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Helmuth Plessners Konzept der Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt

Title: Helmuth Plessners Konzept der Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt

Term Paper , 2004 , 18 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Stefanie Ibinger (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Wenn man in die philosophische Anthropologie Einsicht gewinnen möchte, gilt es Helmuth Plessner als Mitbegründer dieser zu studieren. Seine Theorien bildeten für viele Philosophen eine Basis, von der sie entweder aufbrachen oder aufgrund derer sie wussten, für sie seien andere Ansätze von Bedeutung, die sie bei anderen Anthropologiephilosophen wie bspw. Max Scheler oder Arnold Gehlen finden konnten. Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen von Helmuth Plessner skizzierten Welten des Menschen: Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt. Die Termini erarbeitete er in seinem Hauptwerk „Die Stufen des Organischen und der Mensch: Einleitung in die philosophische Anthropologie“ in Kapitel 7, Die Sphäre des Menschen, 2. Außenwelt, Innenwelt, Mitwelt; S. 365 - 382.

Um seine Ausführungen zu verstehen bedarf es einer vorangestellten Behandlung des Begriffes ‚Exzentrische Positionsform’, die die Bedingung zur Erlangung der Stufe des Menschen ist. In Folge werden Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt unabhängig vonein-ander behandelt.

Des weiteren stellt die Arbeit einen Versuch dar, Plessners Erklärungen in Kapitel 7/2 mit Hilfe seiner späteren Aussagen und den Ergänzungen der zitierten Autoren, die sich mit Plessners Werken eingehend beschäftigt haben, in kompakter und verständlicher Form zu präsentieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BIOGRAPHISCHES

3. AUßENWELT – INNENWELT – MITWELT

3.1 DIE EXZENTRISCHE POSITIONSFORM

3.2 AUßENWELT

3.3 INNENWELT

3.4 MITWELT

4. RÉSUMÉ

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit widmet sich der systematischen Erschließung der von Helmuth Plessner in seinem Hauptwerk „Die Stufen des Organischen und der Mensch“ formulierten Welten des Menschen – Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt – um dessen anthropologische Theorie in kompakter Form darzulegen.

  • Die philosophische Anthropologie von Helmuth Plessner
  • Das Konzept der exzentrischen Positionsform als anthropologische Grundbedingung
  • Differenzierung zwischen Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt
  • Die Analyse der Doppelaspektivität des menschlichen Daseins
  • Die Rolle der Selbstreflexion bei der Konstituierung menschlicher Existenz

Auszug aus dem Buch

3.1 Die exzentrische Positionsform

Das durchlaufende Merkmal alles Lebendigen ist die „Doppelaspektivität“, die sich in der Unterscheidung und Verschränkung von „Innen“ und „Außen“ auf jeder Stufe des Lebendigen anders manifestiert.

Die Doppelaspektivität des lebendigen Körpers zeigt sich an seiner Grenze: nicht wie beim unbelebten Körper stellt die Grenze ein leeres Zwischen, einen bruchlosen Übergang von einem Ding zum anderen dar sondern ist Ort einer doppelten Vermittlung: Der Organismus ist begrenzt und hat außerdem eine Grenze, die ihn sowohl nach innen als auch nach außen abschließt – gleichzeitig jedoch auf seine Umgebung hin aufschließt. Die Grenze weist auf das angrenzende Medium und zugleich in den Körper zurück. (vgl. Bielefeldt 1994, S. 76)

„Die Grenze gehört dem Körper selbst an, der Körper ist die Grenze seiner selbst und des Anderen und insofern ihm und dem Anderen entgegen.“ (Plessner 1981, S. 181)

Die Grenze kann als „Hauthaftigkeit“ bezeichnet werden, da die Grenze als Haut oder Membran zugleich Beziehung zwischen Innen und Außen stiftet als sie sie auch voneinander trennt. Die „doppelsinnige Transzendierung“ (Plessner 1981, S. 184) des lebendigen Körpers drückt sich eben in der über die hauthafte Oberfläche vermittelten Beziehung zum angrenzenden Medium und vom Medium zurück in den Körper aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung Plessners für die philosophische Anthropologie und Darlegung des methodischen Vorgehens dieser Arbeit.

