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Berlioz und seine Symphonie fantastique

Titel: Berlioz und seine Symphonie fantastique

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lukas Jäger (Autor:in)

Musik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein musikgeschichtlich herausragendes Ereignis, das einen weitreichenden Einfluss auf die Musik des 19. Jahrhunderts ausübte, war die Komposition und Aufführung der Symphonie fantastique.
Im Jahr 1830, mit nur 26 Jahren, schrieb Hector Berlioz dieses erste seiner Hauptwerke.
Als erstes werde ich in der Hausarbeit auf den Terminus „Programm-Musik“ eingehen und verschiedene Definitionen darstellen (Kap. 2).
Der nächste Abschnitt befasst sich direkt mit der Symphonie fantastique (Kap. 3). Zum Verständnis dieses Werkes ist, unter vielen Aspekten, sein autobiographischer Hintergrund von wesentlicher Bedeutung. Auf diesen werde ich, in Anlehnung an die Memoiren von Berlioz, in der Hausarbeit gesondert eingehen (Kap. 3.1). Ich bin mir dabei bewusst, dass die Memoiren nicht als objektive Geschichtsquelle zu werten sind. Die Datierung und die Reaktionen der Aufführungen der Symphonie werden in den nächsten Kapiteln erläutert (Kap. 3.2 und 3.3)
Der nächste Abschnitt ist dem Programm, seinen verschiedenen Fassungen, Besonderheiten und Einflüssen vorbehalten (Kap. 4.4).
Dem Kapitel „Kompositorische Besonderheiten“ (Kap. 3.5) liegt der Notentext „Berlioz Symphonie fantastique Op. 14“ hrsg. von Nicholas Temperley vom Verlag Eulenberg zu Grunde. In ihm stelle ich dar, wie das „Hauptthema“ der Symphonie, die idée fixe, in den Sätzen auftritt.
Ein Fazit (Kap. 4) schließt die Hausarbeit am Ende ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Programm-Musik

3. Die Symphonie fantastique

3.1 Entstehungsgeschichtliche Kontexte

3.2 Erste Aufführung der Symphonie fantastique

3.3 Zweite Aufführung der Symphonie fantastique

3.4 Das Programm

3.5 Kompositorische Besonderheiten

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Symphonie fantastique von Hector Berlioz und hinterfragt dabei die Anwendbarkeit des Gattungsbegriffs der „Programm-Musik“ auf dieses komplexe Werk unter Berücksichtigung autobiographischer und kompositorischer Faktoren.

  • Definition und musikwissenschaftliche Einordnung von Programm-Musik
  • Analyse der Entstehungsgeschichte der Symphonie fantastique
  • Untersuchung des Programmbezugs und der dramatischen Konzeption
  • Darstellung kompositorischer Besonderheiten, insbesondere der Idee fixe

Auszug aus dem Buch

3.4 Das Programm

„Mit der prätentiösen Mischung aus persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen, literarischen Einflüssen und Reminiszenzen, die das Programm“ der Symphonie fantastique umfasst, lässt sich das „außermusikalische Sujet“ wenn nicht restlos klären, so aber umschreiben. Es sind äußerst heterogene Ereignisse, die Eingang in Berlioz‘ selbst verfasstes Programm gefunden haben. Wenn man von dieser Deutung des Programms ausgeht, lässt sich die Symphonie fantastique der ersten Definition der Hausarbeit zuordnen, mit der Besonderheit, dass in Berlioz‘ Symphonie keine Literatur direkt als „Programm“, kein „außermusikalisches Sujet“ sich direkt zuordnen lässt, was die Symphonie als Programm-Musik ausweisen könnte. Sondern es ist, unter Einfluss verschiedener literarischer, musikalischer und autobiographischer Motive, ein eigenes selbstverfasstes Szenarium. Dies hebt die Symphonie fantastique als Programmsymphonie von anderen Werken ab, wie beispielsweise von der Pastorale Beethovens. Dies zeugt von einer ganz neuen dramatischen Entwicklung in der Programm-Musik. Berlioz ging es darum das Programm, wie in der zweiten Fassung geschildert, als „de[n] gesprochene[n] Text einer Oper“, verstanden zu wissen.

Im Programm lassen sich, wie Berger schreibt, „Hinweise für das Verständnis seiner kompositorischen Intention finden“. Es geht darum, dass Programm zu verwenden und „die poetische Beschreibung in der Logik der musikalischen Struktur wiederzuentdecken“. Das Programm ist von Wichtigkeit, da der formale Bau der Symphonie fantastique ohne dieses, als „negativ“ zu beschreiben, als einer, der nicht in Übereinstimmung mit der Gattungstradition zu bringen ist. Zugleich darf man sich nicht auf das Programm beschränken, da man sonst in „oberflächlichen Analogien“ gefangen, den ungeheuren Klangreichtum, die rhythmische, melodische und metrische Komplexität des Werkes unterschätzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise sowie der zentralen Fragestellung bezüglich der Symphonie fantastique.

