Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Stadtplanung und Stadterneuerung im Nationalsozialismus

Titel: Stadtplanung und Stadterneuerung im Nationalsozialismus

Seminararbeit , 2013 , 24 Seiten , Note: 13 Punkte

Autor:in: Alexander Epple (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Stadtplanung ist ein Thema, das in Städten und Stadtratgremien immer wieder auftaucht und auch nie ganz aus dem Aufgabenbereich eines Staates verschwindet. Solange es Städte gibt, gibt es auch jene die die Städte planen und organisieren. Dennoch soll der Städtebauer laut dem Zitat Theodor Fischers kein Ideologe sein, der alles niederreißt und von Grund auf neu errichtet, nur um seinem eigenen Wahn gerecht zu werden. Leider trifft jedoch ebendies auf das dritte Reich zu. Bevor aber die Stadterneuerung und Neuplanung näher beleuchtet wird, soll der Größenwahn und die fanatische Ideologie des NS-Regimes anhand der damaligen Architektur und Baukunst kurz erläutert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Größenwahn des Nationalsozialismus in der Architektur

2. Stadtplanung und deren Umsetzung im Deutschen Reich

2.1. Grundlagen: Die Ideen des Nationalsozialismus

2.1.1. Hintergrundgedanke

2.1.2. Ideologie

2.2. Die verschiedenen Stadtmodelle

2.2.1. Das technokratische Prinzip

2.2.1.1. Technokratie: Erklärung

2.2.1.2. Umsetzung im Nationalsozialismus

2.2.2. Das völkisch-organisches Prinzip im Kontext

2.3. Stadtplanungen anhand von Beispielen

2.3.1. Berlin

2.3.1.1. Die Idee der Neugestaltung Berlins

2.3.1.2. Die Ost-West-Achse

2.3.1.3. Die Nord-Süd-Achse

2.3.2. München

2.3.3. Nürnberg

2.3.4. Salzgitter

2.3.4.1. Gründe für die Standortwahl

2.3.4.2. Der Siedlungsraum um Salzgitter

2.3.4.3. Die Stadt Salzgitter

2.4 Gründe für das Scheitern „Germanias“ anhand der „Großen Halle“

3. Abschließendes Fazit: Zum Scheitern verurteilt? Stadtplanung in der NS-Zeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die städtebaulichen Visionen und architektonischen Konzepte des Nationalsozialismus, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen ideologischem Größenwahn und praktischer Umsetzbarkeit liegt. Es wird analysiert, wie städtebauliche Maßnahmen als Machtinstrumente zur Kontrolle der Gesellschaft und zur Demonstration nationalsozialistischer Ideologie instrumentalisiert wurden.

  • Die architektonischen Stilrichtungen im Nationalsozialismus
  • Gegenüberstellung von technokratischen und völkisch-organischen Stadtmodellen
  • Analyse städtebaulicher Großprojekte in Berlin, München, Nürnberg und Salzgitter
  • Die Rolle von Albert Speer bei der Planung der „Welthauptstadt Germania“
  • Kritische Bewertung der Scheiterungsgründe monumentaler Bauvorhaben

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1. Die Idee der Neugestaltung Berlins