2. BIOGRAPHISCHES: Überblick über das Leben und den akademischen Werdegang von Helmuth Plessner sowie die Einbettung in das intellektuelle Umfeld seiner Zeit.

3. AUßENWELT – INNENWELT – MITWELT: Analyse der drei zentralen Seinsdimensionen des Menschen, die auf dem Verständnis der exzentrischen Positionsform aufbauen.

3.1 DIE EXZENTRISCHE POSITIONSFORM: Erläuterung der für den Menschen konstitutiven exzentrischen Positionalität als Voraussetzung zur Differenzierung gegenüber Tier und Pflanze.

3.2 AUßENWELT: Untersuchung der Außenwelt als Sphäre, in der sich der Mensch als Körperding innerhalb eines Raum-Zeit-Kontinuums verorten kann.

3.3 INNENWELT: Analyse der durch Selbstreflexion und die Spaltung in Seele und Erlebnis charakterisierten Innenwelt des Menschen.

3.4 MITWELT: Beschreibung der intersubjektiven Dimension der Mitwelt als Sphäre, in der Menschen einander als Personen begegnen.

4. RÉSUMÉ: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Einordnung der Plessnerschen Anthropologie als komplexes, aber grundlegendes Denkmodell.

Schlüsselwörter

Philosophische Anthropologie, Helmuth Plessner, Exzentrische Positionsform, Außenwelt, Innenwelt, Mitwelt, Doppelaspektivität, Menschsein, Selbstreflexion, Person, Leib, Körper, Positionalität, Intersubjektivität, Existenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophisch-anthropologischen Konzepte von Helmuth Plessner, insbesondere dessen Analyse der spezifisch menschlichen Existenzweisen im Kontext seiner drei Welten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Position des Menschen im Kosmos, die Struktur seiner Wahrnehmung sowie das Verhältnis von Leib, Körper und Seele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Plessners Erklärungen zu den Begriffen Außen-, Innen- und Mitwelt aus seinem Hauptwerk verständlich aufzubereiten und in einen systematischen Zusammenhang zu bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textanalytischen Auseinandersetzung mit Plessners Primärwerk sowie der Ergänzung durch relevante wissenschaftliche Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich zunächst der exzentrischen Positionsform als Bedingung, gefolgt von einer detaillierten, schrittweisen Analyse der Außen-, Innen- und Mitwelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Exzentrizität, Doppelaspektivität, Person, Leib-Seele-Verhältnis und philosophische Anthropologie definiert.

Warum unterscheidet Plessner zwischen Innenwelt und Außenwelt?

Die Unterscheidung basiert auf der spezifisch menschlichen Fähigkeit zur Distanznahme, die eine bewusste Reflexion der Grenze zwischen dem eigenen Inneren und der äußeren dinglichen Welt ermöglicht.

Inwiefern unterscheidet sich die Mitwelt von der sozialen Umgebung?

Obwohl im Alltag synonym verwendet, beschreibt Plessner die Mitwelt als eine ontologische Struktur menschlicher Begegnung, die weit über das bloße Vorhandensein sozialer Kontakte hinausgeht.

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Details

Title
Helmuth Plessners Konzept der Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt
College
University of Vienna  (Institut für Phisosophie)
Grade
sehr gut
Author
Stefanie Ibinger (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V26885
ISBN (eBook)
9783638290876
ISBN (Book)
9783656452287
Language
German
Tags
HELMUTH PLESSNERS AUßENWELT INNENWELT MITWELT
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Ibinger (Author), 2004, Helmuth Plessners Konzept der Außenwelt, Innenwelt und Mitwelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26885
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