2. Programm-Musik: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Programm-Musik, seinen vielfältigen Definitionen und seiner musikgeschichtlichen Entwicklung.

3. Die Symphonie fantastique: Analyse des Werkes, wobei Entstehungsgeschichte, Aufführungen, das Programm selbst und kompositorische Besonderheiten (insbesondere die Idee fixe) detailliert beleuchtet werden.

3.1 Entstehungsgeschichtliche Kontexte: Erörterung der biographischen, literarischen und musikalischen Einflüsse auf die Komposition, darunter Goethes Faust und die Begegnung mit Harriet Smithson.

3.2 Erste Aufführung der Symphonie fantastique: Beschreibung der Umstände und Reaktionen der Öffentlichkeit bei der ersten Aufführung im Dezember 1830.

3.3 Zweite Aufführung der Symphonie fantastique: Darstellung der zweiten Aufführung im Jahr 1832 und der Einbettung in das Monodram Lélio.

3.4 Das Programm: Untersuchung der verschiedenen Fassungen des Programmtextes und deren Bedeutung für die kompositorische Intention.

3.5 Kompositorische Besonderheiten: Analyse der formalen Struktur des ersten Satzes und der Rolle der Idee fixe in den verschiedenen Sätzen des Werkes.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Bedeutung des Werkes für die Musikgeschichte und das notwendige Überdenken des Begriffs Programm-Musik.

Schlüsselwörter

Symphonie fantastique, Hector Berlioz, Programm-Musik, Idee fixe, Romantik, Musikästhetik, Komposition, Symphonie, Autobiographischer Bezug, Dramatische Konzeption, 19. Jahrhundert, Musikgeschichte, Sonatenhauptsatzform, Lélio, Harriet Smithson

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Hector Berlioz' Symphonie fantastique und untersucht deren Sonderstellung in der Musik des 19. Jahrhunderts im Hinblick auf den Begriff der Programm-Musik.

Was sind die zentralen Themenfelder dieser Untersuchung?

Die Themen umfassen die Definition von Programm-Musik, die Genese der Symphonie fantastique, die Rolle von autobiographischen Motiven und die Analyse kompositorischer Merkmale wie der Idee fixe.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Komplexität des Werkes und seiner Genese darzustellen und zu zeigen, dass das Werk durch seine heterogenen Einflüsse eine herkömmliche Einordnung als Programm-Musik herausfordert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche, der Untersuchung von Memoiren, Programmtexten und musikalischen Partituren basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die historische Einbettung der Entstehungsgeschichte, die Analyse der Aufführungspraxis und eine detaillierte Untersuchung der kompositorischen Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Symphonie fantastique, Programm-Musik, Idee fixe, autobiographischer Bezug und dramatische Konzeption.

Welche Rolle spielt Harriet Smithson für das Werk?

Sie fungiert als die „Geliebte“, die Berlioz stark beeindruckte und deren Wahrnehmung tief in das Programm und die Struktur der Idee fixe einging.

Warum wird die Einordnung als „Programm-Musik“ kritisch hinterfragt?

Weil Berlioz’ Werk nicht einfach literarische Vorlagen vertont, sondern eine sehr eigene, autobiographisch geprägte und komplexe dramatische Struktur besitzt, die nicht in klassische Gattungstraditionen passt.

Wie unterscheidet sich die Idee fixe in den verschiedenen Sätzen?

Das Motiv wird in jedem Satz variiert, moduliert oder deformiert, um sich an die jeweilige inhaltliche Szene anzupassen, vom Träumen bis hin zur grotesken Darstellung im Hexensabbat.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Berlioz und seine Symphonie fantastique
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Musikwissenschaften)
Veranstaltung
Programmmusik
Note
2,0
Autor
Lukas Jäger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V268925
ISBN (eBook)
9783656599340
ISBN (Buch)
9783656599371
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hector Berlioz Berlioz Programmmusik Symphonie fantastique Musik im 19. Jahrhundert Programmmusik in Frankreich Musik in Frankreich im 19. Jahrhundert Programm-Musik Phantastik als Konstruktion außermusikalisches Sujet Musikgeschichte 19. Jahrhundert Musikästhetik Symphonie fantastique Musikästhetik im 19. Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Jäger (Autor:in), 2013, Berlioz und seine Symphonie fantastique, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268925
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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