Wenn Adolf Hitler von der Neugestaltung Berlins sprach, dann meinte er damit „einem tausendjährigen Volk mit tausendjähriger geschichtlicher und kultureller Vergangenheit für die vor ihm liegende unabsehbare Zukunft eine ebenbürtige tausendjährige Stadt zu bauen“. Zunächst beauftragte er das Planungsamt Berlin mit einer repräsentativen Straße, die die Stadt von Norden nach Süden schneiden sollte. Diese Idee ist allerdings nur aus einer Studie Martin Mächlers von 1917 kopiert. Vorgesehen waren hier ein neuer Bahnhof und eine Untergrundbahn. Die damit gewonnene Fläche hätte als Grundlage für eine Prachtstraße gedient, die von mehreren neuen Verwaltungsgebäuden gesäumt werden sollte. Jedoch missfiel Hitler diese Idee und er passte sie den eigenen Wünschen an. Die Straße wurde breiter, ein großer, runder Platz wurde am Schnittpunkt mit der ebenfalls von Hitler in Auftrag gegebenen Ost-West Achse eingefügt. In dieser „ersten Phase“ wurde beispielsweise der Bau des Reichsluftfahrtministeriums begonnen. Kennzeichnend für die nationalsozialistische Architektur war die hohe Geschwindigkeit im Bau. Alte Gebäude wurden rücksichtslos abgerissen, neue schnell und unverzüglich gebaut. Der verwendete Baustil lässt sich leicht erklären. Sachlichkeit war hierbei das Hauptmerkmal. Diese wird durch gerade Linien und klare Formen erreicht und erklären den „Charakter der nordischen Rasse“. Die Verwendung von Natursteinen (z.B. Granit, Marmor) sollte das „Wehrmäßige und Unverrückbare“ der Gesellschaft widerspiegeln. Dies beruht sinngemäß auf den Eigenschaften jener Steine. Naturstein zeichnet sich durch den hohen Härtegrad und die Natürlichkeit aus, er muss erst mit viel Aufwand aus dem Berg geschlagen werden und ist nicht industriell reproduzierbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Größenwahn des Nationalsozialismus in der Architektur: Dieses Kapitel führt in die architektonische Ästhetik des NS-Regimes ein und beschreibt den monumentalen Stil als Ausdruck des Geltungsdrangs.

2. Stadtplanung und deren Umsetzung im Deutschen Reich: Hier werden die ideologischen Grundlagen der NS-Stadtplanung, die Konzepte der Städtebaumodelle sowie konkrete Beispiele aus verschiedenen deutschen Städten detailliert erörtert.

3. Abschließendes Fazit: Zum Scheitern verurteilt? Stadtplanung in der NS-Zeit: Das Fazit fasst die Ambivalenz zwischen der angestrebten Machtdemonstration und der realen Unmöglichkeit der baulichen Umsetzung zusammen.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Stadtplanung, Architektur, Germania, Albert Speer, Technokratie, völkisch-organisches Prinzip, Großstadt, NS-Ideologie, Bauvorhaben, Volksgemeinschaft, Monumentalbau, Stadtneugründung, Salzgitter, Stadtumbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die städtebaulichen Vorstellungen und die nationalsozialistische Architektur zwischen 1933 und 1945.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Themen sind unter anderem die Architekturstile der Zeit, der Einfluss der Ideologie auf den Städtebau und die Planung von Großprojekten.

Was ist das zentrale Ziel der Untersuchung?

Es soll verdeutlicht werden, wie Stadtplanung als Instrument der nationalsozialistischen Herrschaft und Ideologie genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Untersuchung städtebaulicher Fallbeispiele und architektonischer Entwürfe.

Was ist der Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Stadtmodelle und eine anschließende Prüfung von konkreten Projekten wie „Germania“ oder Salzgitter.

Welche Keywords definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Nationalsozialismus, Stadtplanung, Architektur, Ideologie und Monumentalität.

Warum war das Projekt „Germania“ zum Scheitern verurteilt?

Neben den astronomischen Kosten und der Ressourcenknappheit war der Berliner Boden technisch nicht für die monumentalen Bauvorhaben wie die „Große Halle“ geeignet.

Inwiefern unterschieden sich das technokratische und das völkisch-organische Prinzip?

Das technokratische Prinzip fokussierte auf Effizienz und eine bürokratisch-technische Gliederung der Stadt, während das völkisch-organische Modell rassistische und ideologische Vorstellungen der Volksgemeinschaft räumlich abbilden wollte.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stadtplanung und Stadterneuerung im Nationalsozialismus
Note
13 Punkte
Autor
Alexander Epple (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
24
Katalognummer
V268887
ISBN (eBook)
9783656599067
ISBN (Buch)
9783656599043
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stadtplanung stadterneuerung nationalsozialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Epple (Autor:in), 2013, Stadtplanung und Stadterneuerung im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268887
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum