 und 2003 66% der Zollsenkungen in Entwicklungsländern unilateral, d.h. ohne die Forderung nach Reziprozität, realisiert wurden.

Abbildung 1 im Anhang illustriert den Anteil, der in diesem Kapitel beschriebenen Liberalisierungstypen, bei der Zollreduzierung in Entwicklungsländern. Angesichts der Fortschritte in China, die im Zuge des Beitritts zur WTO erzielt wurden, darf freilich auch der Beitrag des multilateralen Ansatzes, d.h. des Verpflichtungscharakters des WTO-Beitritts, nicht unterschätzt werden. Auch für Vietnam lassen sich große Fortschritte konstatieren, als es 2007 der WTO beitrat.

In den 90er Jahren wandelte sich die Situation und der Regionalismus brach auch in Asien Bahn. Dieser wird im weiteren Sinne als Präferenzhandelsabkommen zwischen Ländern und Ländergruppen definiert und weicht damit vom Prinzip der Gleichbehandlung ab, das durch den Grundsatz der unbedingten Meistbegünstigung (MFN) und den der Inländerbehandlung abgesichert wird, da gegenüber Nicht-Mitgliedern unterschiedliche Regeln angewandt werden. Deren Ausformungen in Asien sollen in den nachstehenden Kapiteln untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des sich abschwächenden multilateralen Welthandels und den gleichzeitig boomenden regionalen Handelsabkommen in Ostasien ein.

2. Die Entwicklung des Regionalismus in Asien: Das Kapitel zeichnet den historischen Wandel von unilateraler Liberalisierung hin zu komplexen regionalen Handelsnetzwerken in Asien nach.

3. Theoretische Begründung der asiatischen Regionalisierung: Hier wird der regionale Trend durch die Rolle asiatischer Produktionsnetzwerke und polit-ökonomische Erklärungsmodelle theoretisch untermauert.

4. Problematik der derzeitigen Form des Asien-Regionalismus: Der Abschnitt kritisiert die mangelnde Qualität vieler Abkommen sowie negative Effekte wie den „Noodle Bowl“-Effekt und Hub-and-Spoke-Strukturen.

5. Lösung durch stärkere Einbettung ins multilaterale System: Es werden Ansätze wie das „Multilateralizing Regionalism“ diskutiert, um regionale Abkommen mit dem multilateralen Welthandelssystem kompatibler zu machen.

6. Fazit: Das Kapitel schließt mit einer nüchternen Einschätzung, dass eine Reform der regionalen Bemühungen hin zu einer echten Marktwirtschaft für alle Beteiligten erstrebenswert ist.

Schlüsselwörter

Regionalismus, Freihandelsabkommen, WTO, Asien, Multilateralismus, Handelsliberalisierung, Produktionsnetzwerk, Hub-and-Spoke, Ursprungsregeln, Noodle-Bowl-Effekt, Weltwirtschaft, Handelsintegration, Zollsenkung, Präferenzabkommen, Außenhandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis und die Spannungen zwischen regionalen Freihandelsabkommen und dem multilateralen Welthandelssystem mit einem spezifischen Fokus auf die asiatische Region.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Liberalisierung in Asien, die Bedeutung von Produktionsnetzwerken, die Qualität regionaler Abkommen sowie die Herausforderungen durch den „Hub and Spoke“-Bilateralismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie der zunehmende Regionalismus in Asien in ein multilaterales Handelssystem eingebettet werden kann, um eine höhere Kompatibilität und wirtschaftliche Effizienz zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit verwendet eine deskriptive und analytische Methode, basierend auf einer Auswertung existierender ökonomischer Studien, Statistiken der Weltbank und Analysen zum WTO-Beitrittsverlauf.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begründung der regionalen Integration, eine kritische Bestandsaufnahme bestehender Abkommen sowie die Diskussion von Lösungsansätzen für eine bessere globale Integration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die zentralen Begriffe sind Regionalismus, Freihandelsabkommen (FTA), WTO, Multilateralisierung, asiatische Produktionsnetzwerke und der „Noodle Bowl“-Effekt.

Welche Rolle spielt der „Noodle Bowl“-Effekt in der Argumentation des Autors?

Der „Noodle Bowl“-Effekt dient zur Illustration der negativen Handelsverzerrungen durch sich überschneidende, komplexe regionale Abkommen, die den Handel eher behindern als fördern können.

Warum betont der Autor die Bedeutung unilateraler Liberalisierung?

Der Autor zeigt auf, dass ein Großteil der historischen Zollsenkungen in Asien nicht durch Abkommen, sondern einseitig (unilateral) zur Förderung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Exportorientierung erfolgte.

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Résumé des informations

Titre
Multilateralismus und Regionalismus in Asien
Université
University of Heidelberg  (Alfred Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften)
Cours
Internationaler Handel
Note
1,7
Auteur
Jan-Ulrich Rothacher (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
25
N° de catalogue
V268791
ISBN (ebook)
9783656598213
ISBN (Livre)
9783656598183
Langue
allemand
mots-clé
Regionalismus FTA Asien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jan-Ulrich Rothacher (Auteur), 2012, Multilateralismus und Regionalismus in Asien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268791
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Extrait de  25  pages
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