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Burnout schon bei Kindern und Jugendlichen?

Título: Burnout schon bei Kindern und Jugendlichen?

Trabajo Escrito , 2012 , 41 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Astrid Kaßner (Autor)

Salud - Otros
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Das Burnout-Syndrom galt lange Zeit als sogenannte Managerkrankheit. Sämtliche Anforderungen, Erwartungen und Verantwortlichkeiten der Manager stiegen zunehmend an und konnten von ihnen nicht mehr bewältigt werden. Sie waren überfordert, entnervt und ausgebrannt. Im späteren Verlauf der medizinischen Auseinandersetzung mit dem Thema wurde Burnout besonders den Dienstleistungsberufen zugeordnet. Kinder und Jugendliche galten nicht als Risikogruppe. Ehrgeiz, übermäßiges Engagement sowie ein übersteigerter Hang zum Perfektionismus gelten als typische Merkmale von Burnout. Warum sollten diese Merkmale nicht auch auf Kinder oder Jugendliche zutreffen? Unsere stark leistungsorientiert geprägte Gesellschaft legt den Grundstein für Burnout bereits in der Kindheit. Frühförderung im Kindergarten wird von der Ausnahme zum Alltag. Später sind Social Networks alltägliche Begleiter der Kinder und Jugendlichen. Möglich machen es Smartphone oder Communitys im Internet. Ständige Erreichbarkeit, Schule, nicht selten mit einer über 30-Unterrichststundenwoche, Musikunterricht und Orchester, Fußballvereine, Reitstunden oder Ballettunterricht, alles muss in die begrenzte Zeit einer Woche untergebracht werden und legt den Vergleich zum Fulltime-Job nahe. Freie Zeit „einfach nur zum Spielen“ ist viel zu kurz oder gar nicht mehr verfügbar. Durch Lehrer- und damit verbundene Unterrichtsausfälle ist es die Regel, den versäumten Stoff am Nachmittag in den Familien mit noch mehr Hausaufgaben aufzufangen. Eltern hinterfragen diesen verrückten Kinderalltag nicht, solange die Schulnoten gut sind. Im Gegenteil, denn es kommen noch die mitunter sehr hohen Erwartungen der Eltern an ihre Kinder hinzu. Kinder kennen ihre persönlichen Grenzen nicht und arbeiten ohne Rücksicht auf die eigene Leistungsfähigkeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Epidemiologie in Deutschland

2.2.1 Definition von Epidemiologie

2.2 Burnout

2.2.1 Definition von Burnout

2.2.2 Phasenverlauf von Burnout

2.2.3 Auslöser von Burnout

2.2.4 Abgrenzung Burnout von Depression

2.3 Phasenverlauf der Kindheit und der Jugend

3 Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitswissenschaft in Deutschland

3.1 Ergebnisse der 2. World Vision Kinderstudie – Kinder in Deutschland

3.2 Ergebnisse der Shell Jugendstudie – Jugend 2010

3.2.1 Ergebnisse des quantitativen Teils der Studie

3.2.2 Ergebnisse des qualitativen Teils der Studie

3.3 Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS)

3.3.1 Risiken und Ressourcen für die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

3.3.2 Messung soziodemographischer Merkmale im KiGGS und ihre Bedeutung am Beispiel der Einschätzung des allgemeinen Gesundheits-zustands

3.3.3 Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen – Erste Ergebnisse aus dem KiGGS

3.3.4 Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Ergebnisse aus der BELLA-Studie im KiGGS

4 Resümee

5 Gesundheitsförderung am Beispiel Hamburger Schulen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Relevanz des Burnout-Syndroms bei Kindern und Jugendlichen vor dem Hintergrund zunehmenden gesellschaftlichen Leistungsdrucks und analysiert dabei wissenschaftliche Erkenntnisse aus verschiedenen Gesundheitsstudien, um mögliche Handlungsbedarfe und Präventionsansätze aufzuzeigen.

  • Analyse der Burnout-Problematik im Kontext von Kindheit und Jugend
  • Darstellung epidemiologischer Daten zur psychischen Gesundheit junger Menschen
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf das Wohlbefinden
  • Bewertung von Präventionsmaßnahmen am Beispiel schulischer Gesundheitsförderung

Auszug aus dem Buch

1 Fragestellung

Das Burnout-Syndrom galt lange Zeit als sogenannte Managerkrankheit. Sämtliche Anforderungen, Erwartungen und Verantwortlichkeiten der Manager stiegen zunehmend an und konnten von ihnen nicht mehr bewältigt werden. Sie waren überfordert, entnervt und ausgebrannt. Im späteren Verlauf der medizinischen Auseinandersetzung mit dem Thema wurde Burnout besonders den Dienstleistungsberufen zugeordnet. Kinder und Jugendliche galten nicht als Risikogruppe. Ehrgeiz, übermäßiges Engagement sowie ein übersteigerter Hang zum Perfektionismus gelten als typische Merkmale von Burnout. Warum sollten diese Merkmale nicht auch auf Kinder oder Jugendliche zutreffen? Unsere stark leistungsorientiert geprägte Gesellschaft legt den Grundstein für Burnout bereits in der Kindheit.

