Technische Innovationen eröffnen den Versicherungsunternehmen vielfältige Möglichkeiten um mit ihren Kunden zu interagieren. Programme für mobile Endgeräte, sogenannte Applikationen oder Apps, sind eine Schnittstelle zwischen den Versicherungsunternehmen und den Versicherungsnehmern bzw. potentiellen Kunden. Der Weg zum Versicherungsunternehmen führt nicht mehr nur über den Vermittler oder Makler. Der Kunde erhält aktuelle Informationen direkt vom Versicherungsunternehmen und kann in den meisten Fällen das Unternehmen auch direkt kontaktieren.
Die Spannweite mobiler Applikationen reicht dabei von Spielen bis hin zu Direktanbindungen von Fachabteilungen. Jugendliche werden durch geschickt eingesetzte Produktplatzierungen in bspw. Spielen bereits in jungen Jahren an die entsprechenden Marken gewöhnt. Informationen über Neuerungen erhält der Nutzer durch die Applikationen direkt auf das Smartphone oder den Tablet PC. Der Kontakt zum Versicherungsunternehmen ist meist mit wenigen Klicks hergestellt.
In der Bachelorarbeit werden Funktionen und Einsatzgebiete mobiler Applikationen im Überblick dargestellt. Anhand ausgewählter Anwendungsfelder im Versicherungsunternehmen werden die Einsatz-gebiete detailliert veranschaulicht. Im Anschluss wird der Nutzen mobiler Applikationen für Versicherungsunternehmen, Versicherungsnehmer und Vermittler herausgearbeitet. In dem darauf folgenden empirischen Befund werden die Funktionen von 50 untersuchten mobilen Applikationen analysiert und ausgewertet. Anhand der erhaltenen Ergebnisse aus dem empirischen Befund und der Analyse branchenfremder Applikationen, werden Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Potenziale dargestellt und Grenzen aufgezeigt. Im Fazit wird eine kritische Würdigung vorgenommen und damit die Arbeit geschlossen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Mobile Applikationen
2.1 Definition
2.2 Kategorisierung
2.3 Funktionen
3 Ausgewählte Anwendungsfelder im Versicherungsunternehmen
3.1 Ableitungen aus dem Modell der Wertschöpfungskette
3.2 Produktentwicklung
3.3 Schadenmanagement
3.4 Vertrieb inklusive Beratung und Betreuung
3.5 Marketing
3.6 Informationsmanagement
4 Nutzen mobiler Applikationen
4.1 Versicherungsunternehmen
4.2 Versicherungsnehmer
4.3 Vermittler
5 Empirischer Befund
5.1 Untersuchungsgegenstände und Vorgehensweise
5.2 Ergebnisse im Überblick
5.3 Detailanalyse hinsichtlich der ausgewählten Anwendungsfelder
5.3.1 Produktentwicklung
5.3.2 Schadenmanagement
5.3.3 Vertrieb inklusive Beratung und Betreuung
5.3.4 Marketing
5.3.5 Informationsmanagement
6 Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Potenziale
6.1 Produktentwicklung
6.2 Schadenmanagement
6.3 Vertrieb inklusive Beratung und Betreuung
6.4 Marketing
6.5 Informationsmanagement
7 Grenzen
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stand mobiler Applikationen in der Assekuranz. Das primäre Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Funktionen sowie eine kritische Würdigung der Anwendungsfelder und Potenziale im Hinblick auf den Nutzen für Versicherungsunternehmen, Kunden und Vermittler.
- Grundlagen und Definition mobiler Applikationen.
- Analyse der Wertschöpfungskette im Kontext mobiler Anwendungen.
- Empirische Untersuchung von 50 Versicherung-Apps.
- Bewertung von Nutzerakzeptanz und Kategorisierung.
- Identifikation von Weiterentwicklungsmöglichkeiten und zukünftigen Potenzialen.
Auszug aus dem Buch
3.3 Schadenmanagement
Auch das Schadenmanagement setzt sich aus mehreren unterschiedlichen Segmenten zusammen. Schadenannahme, Schadenprüfung, Schadenleistungs-erbringung, Schadennachbearbeitung und Schadencontrolling sind dabei die wesentlichen Aspekte. Die Schadenannahme stellt den ersten Kontakt zum Kunden nach einem Schaden dar. Der Kontakt kann direkt erfolgen, durch eine Schadenmeldung beim Vermittler, eine telefonische Schadenmeldung in der Zentrale über eine Hotline bzw. indirekt durch Meldung des Schadens via Internet oder elektronischer Geräte.
Im Anschluss erfolgt eine Prüfung, ob der Schaden nach den zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen in Art und Umfang gedeckt ist. Daraufhin wird, je nach Schadenlage, eine Auszahlung vorgenommen, Naturalersatz geleistet oder die Leistung abgelehnt.
In weiteren Prozessen wird das Versicherungsunternehmen mögliche Regressansprüche prüfen und Regressverhandlungen führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung technischer Innovationen für die Assekuranz und stellt das Ziel der Untersuchung mobiler Applikationen vor.
2 Mobile Applikationen: Dieses Kapitel definiert mobile Anwendungen, kategorisiert diese nach Nutzergruppen und beschreibt technische Grundfunktionen.
3 Ausgewählte Anwendungsfelder im Versicherungsunternehmen: Hier werden die Einsatzgebiete mobiler Apps entlang der versicherungsspezifischen Wertschöpfungskette analysiert.
4 Nutzen mobiler Applikationen: Das Kapitel arbeitet den strategischen und operativen Mehrwert von Applikationen für Versicherer, Versicherungsnehmer und Vermittler heraus.
5 Empirischer Befund: Eine detaillierte Untersuchung von 50 Versicherung-Apps hinsichtlich Funktionen, Kategorisierung und Nutzerbewertungen bildet den Kern dieses Kapitels.
6 Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Potenziale: Basierend auf dem empirischen Befund werden Verbesserungspotenziale und Zukunftsoptionen für die Versicherungsbranche abgeleitet.
7 Grenzen: Dieses Kapitel beleuchtet technische, rechtliche und infrastrukturelle Beschränkungen der Anwendbarkeit mobiler Lösungen.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung des Status quo und einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung mobiler Versicherungslösungen.
Schlüsselwörter
Mobile Applikationen, Versicherungswirtschaft, Assekuranz, Schadenmanagement, Produktentwicklung, Wertschöpfungskette, Digitalisierung, Kundenbindung, Marketing, Informationsmanagement, Empirische Untersuchung, App-Store, Nutzerverhalten, Vertrieb, Kundenkontakt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bestandsaufnahme mobiler Applikationen in der Versicherungsbranche und deren kritischer Würdigung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören das Schadenmanagement, die Produktentwicklung, der Vertrieb sowie die Rolle von Apps im Marketing und Informationsmanagement von Versicherern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Nutzen und die Einsatzmöglichkeiten mobiler Anwendungen zu analysieren und Potenziale für die zukünftige Geschäftsentwicklung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine empirische Bestandsaufnahme von 50 ausgewählten mobilen Applikationen von Versicherungsunternehmen inklusive einer statistischen Auswertung der Bewertungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Anwendungsfelder entlang der Wertschöpfungskette, diskutiert den Nutzen für die Beteiligten und leitet aus den erhobenen Daten Weiterentwicklungspotenziale ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind mobile Applikationen, Versicherungswirtschaft, Kundenbindung, Digitalisierung, Schadenmanagement und Wertschöpfung.
Welche Bedeutung hat das Schadenmanagement für Versicherung-Apps?
Es ist einer der am stärksten genutzten Bereiche, da schnelle Hilfe und die direkte digitale Übermittlung von Schadendaten (Fotos/GPS) einen hohen Kundennutzen darstellen.
Warum spielt die Personalisierung eine Rolle für Versicherer?
Durch Push-Dienste und Nutzerprofile können Versicherer bedarfsgerechte Informationen anbieten und die Kundenbeziehung durch direkten, individuellen Kontakt intensivieren.
Was sind die größten technischen Grenzen mobiler Apps?
Die Arbeit identifiziert die Vielfalt an Betriebssystemen, die begrenzte Hardware-Kompatibilität sowie die teilweise instabile mobile Netzinfrastruktur als wesentliche Barrieren.
- Citar trabajo
- Ronny Helmig (Autor), 2012, Mobile Applikationen in der Assekuranz. Bestandsaufnahme und Entwicklungslinien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268942