Frühförderung im Kindergarten wird von der Ausnahme zum Alltag. Später sind Social Networks alltägliche Begleiter der Kinder und Jugendlichen. Möglich machen es Smartphone oder Communitys im Internet. Ständige Erreichbarkeit, Schule, nicht selten mit einer über 30-Unterrichtsstundenwoche, Musikunterricht und Orchester, Fußballvereine, Reitstunden oder Ballettunterricht, alles muss in die begrenzte Zeit einer Woche untergebracht werden und legt den Vergleich zum Fulltime-Job nahe. Freie Zeit „einfach nur zum Spielen“ ist viel zu kurz oder gar nicht mehr verfügbar. Durch Lehrer- und damit verbundene Unterrichtsausfälle ist es die Regel, den versäumten Stoff am Nachmittag in den Familien mit noch mehr Hausaufgaben aufzufangen. Eltern hinterfragen diesen verrückten Kinderalltag nicht, solange die Schulnoten gut sind. Im Gegenteil, denn es kommen noch die mitunter sehr hohen Erwartungen der Eltern an ihre Kinder hinzu. Kinder kennen ihre persönlichen Grenzen nicht und arbeiten ohne Rücksicht auf die eigene Leistungsfähigkeit. Sie sind daher in einem wesentlich höheren Ausmaß gefährdet, in ein Burnout zu geraten (vgl. Gatterburg, Großbongard 2012: 120ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung: Das Kapitel führt in die Thematik des Burnout-Syndroms bei Kindern und Jugendlichen ein und hinterfragt, inwieweit steigender Leistungsdruck und gesellschaftliche Erwartungen eine Burnout-Gefährdung bereits im frühen Alter begründen.

2 Begriffsbestimmungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Epidemiologie und Burnout definiert, dessen Phasenverlauf erläutert sowie eine notwendige Abgrenzung zur Depression vorgenommen.

3 Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitswissenschaft in Deutschland: Dieses Hauptkapitel analysiert umfangreich Ergebnisse relevanter Studien (World Vision Kinderstudie, Shell Jugendstudie, KiGGS, BELLA) hinsichtlich der psychischen Gesundheit, Ressourcen und Risikofaktoren.

4 Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass es der Mehrheit der Kinder zwar gut geht, jedoch ein stetig wachsender psychischer Druck und sozioökonomische Faktoren deutliche Risiken für die Gesundheit darstellen.

5 Gesundheitsförderung am Beispiel Hamburger Schulen: Das Kapitel diskutiert konkrete Präventionsansätze und Förderprogramme im schulischen Umfeld und unterstreicht die Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche aktiv zu stärken.

Schlüsselwörter

Burnout, Kinder, Jugendliche, Gesundheitswissenschaft, Epidemiologie, Leistungsdruck, Prävention, KiGGS-Studie, BELLA-Studie, Shell Jugendstudie, Sozioökonomischer Status, psychische Gesundheit, Stress, Schule, Gesundheitsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, ob das Burnout-Syndrom bereits bei Kindern und Jugendlichen auftritt, und analysiert die Ursachen im Kontext einer leistungsorientierten Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die zentralen Themen sind Burnout-Definitionen, die aktuelle gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland basierend auf großen Studien sowie die Bedeutung schulischer Gesundheitsförderung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen steigendem Alltagsdruck und psychischer Belastung bei jungen Menschen aufzuzeigen und die Relevanz von Präventionsmaßnahmen zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Auswertung bereits existierender epidemiologischer Studienergebnisse (Sekundäranalyse) sowie ergänzende Literaturrecherchen zu Gesundheitswissenschaft und Prävention.

Was wird im umfangreichen Hauptteil thematisiert?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung und Auswertung großer Studien wie der KiGGS-Studie, der World Vision Kinderstudie und der Shell Jugendstudie zur Lebenswelt und Gesundheit junger Menschen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Burnout-Prävention, Kindesentwicklung, sozioökonomische Ungleichheit, psychische Gesundheit und schulische Gesundheitsförderung beschreiben.

Welche Rolle spielt die soziale Herkunft bei der psychischen Gesundheit?

Laut der Studie korreliert ein niedriger sozioökonomischer Status stark mit einem Mangel an Ressourcen und einem erhöhten Risiko für psychische Auffälligkeiten.

Warum bewertet die Autorin Burnout bei Kindern nicht als reine Modeerscheinung?

Aufgrund der hohen Prävalenz psychischer Auffälligkeiten in den zitierten Studien und der erheblichen Folgekosten durch Stress und psychische Störungen wird Burnout als ernstes, ernstzunehmendes Problem eingestuft.

Final del extracto de 41 páginas  - subir

Detalles

Título
Burnout schon bei Kindern und Jugendlichen?
Universidad
University of Applied Sciences Hamburg
Curso
Zur Gesundheitssituation von Kindern und Jugendlichen. Ergebnisse der Epidemiologie und der Gesundheitsberichterstattung
Calificación
1,0
Autor
Astrid Kaßner (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
41
No. de catálogo
V268951
ISBN (Ebook)
9783656603276
ISBN (Libro)
9783656603214
Idioma
Alemán
Etiqueta
burnout kindern jugendlichen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Astrid Kaßner (Autor), 2012, Burnout schon bei Kindern und Jugendlichen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268951
Leer eBook
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Extracto de  41  Páginas
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